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TNT-Film sucht BERLINALE-Blogger 2012 – jetzt bewerben!
Im Februar ist die Welt wieder zu Gast bei Freunden – die 62. Internationalen Filmfestspiele Berlin, besser bekannt als Berlinale, sind vom 9. – 19. Februar 2012 Magnet für die Filmfans aus aller Welt. Und in diesem Jahr sucht TNT-Film, erneut Drittpartner des größten Publikums-Filmfestival, einen Berlinale-Blogger. Kann natürlich auch weiblich sein.
Bewerben kann man sich bis zum 23.1.2012 auf der Facebook-Seite von TNT-Film in Text, Foto oder Video. Es winken Zugang zu Filmvorführungen, Pressekonferenzen und Veranstaltungen, die im Rahmen der 62. Internationalen Filmfestspiele stattfinden, sowie ein Platz am Roten Teppich, Anreise und Unterkunft. Dafür bloggt man täglich über das Tagesgeschehen und seine Erlebnisse im TNT-Filmblog und der TNT-Webseite.
Klingt nach einem Traumjob oder? Ich würd es ja machen, allerdings steht diesen Februar schon ein anderes wichtiges Projekt auf meiner Agenda. Und nein, wir nennen es weder Dieter noch Oscar… 🙂
Crossmedia-Projekt DINA FOXX für Grimme-Preis 2012 nominiert
Der Anspruch an neue Formen des Geschichtenerzählens war riesig, doch knirschte es beim Crossmedia-Projekt „Wer rettet Dina Foxx“ nicht nur in der Umsetzung mitunter kräftig, sondern stellte auch ein schönes Zeugnis über die Denke der Verantwortlichen aus, für die Bedrohung aus dem Internet eigentlich nur von US-amerikanischen Giganten (und Milchtüten) ausgeht.
Nun denn, das Projekt Dina Foxx wurde als eines von 61 Formaten für den Grimme-Preis 2012 in der Kategorie Fiktion nominiert, dort im Kategoriebastard „Spezial“, da man nicht das Format selbst, sondern die Einzelleistung nominiert. Genauer gesagt sind Burkhard Althoff von der Redaktion „Das kleine Fernsehspiel“ und Milena Bonse von der Zentralredaktion Neue Medien des ZDF nominiert. Und das ist auch gut und richtig so, denn mit Uraltformaten wie „Traumschiff“ und „Wetten Dass!?“ wird auf den Öffentlichen zwar Quote, aber kein innovatives Fernsehen geboten. Wir brauchen mehr und vor allem bessere neue Formate, die das Geschichtenerzählen in unsere heutige Zeit bringen, die spannend, lehrreich und unterhaltsam sind. TV ist nicht tot, aber mit steigender Medienkonvergenz nähert sich auch das Ende einer linearen Ausstrahlung im festen Sendeschema. Und da wir alle im kommenden Jahr mit einer GEZ-Zwangsabgabe belegt werden, habe auch ich Anspruch auf ein öffentliches Rundfunk-Programm, das irgendwas für mich bereit hält (obwohl ich natürlich bereits Zahler bin). Achso, die finanzieren ja deutsche Filmproduktionen mit. Aber das ist ein anderes Thema…
Mit einem Grimme-Preis werden nach eigenen Angaben Fernsehsendungen und -leistungen ausgezeichnet, die für die Programmpraxis vorbildlich und modellhaft sind. Leitziel der im Grimme-Preis institutionalisierten Fernsehkritik ist eine umfassende Auseinandersetzung mit dem Fernsehen, das als zentrales und bedeutsames Medium mit vielfachen gesellschaftlichen Bezügen und Wirkungen verstanden wird. In diese kritische Auseinandersetzung sind alle Themen und Formen des Fernsehens einbezogen.
Die Preisentscheidungen der 48. Grimme-Preise 2012 werden am 13. März 2012 auf einer Pressekonferenz in Düsseldorf bekanntgegeben. Die Preisverleihung findet am 23. März 2012 im Theater der Stadt Marl statt. Eine detaillierte Übersicht aller Nominierungen gibt es hier.
Bilder © ZDF (1), Grimme-Preis (2)· Alle Rechte vorbehalten.
WTF der Woche: Digitales Projektionschaos in Doppel-3D ruiniert Martin Scorseses HUGO CABRET
Früher klebten unfähige Projektionisten einfach mal Filmrollen falsch zusammen, was ihnen bei Filmen wie Prosperos Bücher von Peter Greenaway oder Terence Malicks Tree of Life durchaus erst nach einer Woche auffiel. Bei einer digitalen Projektion sollte ein solches Problem eigentlich der Vergangenheit angehören, doch schaffte das Regal Theater Union Square in New York das Kunststück einer digitalen 3D Doppelprojektion plus einer weiteren Bildüberlagerung. Und ruinierte damit die Vorstellung des wunderbaren 3D-Films Hugo Cabret von Martin Scorsese, natürlich passenderweise an seiner poetischsten Stelle, wenn es durch die unfreiwilligen Inhalte aber auch ungewollt komische Korrelationen gibt. Diese Tripleprojektion spart natürlich Belegzeit in den Kinos, wenn man die Werbung statt vor dem Film einfach mitten im Film projiziert…
Dieses Video belegt eindeutig den What the Fuck der Woche:
Jaja, Häme gegen den Fortschritt. Natürlich reicht das bloße Knöpfchendrücken bei einem digitalen Kinosystem nicht aus. Doch scheinen die wenigsten Projektionisten sich wirklich mit den Möglichkeiten ihres digitalen Projektors auseinandergesetzt haben, wovon auch viele Helligkeitsprobleme in den deutschen digitalen Kinos zeugen. Und jeder von uns hat in der digitalen Rollout-Anfangszeit schon mal ein technisches Projektionsproblem erlebt. Aber so ein amüsantes Malheur wie diese Triple-Projektion dürfte von uns noch keiner zu Gesicht haben. Das Positive: diese Überlagerung ist garantiert nicht DCI-konform, was Hoffnung gibt, dass wir Peter Jacksons kommenden Blockbuster Der Hobbit – eine unerwartete Reise auch in wunderbarem 48frames 3D sehen werden. 🙂