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Disneys “Rapunzel – Neu verföhnt” als Naturrausch-Viral
Die Marketingabtielung von Disney hat entschieden, dass der Film „Rapunzel“ besser „Tangled“ heißt, damit man die junge männliche Zielgruppe nicht verliert. Denn kleine Jungs konnten Filmen mit rosa Prinzessinnen fernbleiben, was einfach nicht gut fürs Geschäft wäre.
Nun ist ein Viral zum Film Tangled aufgetaucht, in dem der Spitzendieb des Waldes auf der Suche nach einem geeigneten Versteck im Turm der langhaarigen Prinzessin landet. Und seine Ausdrucksweise ist irgendwie nicht nur Jugendsprech, sondern mindestens so high wie Rapunzels Turmfrisur. Seht selbst:
Und wer den Witz dahinter überhaupt nicht verstanden hat, kennt das referenzierte Meme nicht. Hier das Original vom Yosemitebear Mountain Giant Double Rainbow, wo ein von der Natur oder von Naturprodukten sehr berauschter Typ den doppelten Regenbogen seines Lebens sieht:
Diese Marketing-Jungs… 🙂
medienwoche@IFA: Quo Vadius, Kinodigitalisierung? Verbände verteidigen weiterhin bisherige Standpunkte
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Selbst in der hauseigenen Pressemitteilung steht „debattiert aktuellen Stand“. Doch von Diskussion kann keine Rede sein, wenn auf dem Panel jeder Diskutant in ausreichender Zeit seinen Standpunkt erläutert. Und mit Blick auf die Uhr sowohl die Podiums-Diskussion wie auch die Publikumsfragen einfach ausfallen lässt. Um die Frage der Überschrift zu beantworten, wohin die bundesdeutsche Kinodigitalisierung geht: Es hat sich nicht viel getan. In regelmäßigen Abständen sitzen die gleichen Leute an wechselnden Orten mit den bestehenden Meinungen. Größte Veränderung: Bisher war bei der Diskussion um die Digitalisierung immer nach wenigen Minuten ein Schlagabtausch zwischen Arthaus- und Multiplexkino entbrannt. Diese Begriffe vermeidet man nun und spricht, getreu dem aktuellen Vorschlagsmodells des BKM, synonym von Markt- und Kriterienkinos. Ansonsten: alles beim alten. Bedauerlich.
In der Moderation von Christiane von Wahlert, Geschäftsführerin der Spitzenorganisation der Filmwirtschaft (SPIO), Wiesbaden sollten eigentlich folgende Herren und die Dame in der Diskussion gemeinsam der Lösung der Finanzierung der flächendeckenden Digitalisierung in Deutschland einen Schritt näher kommen:
Festhalten kann man: auch nach einer dreijährigen intensiven Erörterung unter Beteiligung des Bundes, der Länder und der Filmbranche ist die Finanzierung der Digitalisierung für etwa 1.000 Kinos, darunter viele Arthau-Kinos, noch immer nicht geklärt. Zu den weiterhin offenen Fragen, so offenbarte die Debatte zur Kinodigitalisierung auf dem Medienwochen-Panel am Dienstagnachmittag, gehören die Höhe der VPF (Virtual Print Fee), der technische Standard bei kleineren Kinos sowie die Finanzierung bei den Kinos, die weder einen Zuschuss von den Verleihern, noch einen Vertrag mit einem Finanzinvestor erhalten. 15 Prozent der deutschen Kinoleinwände sind bisher digitalisiert, vor allem in den Multiplexkinos. Weniger als 10 Prozent der Leinwände sind 3D-fähig. International und national nimmt die Zahl digitaler Spielfilme aber stetig zu, zudem erhöht die Digitalisierung die Flexibilität der Kinos und senkt die Verleiherkosten. Deshalb mahnte Martin Hagemann eine schnelle Digitalisierung an, da durch die jahrelange Debatte um Standards und die Finanzierung der Digitalisierung die deutsche Filmwirtschaft viel Zeit verloren habe.
Angelika Krüger-Leißner bedauerte, dass die ursprünglich flächendeckende Branchenlösung, die vor drei Jahren angestrebt worden ist, nicht durchsetzbar ist. Dennoch halte es die Politik für wichtig, dass möglichst alle Kinos als Orte der Kultur, erhalten bleiben und nicht einer digital-getriebenen Marktbereinigung zum Opfer fallen. Deshalb will der Bund mit vier Millionen Euro jährlich vor allem die kleineren Kinos fördern, um eine Kino-Grundversorgung auch in ländlichen Gebieten zu garantieren. das Problem: der Betrag ist gesperrt. Und wie bekannt, verfallen nicht abgerufene Beträge, da sie anscheinend nicht dringend benötigt werden- zumal in Zeiten gigantischer Haushaltslöcher. Jetzt haben wir September- Krüger-Leißner forderte den Haushaltsausschuss des Bundestages auf, diese Mittel für 2010 freizugeben, auch wenn sich noch nicht alle Länder an der Finanzierung beteiligen, damit noch 2010 die Umrüstung in großem Umfang beginnen kann.
medienwoche@IFA 2010: Podium © Medienboard Berlin-Brandenburg/Ulf Büschleb
Die FFA stellt 15 Mio. Euro für die Digitalisierung von Kinos zur Verfügung, die mindestens einen Umsatz von 40.000 Euro oder 8.000 Besucher pro Jahr erreichen, informierte Peter Dinges. Das seien insgesamt 1.500 Kinos. Damit könnten beim einem Investitionsaufwand von 72.000 Euro maximal 48.000 durch Steuermittel des Bundes und der Länder und Branchenmittel der FFA gedeckt werden. Woher die restliche Finanzierung von ca. 24.000 Euro bei den Kinos kommen soll, wird nicht beantwortet.
Die Filmverleiher, vertreten durch Johannes Klingsporn, sagen eine Beteiligung mit einem Gesamtvolumen von ca. 20 Mio. Euro zu. Das große Aber: kein Kino werde den gleichen Betrag erhalten und nicht jedes Kino werde auf einen Verleiherzuschuss hoffen können, da das ursprüngliche Modell einer pauschalen Unterstützung aus wettbewerbsrechtlichen Gründen nicht umgesetzt werden kann. Die finanzielle Beteiligung erfolge in Abhängigkeit der wirtschaftlichen Leitungsfähigkeit der Kinos.
Für Dr. Thomas Negele, Torsten Frehse und Dr. Christian Bräuer bietet das jetzige Finanzierungsmodell keine Garantie, dass alle Kinos den Übergang in das digitale Zeitalter überleben werden. Als tragisch für die Zukunft der Arthaus-Kinos bezeichnete Dr. Christian Bräuer, den gegenwärtigen Stand der Diskussion. Kaum ein kleineres Kino wäre in der Lage, die Finanzierungslücke zu den öffentlichen Mitteln aus eigener Kraft zu schließen. Vor allem pocht die AG Kino weiterhin auf eine Lockerung des DCI-Standards von 2K auf eine kleinere Auflösung von 1,3K, da viele kleinere Kinos keinen Nutzen und nur höhere Kosten von der 2K-Projektion verursacht sehen. Wie allerdings der Firmenstandard von 2K dann wieder runtergerechnet oder komprimiert auf der Leinwand aussieht, möchte ich mir gar nicht ausmalen. 2K ist ein Mindeststandard, die Anzahl der 4K-Projektoren nehmen zu. Ein paar Hallen weiter präsentiert Panasonic bereits riesige 152″-3DTV-Geräte mit einer Auflösung in 4K. Und die Investition in die Zukunft der Arthaus-Kinos soll auf dem Stand aus dem Jahr 2000 durchgeführt werden? Mir absolut unverständlich.
Torsten Frehse verwies auf die überdurchschnittliche Belastung kleinerer Kinos und unabhängiger Verleihfirmen bei einer Beteiligung durch Finanzinvestoren. Dadurch bestünde die Gefahr, dass unabhängige Verleiher, die vor allem deutsche Filme vermarkten, diese Kosten nicht aufbringen können und vom Markt verschwinden werden. Außerdem wehrt er sich gegen den „aufoktroyierten DCI-Standard des US-Filmkartells“. Wenn ich mir die Diskussion der letzten drei Jahre betrachte, frage ich mich, ob wir jemals einen einigermaßen gültigen deutschen Standard hätten etablieren können, dem scheint nicht so.
Die Mehrzahl der Kinos, so Dr. Thomas Negele, benötige eine finanzielle Unterstützung bei der Digitalisierung. Eine Finanzierung durch Finanzinvestoren bedeute für die Kinos eine höhere finanzielle Belastung von 25-30 Prozent. Zudem besteht bei ca. 1.000 Kinos die Gefahr, dass sie weder eine finanzielle Hilfe durch die Verleiher noch einen Finanzierungsvertrag mit den Third Parties erhalten. Für diese Kinos müsse eine höhere Förderung durch öffentliche Mittel erfolgen.
Alles bekannte Statements der Vertreter getreu ihres Verbandes. Während nebenan die Zukunft der Unterhaltungsindustrie wegweisende Neuerungen vorstellt, scheint die Innovationsbereitschaft auf dem Podium noch im Jahre 2007 verhaftet. Wenn nicht alle Verbandsvertreter das keine Stückchen mehr über ihren Schatten springen, werden wir weiter zusehen, wie nach Frankreich auch weitere Länder ohne Mühe an unserem Status vorbeiziehen. Statt aus der Pleite beim 100er-Modell gelernt zu haben, zockt und pokert man weiter. In Berlin eröffnet demnächst der Boulevard der Stars am Potsdamer Platz. An selber Stelle habe ich 2007 mal einen Walk of Fame der Kinos vorgeschlagen. Sollten sich nicht ALLE Verbände aus der Einsicht der Notwendigkeit der flächendeckenden Digitalisierung bewegen, wird sich wohl bald ein Friedhof der kleinen und der Programm-Kinos empfehlen. Und das hat dann vermutlich niemand kommen sehen…
Dokumentation ARABIA 3D startet exklusiv ab dem 30. September im CineStar IMAX 3D Sony Center
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Wer bei der Kombination der Schlagwörter Berlin und Arabien an Kreuzberg denkt, wird sich schon bald ein besseres Bild machen können. Mit dem Dokumentarfilm ARABIA 3D von Produzent und Regisseur Greg MacGillivray taucht der Zuschauer tief in die Mystik Arabiens ein. Die 3D-IMAX-Dokumentation startet exklusiv am 30. September 2010 in Deutschland im CineStar IMAX 3D Sony Center.
Arabien ist ein Land, das wenige Außenstehende je besichtigen werden, eine Welt voller Mythen und Mysterien. Jetzt endlich werden die Kinobesucher auf der ganzen Welt die Möglichkeit haben, sich auf eine intime, visuell eindrückliche, dreidimensionale Reise in das Herz der geschichtsträchtigen arabischen Halbinsel begeben – um dort Sanddünen mit Kamelkarawanen zu überqueren, zu den Riffen des Roten Meeres, das voller Schiffswracks ist, hinab zu tauchen, die gewaltigen Gräber einer faszinierenden verlorenen Stadt auszugraben, Zeuge zu werden bei der bewegenden spirituellen Pilgerfahrt, der Hadsch, und vor allem die Araber zu treffen, die heute versuchen, in den sich gegenwärtig abspielenden historischen Veränderungen neue Möglichkeiten zu entdecken.
Dies alles, die Mystik einer verborgenen Kultur, die Legenden einer sagenumwobenen Geschichte und die Vielfalt einer modernen Gesellschaft mit ihren atemberaubenden Veränderungen – kommen in MacGillivray Freemans neuem IMAX-Film zusammen: ARABIA 3D, er ab 30. September 2010 auf der riesigen Leinwand im CineStar IMAX am Potsdamer Platz in Berlin zu sehen sein wird. Gedreht über zwei Jahre an mehr als 20 Drehorten in Saudi-Arabien ist ARABIA 3D die erste große Filmproduktion, die vollständig in Saudi-Arabien gefilmt wurde. Indem er zeitgenössische Szenen des Alltaglebens im heutigen Saudi-Arabien mit nachgespielten oder computergenerierten Szenen der Vergangenheit und 3D-Spezialeffekten verknüpft, untersucht der Film die Wurzeln einer Kultur, die auch heute noch von einer tiefgründigen Komplexität und Bedeutung ist.
Der oscarnominierte Produzent und Regisseur Greg MacGillivray berichtet von seiner bisher exotischsten und anspruchsvollsten Reise: „Ich hoffe, dass den Leuten dieses frische Porträt einer Kultur, die auf engen Familienbindungen, der Liebe an der Bildung und dem tiefen Glauben beruht – und eines Volkes, das dafür kämpft, die Balance zwischen der Treue zu ihren traditionellen Werten und der Suche nach einem Weg im modernen Leben, zu finden, gefällt. Es ist eine Reise voller Überraschungen, und der vielleicht überraschendste Teil besteht darin, wie viele Gemeinsamkeiten wir haben.“
Arabia 3D wird produziert und vertrieben von MacGillivray Freeman Films und wird in Zusammenarbeit mit der Royal Geographical Society (mit IBG), dem Oxford Centre für Islamische Studien und dem King Faisal Center for Research and Islamic Studies präsentiert. Die englische Sprecherin der Dokumentation Helen Mirren wird mit der deutschen Synchronstimme von Karin Buchholz ersetzt, die ja Helen Mirren auch sonst synchronisiert.
Und wer noch nie im IMAX war: Das CineStar IMAX 3D Sony Center in Berlin ist eines der modernsten 3D-Kinos der Welt. Vor allem die 588 Quadratmeter große Riesenleinwand beeindruckt, sie ist eine der weltweit größten ihrer Art. Ihre Größe von 28 x 21m (Breite x Höhe) entspricht der Größe von sechs aufeinander gestellten Elefanten und in seiner Breite einem Blauwal in Originalgröße! Größeres Kino gibt es kaum. Passend zum großen Bild gibt es einen satten Ton aus der 25.000 Watt Soundanlage. Die Plätze im CineStar IMAX 3D sind in angenehm ansteigenden Reihen angeordnet und bieten von jedem Platz eine perfekte Sicht auf die Leinwand. Natürlich ist das IMAX barrierenfrei zugänglich, verfügt über eine behindertengerechte Infrastruktur und vier Rollstuhlfahrersitzplätze. Mehr Informationen gibt es auf der Webseite des IMAX 3D Sony Center.
Dann heißt ab dem 30. September 2010 Aufbruch zur Reise in ein unbekanntes Arabien. Natürlich in 3D.
Bilder © MacGillivray Freeman Films · Alle Rechte vorbehalten.