Ich war gestern zu Gast bei Jan-Michael, Henrik und Cay, den Machern des noch jungen Filmblogs Logenzuschlag. Sie hatten mich zu einer Diskussion über das Thema 3D eingeladen. Als Filmfans, (ehemalige) Projektionisten und Kino-Servicemitarbeiter haben sie- jeder für sich – eine klare Meinung zu stereoskopischen Filmwelt, die zur Meinung draußen repräsentativ sein dürfte: es kann ein großartiges Kinoerlebnis sein, für andere ist das einfach nix (unbequeme Brille, teuer Aufschlag für schlechte Konvertierungen, oft keine Wahl zwischen 2D und 3D-Fassung).

Im Podcast, besser gesagt im CineCast #6 mit dem Titel „Die Begegnung der 3D’ten Art“ diskutieren wir über formale und inhaltliche Punkte des 3D-Kinos, sozusagen der dreidimensionale Rundumschlag: Ihr bekommt Filmtipps (von mir ein paar Worte zu Merida -Legende der Highlands), wir sprechen über die unterschiedlichen Technologien, über 3D als Einnahmequelle, stereoskopische Konvertierungen, einen erforderlichen 3D-TÜV, die 3D-Filmgestaltung, brillenloses 3D und HFR-Kino mit 48fps, Der Hobbit steht ja zum Jahresende in den Startlöchern mit der nächsten Veränderung im digitalen Kino.

Das Opus Magnum ist live, ungeschnitten und offenbart eine kleinen Tücke in der Übertragungstechnik, aber so ist das im knallharten Fachjournalismus. Den Podcast könnt ihr in voller Länge im Netz hören oder bei iTunes herunterladen, alle Links gibt es direkt bei Logenzuschlag. Mitdiskutieren ist absolut erwünscht! Übrigens: für die Hörer gibt es auch VIP-Kinogutscheine zu gewinnen, Reinhören lohnt sich also doppelt.

CineCast könnt ihr natürlich auch auf Facebook und Twitter folgen.

Jungs, hat viel Spaß gemacht mit euch! Und wir machen gerne einen weiteren Teil nach dem Hobbit!

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An dieser Nummer eins hatte niemand gezweifelt: Ice Age ist und bleibt ein Kassenmagnet. Mehr als die Hälfte aller Kinokarten wurden dafür gekauft. Nach zwei Wochen ist es der zweit erfolgreichste Film des Jahres. Und am zweiten Wochenende kamen mehr Besucher ins Kino als zum Start. Im neuesten Teil der Franchise Ice Age: Voll verschoben wird der Kampf gegen Piraten, die Pubertät und das Auseinanderdriften des Urkontinents Pangea in 3D aufgegossen. Und nimmt dank verregneter Sommerferien nochmal richtig Fahrt auf: mit unglaublichen 1,2 Mio. Besuchern Besuchern hat der 3D-Animationsfilm in 2,5 Wochen die 3 Mio.-Zuschauer-Marke geknackt.

Auf dem zweiten Rang schwingt sich der Arachno-Rächer The Amazing Spider-Man weiter munter in 3D durch die Zuschauersäle. An diesem Wochenende kamen weitere stabile 230.000 Besucher hinzu, gesamt ist damit die Millionen-Besucher-Marke gefallen.

Die Flatties „Fast verheiratet“ mit Jason Segel sorgte bei 135.000 Besuchern für Romantik, das CGI-Spektakel „SnowWhite & the Huntsman“ steht mit weiteren 65.000 Besuchern kurz vor 1,5 Mio. Besuchern.

Die Top 5 beschließen die Agenten J und K im 3D-SciFi-Spaß Men in Black 3 mit rund 50.000 Zuschauern, letzte Woche fiel bereits die 2 Mio-Besucher-Marke.


Die Top 5 in der Übersicht:

  • Platz 1: Ice Age 4- rund 1.200.000 Zuschauer
  • Platz 2: The Amazing Spider-Man- rund 230.000 Zuschauer
  • Platz 3: Fast verheiratet  – rund 135.000 Zuschauer
  • Platz 4: SnowWhite & the Huntsman – rund 65.000 Zuschauer
  • Platz 5: Men in Black 3 – rund 50.000 Zuschauer

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Es gibt einen neues Spitzenreiter an den US-Kinokassen: Ice Age: Voll verschoben hat problemlos das Ruder übernommen. Bereits am Freitag lief der vierte Teil der Franchise zum zweiterfolgreichsten auf, der mit 16,5 Mio., Dollar Umsatz allerdings am zweiten Teil (Starttag 21,8 Mio. Dollar) nicht vorbeikam. Auch verglichen mit den weiteren CGI-Animationsfilmen Der Lorax (70 Mio.-Start), Merida -Legende der Highlands  (66,7 Mio.) oder Madagascar 3 (60, 3 Mio.) scheint das Ergebnis trotz 3D-Zuschlag und Simpsons-Vorfilm eher moderat. Der Start lief über seinem Vorgänger „Dawn of the Dinosaurs“, der ein Startwochenende von 41,6 Mio. Zuschauer erreichte. Doch gibt es für Fox keinen Grund zu trauern, international hat Ice Age 4 bereits über 300 Millionen Dollar abgeräumt.

Ice Age 4 ist die erste Animationsfilm-Franchise, von der bereits zwei Teile in 3D im Kino zu sehen waren. 2731 US-Leinwände (von gesamt 3880) zeigten diesmal am Startwochenende die stereoskopische Fassung.

Auf Platz zwei landet der 3D-Webschwinger The Amazing Spider-Man mit weiteren 35 Mio. Dollar Umsatz. Gesamt liegt Spidy damit bei über 200 Mio. Dollar und somit hinter allen Teilen der Sam Raimi-Serie zum gleichen Zeitpunkt.

Der kiffende Teddybär „Ted“ steht mit 22,15 Mio. Dollar auf Platz drei weiter hoch im Kurs, mittlerweile 158,9 Mio. Dollar Gesamteinspiel hätte wohl niemand prognostiziert.

Auf dem vierten Rang hat sich Pixars 3D-Abenteuer Merida – Legende der Highlands mit zusätzlichen 10,7 Mio. Dollar eingefunden. Da muss noch ein bisschen was drauf, aktuell hat Merida im US-Gesamtergebnis von 195,5 Mio. Dollar nur „Das große Krabbeln“, Cars 2 und „Toy Story“ hinter sich gelassen.

Die Top fünf der Woche beschließt Soderberghs Stripper-Flick „Magic Mike“, der mit weiteren 9 Mio. Dollar Umsatz auf ein stattliches Gesamtsümmchen von 91,8 Mio. Dollar kommt.

Katy Perrys 3D-Konzertfilm „Part of Me“ hat nach einem schwachen Start bereits kräftig nachgelassen: mit weiteren 3,74 Mio. Dollar Umsatz diese Woche Platz acht (ja, das ist ein schlechteres Ergebnis als der Justin Bieber-Konzertfilm). Die Top Ten beschließen die flüchtigen Zootiere in „Madagascar 3“ mit 3,5 Mio. Dollar (gesamt 203,7) , diesmal in 3D auf Flucht durch Europa. Die 200 Mio. Dollar-Marke in den USA wurde geknackt und Madagascar hat somit ein besseres Ergebnis abgeliefert, als seine Vorgänger mit 194 und 180 Mio. Dollar insgesamt- Inflation und 3D-Zuschlag sei es gedankt.

Die Top 5 in der Übersicht:

  • Platz 1: Ice Age 4 – rund 46 Mio. Dollar
  • Platz 2: The Amazing Spider-Man – rund 35 Mio. Dollar
  • Platz 3: TED – rund 22,15 Mio. Dollar
  • Platz 4: Merida- Legende der Highlands – rund 10,7 Mio. Dollar
  • Platz 5: Magic Mike – rund 9 Mio. Dollar

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Die eiszeitliche Gelddruck-Maschine funktioniert auch im vierten Aufguss: „Ice Age 4 – Voll verschoben“ brachte den ersten Millionenstart des laufenden Kinojahres. Am Wochenende wollten 1,1 Mio. Besucher Scrats neues Abenteuer sehen, mit dem vorgezogenen Montagsstart kommt Ice Age 4 bereits auf 1,5 Mio. deutsche Besucher. Trotz eines extrem breitem Starts von 815 Kopien (davon 621 in 3D) sicherte sich das CGI-Abenteuer in 3D einen Kopienschnitt von über 1350 Besuchern. Bei einem ähnlichen Verlauf wie seine Vorgänger sind bis zu sieben Millionen verkaufte Tickets für die eiszeitlichen Herde im Kampf gegen Naturgewalten und Piraten zu erwarten.

Auch auf dem zweiten Rang der deutschen Kinostarts befindet sich ein 3D-Film: „The Amazing Spider-Man“ verzeichnet ein äußerst kleines Minus zur Vorwoche, mit 265.000 weiteren Besuchern war er der einzige weitere Film mit sechsstelligen Besucherzahlen. Das bisherige Gesamtergebnis liegt bei 775.000 verkauften Tickets. Der Flattie „Snow White & the Huntsman“ sicherte sich den dritten Platz mit 65.000 Besuchern. Die gut gekleideten Alienjäger aus dem 3D-SciFi-Spaß „Men in Black 3“ lockten weitere 50.000 Zuschauer in die Kinos. Der Grusel „Chernobyl Diaries“ beschließt die Top 5 diese Woche mit rund 35.000 abgesetzten Tickets.

Die Top 5 in der Übersicht:

  • Platz 1: Ice Age 4 – Voll verschoben – rund 1,1 Mio. Zuschauer
  • Platz 2: The Amazing Spider-Man – rund 265.000 Zuschauer
  • Platz 3: Snow White & the Huntsman – rund 65.000 Zuschauer
  • Platz 4: Men in Black 3 – rund 50.000 Zuschauer
  • Platz 5: Chernobyl Diaries – rund 35.000 Zuschauer

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Nach den vor Leere gähnenden Kinosälen im Fußball-Europameisterschafts-Juni kommt endlich wieder ein bisschen Schwung auf die 3D-Leinwand. Just ist The Amazing Spider-Man in 3D gestartet, zudem wird die erfolgreichste deutsche Animationsfilm-Franchise fortgesetzt. Und da die Ferienkinder nach Unterhaltung gieren, startet ein weitere 3D-Animationsfilm zur Monatsmitte. Das erwartet euch im Juli neu auf der 3D-Leinwand:



ICE AGE: VOLL VERSCHOBEN

  • CGI-Animation | Steve Martino, Mike Thurmeier | USA 2012 | 20th Century Fox
  • in 3D produziert

Diesmal muss die Milliarde an der Kinokasse fallen, haben sich die Produzenten der Ice Age-Reihe gedacht und packten neben den erfolgreichen Figuren der vorigen Franchise-Episoden nach den Dinosauriern in Teil 3 ein weiteres Kinder-Top-Thema in das aktuelle Abenteuer: Piraten. Diesmal eingebettet in das Setting der kontinentalen Spaltung des Urkontinents Pangea- Scrat wars! Natürlich befindet sich Rattenhörnchen Scrat weiter auf  der Jagd nach seiner geliebten Nuss. Und passend zur Weitererzählung der familiären Strukturen sind wir bei Teenager-Liebe und Vater-Tochter-Konflikten im Mammutreich angelangt.

Als besonderes Schmankerl erwartet den Kinobesucher ein Simpsons-Kurzfilm in 3D: Maggie Simpson, Nesthäkchen der erfolgreichsten Sitcom-Familie überhaupt, erlebt (oder überlebt?)  „The longest Daycare“, oder auf  Deutsch „Der längste Kita-Tag“ .

Besucher-Prognose: Seine Vorgänger haben in deutschen Kino Spitzenwerte von durchschnittlich 8,25 Mio. Besucher erreicht. Durch die EM-Kinoflaute ist der Kinogänger ausgehungert. Die Hälfte des Landes befindet sich in den Sommerferien. All dies dürfte auch die Einspielwerte von ICE AGE 4 beflügeln. Auch wenn sich die Franchise abnutzt, hervorragende 7,5 Millionen Zuschauer sollten bei dem Giganto-Start in über 1100 Kinos auch diesmal drin sein.

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DER LORAX

  • CGI-Animation | Chris Renaud, Kyle Balda | USA 2012 | Universal
  • in 3D produziert

Eine bärtige Erdnuss als bester Freund der Bäume in quietschbunt- die CGI-Umsetzung von Dr. Seuss‘ erfolgreichem Kinderbuch Der Lorax kommt ins deutsche 3D-Kino. Der dritte Film von Illumination Entertainment nach dem Blended Osterhasen-Spaß Hop und dem superschurkigen Ich einfach unverbesserlich hat eine klar Botschaft: rettet die Natur. Kann man nix gegen sagen.

Besucher-Prognose: In den USA lief Der Lorax sensationell: 70 Mio. Dollar spielte er am Startwochenende ein, insgesamt über 213 Mio. Dollar. Damit sind die Produktionskosten dreimal drin, der Rest der Welt (bisher weitere rund 100 Mio. Dollar) ist schönes Zubrot. Da es keine Dr. Seuss-Manie bei uns gibt und die Geschichte leider nicht so bestechend wie Despicable me umgesetzt ist, veranschlage ich mal die moderate Prognose von 950.000 Besuchern. Von denen hoffentlich die Hälfte anschließend einen Baum pflanzt…

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Und jetzt seid ihr dran: wie gestaltet ihr euer 3D-Filmprogramm im Juli?

Gestern fand die globale Infizierung mit dem neuesten Umbrella-Corporation-Virus statt: Milla Jovovich aka Zombieslasherin Alice stand Fans in einem New Yorker Kino Rede und Antwort. Natürlich wurde das Event als Live-Stream in alle Welt vermittelt, das Einreichen von Fragen sorgte für ein bisschen Social Buzz. Doch in der tat wurden auch Fanfragen aus Mexiko oder Japan beantwortet. Wenn es nach meinem Geschmack auch recht generische Fragen waren. Milla Jovovich erschien statt im Dominatrix-Dress casual, antwortete charmant und plauderte das eine oder andere Detail aus. Beispielsweise welche Städte von Zombies überrannt werden, und was New York droht. Der Dreh in 3D erweist sich als besondere Herausforderung an die Physis der Darsteller: “I was trained in the 2D world. 3D has kind of created lots of problems for action actors because it’s really hard to fake a punch.“ Hilft nix, für überzeugende 3D-Bilder muss man halt direkt aufeinander einschlagen, in bester Lee Strasberg-Manier des Erlebens.

Wer das Live-Event verpasst hat – hier könnt ihr einen 5 Minuten-Zusammenschnitt vom Q&A als Recap sehen:


 

Doch eigentlich waren natürlich alle Zuschauer gespannt auf den angekündigten Trailer, der nach dem ersten Teasertrailer (oder mehr eine Sony Gadgets-Werbung?) vom Januar endlich Details über den fünften Teil der Franchise verraten soll. Die Exposition schickt uns in die heile Welt der Alice, die von der Umbrella Corporation mit etwas Total Recall-Brainwashing die hübschen Familien-Erinnerungen implementiert bekam. Doch dann kommt das, was ihr sehen wollt: Zombies, Monster, Gore und Action rund um den Globus. Auch in diesem Teil setzt Paul W.S. Anderson auf Direct-in-your-face 3D-Action mit spritzendem Gedärm, abgefeuerten Pistolenkugeln und bedrohlichen Wurfmessern. Auch das Setdesign lässt klar erkennen, dass man auf Tiefenstaffelung setzt. Dürfte ein Genuss für die Fans des Out-of-Screens-3D werden.
Genug auf die Folter gespannt, natürlich habe ich auch den gestern präsentierten Langtrailer für Resident Evil: Retribution für euch:

 

Kurzinhalt: Die letzte und einzige Hoffnung der Menschheit heißt Alice (Milla Jovovich). Ohne einen sicheren Rückzugsort jagt die unerschrockene Heldin diejenigen, die für den Ausbruch der Seuche verantwortlich sind und sucht in der streng geheimen Umbrella-Schaltzentrale nach einer Lösung. Doch je tiefer Alice in das Gebäude und seine Geheimnisse eindringt, desto mehr offenbart sich ihr ihre eigene mysteriöse Vergangenheit. Ihre Jagd führt sie von Tokio über New York und Washington D.C. bis nach Moskau und gipfelt schließlich in einer erschreckenden Enthüllung, die sie zwingt, all das, was sie bisher als die Wahrheit angesehen hat, neu zu überdenken. Mit der Hilfe ihrer Freunde und neuen Verbündeten muss Alice ums nackte Überleben kämpfen. Die Welt steht am Abgrund und die Zeit läuft langsam ab…

Constantin bringt RE5 am 20. September 2012 in die deutschen 3D-Kinos. Weitere Informationen gibt es auf der offiziellen Webseite und der Facebook-Fanpage.

Ihr habt heute ein Date mit der Heroine Alice. Die Hauptdarstellerin der Resident Evil-Reihe Milla Jovovich stellt sich heute im Live Web-Chat Fans und Journalisten, sowie im Anschluss den neuen Trailer des fünften Teils „Resident Evil: Retribution“ vor. Um 17 h deutscher Ortszeit steht die Live-Schalte ins New Yorker Regal Union Square-Kino, bei dem ihr per Livestream auf DigitaleLeinwand dabei sein könnt. Und ihr könnte eine Frage an Milla stellen! Dafür postet ihr sie in den Facebook-US-Account zu den 2000 anderen Fragen und müsst ein paar Leute erschießen, damit sie auch ausgewählt wird. Hier ist der Teasertrailer des Fanevents zum Trailer des Films. Gee, Filmmarketing ist heute wirklich kompliziert geworden…

Umbrellas bereit halten. Um 17h geht es mit der Liveschalte los:

Kurzinhalt: Die letzte und einzige Hoffnung der Menschheit heißt Alice (Milla Jovovich). Ohne einen sicheren Rückzugsort jagt die unerschrockene Heldin diejenigen, die für den Ausbruch der Seuche verantwortlich sind und sucht in der streng geheimen Umbrella-Schaltzentrale nach einer Lösung. Doch je tiefer Alice in das Gebäude und seine Geheimnisse eindringt, desto mehr offenbart sich ihr ihre eigene mysteriöse Vergangenheit. Ihre Jagd führt sie von Tokio über New York und Washington D.C. bis nach Moskau und gipfelt schließlich in einer erschreckenden Enthüllung, die sie zwingt, all das, was sie bisher als die Wahrheit angesehen hat, neu zu überdenken. Mit der Hilfe ihrer Freunde und neuen Verbündeten muss Alice ums nackte Überleben kämpfen. Die Welt steht am Abgrund und die Zeit läuft langsam ab…

Deutscher Kinostart für die Constantin-Produktion ist der 20. September 2012.

Ein heimlicher Favorit in meinem 3D-Kinojahr ist Ang Lees Adaption von Yann Martels Roman „Schiffbruch mit Tiger“. Neben der vordergründigen Handlung des Überleben eines 227-tägigen Schiffbruchs ist es vor allem ein unterhaltsamer philosophischer Diskurs über das Selbst, Spiritualität, Existenz. Ein Drama über einen Jungen und einem Tiger in einem Boot, die über das Leben philosphieren, und das ganze gefilmt in 3D? Ja, wie großartig! Erste Filmmaterial lässt die Schönheit und die Kraft der visuellen Bildsprache erahnen.

Implementiert ist das kurze Fauchen des bengalischen Tigers, der übrigens Richard Parker heißt, auf der frisch veröffentlichten Webseite. Auch werden uns mehrere impressionistische Bilder geliefert, thematisch passend im Wasserfarben-Stil. Zudem gibt es einen eingängigen Soundloop der Filmmusik, der schon jetzt nicht mehr aus dem Ohr geht.

Die Visual FX, also vor allem die CGI-Tiere wie den ausgewachsenen Tiger, den Orang-Utan und das Zebra stammen von Rhythm & Hues, wo Academy Award- ausgezeichnete Bill Westenhofer, der schon für den Narnia-Löwen Aslan, die Viecher im Goldenen Kompass oder Stuart Little zuständig war, als Overall VFX Supervisor die Arbeiten leitet. Einen spannenden Artikel über die Arbeit des Biologieprofessors und Anatomie-Experten Dr. Stuart S. Sumida, der als Berater intensiv an Schiffbruch mit Tiger arbeitete, gibt es übrigens in der aktuellen Ausgabe der Digital Production (auch als Einzelartikel-PDF).

In den USA wird es erste Szenen von Life of Pi vor weiteren 3D-Filmen von 20th Century Fox wie Prometheus -Dunkle Welten, Abraham Lincoln Vampirjäger und Ice Age: Voll verschoben geben. Dabei handelt es sich nicht um einen geschnitten Trailer, sondern um ganze Szenen, welche die 3D-Qualität besser zur Entfaltung bringen. Dass man auch in Deutschland diese Strategie aufgreift, bleibt zu hoffen.

Das könnte wirklich ein wunderschöner Film zum Jahresende (deutscher Start 26.12.2012) werden. Und es riecht irgendwie nicht nur nach Tiger, sondern auch nach Oscar-Nominierung, oder?

 

Kurzinhalt: Pi Patel ist der Sohn eines indischen Zoodirektors. Eine Katastrophe führt dazu, dass er mitten auf dem Ozean, abgeschnitten von der Außenwelt, in einem Rettungsboot dahintreibt. Dieses teilt er sich mit dem einzigen anderen Überlebenden: einem furchteinflößenden bengalischen Tiger namens Richard Parker, zu dem er eine wundersame und unerwartete Verbindung aufbaut. Pi nutzt seinen ganzen Einfallsreichtum, um den Tiger zu trainieren, seinen Mut, um den Elementen zu trotzen, und schlussendlich seinen Glauben, um die Kraft aufzubringen, sie beide zu retten. Die schicksalhafte Reise des Teenagers wird dabei zunehmend ein episches Abenteuer voller gefährlicher Entdeckungen und Erlebnisse.

Dem internationalen Trend folgend, eröffnet auch in den USA Snow White and the Huntsman an der Spitzenposition der Charts. Mit einem Einspiel von 56,26 Mio. Dollar übertraf die zweite Märchen-Interpretation des Jahres von Schneewittchen und die sieben Zwerge (kaum schreibt man es, hat man andere Bilder im Kopf…) die Erwartungen. Der Effects-orientierte Film mit Kristin Stewart, Charlize Theron und Chris Hemsworth startete diese Woche auch in den deutschen 3D-Kinos, wo sie wohl nach aktuellem Trend den zweiten Platz der Kinocharts erobern konnten.

Auf dem zweiten Rang jagen die Men in Black 3 mit einem äußerst stabilen Einkommen weiterhin wildgewordene Alien-Bösewichte quer durch Raum und Zeit. Mit weiteren 29,3. Mio Dollar Einspiel hat MIB3 die 100 Mio. Dollar-Marke in den Us-Kinos überschritten und landet bei einem Gesamtergebnis von 112,3 Mio. Dollar.

Boris the Animal und Groupie Lilly auf der Flucht - und auf der Jagd nach den Men in Black

Marvel’s The Avengers haben sich in den USA zum dritterfolgreichsten Film hochgekämpft, sprich Nolans „The Dark Knight“ abgehängt. In dieser Woche kamen rund 20,3 Mio. Dollar zum US-Einspiel hinzu, das sich mittlerweile auf pangalaktische 552,76 Mio. Dollar angehäuft hat. International hat Marvels Superhelden-Convention satte 1.355,2 Mio. Dollar (richtig gelesen, 1,35 Milliarden Dollar) an der Kinokasse eingespielt, was ebenfalls ein Vorrücken auf Platz drei hinter die Cameron-3D-Blockbuster Avatar und Titanic und vor Harry Potter und die Heiligtümer des Todes – Teil 2 bedeutet.

Platz vier in dieser Woche liefert sich die Brettspiel-Visualisierung von Schiffe Versenken „Battleship“ mit 4,81 Mio. Dollar. Mit weiteren 4,73 Mio. harten Dollar Einspiel beschließt Sacha Baron Cohen mit seinem Fiction-Spoof „Der Diktator“ diese Woche die Top 5 der US-Kinocharts.

Die Fortsetzung des bissigen Fische-Slashers Piranha 3DD spielte an seinem Startwochenende in einem Platform-Release rund 179.000 Dollar in 86 Kinos ein. So wie sich die „Ds“ verdoppeln, hat sich der erzielte Kopienschnitt halbiert, der in 3D postkonvertierte Vorgänger von Alexandre Aja sorgte 2010 für erstaunliche 10,1 Mio. Dollar in 2.470 Kinos. Mit diesem Ergebnis bleibt abzuwarten, ob ein deutscher Kinostart realisiert, oder das Creature Feature Direct to Disc veröffentlicht wird.

Die Top 5 in der Übersicht:

  • Platz 1: Snow White & the Huntsman – rund 56,26 Mio. Dollar
  • Platz 2: Men in Black 3 – rund 29,3 Mio. Dollar
  • Platz 3: Marvel’s The Avengers – rund 20,3 Mio. Dollar
  • Platz 4: Battleship – rund 4,81 Mio. Dollar
  • Platz 5: Der Diktator- rund 4,73 Mio. Dollar

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Im Juni wird es im Kino ein wenig leerer als gewöhnlich, König Fußball melden seinen Tribut zur Europa-Meisterschaft an. Daher wird es auch rar an Neustarts im 3D-Genre, bevor der Blockbuster-Sommer folgt. Genügend Raum für die Juni-Neustarts und für die 3D-Filme aus dem aktuellen Spielplan und dem Katalog zur weiteren Entfaltung. Und das erwartet euch im Juni neu auf der 3D-Leinwand:

STREETDANCE 2 in 3D

  • 3D-Tanzfilm | Max Giwa, Dania Pasquini | UK 2012 | Universum Film
  • in 3D gefilmt

Der erste europäische digitale Live-Action-Film in 3D ließ im Jahr 2010 Ballett mit Streetdance kollidieren.  Am 7.6.2012 starte der zweite Teil der 3D-Tanzfranchise StreetDance, natürlich auch diesmal in 3D. Dieses mal trifft akrobatischer Streetdance auf heißen Salsa. Natürlich sind auch die Crew Flawless und George Sampson wieder dabei, wenn gelocked, gebraked und gewaved wird. Und dieses mal geht es auf Sightseeing-Tour durch Berlin, London, Paris und Rom, wo zum Teil Tanz-Flashmobs stattfanden, die Teil des Films sind.

Besucher-Prognose: Der erste Teil holte über 525.000 Tanzfans von den Sitzen. Die Neugier auf das 3D-Tanzformat war groß. Allerdings legt der US-Tanzfilm-Konkurrent StepUp die Tanz-Latte nicht nur beim 3D-Limbo höher. Und der Start dürfte etwas in der Fußball-Europameisterschaft versacken. Geschätzte 340.000 Zuschauer dürften trotzdem ihren Weg ins Kino finden.

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THE AMAZING SPIDER-MAN 3D

  •  Action, Comicverfilmung | Marc Webb | USA 2012 | Sony Pictures
  • in 3D gefilmt

Marc Webb bringt mit The Amazing Spider-Man eines der beliebtesten Superhelden zurück auf die Leinwand. Fresh Faces, mehr Raum für eine hintergründige Story und vor allem spektakuläre 3D-Aufnahmen verspricht das Reboot, dass nun vorgezogen am 28. Juni 2012 (und eine Woche vor dem US-Start) in unseren Kinos anläuft.

Besucher-Prognose: Mit über 5 Mio. Besuchern beim ersten Teil von Sam Raimi 2002 und jeweils über 3 Mio. 2004 und 2007 liegt die erwartete Sprungweite für das Reboot fest. Dass der Film erneut die Initiation von Spider-Man erzählt, sorgte trotz neuem Bösewicht The Lizard nicht für Begeisterungsstürme beim Publikum. Doch dürften die Spidy-Fanbase, die Neugier auf eine der ersten mit der RED gefilmten 3D-Großproduktionen und der Hunger nach neuem Kinofutter nach der langen Fußball-Pause die Säle wieder füllen. Meine Prognose geschätzte 2,6 Mio. Zuschauer.

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Und jetzt seid ihr dran: wie gestaltet ihr euer 3D-Filmprogramm im Juni?