Bestätigt: Christopher Nolans INTERSTELLAR in analogem 70mm in Deutschland! [Update]

Analogfilm-Liebhaber haben aktuell schwitzige Hände: am 6. November 2014 startet Christopher Nolans Weltraumabenteuer INTERSTELLAR in den deutschen Kinos. Und ein paar wenige Kinos auf der Welt erhalten den Film als analoge Filmkopie in 35mm, 70mm oder gar in 70mm IMAX. In Europa wird es vier (als Ziffer 4 !!) 70mm-Kopien geben, eine davon in Deutschland. Da heißt es rechtzeitig Tickets sichern!

Analoge Bastion

Christopher Nolan gilt als eine der Bastionen für das Filmen auf analogem Film, digitale Kamera- und Projektionstechnik konnten ihn bisher nicht überzeugen. Mit dem Erfolg seiner düsteren Batman-Filme im Rücken sorgt er aktuell für die Entstaubung analoger Projektoren rund um den Globus. Denn sein SciFi-Abenteuer Interstellar wird neben den üblichen digitalen DCPs in 2K und 4K auch als analoge Prints vertrieben. Dabei wird es Vorführungen in klassischem 35mm geben, als auch 70mm -Prints. Und für ganz großes Kino sorgt natürlich 70mm IMAX. Durch die mittlerweile hohen Kosten für analoge Prints nehmen Verleih und Kinos richtig Geld in die Hand: IMAX EMEA-Präsident Andrew Cripps bezifferte im Interview mit DigitaleLeinwand die Kosten für einen 70mm-IMAX-Print für einen regulären Spielfilm zwischen 35.000 und 40.000 Dollar. Stand 2013. Und da sich Nolan bei epischen Weltraumabenteuern nicht kurz fassen kann, läuft INTERSTELLAR satte 169 Minuten, was den Preis fast verdoppelt. Eine analoge Filmkopie im Wert eines Neuwagens. [UPDATE 2]: Bestätigte Kosten für die analoge 70mm-Kopie sind mir nicht bekannt, es wird über eine Größenordnung von 20.000 US-Dollar gemunkelt.

Regisseur, Co-Drehbuchautor und Produzent Christopher  Nolan beim Interstellar-Dreh mit der IMAX- Kamera

Regisseur, Co-Drehbuchautor und Produzent Christopher Nolan beim Interstellar-Dreh mit der IMAX- Kamera

Zwischen 5/70 und 15/70 – Überblick analoge Filmformate

Bevor es Verwirrung gibt, hier ein kleiner (und stark vereinfachter) Überblick über die Filmformate 35mm und 70mm. In der Grafik seht ihr rechts den klassischen 35mm-Film, die Breite des Streifen beträgt 3,5 cm. Dieses Format ist weltweit durch die Digitalisierung mit digitalen 2K-Projektoren abgelöst worden. 70mm-Film wie in der Mitte ist eben doppelt so breit. Es ist auch unter dem Namen 5/70 bekannt, da pro Einzelbild fünf Transport-Perforationslöcher enthalten sind. Auf der deutlich größeren Bildfläche können vielmehr Bildinformationen geprintet werden, das projizierte Bild ist feiner, detailreicher und brillanter. Das IMAX-Format stellte alles auf den Kopf, sie benutzen zwar auch 70mm, aber mit horizontalem Filmlauf, was eben 15 Perforationslöchern entspricht- daher auch gerne mit 15/70 abgekürzt. Ein IMAX-Bild besitzt fast die zehnfache Auflösung gegenüber einem 35mm-Bild, gerechnet in Pixel geht man von einem Äquivalent von 18.000 Pixeln auf der langen Seite aus.

IMAX 70mm 35mm

IMAX, 70mm und 35mm im Vergleich

INTERSTELLAR in analoger 70mm-Projektion

Ganz wertefrei von Zukunfts- oder Nostalgiediskussionen sollten sich Cineasten diese Interstellar-Screenings nicht entgehen lassen! In Europa sind bisher vier analoge Kopien in 5/70 mm bestätigt. Das Imperial Bio in Kopenhagen wird eine Kopie erhalten, das Odeon Leicester Sq in London, das Arcadia Cinema in Mailand, das Cinéma Grand Mercure in Elbeuf und- trommelwirbel, tusch- der Berliner Zoo Palast. Das Premiumkino besitzt im großen Saal 1 nicht nur eine digitale 4K-Doppelprojektion, auch ein 35mm- und ein 70mm-Projektor stehen im Vorführraum. Perfekter Komfort, toller Service und eine herausragende Projektion- was will das Kinoherz mehr? UPDATE: dies ist der Link zum Zoo-Palast -Vorverkauf. Die 70mm Filmkopie wird in der deutschen Synchronfassung gespielt.
UPDATE 2: Der Zoo Palast verfügt im Saal 1  noch über einen 70mm-Projektor aus den 80er Jahren vom Typ DP 75. Dieser wurde  nach eigenen Angaben für INTERSTELLAR generalüberholt und mit einer neuer Optik versehen. Das Bildseitenverhältnis der Projektion wird mit 2,2:1 dem des CinemaScope ähneln.

Bisher sind keine weiteren analogen Kopien für Deutschland bestätigt. Ich habe Warner Bros. für entsprechende Informationen kontaktiert, eine Antwort steht aber noch aus.

Zoo Palast Kino 1

der Saal 1 im Zoo Palast Berlin bietet nicht nur hervorragenden Komfort, sondern auch eine brillante Projektion

Qual der Wahl: INTERSTELLAR in 4K, digitalem IMAX oder 70mm

Der deutsche Filmstart für INTERSTELLAR ist der 6. November 2014. Tickets für Vorführungen in 70mm sind im Zoo Palast ab sofort im Vorverkauf erhältlich- sowohl online, sowie vor Ort, Reservierungen können nicht vorgenommen werden. Wer sich auf den Vergleich der Formate einlassen möchte: Cinemaxx hat angekündigt, Interstellar in digitalem 4K zu spielen. In den IMAX-Kinos in Berlin und in Karlsruhe wird Interstellar natürlich im digitalen IMAX-Format in 2K-Doppelprojektion gespielt, auf der die nativ gedrehten IMAX-Szenen in einem erweiterten Aspect Ratio zu sehen sind. Das Bild wird nach oben und unten von einem Format von 2,4:1 auf das Verhältnis 1,9:1 erweitert und die Leinwand mit mehr Bildinformationen bespielt.  Dabei ist gegenüber Cinemascope ein etwa 26% größerer Bildausschnitt zu sehen. Etwa eine Stunde des 169minütigen Films ist im IMAX-Format zu sehen.
Wer analoges IMAX in sehen will, muss reisen. In Europa gibt es Vorführungen in 15/70 in Großbritannien im BFI IMAX in London, dem National Media Museum in Bradford und im ODEON in Manchester, sowie im IMAX Palác Flóra in Prag. Dort sind die nativen IMAX-Szenen im Verhältnis von 1,43:1 zu sehen. Die unterschiedlichen Aspect Ratios im Vergleich erklärt die nachfolgende IMAX-Grafik ganz gut:
IMAX- aspect ratios

[UPDATE 2]: In einer vorigen Version stand hier, dass die IMAX-Kinos in Berlin und Karlsruhe den Film in 4K spielen und die nativ gedrehten IMAX-Szenen voll zur Geltung kommen. Das wurde mit dem aktuellen bestätigten Kenntnisstand aktualisiert.

Umfrage

Ist analoger Film eine Cineasten-Liebhaberei oder besitzt er solche Zugkraft, dass man mehrere hundert Kilometer Wegstrecke für eine Kinovorführung in Kauf nimmt? Hinterlasst gerne einen Kommentar und nehmt an der Umfrage teil:


INTERSTELLAR – ab 6.11.2014 im Kino

Da sich unsere Zeit auf der Erde dem Ende zuneigt, unternimmt ein Forscherteam die wohl wichtigste Mission in der Geschichte der Menschheit: Es reist jenseits dieser Galaxie, um andere Lebensräume im Weltall für die Menschen zu erkunden.


Interstellar -Hauptplakat

Bilder © 2014 Warner Bros. Entertainment, Inc. and Paramount Pictures/ Photo Credit: Melinda Sue Gordon, Zoo Palast, IMAX  · Alle Rechte vorbehalten. Grafik Formatverhältnis © Partei Vento (CC BY-SA 3.0)

44 Antworten
  1. Joss
    Joss says:

    Zitat: “ In den IMAX-Kinos in Berlin und in Karlsruhe wird Interstellar natürlich im digitalen IMAX-Format in 4K gespielt, auf der die nativ gedrehten IMAX-Szenen voll zur Geltung kommen. Nur hier verändert sich das Aspect Ratio, das Bild wird nach oben und unten erweitert und die Leinwand formatfüllend bespielt“

    Das stimmt nicht. Die Veränderung des Aspect-Ratio gibt es nur in echten IMAX-Kinos, d.h. in solchen, die eine analoge 15/70-Projektion haben, wo der Film dann in Widescreen auf eine quadratische Leinwand projiziert wird, gecacht natürlich, und dann für die IMAX-Passagen auf „Vollbild“ erweitert wird. In Deutschland gibt es aber kein einziges 15/70-Kino mehr. Die IMAX-Kinos, die wir haben, z.B. in Berlin, sind die digitale Variante, und die zeigen den Film einfach nur in Widescreen 4K bzw. 2*2K, lediglich auf einer größeren Leinwand als in „normalen“ Kinos. Das ist immer noch besser als die Standard-4K-Projektion, aber lange nicht so gut wie 70mm (5/70). Aber Interstellar in „true IMAX“ mit 60 Minuten in quadratischer Super-Auflösung, das gibt’s nur in analogen IMAX-70mm-Kinos, z.B. in London.

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    • Gerold Marks
      Gerold Marks says:

      Hallo Joss, ich verstehe die Liebe zum 15/70. Es ist aber in der tat korrekt, dass das digitale IMAX Szenen erweitert darstellt. Das war bei Hunger Games 2 so, bei Transformers 4 zu sehen, auch bei Guardians of the Galaxy gab es erweiterte IMAX-Szenen, bei denen sich das aspect ratio verändert. Gesehen und überprüft. Schwer zu prüfen ist hingegen die Vollständigkeit des Bildinhalt, dafür müsste man einen Film in Szenen auf analogen und digitalem IMAX überprüfen, möglicherweise ist das Verhältnis noch ein anderes?

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      • Michael
        Michael says:

        Die Wahrheit liegt wie so oft in der Mitte. Analog gedrehte 15/70 IMAX Szenen werden bei entsprechend ausgestatteten IMAX Kinos im Aspect Ratio 1:1.43 projiziert. So geschehen in Berlin bei The Dark Knight oder auch Transformers 2 als dort noch analog bespielt wurde. Außerhalb Deutschlands war dies auch zu bewundern beispielsweise bei The Dark Knight Rises, Mission Impossible 4 und Star Trek Into Darkness. Solche in 15/70 gedrehten Szenen werden bei digitalem IMAX dann lediglich im Aspect Ratio 1:1,9 projiziert. Der restliche Bildinhalt wird bei der digitalen Umwandlung einfach „ausgeblendet“.
        Da das Berliner IMAX wieder über eine 1:1,43 Leinwand verfügt wird diese also leider nie vollständig bespielt. Allerdings ist die 1:1,9 Projektion immer noch deutlich imposanter als eine im Scope Format (1:2,4).
        Unter folgendem Link ist das sehr gut illustriert http://www.imax.com/community/blog/imax-101-series-aspect-ratioyour-point-of-view/
        Interessant wäre zu wissen ob es vielleicht bei der für nächstes Jahr geplanten Einführung von 4K Laserprojektion im digitalen IMAX wieder eine Rückkehr zum Format 1:1,43 geben wird/könnte. Keine Ahnung ob das technisch möglich bzw. vorgesehen ist. Aufgrund der wesentlich höheren Lichtleistung wäre es ja dann einfacher das größere IMAX Aspect Ratio 1:1,43 auszuleuchten zumal ja dann auch in 4K projiziert wird (bessere Auflösung bei riesiger Leinwand)

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        • Tonino
          Tonino says:

          Von einer digitalen Bespielung im originalen IMAX Format sollte man bei der kommenden Laserprojektion ausgehen können. Wozu sonst hätte man 2013 eine Leinwand im 1.43:1 Format eingebaut. Falls mit der Lasertechnik 2015 wieder nur in 1.90:1 projiziert werden sollte, dann hätte man sich die größere Leinwand sparen können. Ich gehe davon aus, dass bei dem Leinwandumbau 2013, die Laserprojektion bereits im Hinterkopf behalten wurde. Eine Sicherheit haben wir leider erst im nächsten Jahr.

          Die digitale Übergangslösung in 1.90:1 ist ein notwendiges Übel, da IMAX, vermutlich auch finanziell bedingt, zu früh auf die digitale Technik setzen musste. Abgesehen vom Formatnachteil, mag es bei kleineren Leinwänden kein Problem darstellen aber auf der großen Leinwand im Berliner IMAX, die nebenbei fast so groß wie die des BFI in London ist, gestaltet sich das etwas grenzwertig. Hier sind eindeutige Pixelstrukturen bei optimaler Sitzposition klar zu erkennen.

          Interessant wäre es, zu wissen, ob man die 2K Auflösung wegen der Doppelprojektion bei 2D Bildinhalten, wie bei Interstellar, einfach auf 4K addieren kann? Ich würde eher vermuten, dass Selbiges nur bei einem 3D Bild der Fall ist und bei 2D mit nur einem Projektor projiziert wird. Auch wenn man beide Projektoren im Betrieb hat, kann es sein, dass trotzdem nur eine 2K Auflösung in 2D erreicht wird. Vielleicht hat jemand hier Erfahrungswerte oder weiß, wie eine IMAX Doppelprojektion bei 2D Inhalten im Detail funktioniert. Es wird seitens IMAX an keiner Stelle von einer Bildauflösung gesprochen. Ich bewerte und analysiere nur das was ich sehe. IMAX selbst spricht von einer Doppelprojektion mit sogenanntem „sub-pixel alignment“. Das ist aber wieder ein Thema für sich und entspricht einem Kantenglättungs Verfahren. Ob es tatsächlich bei 2D Bildmaterial zu einer 4K Darstellung kommt, kann man aus den offiziell vorliegenden Informationen nicht ableiten.

          Die beste analoge Möglichkeit Interstellar zu sehen, ist ohne Zweifel das 15/70mm IMAX Format im BFI in London. (Das 5/70mm Format im Zoopalast ist ein großer Kompromiss, aufgrund der relativ kleinen Leinwand und der durchwachsenen Akustik.) Digital wird es wie gesagt schwieriger. Es könnte sein, dass eine 4K Cinemascope Projektion höher aufgelöst ist, als die IMAX Doppelprojektion. Jedoch würde ich den Formatvorteil und die bessere Akustik beim IMAX in jedem Fall als wichtiger einstufen. Für mich stellt die IMAX Variante, egal in welcher Form, somit die beste Lösung dar.

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  2. crizzis
    crizzis says:

    Zitat:“.. Interstellar in digitalem 4K zu spielen. In den IMAX-Kinos in Berlin und in Karlsruhe wird Interstellar natürlich im digitalen IMAX-Format in 4K gespielt, auf der die nativ gedrehten IMAX-Szenen voll zur Geltung kommen.“

    Also soweit ich weiß sind 4k Imax Projektoren Digital alle noch Full HD. Interstellar sollte demnach nicht in Karlsruhe in 4k zu sehen sein.

    In 4k wird er aber in vielen anderen Kinos gezeigt. Z.B. Cinemaxx. Könnt ihr das bitte bestätigen?

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    • Tonino
      Tonino says:

      Interstellar wird als 4K DCP in Cinemascope (2.35:1) geliefert. Somit kann jedes Kino, welches über 4K Projektoren verfügt, selbige Digitalkopie auch in der entsprechend hohen Auflösung wiedergeben. Cinemaxx gehört auf jeden Fall dazu, hier setzt man auf 4K Sony CineAlta Projektoren. Das ist weiter oben im Artikel auch beschrieben. Wie es bei anderen Kinos aussieht, muss man bei den entsprechenden Häusern vor Ort erfragen oder sich online über die Saalausstattung informieren. Oftmals ist das aber nicht genau vermerkt. Ich kann mit Cinestar zumindest ein Beispiel nennen, hier setzt man teilweise auch auf 4K Projektoren.

      Die digitale IMAX Doppelprojektion arbeitet, wie schon in meinem letzten Kommentar beschrieben, sehr wahrscheinlich mit einer 2K Auflösung. Joss hat in seinem Kommentar hier geschrieben, dass im digitalen IMAX in 4K bzw. 2*2K projiziert wird. Die Erklärung hierzu ist folgende. Bei einer 3D Doppelprojektion werfen die Projektoren je ein 2K Bild auf die Leinwand. Einmal linkes Auge und einmal rechtes Auge. Es ergibt sich eine 4K Pixelmenge auf der Leinwand, die aber durch das lineare Polarisationsverfahren im IMAX nicht so wahrgenommen werden kann. 2K pro Auge ist die richtige Angabe. Dadurch entsteht in der Summe bei einer IMAX 3D Projektion auch nur ein 2K Bildeindruck.

      Bei einer 2D Darstellung mit dem gleichen System, dürfte es ein helleres Bild aber keine höhere Auflösung geben. Ich hatte in meinem letzten Kommentar die spannende Frage gestellt, was bei einer digitalen 2D IMAX Doppelprojektion passieren könnte. Die logische Erklärung ist ein 2K Bildeindruck, da die beiden Projektoren die identischen Pixel übereinander projizieren müssten. Da je Projektor technisch nur eine 2K Auflösung möglich ist, kann bei der 2D Doppelprojektion nur die Lichtstärke verbessert werden. Um einen 4K Bildeindruck zu erzielen, müssten die Projektoren sich bei der Bilddarstellung gegenseitig ergänzen. Das kann man nun nicht komplett ausschließen, ist jedoch nicht realistisch. Wir können hier nur analysieren, feststellen und vermuten, da es keine offizielle Erklärung seitens IMAX gibt. Somit wird der Film wohl nur in 2K Auflösung im digitalen IMAX zu sehen sein. Ich hoffe das kann man verstehen. Sollte es offizielle Quellen geben, die etwas anderes belegen, dann kann man das gerne mitteilen.

      Antworten
    • Gerold Marks
      Gerold Marks says:

      Hallo Crizzis, Du hast recht, die beiden IMAX-Kinos in Berlin und Karlsruhe werden mit einer 2K-Doppelprojektion bespielt, das hab ich im Text angepasst. Ich gehe davon aus, dass das Cinemaxx eine echte 4K-Kopie präsentiert und keine aufgeblasene 2K-Fassung. Bis heute gibt es vom Verleih Warner leider keine bestätigte Liste, welches Kino eine 4K-Kopie erhält, und wer nicht.

      Antworten
  3. Daniel
    Daniel says:

    Was bringt analoges Filmmaterial wenn es gedruckt wird in 4k Auflösung?
    Die Filme werden doch alle digital am Computer nachbearbeitet und die special effects berechnet. Das geht doch IMHO aktuell nur in 4k. Was bringt dann der DRUCK auf analog wenn zum Druck nur 4k Pixel da sind?

    Antworten
  4. peter droms
    peter droms says:

    Hallo,
    Was kann man jetzt als Fazit sagen? Was lohnt sich mehr hier in Deutschland. Wie ist der Unterschied zw. Karlsruhe und einem normalen Kino?

    Antworten
    • Gerold Marks
      Gerold Marks says:

      Hallo Peter, es hängt natürlich an den persönlichen Präferenzen. Mein Fazit: wer in Berlin wohnt, sollte sich die IMAX-Fassung oder die 70mm-Fassung ansehen. Am besten beide, um zu vergleichen. Wer in Karlsruhe wohnt, sollte ins IMAX. Für den Rest von Deutschland gilt: sucht euch ein 4K-Kino, z.B. spielt Cinemaxx in allen deutschen Häusern die digitale 4K-Fassung. Wem die Visualität nicht so wichtig ist, kann auch in ein reguläres Kino gehen. Und wer analoges IMAX in 15/70 liebt, der muss eben innerhalb Europas verreisen, das dürfte aber nur wenige betreffen.

      Antworten
      • Thomas F.
        Thomas F. says:

        Die große Vorfreude den Film in 70 mm im Zoo Palast zu genießen war in wenigen Minuten verflogen. Das Bild flackert deutlich sichtbar, die Auflösung in Farben und Kontrast deutlich unter der Werbung und Trailer die digital abgespielt wurden.

        Der Zoo Palast hat anstandslos das Geld erstatt, sehr traurig das die einzige laufende 70 mm Vorstellung in Deutschland an der Projektionstechnik scheitern.

        Antworten
        • Tonino
          Tonino says:

          Wie wurde denn die Akustik wahrgenommen? Der Film wird in 70mm laut IMAX mit einer Datasat 6 Kanal Tonspur ausgeliefert. In Saal 1 im Zoopalast neigen die Dialoge bzw. Center Effekte oft zu einem Hallen. Es wäre interessant zu wissen, ob das bei Interstellar auch der Fall war. Danke für den Erfahrungsbericht und die Warnung. Schade, dass die 70mm Projektion nicht überzeugt hat. Also auf nach London oder Prag.

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          • Thomas F.
            Thomas F. says:

            Am Anfang, den ich gesehen habe, waren keine großartigen Sound Effekte. Daher kann ich über die Tonqualität nichts groß berichten, weder positive noch negative.

          • Tonino
            Tonino says:

            Okay, trotzdem danke für euer Feedback. In meinem letzten Schrieb sollte es heißen „laut Warner“, nicht „laut IMAX“. Die Informationen zur Tonspur bei der 5/70mm Version stammen schließlich vom Studio. Wegen der deutschen Synchronisation und der Akustik im Zoopalast wäre diese Variante generell nicht so interessant für mich.

        • Thomas B.
          Thomas B. says:

          Ich kann das leider nur bestätigen und bin nach der Pause nach Hause gegangen. Das Bild flackerte in hellen Bereichen sehr stark. So stark das ich Kopfschmerzen bekommen habe. Der Sound hat mich nun auch nicht umgehauen. Auch das was ich vom Film mitbekommen habe empfand ich jetzt nicht unbedingt als das Kinoereignis. Schade. Ich bin leider nicht auf die Idee gekommen mich zu beschweren.

          Antworten
          • Flo
            Flo says:

            Ich war heute auch in der Vorstellung. Das Flackern ist wirklich sehr störend und wesentlich stärker als bei analogen Projektionen üblich.

  5. Flavio G. García
    Flavio G. García says:

    Just to confirm this:

    the Imax in Berlin, at the Sony Center,has a screen of 26×19 meters, and a native aspect ratio of 1.37:1.

    The native aspect ratio of 70 mm Imax is 1.43:1

    The usual aspect ratio of Digital Imax is 1.9:1

    So, the Imax in Berlin is in a special situation. It’s not a refurbished, converted digital Imax with a screen of 1.9:1.

    It actually used to be a proper 70 mm Imax kino, with native 1.43:1 aspect ratio. Movies like „Avatar“ where shown there at the time.

    As you can see, the aspect ratio of the Berlin Imax is closer to the native Imax aspect ratio than to digital Imax aspect ratio.

    That said: of course there’ll be aspect ratio changes in „Interstellar“, from scope 2.40:1 to Imax.

    This is true for every Imax screening with Imax content, like „The Dark Knight Rises“ or „Guardians of the Galaxy“.

    Imax digital is always 2 projectors at 2K.

    Info about the aspect ratio changes in this particular movie can be cound here:

    https://interstellar.withgoogle.com/transmissions#/viewing-experience/detail

    Antworten
    • Tonino
      Tonino says:

      Thank you for the specs, that’s right. But there is still one final question. It would be very interesting to know, how the 2K IMAX dualprojection works in detail with 2D content. The tricky question is: Do those 2K projectors double the image (still a 2K resolution) or do they extend each others image and merge a 4K picture? That’s the point.

      Antworten
      • Flavio G. García
        Flavio G. García says:

        The two 2K projectors are laser aligned to overlap exactly the same image over the screen.

        So, you’re not seeing a superior to 2K resolution from the sum of both images. Both projectors show exactly the same pixells, perfectly overlaped.

        The result is still 2K.

        Then, what’s the point of using two projectors?

        Answer is: to obtain more brightness, better contrast, and more intense colors. It doesn’t have to do with the resolution, but with the „intensity“ of the picture.

        This is good enough for the size of the screen (it’s actually impressive), but Imax is developing new laser projectors capable of 4K.

        Antworten
        • Tonino
          Tonino says:

          Thank you so much. That’s exactly what IMAX fans wanted to know. Because there is no official detailed information about the projection, that was the only gap wich had to be filled. I’m assuming you’re working at IMAX right? Your explanations are exactly what I guessed in one of my posts before. And yes, you’re right, it is impressive what a 2K picture can look like on a 26x19m screen. I would say, it’s probably the best 2K projection on the planet, but still 2K. I have visited the Berlin IMAX since 1999 and I’ve seen the 70mm projections of Avatar and The dark knight. Of course 2K or even 4K laserprojectors can’t ever fit the original 70mm IMAX quality standards. A logical explanation for the digital IMAX could be financial interests, what’s absolutely okay. Better digital 1.90:1 2K IMAX, than no IMAX. There are only a few people left, who can tell you the difference between those resolutions. The majority has forgotten or doesn’t know what quality awareness even means, they just want a large picture, massive sound and of course cheap movie tickets. The aspect ratio 1.43:1 and the 70mm resolution, wich were for so many years the quality benchmarks in cinematic history, are on the brink of extinction. (At least in Europe.)

          Will those 4K laserprojectors support the full 1.43:1 aspect ratio? If not, IMAX would have spend money for a blank screen during the screen renovations at the Berlin IMAX back in 2013. But I’m still very optimistic about the new projection. It would be a large benefit compared to the 2K resolution. (If it’s not just the regular widescreen 1.90:1 ratio. Every regular cinema, hometheater projector or tv delivers 1.85:1/1.78:1 aspect ratio. There is nothing special about the 1.90:1 ratio.)

          So the size, brightness, contrast, colors and the IMAX sound are still awesome. Concerning the resolution, we have to accept, that the digital projection caused lower quality standards. You name the problem. Good enough quality! IMAX moviegoers in Berlin don’t want that. They have high expectations (We saw 70mm film until 2011.) and only want the best, that, what IMAX has offered for so many years. You can’t tell me it’s good enough, when it’s possible to spot the pixels from row 8 or 9 of 13. That’s a fact. I will checkout the digital IMAX release but I will also watch Interstellar at the BFI in London. I want to see, what Nolan wanted us to see and I’m not in favour with those quality limitations.

          Antworten
  6. Tonino
    Tonino says:

    Ich habe heute die digitale IMAX OV in Berlin gesichtet und kann eine Empfehlung dafür aussprechen. Die 6 und 8K Scans der Originalnegative sind gelungen und man bekommt einen schönen 35 und 70mm Filmeindruck vermittelt. Die 2K Doppelprojektion mit den Formatwechseln 2.40:1/1.90:1 ist sehr hell und begeistert mit guten Farb- und Kontrastwerten. Die niedrige Auflösung ist Fakt. Wer aber keine 70mm IMAX Projektion oder ein 4K DCP im Vergleich sieht, der wird es nicht als störend empfinden. Mich hat es in der Form überzeugt. Es ist wirklich eine hochwertige Präsentation.

    Die IMAX Tonspur begeistert mit einer sehr klaren und meist gut ausbalancierten Abmischung. Ein kleines Manko ist die Verständlichkeit der Stimmen bei großer Effekt Kulisse. Hier hat man wirklich große Schwierigkeiten dem Gesprochenen zu folgen. Die Stimme wird an den entsprechenden Stellen (Voice-over) durch die Effekte zu sehr überlagert. Das hätte noch etwas Feinschliff verdient, tritt aber nur selten auf. Eventuell ist das auch nur im IMAX in Berlin der Fall. Ich werde hier nachforschen.

    Als nächstes stehen noch die deutsche Synchronisation und die Reise zum 70mm IMAX in London oder Prag an. Es wäre interessant zu wissen, wie sich die 4K Projektion in den Cinemaxx Kinos schlägt.

    Antworten
    • Gerold Marks
      Gerold Marks says:

      Das Problem der Mischung von Dialogen mit viel Soundkulisse scheint überall aufzutreten, ich habe es auch so im Zoo Palast empfunden, es gibt unterschiedliche Berichte dazu. Mitunter wird gerätselt, ob dies absichtlich so gestaltet wurde, um die Handlung zu unterstützen. Ich persönlich fand es störend.

      Antworten
      • Tonino
        Tonino says:

        Okay, danke für die Information. Für eine höhere Authentizität hatte es an manchen Stellen tatsächlich gesorgt. Aber eben nur bei den Dialogen im Raumschiff. Hier lasse ich es als Steigerung des Realismus durchgehen. Das hat zum Stil des Films gepasst. Schließlich erscheint es glaubhaft, dass durch die Triebwerke usw. eine entsprechende Geräuschkulisse entsteht, die eine Unterhaltung erschweren würde. Bei den Voice-over Sequenzen von Michael Caine und Ellen Burstyn empfand ich es als störend. Hier hätte man es angleichen können. Abgesehen davon war die Tonspur eine ziemlich runde Sache. Ich bin gespannt wie die deutsche Synchro abgemischt ist.

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      • Tonino
        Tonino says:

        Die deutsche IMAX Version hat übrigens das gleiche Problem mit der Abmischung. An manchen Stellen werden die Stimmen zu sehr durch die Musik übertönt. Man beachte: Durch die Musik, nicht durch sonstige Effekte! Hier erscheint es mir tatsächlich fehlerhaft. Mal sehen ob der Chief Quality Officer von IMAX mir eine Rückmeldung auf die angesprochene Problematik geben kann. Wer Feedback loswerden möchte, kann das unter cqo@imax.com in englischer Sprache mitteilen. IMAX bittet in einer Infotafel nach dem Abspann auch immer um eine Rückmeldung bezüglich der Qualität.

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        • Gerold Marks
          Gerold Marks says:

          Die Qualitäts-Rückfrage ist eine Standardtafel, die zum Ende jeder IMAX-Projektion gezeigt wird.
          Mittlerweile hat sich Christopher Nolan ja zu dem Soundproblem geäußert und bekräftigt, dass die Mischung so beabsichtigt war. Eine künstlerische Entscheidung, die mir persönlich nicht gefallen hat.

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  7. Crizzis
    Crizzis says:

    …also cinemaxx maximum 4k war sehr enttäuschend, meine Freundin und ich haben überhaupt keinen Unterschied wahrgenommen zu normalen Filmen. Wer hier auf nextgen Kino hofft nahe Imax Qualität kann nur sehr enttäuscht werden und zwar so sehr, dass man sich wünscht die Vorführer haben geschlampt und die Projektor Linse nicht auf 4k umgestellt. Oder kann hier jemand von einem anderen Erlebnis Berichten?

    Antworten
    • Flavio G. García
      Flavio G. García says:

      Yes. At a normal distance from the screen, the difference is not going to be that noticeable.

      It is only in a very big screen, at a close distance, where there could really be a difference.

      4K just doesn’t make sense in a lot of screens. It does make sense in some (the biggest), but not in every theater.

      Antworten
      • Tonino
        Tonino says:

        Für einen hochwertigen Bildeindruck spielen im Kino so viele Faktoren eine entscheidende Rolle. Die perfekte Reihe gibt es nicht. Ich empfehle generell immer in der horizontalen und vertikalen Mitte zu sitzen. (Hier wird meistens auch das Soundsystem eingemessen.) Natürlich muss man seine favorisierte Reihe immer den Saalbedingungen anpassen. Sprich, man sollte die Leinwandgröße und Bildquelle grob einkalkulieren. Bei einer 4K Projektion kann man dann unabhängig von der Leinwandgröße in den meisten Fällen eine ordentliche Steigerung der Bildqualität beobachten. Wenn man aber im hinteren Drittel oder gar in der letzten Reihe sitzt, bekommt man davon nur wenig mit. Eine 4K Auflösung hat auf jeder Leinwand Sinn. Man muss nur die richtige Entfernung zur Leinwand wählen. Unter http://www.kinokompendium.de gibt es, zumindest für Berlin, eine schöne Übersicht der Kinos, mit Details zur Saalausstattung. Außerdem findet man dort kleine Saal Bewertungen, welche die optimale Sitzposition feststellen. Selbstverständlich bleibt das rein subjektiv.

        Als ergänzendes Beispiel „The Maze Runner“. (Der Film wurde zu großen Teilen in 2,8K gedreht. Teilweise auch in 2 und 5K.) Hier lag also das komplette Bildmaterial als digitales Master vor. Ich hatte den Film in 4K im Cinestar Original gesehen. In letzterem Fall war eine deutliche Qualitätssteigerung zu einer 2K Projektion ersichtlich. Aber einen Augenöffner wie bei 70mm IMAX (The Dark Knight) sollte man bei 4K nie erwarten.

        Bei Interstellar darf man auch nicht vergessen, dass ein Großteil auf 35mm Film gedreht wurde. Man sollte den Filmlook nicht mit schlechter Qualität gleichsetzen. Das 35mm Bild ist bedingt durch Material und Auflösung als Stilmittel zu verstehen. Auch wenn es in 4 oder 6K eingescannt wurde, kann man hier keine Schärfe wie von einem Film mit digitaler Quelle erwarten. Genau diesen Digitallook möchte man als Cineast eher nicht sehen. In den IMAX Sequenzen sollte es aber eine deutliche Steigerung der Qualität geben, auch ohne die Formatwechsel. Warum genau die 4K Projektion dich nicht überzeugen konnte, lässt sich so nicht feststellen.

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  8. Flavio G. García
    Flavio G. García says:

    No, I don’t work for Imax, but I’m an editing a postproduction teacher, here in Berlin.

    To those who saw the movie at the Imax in Berlín (I also did): you of course noticed the aspect ratio changes between 2.40.1 and 1.90:1 (Digital Imax aspect ratio standard).

    But: you probably olso noticed that even when it was 1.90:1 Imax, the picture didn’t fill the whole screen vertically. There was still room at the top and at the bottom.

    This is because the screen at this Imax in Berlin has an aspect ratio of 1.37:1.

    It probably means the screen is ready for the future Imax laser projectors, that will hopefully be able to fill the whole screen vertically, in an aspect ratio closer to the Imax native aspect ratio (1.44:1).

    I don’t think this is to blame Imax really. A version of „Interstellar“ in Imax Digital at the native aspect ratio (1:44.1) just doesn’t exist.

    I read somewhere that some proper Imax theaters are already projecting digital in this native 1.44:1 aspect ratio, but just their own movies-documentarys

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    • Cyberpunky
      Cyberpunky says:

      Hab in anderen Foren gelesen das es in Karlsruhe im Imax kein Formatwechsel während dem Film gibt, ist das möglich oder ist es den Leuten nur nicht aufgefallen.
      Würde da nämlich auch gern reingehen, aber 100km fahren und dann das selbe wie im Cinnemaxx nochmal zu sehen wäre enttäuschend.

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      • Gerold Marks
        Gerold Marks says:

        Hallo Cyberpunky,
        ich habe von zwei befreundeten Filmfans die bestätigte Aussage, dass der Wechsel des Aspect Ratios im IMAX Karlsruhe in den jeweiligen Szenen stattfindet. Sie waren dort am Wochenende und haben es gesehen. Das Phänomen kenne ich von den letzten Filmen wie Catching Fire, Transformers 4 oder Guardians of the Galaxy, manchen fällt der Wechsel einfach nicht auf, da die IMAX-Szenen mit den regulären Szenen verschnitten sind, und nicht so theatralisch inszeniert wie seinerzeit bei The Dark Knight.

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        • Flavio G. García
          Flavio G. García says:

          Exactly. Most people don’t notice it.

          Transformers 4 and GOTG had most action scenes on Imax, and then some stablishing shots here and there.

          Nolan inter-cuts Imax and Scope all the time. He did it in The Dark Night and does it in Interstellar.

          In Interstellar, there are sequences where the interior of the spaceship is scope, and the exterior is Imax. It’s like this when they land in the water planet, and some other places.

          Catching fire was interesting: it was all Scope for the first half of the movie, and then, when the games start in the Arena, it opens to Imax, and stays Imax for the last 50 minutes.

          A dramatic effect.

          Antworten
      • Flavio G. García
        Flavio G. García says:

        Not possible.

        The Imax version always changes its aspect ratio.

        Thing is: most people don’t even notice. I was with some friends who didn’t see it either.

        Antworten
    • Tonino
      Tonino says:

      You’re right, there is no digital version of Interstellar in 1.44:1. So why removing the 70mm projector in the first place? That’s definitely something to blame IMAX for. My guess would be the 3D boom and the decreasing IMAX visitor numbers in Germany. We’ll never know. Until 2011 we had an 70mm IMAX in Berlin, then there was the Event Cinema and since 2013 we’ve got the LIEMAX. Let’s hope it’s really just a temporary solution and the laser projectors will be capable of the full aspect ratio. Good enough quality doesn’t suit IMAX. Besides, there’s nothing like a London or Prague trip.

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      • Gerold Marks
        Gerold Marks says:

        Die beiden Berliner IMAX-Kinos galten ja als durchaus profitabel. Andrew Cripps, IMAX EMEA-Präsident hat mir letztes Jahr ein Interview gegeben. Dazu sagte er:
        „Zugegeben, zwei IMAX-Kinos in Berlin, und dann auch noch so nah beieinander, war keine gute Idee. Aber das war vor meiner Zeit. Der Punkt war, dass sie nicht zum digitalen Kino konvertierten.“

        http://digitaleleinwand.de/2013/07/19/imax-emea-praesident-andrew-cripps-im-interview-ueber-laserprojektoren-den-deutschen-imax-rollout/

        Antworten
        • Tonino
          Tonino says:

          Ein schönes Interview. Ja, das hatte ich damals auch gelesen. Hier sind einige interessante Details enthalten, welche mir in dieser Form nichtmehr bewusst waren. Alles spricht für eine Laserprojektion im vollen IMAX Format. Das wäre klasse! Generell ist es sehr zu begrüßen, dass man auch bei der zukünftigen Projektion auf eine eigenständige Lösung setzt. Vielleicht wiegt das Aussterben des 70mm Films doch nicht so schwer. Ich verbleibe hier gerne optimistisch und lasse mich 2015 von der Lasertechnik überraschen. Meine Kritik am digitalen IMAX war konstruktiv gemeint. Aber so wie es scheint, gehört die Übergangslösung bald der Vergangenheit an. Man darf gespannt sein.

          Antworten
  9. Manfred W.
    Manfred W. says:

    Für 70mm-Panoramafilme benötigte man große gekrümmte Leinwände.Trotz großer Bühne ist dies im Zoo-Palast
    durch den Einbau einer Silberleinwand für 3-d Filme nicht erfolgt.Zur Glanzzeit der70mm Filme gab es die riesigen
    Panoramaleinwände z.B. Royal-Palast. Einzig das Filmmaterial war 70mm die Projektion enttäuschte.

    Antworten
  10. Miguel
    Miguel says:

    Jetzt muß ich mal ein paar grundsätzliche Fragen stellen, weil ich langsam den Überblick verliere:

    1. Warum ist hier immer von 2,4:1 die Rede? 70mm hat doch 2,2:1 (laut Wikipedia).
    2. Woher kommt die Zahl 1,43 beim IMAX-Format? Das Negativ hat doch Bilder im Seitenverhältnis 71mm×52mm, also etwa 1,37:1 (da wird auf Wikipedia falsch gerundet, auf 1,36:1).
    3. Was bekommt man bei IMAX Digital zu sehen? Wechselnde Seitenverhältnisse, aber IMAX »nur« in 1,9:1? Wird da oben und unten einfach etwas weggelassen?
    4. Wenn ich das richtig verstanden habe, dann ist es bei allen anderen Projektionen (digital und analog) noch schlimmer: Projektionen in 2K, 4K, 70mm und 35mm haben alle nur ein Seitenverhältnis, nämlich 2,2:1 oder 2,4:1. Da fehlt dann in den IMAX-Szenen jede Menge.

    Wenn man wenigstens das Glück hat, den Film in einem Kino mit 4K zu sehen, dann sollte man sich vermutlich nicht in die Mitte setzen, sondern etwas weiter nach vorne, oder?

    Antworten
    • Gerold Marks
      Gerold Marks says:

      Hi Miguel,
      das mit den Seitenverhältnissen ist in der tat tricky. Ehrlich gesagt habe ich im Kino noch nie persönlich nachgemessen, was wirklich auf der Leinwand läuft, und was durch eine Kaschierung eventuell noch entfernt wird. Das ist ja auch bei jedem Haus aufgrund der Architektur unterschiedlich.
      Zu 1: Im Format 2,4: 1 liegen die regulären Cinemascope-Projektionen vor. Die 70mm – Kopie sollte in 2,2:1 vorliegen.
      Zu 2: das Verhältnis von 1,43:1 wird von IMAX kommuniziert. Ich weiß nicht, ob die reine Bildfläche auf dem Filmstreifen kleiner ist.
      Zu 3: im IMAX Digital bekommt man Interstellar im Verhältnis 2,4: 1 zu sehen, in der Stunde mit dem nativen IMAX-Material öffnet sich das Bild auf das Verhältnis 1,9 : 1. Das sind 26% mehr Bildfläche. Aber eben nicht 1,43:1 wie im analogen 15/70-IMAX, das wären 40% mehr Bildfläche. Nein, man schneidet nichts ab, es gibt was dazu. Aber im analogen IMAX gibt man noch mehr dazu, als im digitalen IMAX.
      Zu 4: Genau.

      Zur Platzwahl: das ist ja abhängig vom persönlichen Geschmack. In 4K verträgt es das Bild, wenn man weiter vorne sitzt, da es aufgrund der feinen Pixelstruktur kein Pixelraster zu sehen gibt. Wenn man weiter vorne sitzt, umgibt einen das Bild mehr, was einen immersiveren Eindruck erzeugt. Das kann bei Filmen wie Interstellar ganz reizvoll sein.

      Antworten
      • Miguel
        Miguel says:

        Vielen Dank für die Antwort, dann lag ich ja im großen und ganzen richtig.

        Wenn bei 15/70 »die reine Bildfläche auf dem Film« ein Seitenverhältnis von 1,37:1 hat, dann ist sie doch größer als das Kinobild mit 1,43:1; höher, im Verhältnis zur Breite, es wird also anscheinend nachträglich oben und unten beschnitten.

        Was das 1,9:1 im digitalen IMAX angeht: Da wird in den IMAX-Szenen zwar mehr gezeigt als

        in den restlichen Szenen, die nicht mit IMAX-Kameras aufgenommen wurden, und auch mehr als
        in den IMAX-Szenen selbst, wie sie in nicht-IMAX-Kinos gespielt werden (nur Breitbild),

        aber die Szenen sind doch dann immer noch beschnitten, oder nicht? Das sind ja die Szenen, die eigentlich mit 1,43:1 gezeigt werden müßten, einen Teil davon sieht man dann nicht. Finde ich eigenartig, daß man eine digitales IMAX einführt, bei dem sich zwar das Seitenverhältnis ändert, wo aber dann trotzdem nicht alles zu sehen ist.

        Was soll’s, in München bekommt man wohl eh nur höchstens 4K zu sehen, einzig der tu-film (das Studentenkino!) hätte noch 35mm, aber da läuft der Film natürlich noch nicht. Allerdings bin ich mir nicht so sicher, ob 35mm wirklich besser aussieht, als ordentliches 4K. Zumindest könnte ich mir vorstellen, daß 35mm im Hörsaal nicht gegen 4K in einem Kino wie z.B. dem Cinema ankommt.

        Antworten
        • Tonino
          Tonino says:

          Die digitale IMAX Version ist an den entsprechenden Stellen auf 1.90:1 limitiert, das ist korrekt. Dabei handelt es sich sehr wahrscheinlich um das native Format der Projektoren. Für ein höheres Bildformat sind sie einfach nicht ausgelegt. Somit entspricht es in etwa einem 16:9 Bildeindruck. (1.78:1) Noch näher liegt es am gängigen 1.85:1 Kinoformat. Warum IMAX trotz Formatproblematik schon auf die digitale Projektion setzt, wird wohl eher wirtschaftliche und keine qualitätsbewussten Gründe haben. Es wäre vermutlich zu teuer, weiterhin eine flächendeckende 70mm Projektion weltweit zu betreiben. Das leuchtet ein. Der Vorteil der digitalen Projektoren für IMAX liegt auch darin, dass man in regulären Kinos mit Leinwänden im Cinemascope oder 16:9 Format leichter eine IMAX Projektion installieren kann. Mit dem traditionellen 1.43:1 IMAX hat das nichtmehr viel zu tun. Daher wird hier auch gerne von „LIEMAX“ gesprochen. Diese Problematik wird sich mit der kommenden IMAX Laserprojektion, welche in den Kommentaren hier schon thematisiert wurde, hoffentlich erledigt haben.

          Und zum Thema 35mm vs. 4K Bildformat. Ein 4K Bild kann bei 35mm Quelle nicht mehr als die ursprüngliche Quelle darstellen. Damit möchte ich ausdrücken, dass man mit der Auflösung schon relativ nah am Korn ist, mehr als Korn geht nicht. Außerdem gibt das Studio an, dass die entsprechenden 35mm Sequenzen mit 4K eingescannt wurden. Meine Erfahrungswerte haben zudem gezeigt, dass ein 4K Bild einer gut eingestellten 35mm Projektion schon sehr nahe kommt. Was besser ist, liegt im Auge des Betrachters. Manchen Cineasten ist das gestochen scharfe Digitalbild ein Dorn im Auge. Die 35mm Projektoren sind sicherlich anfälliger für Bildstörungen, jedoch besitzen sie einen analogen, organischen Charme, welcher in Fachkreisen oft geschätzt wird. Vorausgesetzt es wurde wie bei Interstellar auch auf Film aufgenommen.

          Antworten
          • Ferdi
            Ferdi says:

            Nur zur Komplettierung :
            Ich war für diesen ultimativen Nolan-Genie-Streich sowohl in einer 4k digital Vorstellung (max.1,90:1) als auch im Flora Imax in Prag in 70mm analog (volles 1,43:1) und es waren WELTEN Unterschied. Maulend kam ich aus der 4k -Vorstellung ,da sauunscharf (1:1 wie bei Dark Knight Rises 4k gewesen, die Wandlung vom Original läuft wohl nich rund oder es werden Filter verwendet) und als ich in Prag aus dem Imax lief, hatte ich IMMERNOCH (!) Pippi in den Augen ! Endlich mal wieder ein Kino-Erlebnis ,welches wirklich ÜBER dem im Heimkino – niveau liegt. BRACHIALER SOUND und ein RIESENBILD mit unendlichem Detail ( während dem Film auf die hinterste Reihe gewandert , ->immernoch mindblowing). Lediglich der Beamer war bei extremen schwarz/weiß Kontrasten etwas zittrig bzw. flackernd.
            Fazit: In vollem IMAX Format gedrehte Streifen wenn irgend möglich auch im Vollen Format ideal 70mm schauen!

            Greets guys

  11. Jean-Pierre Gutzeit
    Jean-Pierre Gutzeit says:

    Eine 1 Jahr alte Diskussion, aber des Nachtrags noch immer wert.
    INTERSTELLAR hatte sehr gute Ansätze und verpasste eine Fokussierung auf wesentliche augen- und geistoeffnende Ingredienzien.
    Die in 35mm gedrehten Szenen hatten eine unausgeglichene Fotografie zur Basis für ein weit unterdurchschnittliches Blow up auf 70mm-Versionen wie 5perf und 15perf.
    Auch die Dupkopie im prinzipiell tollen IMAX-Kino in Prag enttäuschte in allen Belangen. Optische Direktkopien vom 35mm-Negativ auf 70mm haetten nicht schlechter ausgesehen als die Dupkopierung von 65mm IMAX auf 70mm-IMAX-Theaterkopie, obwohl kein Formatwandel anfaellt.
    Auch in den 70mm 5perf-Kopien haetten die IMAX-gedrehten Szenen weit besser aussehen müssen. Diese Kopien hatten den desastroesen Look einer digitalen Rueckbelichtung auf Film, obwohl Regisseur Nolan den Hergang anders reportierte.
    Nachdem mir aus der Postproduktionsszene zugefluestert wurde, es habe auch nur ein 2k Digital Intermediate gegeben, wundert es mich nicht.

    Die Vorführungen im ZOO PALAST waren nicht nur technisch ein Desaster.
    Bilddmaessig haette der einst benachbarte ROYAL PALAST mit einer doppelt so grossen und 120 Grad gebogenen Bildwand das Trauerspiel im ZOO PALAST beenden können. Stattdessen wurde er abgerissen.

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