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TITANIC und HERR DER RINGE in 3D – Cameron und Jackson diskutieren die Zukunft des Kinos
Wenn jemand etwas von Blockbustern und wegweisenden Technologien im Filmgeschäft versteht, sind es wohl diese beiden Herren James Cameron und Peter Jackson. Im Rahmen der Comic Con in San Diego haben sie in einem Panel eine Stunde über die Zukunft des Films diskutiert- und in der spielt 3D eine große Rolle.
Um es vorweg zu sagen: „Titanic“ ja, „Herr der Ringe“ später.
Cameron hat die Konvertierung seines Megaerfolgs „Titanic“ in eine 3D-Version bestätigt. Der Prozess dauert recht lange, zwischen 12 und 18 Monaten. Die ersten Szenen waren sehr vielversprechend: „We’ve seen a couple of minutes already, and it looks great.“ Jackson kritisiert, dass Warner Bros noch nicht den Mut zur Konvertiertung seiner Herr der Ringe-Trilogie hat. Der Grund sei die noch zu geringe Anzahl der 3D-Kinos : „They feel there aren’t enough 3-D screens out there. They are a bit more conservative.“ Cameron kommentierte das deutlicher: „Warner Bros. needs to show a pair of balls here“. Der Widerspruch: wenn die Ring-Trilogie in 3D angekündigt wäre, gäbe es auch mehr 3D-Kinos, davon ist er überzeugt. Dies hat aber auch Effekte auf die weiteren Verwertungsstufen: „If ‚Lord of the Rings‘ and ‚Titanic‘ are available in 3-D, that sends a signal all the way back to the consumer electronics manufacturers: Make the screens, make the modified Blue Ray DVD players so you can have it in your home“.
Auch wenn die Technik sich gerade weg vom Kino, hin zu kleinen portablen Geräten entwickelt: „If people want to see movies on their iPod, I can’t do anything about it“, sagt Jackson. „But iPod movies are postcards of the film experience. They can’t compete with the theatrical movie experience“
Jackson arbeitet derzeit an der neuen multisensorischen Attraktion des Kong Rides in den Universal Studios, Cameron startet gerade eine Firma für Performance Capturing, 3D-Film und digitale Projektion für Sport- und Musikevents. Und er ist optimistisch: „It could change the way we absorb music“.
Aber keine Sorge, ihre große Leidenschaft bleibt der Film: „The whole thing about the future of movies and technology is, to me, it’s just a huge red herring, because movies are all about story and character“, sagt Jackson. „They always have been and that’s all that they’re ever going to be about.“
Hier seht ihr ein paar Ausschnitte aus der Diskussion:
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Harry Potter is watching you – Publikum mit Nachtsichtgeräten beobachtet
Die Filmindustrie fürchtet Raubkopierer, vor allem solche, die zum Filmstart mit einem Camcorder einfach die Leinwand abfilmen. Das Bild ist dabei zwar unscharf und der Ton sehr hohl, aber in den Tauschbören findet man diese Qualität zuhauf. (Da fragt man sich, warum sich Kameramann und Sounddesigner eigentlich Mühe geben…). Nun wurden verschiedene Veranstaltungen gemeldet, in denen Security-Mitarbeiter mit Nachtsichtgeräten das Publikum beobachten. Das Publikum ist empört, mitunter erfolgten Beschwerden. Das Landesverwaltungsamt in Sachsen-Anhalts prüft sogar einen Gesetzesverstoß.
Doch den Kinos sind die Hände gebunden, die Überwachung wird nicht durch sie durchgeführt, sondern durch den Verleih Warner Bros., der sich so vor illegalen Mitschnitten schützen will. Würden sie die Überwachung ablehnen, bekämen sie vom Verleih keine Filmkopien mehr und könnten den Film nicht zeigen. Das kann sich kein Kinobetreiber leisten.
Das ist schon ein merkwürdiges Gefühl, ich kenne das aus Previews oder Pressevorführungen, aber auch zur Berlinale scheint das recht normal zu sein, hängen an der Scheinwerfer-Traverse riesige diskrete (also nicht glühende) Infrarot-Scheinwerfer. Würde jemand eine Kamera aufbauen oder sich merkwürdig postieren, würden die Security eingreifen. Ob potentielle Raubkopierer so doof sind, und in sichtlich überwachten Vorstellungen ihren Camcorder aufbauen ist eine andere Frage. Es soll wohl mehr eine abschreckende Maßnahme sein. Das blöde Gefühl bleibt: ich habe einen Eintrittspreis bezahlt und werde verdächtigt.
Jetzt gibt es sogar eine scherzhafte Verarbeitung auf SPAM, dem Satirebereich auf SpiegelOnline. Und das ist vielleicht die beste Möglichheit: nehmt es mit Humor. Die Beobachter fühlen sich genauso blöd, wenn sie angestarrt werden. Wenn ihr euch beobachtet fühlt- einfach mal zurückstarren.
Und weil heute Sonntag ist, noch ein kleines Bonbon oben drauf: Wie spannend es ist, die Gesichter von Kindern während der Filmrezeption zu beobachten, zeigt der Kurzfilm „10 Minuten älter“. Der lettische Dokumentarfilmer Herz Frank (*1926) zeigt in diesem zeitlosen Werk von 1978 die immersive Wirkung des Kinos- die Kinder schauen nicht nur auf die Leinwand, sie befinden sich in dieser anderen Welt. Übrigens ist der Film im Jahr 1979 ein Preisträger auf dem Leipziger Dokumentarfilmfestival, dem DOK Leipzig.
Viel Spaß beim Beobachten von Kinozuschauern!
AVATAR-Webseite ist online + IMAX 3D Screening am 21. August!
Im Dezember werden wir eine Kino-Revolution erleben, daran scheint es keinen Zweifel mehr zu geben. Selten waren die Erwartungen an einen Film so hoch, eigentlich unerfüllbar. Und doch sind alle Zweifler nach der Sichtung ein paar weniger Szenen überzeugt, und sprechen von einem „jaw-dropping“-Erlebnis. Cameron entführt uns auf den Planeten Pandora, Heimat der humanoiden Na’vi. Und das mit einem nie gesehenen Bilderlebnis: Cameron entwickelte eigene stereoskopische Kameras, die das visuelle Erlebnis überhaupt erst ermöglichen.
Nun ist die offizielle Webseite unter Avatarmovie.com online. Aber bitte nicht zu viel erwarten, es handelt sich noch um eine Microsite. Neben dem Schriftzug gibt es ein wenig Filmmusik, die internationalen Startermine und vor allem jede Menge Möglichkeiten über Social-Media-Portale Updates zu erhalten, alles dabei von RSS, Twitter, Facebook, Bebo, etc.:
Webseite: http://www.avatarmovie.com/
Twitter: http://twitter.com/officialavatar
Youtube: http://www.youtube.com/officialavatar
Flickr: http://www.flickr.com/photos/officialavatarmovie
James Camerons erster Spielfilm seit „Titanic“ startet weltweit am 18. Dezember 2009, in Deutschland bereits einen Tag früher am 17. Dezember. Doch bereits am 21. August wird es in ausgewählten IMAX-Kinos weltweit der offizielle AVATAR-Tag ausgerufen. 15 Minuten des Films werden vorab vorgeführt- kostenfrei und natürlich in 3D. Wobei sogar dafür schon viele Eintritt zahlen würden. Ich halte euch natürlich auf dem Laufenden, wenn es neue Infos über die ausgewählten Kinos gibt.
Falls euch immer noch jemand fragen sollte, wofür man 3D-Kinos braucht: für James Camerons AVATAR.
TRON Legacy – Trailer veröffentlicht
Tron war 1982 der erste große Film, der computergenerierte Szenen und Effekte einsetzte. Und ein kostenspieliger Flop für Disney. Doch ist die Fangemeinde wuchs im Laufe der Jahrzehnte, und mittlerweile gilt TRON durchaus als visionärer Kultfilm. Grund genug eine Fortsetzung mit modernen Mitteln zu produzieren, TRON 2.0 lautete der erste Arbeitstitel. Im Rahmen der Comic Con wurden der offizielle Filmtitel „TRON Legacy“ und der erste Teaser-Trailer veröffentlicht. Natürlich mit einem Lightcycle-Rennen. Und das Beste: TRON Legacy kommt in zwei stereoskopischen Fassugen zu uns, zum einen als Disney Digital 3D, aber auch als IMAX 3D! Bevor es Zweifler aufgrund des Titels „Grid VFX ConceptTest High“ gibt: nach der Alice-in-Wonderland-Trailer-Löschungsorgie setzt Disney nun auf einen Schmunzler und verbreitet den Trailer viral: man soll ihn sich schnell ansehen, bevor er gelöscht wird. Der Teaser ist wirklich der offiziell auf der Comic Con gezeigte.
Das aufwändige an TRON war 1982 die Backlit Animation, die dem Film sein unverkennbares visuelles Design gab. Das ist kein computerbasiertes, sondern ein rein optisches Verfahren. Die Szenen im Inneren des Computers wurden in schwarz/weiss gedreht. Die einzelnen Bilder wurden mit sehr hohem Konstrast auf einen Planfilm vergrößert und mit fotografischen Techniken bearbeitet, coloriert und retuschiert. Schließlich wurden die Einzelbilder abfotografiert, wobei das Licht auch von hinten durch das Bild strahlte und so die typischen Leuchteffekte ermöglichte. Übrigens war Tim Burton damals an den Animationen beteiligt.
Für die Fortsetzung im Jahr 2011 wird natürlich kein so aufwändig manuelles Verfahren mehr eingesetzt. Hier heißt es: mit dem Computer aus dem Computer. Und nun will ich euch nicht länger auf die Folter spannen- hier der erste Teaser-Trailer zu TRON Legacy:
und im Vergleich der Klassiker von 1982:
Update: Und wer nicht genug bekommen kann, sollte sich den Artikel bei Slashfilm ansehen. Im Rahmen der Comic Con gab es eine virale Schnitzeljagd hin zur Flynn-Arcade-Spielhalle – voll mit 80er Retro, Videospielen und natürlich Tron-Concept-Art, bis hin zum lebensgroßen TRON Lightycycle-Modell. Ach, Erinnerungen werden wach…. 🙂
Alice in Wonderland- geheime Teaparty via Twitter
Zum Abschluss des Disney 3D-Panels auf der Comic Con gab es Gerüchte über eine geheime Teeparty- ganz im Stile von Alice in Wonderland. Mittlerweile ist klar, wo und wie man eingeladen wird. Das Rabbithole ist der Twitter-Account Importantdate, dem man folgen sollte. Mittlerweile ist der Veranstaltungsort klar: San Diego 338 7th ave, zwischen J & K Street. Dort werden zwischen 8 und 10h morgens Einladungen verteilt. Hmm, gleich dahinter ist der Petco-Park. Was wird es werden? Eine Promotion-Teeparty? Startschuss für eine große Viralaktion? Ich werde berichten. Leider nur für Leser in San Diego, aber das solltet ihr euch nicht entgehen lassen.
ALICE IN WONDERLAND - © Disney
Online-Collaboration: Crowdsourcing-Film "Live Music"
Wenn man zusammen ein Lexikon schreiben kann (Wikipedia), kann man auch durch Crowdsourcing Filme erstellen. Genau das hat Yair Landau, einst Leiter der Digitalfilmsparte bei Sony, mit dem CGI-Kurzfilmprojekt „Live Music“ jetzt bewiesen. Der Neologismus Crowdsourcing beschreibt die Auslagerung auf die Intelligenz und die Arbeitskraft einer Masse von Freizeitarbeitern im Internet. Amateure mit Liebe zum Projekt erarbeiten die zu verwendenen Ergebnisse. Und so wurde der 5-minütige Kurzfilm wurde nicht durch ein klassisches Studio, sondern durch Einzelpersonen realisiert, die sich über die Facebook-Plattform vernetzten. Mehr als 50.000 Menschen aus 101 Ländern registrierten sich auf der Seite, 17.000 luden die erforderliche Software herunter.
Landau nennt das Mass-Animation-Verfahren „Einen eindeutigen Schritt in Richtung Demokratisierung des kreativen Storytelling“. Doch findet das Projekt nicht nur Freunde: Zwar haben die 51 Gewinner jeweils 500 Dollar für ihren Beitrag erhalten, im Vergleich zu den Produktionskosten von einer Million Dollar sind diese 25.500 Dollar sozialabgabenfreie Lohnkosten natürlich nur ein Bruchteil. Neben der „Ausbeutung“ der Teilnehmer wird das Zerstören der Animationsbranche beklagt. Solch ein Lohnpreisdumping kann natürlich kein professionell arbeitendes Filmstudio unterbieten. Für die Teilnehmer des Projektes ist es aber sicherlich ein Sprungbrett für weitere Projekte. Auch die prominente Platzierung von Intel wird kritisiert. Intel drängt immer wieder als Hardware- und Renderingpartner in das Feld der CGI-Filme, konkurrierend zu Pixars „Renderman“. Das mag zum Gefühl des kollektiven Filmemachens nicht passen, doch liefert der Computerriese nicht nur das Budget, sondern auch die Technik und eben die Rechenleistung.
Ob die Qualität des Films den heutigen Sehgewohnheiten in Sachen Animationsgeschick, professionellem Look und tragfähiger Geschichte reicht, wird wohl jeder selbst beurteilen müssen. „Live Music“ wird im August auf der SIGGRAPH 2009 uraufgeführt und läuft als Vorfilm des 3D-Films „Planet 51“, der bei uns am 3.12.2009 im Kino startet. Landau hat bereits neue Pläne für einen abendfüllenden Spielfilm.
Hier geht es zur Mass-Animation-Seite auf Facebook. Und natürlich gibt es noch den Werbeteaser zum Kurzfilm: