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ein Shrek im Kornfeld…
Oder so ähnlich. Da denkt man sich bei der sonntäglichen Radtour nix Böses, und schwupp, sitzt da ein Oger im Rapsfeld. Keine Sorge, angespitzte Mistgabeln waren nicht erforderlich, Shrek befindet sich derzeit auf Deutschlandtour, um den vierten Film der Oger-Saga zu promoten. Und bis dahin kann er noch was vom Land kennenlernen, denn „Für immer Shrek“ startet erst am 30. Juni 2010 in unseren stereoskopischen 3D-Kinos.
Bild © Paramount · Alle Rechte vorbehalten.
"StreetDance 3D" und "Shrek 4" : 3D-Filme beherrschen weiterhin die Spitzenplätze im BoxOffice
Auch an seinem dritten Wochenende ist Dreamworks „Für immer Shrek“ in 3D ungeschlagen an der Spitze der US-Kinocharts. Mit 25,3 Mio. Dollar Einspiel an diesem Wochenende konnte der vierte Teil der Shrek-Saga bereits rund 184 Mio. Dollar umsetzen. Auch wenn der vierte Teil der Oger-Franchise im Vergleich zu den Vorgängern etwas schwach gestartet war, ist Shrek die größte Geldmaschine für Dreamworks. Mal sehen, ob „Für immer Shrek“ wirklich wie angekündigt das letzte Kapitel des Märchens ist. Zumindest ist er auf dem besten Weg, den hauseigenen 3D-CGI-Film „Drachenzähmen leicht gemacht“ als bisher erfolgreichsten Animationsfilm des Jahres zu verdrängen.
Carly (NICHOLA BURLEY) ist begeisterte Street Dancerin.
In Deutschland ist der erste stereoskopische 3D-Tanzfilm überhaupt- und der erste einer europäischen Produktion- gestartet. „StreetDance 3D“ lief in 321 Kinos und ausschließlich in 3D an. Zwar geht der Spitzenplatz an „Sex and the City 2“, „StreetDance 3D“ ließ die Kinosäle zur Tanzbühne werden, denn bei solchen Grooves blieb keiner still auf den Plätzen. Trotz des bombastischen Wetters lockte der StreetDance-Flick die Besucher ins Kino und lieferte sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem Bruckheimer-Blockbuster „Prince of Persia“ um Platz 2 der Charts. Und hier wird die Macht des 3D und der höheren Ticketpreise wieder deutlich: der persische Prinz kommt auf das gleiche Einspiel- braucht dafür aber mit 600 Leinwänden eine fast doppelt so breite Auswertung.
Quelle: Boxofficemojo.com, Bild © Universumfilm · Alle Rechte vorbehalten.
Eurosport, Orange und Panasonic zeigten French Open als 3DTV-Live-Übertragung
Sportübertragungen scheinen, neben den 3D-Filmen, der zweite große Einsatzzweck des 3DTVs zu werden. Als „Deutschlands erstes Live Public Viewing in 3D“ wurde die Übertragung der French Open von 3DTV-Hersteller Panasonic angekündigt. Erstmals wurden Höhepunkte des französische Grand Slam Turniers live auf dem Centre Court in stereoskopischem 3D aufgenommen und live in 58 Länder übertragen. Basis hierfür ist eine strategische Partnerschaft von Panasonic mit dem Französischen Tennis Verband (FFT), Orange und Eurosport, in deren Mittelpunkt die Übertragung der French Open als erstes europäisches Sportevent live in 3D steht.
So wirklich Public Viewing wie angekündigt war die Veranstaltung allerdings doch nicht. Die Freunde des Weißen Sports sind gerne unter sich, so lud man ausgewählte Gäste an den Hamburger Rothenbaum in die Panasonic-Lounge. Auf großformatigen Panasonic Plasma-Fernsehern der „VT20“-Serie wurden die Matches aus Paris gezeigt, die der französische Sender „Eurosport“ über den „Eutelsat-Satelliten Hotbird 6“ auf 13° Ost übertrug. Natürlich, wie bei diesen TVs üblich, mit über Infrarot gesteuerten aktiven Shutter-Brillen.
Werner Graf, Geschäftsführer Panasonic Deutschland, gibt sich sicher: „3D wird das Fernsehen revolutionieren. Vergleichbar vielleicht nur mit der Einführung des Farbfernsehens. Man muss es jedoch einfach einmal persönlich gesehen haben, um die Dimension dieser Entwicklung zu verstehen. Wir sind stolz darauf, als erster Hersteller in Deutschland so vielen Menschen im Rahmen eines Public Viewings dieses einmalige Erlebnis zu ermöglichen“. Unterstützt wurde das Event vom Turnierdirektor der German Open, Michael Stich: „Tennis in 3D ist eine tolle Werbung für unseren Sport. Das Spiel ist besonders in den letzten Jahren unglaublich dynamisch geworden. Ich halte daher Tennis als ideal für packende 3D Bilder.“
Beim Turnier in Hamburg ging es anscheinend weniger um die Technik, als ums Schaulaufen: Michael Stich, Kai Wiesinger, Wladimir Klitschko, Sammy Deluxe und die Band Monrose gaben sich ein Brillchen-setz-Dich-auf bei Häppchen und gepflegten Getränken. Zwar hatte Panasonic im Vorfeld einen Platz auf der exklusiven Gästeliste verlost, das normale Volk tröstete man hingegen mit der Übertragung bei den Panasonic-Fachhändlern.
Auf meine telefonische Nachfrage, bei welchen Fachhändlern ich mir die Tennismatches denn live in 3D ansehen könnte, bekam ich eine ernüchternde und lapidare Antwort: „Na, da gehen Sie dann zum Media-Markt oder Saturn und gucken sich das halt da an.“ Ich muss nicht betonen, dass das nicht funktioniert hat, oder?
Panasonic 3D und Wladimir Klitschko
Doch was sagen die Promis direkt aus der Lounge über das 3DTV-Tennis-Erlebnis? Hier ein paar Einsichten:
Kai Wiesinger: „Ich habe heute das erste Mal mit diesen Brillen 3D erlebt. Dieser Effekt ist so viel besser als das, was ich damals mit dieser rotgrünen Pappbrille gesehen habe. Man setzt diese Brille auf und ist sofort in einer Welt, in der man vorher nicht war. Wer weiß, eines Tages regnet es vielleicht noch im Wohnzimmer, während man das auf dem Bildschirm sieht.“
Mandy Capristo (Monrose): „Das war echt krass. Wir hatten nach ein paar Sekunden das Gefühl, live im Match zu stehen. Der Ball war quasi schon in der Luft, der Schläger in unserer Hand… Und dann sind wir rüber und haben uns noch Ice Age angeschaut und schon waren wir voll drin im Abenteuer.“
Bandkollegin Bahar Kizil: „3D macht den Sport sehr viel interessanter, Spielfilme wirken viel lebhafter. Es macht sehr viel mehr Spaß, auf diese Art fernzusehen.“
Nova Meierhenrich: „Ich fand das sehr beeindruckend. Im Kino sind wir ja eh schon alle große Fans. Und Sport, speziell Tennis, diese schnellen Ballwechsel in 3D sind schon sehr dynamisch.“
Klingt nach Pressearbeit. Ich hätte mir das Finale von Rafael Nadal gegen Robin Söderling in 3D durchaus angesehen, aber erstens hat der Saturn am Sonntag geschlossen, und zweitens hat das beim Mediamarkt mit der Verteilung der aktiven Shutter-Brillen nicht geklappt. Das war kein großes Tennis.
Bilder © Panasonic · Alle Rechte vorbehalten.