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Guinness-Rekord für "Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen"
Für den Film „Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen“ wurde der größte Fleischball der Welt hergestellt. Zwar nicht digital, dafür aber in echtem 3D und in essbar. Hannah Minghella, President of Production von Sony Pictures Animation, Inc., und Carlos Martinez, Schiedsrichter, Guinness World Records, gaben am Dienstag den Rekord bekannt.
Das garantiert größte Fleischbällchen der Welt - © Sony Pictures
Der 49,5 Kilo schwere Fleischball wurde von den Köchen des Ritz Carlton Hotel in Cancún, Mexiko, zubereitet, um den bevorstehenden Animationsfilm zu promoten. Im Film lässt ein begabter Erfinder Essen vom Himmel regnen. Der Chefkoch des Hotels, Rainer Zinngrebe, hat diese äußerst appetitliche Leistung zusammen mit dem Bankett-Leiter Aldo Novoa vollbracht und damit den bisherigen Rekord aus dem Jahr 2008, der bei 32,98 kg stand, gebrochen. Nachdem der neue Rekord von Martinez bestätigt worden ist, wurde der Fleischball in viele kleine Portionen zerteilt und allen Teilnehmern des Presse-Events serviert.
etwas für den großen Hunger zwischendurch- © Sony Pictures
Hannah Minghella, President of Production von Sony Pictures Animation, kommentierte den Rekord mit folgenden Worten: „Bei der Produktion des Films hat es uns viel Spaß gemacht, den Look, die Struktur und den Sound der riesigen Fleischbällchen und all des anderen Essens, das Flint vom Himmel regnen lässt, zu kreieren…und jetzt wissen wir auch noch wie es schmeckt.“
„Wir legen bei unseren Rekorden sehr strenge Kriterien an“, sagt Carlos Martinez von Guinness World Record. „In diesem speziellen Fall musste der Fleischball nicht nur den bestehenden Rekord brechen, er musste auch vollständig durchgegart und essbar sein. Das wurde von mir selbst sowie von Inspektoren des Gesundheitsamts, die zugegen waren, überprüft. Guinness World Records ist stolz auf die hohen Standards, die wir anlegen. Daher ist nicht jeder Rekordversuch von Erfolg gekrönt.“
Der 3D-animierte Film „Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen“ aus dem Hause Sony Pictures Animation startet in den kommenden Monaten weltweit in den Kinos, deutscher Kinostart ist der 28. Januar 2010.
Nation’s Pride – Viral für Tarantinos "Inglourious Basterds"
Im Vorfeld von Tarantinos Nazislasher-Movie „Inglourious Basterds“ wird ein bisschen viral gerummelt. Dazu gehört auch dieser Faux-Trailer, also ein falscher Trailer, der den Film im Film bewirbt. Man muss dazu wissen (ohne zu viel zu verraten), dass im Film „Basterds“ die Weltpremiere des von Göbbels vermeintlichem Nazipropaganda-Film „Nation’s Pride“ eine entscheidende Rolle spielt. Auch der Abbinder im Trailer, der auf die Weltpremiere am 21. August im Le Gamarr Theatre in Paris verweist, referenziert auf den Filmstart und die Handlung von Inglourious Basterds.
Regie bei diesem Trailer führte übrigens Eli Roth, der zur IB-Filmbesetzung gehört. Eine deutsche Version, z.B. mit englischen Untertiteln, gibt es davon leider (noch) nicht. Nimmt natürlich die Glaubwürdigkeit, als ob „Alois von Eichberg“ (ist das eigentlich eine Anspielung auf Eichinger?) in Englisch gedreht hätte, püh.
Trotzdem eine kleine, aber feine Maßnahme um über ein preiswertes digitales Werbemittel via Internet jede Menge Buzz zu erzeugen. Darum hat der Trailer auch auf DigitaleLeinwand einen Platz gefunden. „Inglourious Basterds“ startet (als 2D) am 20. August in unseren Kinos.
Und hier seht ihr den Trailer für das Nazi-Machwerk „Nation’s Pride“:
Augmented Reality-Applikation für "District 9" veröffentlicht
Augmented Reality (kurz AR) ist einer der aktuellen Hypes im Filmmarketing. Virtuelle dreidimensionale Gegenstände oder Figuren werden dabei in die reale Welt des Betrachters projiziert. Ein kleines Stück des Films wird so lebendig. Man benötigt neben der Internet-Applikation lediglich einen Computer mit Webcam, Lautsprecher und den sogenannten Marker, ein Bildreferenzierungs-Objekt, das man sich selbst ausdrucken kann.
Die neueste Anwendung kommt aus dem Hause Sonypictures für den Film „District 9“. Anders als erwartet, kommen Außerirdische nicht zur Eroberung unseres Planeten, sondern als Flüchtlinge vor ihrer untergehenden Welt zu uns. Sie werden in Südafrika im Distrikt 9 einquartiert, bis die Weltnation über ihr Schicksal entscheidet. Die private Firma MNU kontrolliert und regelt den Ungang mit den Aliens- und verfolgt wohl noch weitere Interessen… Der Film startet (in 2D) am 22.Oktober in unseren Kinos.
District 9 fährt das ganze Programm von viralen Anzeigen, einem Alternate Reality Game, viele virale Videos. Und natürlich eine AR-Applikation. MNU Augmented Reality Training Video. Es handelt sich also um eine Trainings-Simulation der (aus dem Film stammenden fiktiven) Sicherheitsbehörde Multi-National United. Es existiert eine komplette Fake-Webseite zum Konzern unter http://www.multinationalunited.com. Im Menupunkt Training findet ihr die AR-Anwendung.
Zunächst braucht man den ausgedruckten Marker, der eine direkte und eine indirekte Funktion erfüllt. Die direkte Funktion dient der AR-Applikation: mit Hilfe des Bildes kann die Raumlage im Verhältnis zur Webcam bestimmt werden. Und somit können die virtuellen Elemente korrekt ausgerichtet werden. Die indirekte Funktion des Markers: es ist eine Werbekarte, die zu Hause rumliegt, man immer wieder in der Hand hat und einen oft daran erinnert, welchen Film man demnächst gucken soll und wann der Filmstart ist. Klassische Flyer haben ausgedient, heute druckt man sich seine Werbungs selbst zu Hause aus. Ihr findet den Marker als PDF hier.
Die AR-Applikation besteht aus verschiedenen Stufen. Zunächst startet man mit Informationen über die Soldaten, die sich zunächst abseilen, Non-Humans (also Aliens) festnehmen oder mit ihren Waffen schießen. Im nächsten Schritt kann man sich das Raumschiff der Non-Humans in einer Rotation von allen Seiten ansehen. Der letzte Bereich gibt Informationen über die Non-Humans, die zwar nicht so clever sind, aber über wirksame Waffen verfügen, wunderbar springen können und aufgrund ihrer Größe eine echte Gefahr für Menschen sind. Die Anwendung ist etwas martialisch geraten, aber es entspricht den Interessen und dem Framing der Sicherheitsagentur MNU.
Wie die Applikation funktioniert, könnt ihr in diesem Video sehen:
In nächster Zeit werden die Filmverleiher weitere AR-Anwendungen veröffentlichen, ich habe vorsorglich ein Tag dazu angelegt. In den letzten Monaten gab es bereits eine Reihe von AR-Applikationen, über die ich berichtet habe. Hier eine Übersicht:
Star Trek: Der Reboot der Star Trek-Reihe verfügte über ein riesiges Werbebudget. Und war der erste Kinofilm, der Augmented Reality für einen Kinofilm breit einsetzte. Als Ausbildungstour für einen Space-Cadet wird die USS Enterprise begeh- und erfahrbar. Das AR-Feature wird auch als Bonus auf den DVDs und Blu-rays zu finden sein. Mehr in diesem Artikel.
Transformers 2: Autobots oder Deceptions? Mit Hilfe von AR und Facetracking bekommt der User eine Autobot-Maske auf das Gesicht projiziert- die sich natürlich gemäß der Körperbewegungen mitbewegt. So transformiert man selbst zum Roboter. Mehr in diesem Artikel.
Harry Potter und der Halbblut-Prinz (Harry Potter 6): Im Vorfeld des Films wurde zum Zaubertrank-Brau-Wettbewerb aufgerufen. In einem AR-Zauberkessel sollte eigene Tränke kreiert werden, über Tastatureingaben konnten Spezialeffekte ausgelöst werden. Mehr in diesem Artikel.
James Camerons AVATAR – Filmplakat veröffentlicht
James Camerons angekündigte Kinorevolution „Avatar“ kommt zwar erst am 17.12. in unsere Kinos, der Buzz ist aber bereits in vollem Gange. Heute geistert ein Plakat durch das Internet, von dem ich persönlich denke, dass es nicht das offizielle Plakat ist. Zumindest hat der Verleih Fox noch keine Informationen diesbezüglich veröffentlicht. Die Bestandteile sind echt, das Bild der Na’vi, Schriftzug, Headline, Billingblock, passt alles. Dennoch scheint es mir, als ob man das Film-Artwork und ein Foto eines ComicCon-Werbebanner benutzt und selber ein wenig gebastelt hat.
Aber man möchte ja auch nicht der einzige Kino-Blog weltweit sein, der das Plakat nicht veröffentlicht hat. Außerdem ist die Na’vi so schön, dass man sie sich durchaus vollformatig ansehen kann! 🙂
Also auch bei DigitaleLeinwand.de das erste Teaser-Plakat zu Avatar:
Teaserplakat AVATAR - alle Rechte bei 20th Century Fox
heute Einsendeschluß für Dinosaurier Live 3D- Gewinnspiel
Auf den T-Rex, fertig, los!
Die Entwicklung des 3D-Kinos
Gestern habe ich mit Jaws 3D die Reihe der Stereoskopie-Klassiker gestartet. Leser Bobfalfa hat dazu einen langen Kommentar verfasst, der eigentlich als Kommentar viel zu schade ist. Darum gibt es heute einen Einblick in die Entwicklung des 3D-Kinos von Gastautor Bobfalfa. Vielen Dank!
Damals gab es sehr wohl andere und bessere 3D-Verfahren als das bereits 1891 patentierte Anaglyphen-System. Das Anaglyphen-Verfahren wurde bereits in der Frühzeit der Filmgeschichte verwendet. Den entscheidenden Schritt für die Entwicklung des 3D-Filme stellte Ende der 20er-Jahre des letzten Jahrhunderts die Produktion von Flächenpolarisationsfiltern dar. Das Polarisationsverfahren, das bei der heutigen digitalen 3D-Projektion z.B. bei Real-3D ebenfalls verwendet wird, wurde bereits in den 30er Jahren in verschiedenen Ländern im Bereich des Films eingesetzt. Wie auch heute wurde damals eine Silber-Leinwand benötigt, die das polarisierte Licht nicht diffus, sondern ohne Beeinträchtigung der Schwingungsrichtung refelektiert.
Zeiss Ikon entwickelte in Deutschland in den 30er Jahren ein erstes System mit Polarisationsfiltern, das damals „Raumfilm“ genannt wurde. Um Synchronisationsprobleme zweier Projektoren zu vermeiden, wurden über ein aufwendiges Prismenobjektiv – das Sterikon – beide Teilbilder um 90 Grad gedreht in einem Filmkader untergebracht und dann auch wieder projeziert. Die erste Vorführung läßt sich für den 5.12.1937 in Berlin nachweisen. Während der Kriegsjahre wurden unzählige 3D-Filme fürs deutsche Militär hergestellt, ein abendfüllender Zeiss Ikon-Film wurde jedoch nie realisiert.
Auch in Rußland wurde das Polarisationsverfahren ab 1939 eingesetzt, erst mit zwei Filmstreifen, später dann mit einem Filmstreifen. Es wurde aber auch im Bereich brillenloser Projektionsverfahren geforscht: Bereits 1935 wurde ein Streifenrastersystem und 1936 ein radiales Linsenrastersytem vorgestellt.
Wichtig für die weitere Entwicklung des 3D-Films war das „Festival of Britain“ in London im Jahr 1951. Im eigens errichteten „Telekinema“-Kino der Wissenschaft- und Technik-Schau wurden neben auf die Leinwand projezierten TV-Aufnahmen auch 3D-Filme gezeigt. Diese waren mit zwei synchronisierten 35mm-Kameras aufgenommen worden und wurden mit zwei synchronisierten Projektoren und Polfiltern auf eine Silberleinwand projeziert. Außerdem kam Stereo-Ton zum Einsatz. Vom 3.5. bis 30.09.1951 zählte man 500.000 Besucher in den 1.220 Vorstellungen.
Kleiner Zusatz von mir zum Film „Bwana Devil“: Es handelt sich um die Verfilmung einer wahren Begebenheit aus dem Jahr 1898, die als „The Man-Eating Lions of Tsavo“ bekannt ist. Menschenfressende Löwen behindern den Bau einer Eisenbahn in Uganda. Viele kennen sicherlich die 2D-Neuverfilmung „The Ghost and the Darkness“ von 1996 mit Michael Douglas und Val Kilmer. Die erlegten Löwen trugen übrigens, entgegen ihrer Darstellung, keine Mähnen, was an der speziellen Art liegt. Löwen mit Mähnen sind aber im Film natürlich viel attraktiver, daher hat man sich etwas künstlerische Freiheit gegönnt. Ich durfte den Menschenfressern schon mal ins Angesicht blicken, die präparierten Löwen sind im Fieldmuseum of Natural History in Chicago, USA ausgestellt.
Hier seht ihr den Trailer zu „Bwana Devil“: