Liebe Leser, bereits Im Januar dieses Jahres habe ich behauptet, dass TRON Legacy der beste 3D-Film des Jahres 2010 wird. Davon bin auch weiterhin fest überzeugt, mit der kleinen Einschränkung, dass die Fortsetzung der Nerdware TRON bei uns erst am 27. Januar 2011 startet. Grund für diese Entscheidung war das Gedrängel auf den 3D-Leinwänden in der Vorweihnachtszeit.
Die Virals haben es angekündigt, nun gab es auf der ComicCon in San Diego die Weltpremiere des neuen Trailers für Joseph Kosinskis bildgewaltige Fortsetzung TRON Legacy. Der erste Teasertrailer brachte uns zurück in Flynns Spielhalle, wo sein Sohn Sam das Geheimnis der Computerwelt entdeckt- mit der Gewissheit, dass sein Vater nicht tot ist. Wer den Teasertrailer im Kino in 3D sehen konnte, ist aufgefallen, dass alle Szenen in der realen Welt zweidimensional gestaltet sind, alle Szenen in der Computerwelt hingegen in die dritte Dimension entführen. Und die ist durchgestylt, als ob Apple auf „2001 – Odyssee im Weltraum“ meets Philippe Starck trifft.

Nun gibt es – ComicCon sei Dank – den neuen Trailer für TRON Legacy. Und der zeigt uns ein Bild aus den Kindertagen von Sam mit einem gütigen Vater Flynn. Hey, Jeff Bridges in jung! Da haben sie aber jemanden alterniert! Was für mich nicht wirklich überzeugend aussieht- vielleicht ist es aber auch ein Teil vom Konzept? Und natürlich gibt es jede Menge Action im Kampf gegen das Master Control Programm. Mit Tanks, Lightcycle-Racern und – Trailer bis zum Ende schauen!- Fluggleitern. Flugszenen sind ja mittlerweile ein Muss in jedem 3D-Film…

Hier nun endlich neues Futter für alle Tron Legacy-Fans, die sich noch ein langes halbes Jahr bis zum deutschen Filmstart am 27. Januar 2011 gedulden müssen.

Sam, I am not your father. Is there a Clu 2.0?

Es ist ComicCon, und wir werden mit reichlich Material rund um die Superhelden und die kommenden Filmevents versorgt. Nachdem Lionsgate gestern die Aufmerksamkeit mit einem hervorragenden Eye-Popping – 3D-Motionposter auf sich zog, wurde heute der erste Teasertrailer für die Fortsetzung der Torture Porn-Reihe veröffentlicht. Der siebte Teil wird JigSaws Meisterstück, kein Wunder, dass er in stereoskopischem 3D erscheint. Und SAW 3D soll der letzte Teil der Franchise sein- da darf es nochmal ordentlich krachen.

Heute gab es in San Diego den ersten Teaser für SAW 3D zu sehen- und gibt einen Einblick in das mörderische Uhrwerk und seinen fiesen Fallen. Selbstverständlich müsste man auch den Teaser in 3D sehen: Text ragt heraus, allerlei Spitzes und Piekiges kommt einem entgegen und auch die Einstellungen frönen der Zentralperspektive.

In dern USA zu sehen pünktlich vor Halloween ab dem 29. Oktober, um eine Woche verschoben um den Start von Paranormal Activity 2 am 22. nicht in die Quere zu kommen (da gibt es noch Wunden aus dem letzten Jahr zu lecken…). Einen deutschen Starttermin gibt es noch nicht.

Nun will ich euch aber nicht länger auf die Folter spannen (5er in die Wortspielkasse), hier ist der nagelneue Teasertrailer für SAW 3D:

An diesem absolut großartigen 3D-Motionposter für SAW 3D haben die Ingenieure von Jigsaw lange gebastelt! Und wer SAW kennt, weiß, dass man den Begriff Eyepopping-Experience durchaus wörtlich nehmen darf.

Seit Terminator 4 bin ich ja ein Fan der Motionposter, also den animierten Fassungen der Filmplakate. Nun kommt der siebte Teil der Folter-Franchise SAW, der sich aufgrund der Veröffentlichung im stereoskopischem 3D schlicht SAW 3D nennt, mit einem Eyepopping-3D-Motionposter. Und nutzt erstmals für einen 3D-Film einen optischen Trick zweidimensionalen Abbildungen mehr Tiefe zu verleihen: durch das Drehen des Augapfels, aus dem allerlei gruseliges herausragt, versteht das Gehirn des Betrachters, dass es sich um ein dreidimensionales Objekt handelt. Und nimmt die Tiefe des Raumes wahr, obwohl es sich ja nur um eine ebene Fläche handelt.

Disgusting gut! Mehr davon! SAW 3D startet in den USA am 22. Oktober 2010, ein deutscher Starttermin steht noch aus.

Bild © Lionsgate · Alle Rechte vorbehalten.

Wim Wenders dreht Ende Juli 2010 auf Einladung der japanischen Architekten Kazuyo Sejima + Ryue Nishizawa / SANAA eine stereoskopische 3D-Video-Installation als Beitrag für die Architektur Biennale in Venedig 2010. Das japanische Architekturbüro SANAA erhielt in diesem Jahr den renommierten Pritzker Award. Architektin Kazuyo Sejima leitet als Kuratorin die diesjährige Architektur Biennale in Venedig.

IF BUILDINGS COULD TALK… ist eine Auseinandersetzung mit dem Rolex Learning Center in Lausanne, einem erst kürzlich eröffneten futuristischen Gebäude der beiden Architekten. Das Gebäude ist das Flaggschiff der Ecole Polytechnique Fédérale de Lausanne und dient Studenten und Öffentlichkeit als Lern- und Aufenthaltsraum. Das Thema der Architektur Biennale 2010 lautet „People Meet in Architecture“. Im Zentrum der 3D-Video-Installation von Wim Wenders steht die Frage, auf welche Art Gebäude mit ihren Nutzern kommunizieren.

Wie großartig! Gebäude sind in der Regel fixiert an ihrem Platz. Eine Ausstellung von Gebäuden beschränkte sich lange auf Modelle, Zeichnungen und Pläne, Fotografien oder auch Videos. Durch die stereoskopische 3D-Installationen wird ein neues Kapitel der Architektur-Repräsentation geöffnet. Sicher ist dies nur eine Annäherung an das Gebäude, doch vermutlich die bisher immersivste Möglichkeit.

Kazuyo Sejima

Mit Kazuyo Sejima leitet eine der bedeutendsten zeitgenössischen Architektinnen (und erstmals eine Frau) die Architektur-Biennale. Welche Ehre, wenn die Präsidentin der Biennale für die Repräsentation ihres eigenen Gebäudes die Neue Road Movies mit Regisseur Wim Wenders zur visuellen Umsetzung einlädt. Und sich mutig- wie ihre Gebäude selbst- auf eine neue visuelle Gestaltung mit einer stereoskopischen 3D-Video-Installation einlässt. Und wieder betritt Wenders bei dieser Produktion Neuland, bei der er nicht nur Regie führte, sondern auch das Konzept entwickelte. Der stereoskopische Dreh erfolgt auf Canon-Fotokameras mit Zeiss-Film-Objektiven. Bei den 3D-Rigs handelt es sich um Prototypen von Philippe Bordelais und Alain Derobe. Diese sind sehr viel leichter und beweglicher als die herkömmlichen 3D-Rigs- und ermöglichen so eine flexiblere dokumentarische Arbeit. Der Producer Erwin Schmidt holt für das Projekt „If Buildings Could Talk“ erneut Alain Derobe als Stereographer, der bereits mit Neue Road Movies den Tanzfilm PINA umsetzte. Für die Tongestaltung ist DieBasisBerlin zuständig. Die Bild-Postproduktion einschließlich Stereo Sweetening, Depth Grading und Stereo Colour Grading übernimmt Cinepostproduction. Als Kameramann ist Jörg Widmer dabei. Den Ton liefert Ansgar Frerich, die Musik Thom Hanreich. Für den Schnitt ist Toni Froschhammer zuständig. Postproduktionsstereograph ist Daniele Siragusano, der Supervisor des Projekts ist Jan Fröhlich.

Die zwölfte Architecture Biennale ist vom 29. August bis zum 22. November 2010 in Venedig zu sehen. Eine Preview der 3D-Video-Installation findet vom 26. – 28. August statt.. Mehr Informationen gibt es auf der Webseite der Biennale di Venezia und der Webseite von Neue Road Movies. Mehr über das Rolex Learning Center findet man unter diesem Link.

Bild © Neue Road Movies (1) · Alle Rechte vorbehalten.
Portrait Kazuyo Sejima © Rama (2) CC-Lizenz · Einige Rechte vorbehalten.

Nicht nur die Animationsschmieden Pixar, DreamWorks und BlueSky setzen bei ihren Animationsfilmen auf das stereoskopische 3D-Format. Space Dogs 3D erzählt die Geschichte der bei den russischen Hunde Belka und Strelka, die als welterste tierischen Vierbeiner ins Weltall geschossen werden. Die russische Centre of National Film (CNF Anima) produzierte den Animationsfilm mit einem ambitionierten Budget von umgerechnet 35 Mio. Dollar. Seit März 2010 läuft der Film in den russischen 3D-Kinos und in Kasachstan, Litauen, Estland und Litauen. das bisherige Einspiel liegt bei rund 7 Mio. Dollar. Erfolgreich genug: Epic Pictures arbeitet bereits an einem Sequel und einer Crossmedia-Auswertung fürs Fernsehen.

Auch Polen, die Türkei, Korea, Italien, Frankreich, England und China haben Space Dogs 3D bereits eingekauft. Ein deutscher Verleih steht noch nicht fest, damit auch noch kein deutscher Starttermin.

Hier der Trailer für Space Dogs 3D:

Im September fliegen wir wieder auf den Planeten Pandora! Wie bereits berichtet, startet am 2.9. die Wiederaufführung von „AVATAR- Aufbruch nach Pandora„, diesmal aber in einer acht Minuten längeren Special Edition. Und ausschließlich in 3D-Kinos. Nun hat Verleiher Fox das offizielle deutsche Filmplakat für die Special Edition veröffentlicht. Mit einer traumhaften Neytiri als Motiv. Toruk gesattelt und ab geht’s!

Bild © 20th Century Fox · Alle Rechte vorbehalten.

Wir lieben Filme. Und SuperCuts. Und wir lieben reduzierte Concept-Arts zu unseren Lieblings-Filmen. Zwar mit 35mm betitelt und doch ganz digital kommt dieser Kurzfilm von Pascal Monaco zu uns. Ein Film über das Kino an sich. Der Regisseur nahm einfach 35 seiner Lieblingsfilme, reduzierte sie auf eine grafische Ikonizität und montierte sie zueinander. In 2 Minuten gibt es Den weißen Hai, Toy Story, Psycho, Singing in the Rain, The Lady in Red, Schneewittchen, die Blues Brothers, T2, Star Wars und noch einige Filmklassiker mehr. Well Done! Drudelexperten aufgepasst- findet ihr alle Filme?

CGI-Animationsfilme purzeln ja einfach auf Knopfdruck aus dem Rechner. Einfach die Storyline eingeben, Figuren mit einem Namen versehen und auf RENDERN drücken. Wenn es denn so einfach wäre, würden die Leinwände mit viel Mittelmaß geflutet. Das Credo bei Pixar lautet Story Story, Story. Und wie es sich gehört, wird die entwickelte Story ganz herkömmlich in einem handgezeichneten Storyboard imaginiert. Ich mag den von Disney geprägten Begriff des Imagineering, also der Verbindung von Engineering und Image, dem Entwickeln von Bildern, oder besser Phantasien. Wieviel Kreativität ein Storyboarder haben muss, verdeutlichen auch diese Bilder einer kleinen Szene aus Pixars neuestem Abenteuer Toy Story 3. Spielzeug-Sheriff Woody versucht seine Freunde aus dem Müllsack zu befreien und so vor der Müllpresse zu retten.

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Ihr seht an den Einzelbildern, welche Bedeutung das Storyboard für den späteren Film hat. Das Storyboard beinhaltet nicht nur den Ablauf der Geschichte, sondern auch den Bildausschnitt, die Kameraeinstellung, die Gestik und Mimik der Figuren, Hinweise auf die Schärfenebene und die Bewegungen. Für das Timing der Szene wird im nächsten Schritt ein digitales Animatic angefertigt, das ist eine Art Diashow, in der die einzelnen Bilder in ihrer geplanten Dauer zu sehen sind, zudem wird die Musik und die Sprach- und Geräuschebene bereits angelegt. Dies vermittelt einen sehr guten Eindruck des späteren Films in seiner Geschichte, Dramaturgie und den Pointen. Der Storyboarder hat eigentlich den bereits den gesamten Film festgelegt. Die anderen Gewerke verfeinern sozusagen das Gerüst durch Animation, Texturen, Licht und Musik.

Liebe Eltern, sorgt euch nicht, wenn euer Kind Comiczeichner werden will. Es macht viele Menschen glücklich. Lee Unkrichs Toy Story 3 startet am 29. Juli 2010 endlich in unseren stereoskopischen 3D-Kinos. Und ihr dürft gespannt sein, wie diese Storyboard-Sequenz auf der großen Leinwand und in 3D wirkt.

Bilder © Disney/Pixar · Alle Rechte vorbehalten.

Nun sind die Sagengestalten in „Für immer Shrek“ gerade abgetreten, erreichen uns neue Nachrichten aus Märchenland. Das von Kawumm-Regisseur Michael Bay gegründete „The Institute“ will zusammen mit Kalliope Films eine stereoskopische Neuauflage von Hänsel und Gretel in die Kinos bringen. Voll gespickt mit Lebkuchen und Special Effects müssen die Klassiker der Gebrüder Grimm sich mal wieder den Regisseur-Phantasien hingeben. Damit nicht genug, neben Hänsel Stöckchen, Gretels Zöpfchen und Hexens Öfchen sollen auch weitere Sagengestalten aus den Mythen von Teutonenland in die Geschichte eingewoben werden. Das ganze ergibt dann einen spannungsgeladenen Live-Action-Film. Oder einen Haufen Lebkuchen, das weiß man noch nicht. Drehstart soll im Frühjahr 2011 in Deutschland sein. Scott Gardenhour (The Institute) und Kira Madallo Sesay (Kalliope Films) produzieren das Werk. Und damit es ordentlich Brotkrumen in Gretels Schürze gibt, komm tder Film natürlich in stereoskopischem 3D in die Kinos.

Für die Gestaltung der mythologischen Figuren (Rübezahl? Siegfrieds Drachen? Mainzelmännchen?) holte man sich übrigens keinen Geringeren als Joseph C. Pepe, der als Lead-Charakterdesigner auch bei AVATAR – Aufbrauch nach Pandora oder Predators dabei war.

Ganz ehrlich? Das erste Promo-Plakat sieht nicht danach aus. Sondern mehr nach einem billigem CGI-Filmchen mit zuckersüß eingefärbtem Harry Potter-Schriftzug. Oder?

Bild © The Institute and Kalliope Films · Alle Rechte vorbehalten.

Heute zeigt Arte den Dokumentarfilm „The Digital Bomb“ von Hermann Vaske. Gleich einer Achterbahnfahrt durch die Welt der digitalen Kreativität – präsentiert von Jay Maynard, der als „Tron Guy“ zur Internetberühmtheit wurde – führt der Dokumentarfilm von Vaske. Er zeigt das Internet gleichermaßen als Antrieb und Phänomen einer digitalen Evolution. Die Form der Kommunikation sowie der Zugang zu und Umgang mit Informationen hat sich innerhalb kurzer Zeit radikal gewandelt und die Gesellschaft verändert. Dieser Prozess ist keineswegs abgeschlossen, sondern beschleunigt sich zunehmend und dringt in alle Bereiche des Lebens vor.

Die einzelnen Teile der Sendung:

  • 22.45 Uhr – The Social Galaxy

Hier sind die Stars des Internets anzutreffen, die Stars von YouTube und Failcat sowie der niesende Panda, der von Millionen von Usern gesehen wurde. Das Internet funktioniert als eine offene Bühne, auf der sich Leute mit Ideen kreativ austoben können.

  • 23.25 Uhr – The Commercial Galaxy

Der zweite Teil des Dokumentarfilms bereist die „Commercial Galaxy“, die Welt der Wirtschaft. Er zeigt eindrückliche Beispiele dafür, dass in Zukunft die erfolgreiche Vermarktung kreativer Ideen und Projekte nur mit Hilfe der digitalen Welt zu bewerkstelligen sein wird.

  • 00.05 Uhr – The Media Galaxy

Der dritte und letzte Teil des Dokumentarfilms „Die digitale Bombe“ besucht die Media Galaxy. Er berichtet über die Veränderungen in der Politik, im Bereich der journalistischen Berichterstattung („Freiheit der Presse“ versus „Freiheit von der Presse“) und in den Medien der bewegten Bilder (Kino, Fernsehen und Internet).

Wiederholungen wird es im TV keine geben, aber die Doku wird nach Ausstrahlung sieben Tage auf videos.arte.tv zu sehen sein. Und natürlich gibt es einen Trailer zur Digitalen Bombe:

Ansehen! Pflichtprogramm!