KEINE ZEIT ZU STERBEN – Daniel Craigs letzter Bond

Der 25. Bond-Film wird gleichzeitig der letzte mit Daniel Craig sein. Doch wie genau wird das Ende von 007 aussehen? Der neue Trailer zu „No Time to Die“ bietet gleich mehrere Optionen.

Es geht also ans Sterben. Nichts Außergewöhnliches an einem Bond-Filme und das neuste Werk heißt schließlich nicht umsonst „No Time to Die“, also zu Deutsch: „Keine Zeit zu sterben“. Aber in viereinhalb Monaten wird es dann vorbei sein mit Daniel Craig als James Bond: Am 2. April 2020 wird sein neuester und zugleich letzter Einsatz „im Dienste Ihrer Majestät“ in die deutschen Kinos kommen. Wie es mit der Figur 007 zu Ende geht, deutet nun der Trailer an, der am Mittwochnachmittag veröffentlicht wurde.

Es ist nicht das erste Mal, dass sich der britische Kultagent anpassen muss. In einer Zeit, wo Christopher Nolans „Batman“ und Superagent „Jason Bourne die Massen begeisterte, musste sich der britische Topagent bereits einmal schon neu erfinden – vor allem, wenn man bedenkt, wie schlecht es um das Franchise im Jahr 2002 nach „Stirb an einem anderen Tag“ stand. 

Die Produzenten entschieden sich schließlich dafür, die gesamte Reihe quasi neu zu starten und die Geschichte von Bonds erster Mission als 007 zu erzählen. In Bezug auf Ian
Flemings klassische Geschichte „Casino Royale galt Daniel Craig als perfekte Besetzung für die ernstere und auch eindringlichere Version des Charakters James Bond.

Regisseur Martin Campbell („GoldenEye“) erfand sozusagen den Bond des nächsten Jahrhunderts und wählte mit der Spielbank von Montenegro auch die ideale Kulisse. Egal, ob für britische Glücksspielunternehmen wie Betway, populäre Marken wie Gordon’s Gin und Aston Martin, oder auch Filmgiganten wie Metro-Goldwyn-MayerMetro-Goldwyn-Mayer– die glamouröse Atmosphäre eines Bond-Streifens verhilft jedem Produkt zum Erfolg, deswegen besitzt/besaß das Franchise schon immer so einen massiven Einfluss auch die Popkultur.

Mit dem 2012 erschienen Teil „Skyfall“ schaffte man es sogar, einen bereits damals schon von vielen Fans als besten Bond-Streifen aller Zeiten angesehen „Bond-Klassiker“ zu kreieren, auch wenn die Filme davor und danach („Ein Quantum Trost“, „Spectre“) etwas schwächelten.

Was vom neusten Streifen bereits bekannt wurde, ist, dass James Bond (Daniel Craig) seine Lizenz zum Töten nach den Ereignissen von „Spectre“ abgegeben hatte. Zu Beginn von „No Time to Die“ will er nun seinen Ruhestand in Jamaika genießen. Doch Felix Leiter (Jeffrey Wright), sein alter CIA-Kollege und Freund, taucht plötzlich auf und bittet Bond um Hilfe: Ein bedeutender Wissenschaftler sei entführt worden und müsse so schnell wie möglich gefunden werden.

007 bleibt nichts anderes übrig, als mitzumachen und sich auf eine heikle Rettungsmission zu begeben. Und so trifft Bond schon bald auf den mysteriösen Safin (gespielt von Rami Malek, der als Freddie Mercury in „Bohemian Rhapsody“ den Oscar gewann), der den Oberschurken mimt und die Welt mit einer neuen gefährlichen Technologie bedroht.

Cary Joji Fukunaga („Beasts Of No Nation“), der den ursprünglichen Regisseur Danny Boyle erst 2018 ersetzte, drehte das Agenten-Spektakel aber nicht nur in Jamaika, sondern unter anderem auch in Norwegen, Italien und Schottland. Ein Agenten-Abenteuer um den Globus also, wie es sich für 007 gehört.

Für 007-Star Daniel Craig geht es mit der Lizenz zum Töten also wieder mal rund um den Globus. Und das rauer und rasanter denn je. Vielleicht nicht mehr die einst feine englische Art, dafür jede Menge Action und Spannung garantiert!

Seit „Casino Royale“ hängen die Bond-Filme im Gegensatz zu früher viel stärker zusammen, weshalb auch nicht nur Craig als Titelheld zurückkehrt, sondern auch einige weitere alte Bekannte. Ebenfalls mit dabei sind unter anderem Ralph Fiennes als M, Jeffrey Wright als Felix Leiter, Naomie Harris als Moneypenny, Ben Whishaw als Q sowie Lea Seydoux als Madeleine Swann.

no-time-to-die-character-posters Im Trailer gibt’s auch eine dicke Überraschung: Christoph Waltz kehrt zurück. Im Vorgänger „Spectre“ noch als Oberbösewicht, sitzt er nun hinter Gittern. Dass der österreichische Schauspieler jedoch überhaupt wieder dabei ist, darum wurde bislang ein großes Geheimnis gemacht.

Was der Trailer jedoch anhäuft, ist zu diesem Zeitpunkt eine Masse an Geschichten, die der Film parallel zu Ende erzählen muss. Nicht wenig Anspruch für ein Projekt, das von vielen Rückschlägen geplagt worden war – erst dem Verlust von Danny Boyle als Regisseur, dann der Verschiebung des Kinostarts um fast ein Jahr, um das Drehbuch zu überarbeiten, schließlich der Verletzung von Daniel Craig am Set.

Wie sich Craig in seinem letzten Einsatz schlagen wird, wird das alles bestimmende Thema von „No Time to Die“ sein. Interessierte werden zudem ein Auge darauf haben, wie Regisseur Cary Fukunaga („True Detective“) die älteste Filmreihe der Welt weiterführt und welchen Einfluss „Fleabag“-Mastermind Phoebe Waller-Bridge auf das Drehbuch genommen haben könnte.
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Bond 25 - Keine Zeit Zu Sterben - Plakat

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