Wie knuddelig und knuffig der kleine rostige Schrottroboter Wall-E mit seiner Hightech-iEve doch in Pixars CGI-Animationfilm WALL-E – Der Letzte räumt die Erde auf ist. Putzig? Alles eine Frage der Regie.

Wenn jetzt statt Pixarboy Andrew Stanton der große Ridley Scott Regie geführt hätte, wäre bei dieser Weltraum-Dystopie vielleicht ein Film im Stile von Ridley Scotts heiß erwartetem ersten 3D-Film Prometheus – Dunkle Zeichen dabei herausgekommen. Ganz schon scary! Wir könnten auch WALL-ETHEUS dazu sagen. Aber seht selbst:

Gezaubert hat das Mashup Brad Hansen, der Frame für Frame die passende Visuals zusammengeführt hat. Und WALL-ETHEUS war nicht sein erster Streich, letzte Woche bekamen wir bereits das erstaunlich passende Mashup von Disneys König der Löwen mit Christopher Nolans 2012 Blockbuster The Dark Knight Rises von ihm zu sehen. Und ganz frisch: Indiana Jones in seinem ersten Abenteuer Jäger des verlorenen Schatzes zur Musik von Bernard Herrmann aus Hitchcocks Klassiker Vertigo. Dies ist sein Beitrag zum Vertigo-Contest von Indiewire, mit dem das PressPlay-Mashup sich gegen die abstruse Äußerung der Schauspielerin Kim Novak in Variety stellt. Diese fühlte sich von der Verwendung der Filmmusik aus dem Bernard Herrmann- Vertigo-Score in Michel Hazanaviciuss großartigem S/W- Stummfilm The Artist vergewaltigt („I want to report a rape. My body of work has been violated by ‚The Artist.‘). Mal sehen, was sie zu den musikalisch neu unterlegten Mashups aus Inglourious Basterds, Rocky 4 oder Oldboy sagt…

Und so schnell kommt man innerhalb eines Artikels von Pixar zu Vergewaltigungen…

Was gibt es schöneres als faszinierende Filme auf der großen Leinwand? Faszinierende Filme im großartigen neuen Format! So war es nur eine Frage der Zeit, bis Disney Pixars erfolgreichsten Film nach Toy Story 3, besser bekannt als Findet Nemo, wiederveröffentlicht, der bereits ein weltweites Einspiel von 867,9 Mio. Dollar vorzuweisen hat. Und diesmal wird Nemo in 3D gesucht und gefunden, in den US-Kinos ab dem 14. September 2012.

Vor allem nach dem großartigen Erfolg vom König der Löwen 3D, der trotz paralleler Blu-ray 3D-Veröffentlichung die Kinokassen stürmte, stehen die Zeichen bei Disney auf 3D-Rereleases. Am Freitag startet in den USA die stereoskopische Wiederaufführungen von Die Schöne und das Biest (bei uns schon als Blu-ray 3D veröffentlicht), in dessen Vorprogramm wohl auch der Nemo 3D-Teaser zu sehen sein wird. Disney hatte außerdem 3D-Fassungen von Arielle die Meerjungfrau und Pixars Monster AG, der rechtzeitig vor dem S3D-CGI-Sequel Monsters University (Monster AG 2 wurde in Deutschland leider mittlerweile auf 2013 verschoben) in den Kinos läuft.

Deutsche Starttermine für die 3D-Wiederaufführungen gibt es leider noch keine, und wer sich das verschwundene Toy Story 1 +2 – 3D- Doublefeature, die kurzfristige Kino-Platzierung vom König der Löwen und dem entfallenen Die Schöne und das Biest betrachtet, gehört ein bisschen bangen dazu, ob wir die 3D-Rereleases in unseren 3D-Kinos zu sehen bekommen, oder wir Direct-to-Blu-ray 3D bedient werden.

Drücken wir die Daumen, denn Finding Nemo besticht nicht nur durch seine charmante Story, sondern auch durch seine fantastische Optik in den Unterwasserwelten. Und wie großartig Unterwasserszenen in 3D sein können, das ja ein bisschen wie das schwerelose Fliegen im Meer ist, können wir mit dem Teasertrailer erahnen. Ein Grund, sich drauf zu freuen, auch wenn noch nicht klar ist, ob Findet Nemo durch einen Postkonvertierungsprozess geschickt wird, oder als Stereo3D-Film neu ausgerendert wird.

Und hier der Finding Nemo 3D-Teasertrailer, somewhere beyond the sea…

Der erste Schritt im dreistufigen Auswahlverfahren zum DEUTSCHEN FILMPREIS 2012 ist getan: Die im Oktober 2011 von den Mitgliedern der DEUTSCHEN FILMAKADEMIE gewählten Vorauswahlkommissionen Spielfilm, Dokumentarfilm und Kinderfilm haben gestern ihre gemeinsamen Sichtungen auf großer Leinwand abgeschlossen und nach ausführlichen Beratungen 43 deutsche Kinofilme ausgewählt, die nun ins Rennen um die Lola-Nominierungen gehen.

Im Jahr 2011 wurden erstmals mit Wim Wenders‘ 3D-Tanzsensation PINA und Constantins Konferenz der Tiere in S3D-CGI zwei stereoskopische Filme vorausgewählt  (und PINA schließlich mit dem DEUTSCHEN FILMPREIS 2011 als Bester Dokumentarfilm ausgezeichnet). Dieses Jahr schafft es Constantin mit der deutschen 3D-Realfilm-Produktion Wickie auf großer Fahrt erneut  in die Vorauswahl in der Kategorie Kinderfilme. Herzlichen Glückwunsch!


Die Auswahlkommission für die Kategorie Kinderfilm bestand mit Ali N. Askin, Lucie Bates, Adriana Altaras, Hagen Bogdanski, Philipp Stölzl, Thomas Brussig, Johannes Selle und Ulrich Limmer aus  sieben Vertretern aus fast allen Sektionen und einem Mitglied des Bundestages. Nach dem erfolgreichen Auftakt im vergangenen Jahr wurde die Kommission auch in diesem Jahr wieder von jungen Kinogängern begleitet: Kinder in drei verschiedenen Altersgruppen waren mit im Kino. Stimmberechtigt waren sie zwar nicht, aber in den anschließenden Beratungen haben sie selbstbewusst ihre Meinung kundgetan. Insgesamt 5 Kinderfilme wurden in die Vorauswahl aufgenommen:

  • Fünf Freunde (Constantin)
  • Tom Sawyer (Majestic)
  • Vorstadtkrokodile (Constantin)
  • Wickie auf großer Fahrt (Constantin)
  • Yoko (Sony)

Schon mal zum Vormerken: Nach der erfolgreichen Premiere im vergangenen Jahr werden 35 der vorausgewählten Filme wieder in der offiziellen Festival-Reihe German Cinema – LOLA@Berlinale (10. bis 17. Februar 2012) bei den Internationalen Filmfestspielen Berlin gezeigt, wo sie zusätzlich zum akkreditierten Fachpublikum auch allen wahlberechtigten Mitgliedern der DEUTSCHEN FILMAKADEMIE zugänglich sind.

So geht es weiter: Alle vorausgewählten Filme werden von den Mitgliedern der DEUTSCHEN FILMAKADEMIE bis März 2012 gesichtet. Der zweite Schritt auf dem Weg zur LOLA-Verleihung 2012 ist die Bekanntgabe der Nominierungen am 23. März 2012. In der dritten Stufe des Auswahlverfahrens stimmen alle Mitglieder der DEUTSCHEN FILMAKADEMIE unter den nominierten Filmen ab. Die Verleihung des DEUTSCHEN FILMPREISES wird am 27. April im Berliner Friedrichstadtpalast stattfinden und am gleichen Abend in der ARD übertragen.

Der DEUTSCHE FILMPREIS – die renommierteste und höchst dotierte Auszeichnung für den deutschen Film – ist mit Preisgeldern in einer Gesamthöhe von 2,955 Mio. Euro des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) dotiert und wird nach der Wahl durch die Mitglieder der DEUTSCHEN FILMAKADEMIE von Kulturstaatsminister Bernd Neumann verliehen. Die Verleihung ist eine Veranstaltung der DEUTSCHEN FILMAKADEMIE in Zusammenarbeit mit dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM), produziert von der DFA Produktion GmbH.

Weitere Informationen gibt as auf der offiziellen Webseite  der DEUTSCHEN FILMAKADEMIE und des DEUTSCHEN FILMPREISES, sowie auf den offiziellen Filmpreis- Pages auf  Facebook  und Google+.

Bilder © Deutscher Filmpreis (1), Constantin Film (2), Florian Liedl für die Deutsche Filmakademie· Alle Rechte vorbehalten.

Eine einmalige Liebeserklärung an die Magie und Größe des Kinos: Dieser Film ist ein Ereignis. In Zeiten des 3D-Kinos und der Spezialeffekte, der Action-Spektakel, Romantic Comedies und Teenie-Filme, wagt THE ARTIST das Einzigartige. Im Verzicht auf Farbe und auf gesprochene Dialoge bringt er die Gefühle der größten Epoche des Kinos auf unsere Leinwände. Der Film erzählt die Geschichte zweier Schauspieler, zum einen George Valentin (Jean Dujardin) als selbstverliebter Hollywood-Darsteller mit Starappeal, zum anderen Peppy Miller (Bérénice Bejo), die als Tänzerin aus der dritten Reihe zufällig von George Valentin entdeckt wird. Doch das Starsystem gerät durch eine technische Neuerung ins Wanken – der Tonfilm erobert die Leinwände. Plötzlich stehen die beiden Schauspieler zwischen Ruhm und Untergang.

Das Besondere: bei The Artist handelt es sich um einen Stummfilm, der in Schwarz/Weiß und im Bildformat 4:3 zu sehen ist. Neben der Rückschau auf die erste Phase des Kinos in der Zeit des Glamours und der Stars spielt The Artist ebenso charmant wie clever mit den Einschränkungen des gewählten stummen Formats. Da geht jedem Cineasten das Herz auf.
Das finden auch die Kritiker: The Artist ist unter anderem nominiert für 6 Golden Globes und prämiert mit dem Großen Preis von Cannes für den besten Hauptdarsteller (Jean Dujardin). Außerdem konnte Filmhund Uggie für seine hinreißende Performance den Palm Dog Award abräumen.

Der Film ist ab dem 26. Januar 2012 in den deutschen Kinos zu sehen. In 2D, wenn ich auch der Meinung bin, dass The Artist mit seinem eindringlichen Spiel und den wunderbaren Tanzszenen ein großartiger immersiver 3D-Film wäre. Und die Thematik des Übergangs des Stummfilms zu den sogenannten „Talkies“ trifft ja in gewisser Weise auch auf die heutige Kinosituation mit dem Übergang des „Flattie“-Kinos zu den stereoskopischen 3D-Filmen zu- wenn es hier auch mehr um eine Verschiebung bei den Produzenten und weniger bei den Schauspielern handelt.

Jetzt aber Bühne frei für den Trailer der kleinen großen Kinosensation THE ARTIST:

Da sollte doch Tommy Wirkolas in Potsdam-Babelsberg gedrehter Hexenslasher im März die Märchenfilm-Saison 2012 eröffnen, doch hat Paramount USA Hänsel und Gretel- Hexenjäger auf den Januar 2013 verschoben. Laut Deadline Hollywood erwartet man sich mehr Star-Appeal von Jeremy Renner nach seiner Hauptrolle im vierten Teil der Bourne-Reihe und als treffsicheren Bogenschützen Hawkeye in Marvels’s The Avengers, der in 3D am 26. April 2012 startet. Man könnte Jeremy Renner aber durchaus aus BamBam Bigelows Oscar-Gewinner Hurt Locker oder dem aktuellen Mission Impossible. Ghost Protocoll kennen…

Hänsel und Gretel - Hexenjäger

Etwas merkwürdig war es schon, dass zwei Monate vor Filmstart außer einem ersten Teaserfoto mit Gemma Arterton aka Gretel und Jeremy Renner aka Hänsel in ihrer Rolle als Kopfgeldjäger für verwarzte Spitzhut-Trägerinnen offiziell noch nichts zu sehen war. Inoffiziell habe ich mir versichern lassen, dass der entsättigte, etwas steampunkige Märchenlook durchaus toll aussieht. Und ich hoffe, dass Renners Popularität nur ein vorgeschobener Grund jenseits von technischen Problemen ist. An der Stereoskopie sollte es nicht liegen, da haben sie mit Florian Maier von Stereotec einen erfahrenen Mann eingekauft.
Und dass man nur aufgrund des Überraschungserfolgs des Exorzismusfilms The Devil Inside, der bei niedrigen Kosten ein Topeinspiel-Ergebnis im sonst in den USA schwierigen Januar erzielte, dieses Zeitfenster in 2013 anvisiert, klingt für mich ebenfalls merkwürdig. Schlimmstenfalls hat das Testscreening-Publikum, die Jeremy Renner bisher nicht kannten, ihn nach seiner Leinwandpräsenz in 2012 etwas über, und lassen die Witchhunter deswegen floppen…

Foto © 2011 Paramount Pictures – Alle Rechte vorbehalten.

EzMit Spannung erwarten Fans weltweit die bühnenreifen Auftritte von Kermit, dem Frosch, Miss Piggy, Fozzie, Gonzo, dem Tier, Waldorf und Statler, und all den anderen Muppets! Walter (ein neuer Muppet!) ist der größte Muppets-Fan der Welt. Mit seinem Bruder Gary (Jason Segel) und dessen Freundin Mary (Amy Adams) macht er Urlaub in Los Angeles und findet zufällig heraus, dass das alte Theater der Muppets dem Erdboden gleichgemacht werden soll. Die drei fackeln nicht lange und helfen dem aufgebrachten Kermit, die verrückte Truppe von einst wieder zusammenzutrommeln, um gemeinsam mit vielen bekannten Stars aus der Film- und Musikbranche das Theater zu retten. Doch das ist leichter gesagt als getan … Freut Euch auf ein Wiedersehen mit den liebenswerten, chaotischen und einzigartigen Showtalenten, wenn ab 19. Januar 2012 DIE MUPPETS die deutschen Kinoleinwände erobern- wenn auch in 2D. Dafür erwartet euch noch ein brandneuer Toy Story Toon vom Pixar im Vorprogramm: in „Small Fry“ oder zu Deutsch „Kleine Portion“ landet Buzz Lightyear in der Selbsthilfegruppe für Fastfood-Kidsmenu-Spielzeuge. Und wird in Bonnies Kinderzimmer von einem Hochstapler ersetzt…
Jetzt aber Vorgang auf für die Muppets, macht auf der Bühne Licht!





































































































 

Mysteryfilmer J.J. Abrams brachte das Reboot der Star Trek-Franchise erfolgreich in die Kinos, so dass von Paramount gleich ein zweiter Teil nachgeschoben wird. Nachdem sukzessive der Cast wie Benedict Cumberbatch als potentieller Bösewicht bekannt wurde, ist auch lange durchgesickert, dass Star Trek 2 stereoskopisch in den Kinos zu sehen sein wird. Doch, WTF, Abrams hat schon mal die Erwartungen gedämpft, dass er auf Filmmaterial drehen und daher postkonvertiert will.

J J Abrams David Shankbone 2010 NYC by david_shankbone, on Flickr

Die Kollegen von Collider konnten ein Interview mit Abrams zum Start der neuen Serie „Alcatraz“ führen, und natürlich war auch das Star Trek-Sequel ein Thema. Er bestätigt darin, dass der Film nachträglich konvertiert wird, da sie Probeaufnahmen gemacht haben. Allerdings hat Abrams keine Anläufe in Stereo getestet, sondern lediglich konvertiertes Material des ersten Films begutachtet und für „cool looking“ befunden. Er ist kein 3D-Kämpfer, aber das Studio wolle es nun mal. Ich habe seit Michel Gondry keinen so uninspirierten Grund mehr gehört. Wir dürfen also keine stereoskopischen Höchstleistungen erwarten, da sich Abrams mit dem Format und der Bildsprache gar nicht auseinander setzt. Es scheint ihm sogar egal zu sein, wie das Publikum seinen Film sieht. Hauptsache es gibt Lens Flares. Darfst mit Christopher Nolan auf die 3D-Stiesel-Bank…

Interessant dürfte noch der Hintergrund der 3D-Testaufnahmen sein. War ein 3D-Release vom Star Trek-Reboot geplant (es waberte mal durch die Gerüchteküche)? Postkonvertiert man den Film für eine Blu-ray 3D-Auswertung? Oder waren die

Star Trek 2 startet am 17. Mai 2013 in den USA, ein deutscher Starttermin steht noch nicht fest. Hier der Ausschnitt des Interviews zum Thema 3D in Star Trek 2:

Are you shooting Star Trek 2 in 3D, or will you be converting it later?

ABRAMS: We’re shooting on film, and the reason for that is I wanted to shoot with anamorphic, and you can’t shoot 3D in anamorphic.

Do you plan on using lens flares again, and have you thought about how the 3D will affect that, in converting it later?

ABRAMS: I’ve had some people make fun of me about that. Yeah, we’ve done some tests. Not only lens flare tests, but we’ve done 3D tests. We actually converted a bunch of the original movie, which looked really good. That was the thing that made me feel like, maybe that would be okay. But, I didn’t want to shoot the movie digitally.

But, it will be in 3D?

ABRAMS: It will be converted, for those who want to see it in 3D. But, I wanted to match the look of the first one and shoot it anamorphically.

Because the popularity of 3D has died down some, are you worried about the commercial viability of 3D?

ABRAMS: I did not fight for the 3D. It was something that the studio wanted to do, and I didn’t want to do it. And then, when I saw the first movie converted in sections, I thought that it actually looked really cool. So, I was okay with their doing it, as long as I could shoot the movie the way I wanted to, in anamorphic film, and then let them convert it. So, those who want to see it in 3D, which looked pretty cool, can do it, and those that want to see it in 2D can do that too.

Bild © J J Abrams David Shankbone 2010 NYC by david_shankbone, on Flickr · Alle Rechte vorbehalten.

Mangels 3D-Neustarts in den USA gibt es auch keine Meldungen in den US-3D-Kinocharts der Top 5 diese Woche. Auf dem Spitzenplatz landet der preisgünstige Exorzismus-Streifen The Devil Inside mit 34,5 Mio. Dollar Einspiel- der drittbeste Januar-Start aller Zeiten. Und das bei einem F-Cinemascore, der schlechtesten zu vergebenden Note. Die 2011-Starts Die Abenteuer von Tim und Struppi landen mit weiteren 6,6 Mio. Dollar auf Platz 8, The Darkest Hour mit zusätzlichen 3,14 Mio. Dollar auf Platz 11, Martin Scorseses Hugo Cabret spielt weitere 1,55 Mio. Dollar und damit Rang 13 ein.

In den deutschen Kinocharts ist es bezogen auf die Stereoskopie auch weiterhin ruhig, erst im Februar startet mit Underworld Awakening eine neue 3D-Produktion. Mit 2,5 Mio. verkauften Tickets war es ein starkes Kinowochenende, dass noch von Schulferien und dem Feiertag im Süden profitiert haben dürfte. Auf dem Spitzenplatz prügelt sich Sherlock Holmes mit Spielen im Schatten und Erzfeind Moriaty im Gehirnschach um rund 335.000 Besucher. Der französische Sensationserfolg um einen aristokratischen Querschnittsgelähmten und seinem vorbestraften farbigen Assistenten, besser bekannt als Ziemlich beste Freunde beschert Senator einen formidablen Start mit rund 300.000 Besuchern- mit einem gigantischen Kopienschnitt von knapp 2000 Besuchern! Herzlichen Glückwunsch zu diesem Jahresstart!

Auf dem dritten Rang (nach Besuchern, aber auf dem zweiten nach Umnsatz) findet sich der stereoskopische 3D-Animations-Dauerbrenner der Vorweihnachtssaison: Der Gestiefelte Kater konnte im Jahresendspurt noch zum erfolgreichsten Animationsfilm des Jahres 2011 aufsteigen, diese Woche verdreht er weiteren 280.000 Katzenliebhabern den Kopf. Mit gesamt etwa 2,6 Mio. Besuchern überholte Der Gestiefelte Kater nun den hauseigenen Transformers 3 als erfolgreichsten Film der seit drei Jahren eigenständigen Paramount. Weltweit hat sich Dreamworks‘ CGI-Swashbuckler mit bisher über 440 Mio. Dollar Einspiel in die Top 10 der erfolgreichsten Dreamworks-Animationsfilme vorgekämpft.

Detlev Buck lässt Mini-Schweiger Matthias Schweighöfer zusammen mit weiteren rund 275.000 Zuschauern in Rubbeldiekatz das feline Tierchen magnetisieren. Die Top 5 beschließt das Sqeequel Alvin und die Chipmunks: Chipbruch mit rund 225.000 Zuschauern- zumindest nach Besuchern, nach Umsatz beschließt Mission: Impossible – Phantom Protokollmit weiteren 175.000 verkauften Tickets, der mit einer Gesamtzahl von 1,4 Mio. Besuchern seinen Vorgänger überholte.

The Darkest Hour holt in der zweiten Woche weitere rund 30.000 Besucher und damit Platz 16, gefolgt von Mein Freund der Delfin mit gleicher Besucherzahl auf Platz 17 und dem Pinguin-Sequel Happy Feet 2 auf Rang 18 mit zusätzlichen 25.000 Gästen.

Die Top 5 in der Übersicht:

  • Platz 1: Sherlock Holmes: Spiel im Schatten – rund 335.000 Zuschauer
  • Platz 2: Ziemlich beste Freunde – rund 300.000 Zuschauer
  • Platz 3: Der Gestiefelte Kater – rund 280.000 Zuschauer
  • Platz 4: Rubbeldiekatz – rund 275.000 Zuschauer
  • Platz 5: Alvin und die Chipmunks: Chipbruch – rund 225.000 Zuschauer

Bild © Paramount · Alle Rechte vorbehalten.

Nach den persönlichen Tops und Flops im 3D-Kino 2011 sollen nun auch die Statistiker zu ihrem Recht, bzw. ihren Zahlen kommen. 2011 kann als das Kinojahr markiert werden, in dem ein 3D-Film nicht mehr per se die Aufmerksamkeit und damit die Zuschauer auf sich zog. Bemerkenswert ist, dass alle Filme dieser Top 5 ausschließlich in 3D in den Kinos gestartet sind. Man ahnte wohl, dass das größte Pfund dieser Filme ihr stereoskopischer Schauwert ist. Und doch auch tröstlich, dass drei meiner 3D-Flops 2011 auch in den 3D-Besucherflops wiederzufinden sind.

Auf Platz 5 der 3D Besucherflops des Jahres 2011 landet mein persönlicher Spitzenflop: der GLEE on Tour – Der 3D-Film -Konzertfilm, oder wie es genauer heißen müsste: der halbe Glee-3D-Konzertfilm mit der Hälfte 2D-Dokumentation. Das war sicher eine Enttäuschung für Verleiher Fox, der auf das Fanpotential der deutschen Gleeks gehofft hatte. Trotz einem Start mit 50 3D-Kopien wollten dieses Machwerk bloß 6.614 Zuschauer dafür ihr Geld an der Kinokasse ausgeben. Und selbst von denen hat sich noch so mancher geärgert…

 

Senators diesjähriger Ausflug in den 3D-Horror kam wohl der etwas schwunghafte Wechsel einer Direct-to-Blu-ray-Produktion zu doch noch eine Kinoauswertung in die Quere. Den italienisch-kanadische Grusler Hidden 3D um das manifestiertes Böse in einem für psychologische Experimente genutztem verlassenem Kloster wollten 5.950 Wagemutige im Kino sehen, nach dem vorsichtigen Start mit 9 Kopien legte Senator in der zweiten Woche direkt noch eine weitere nach. Das reicht für Platz vier der 3D-Besucherflops 2011. Echter Kinohorror, aber anders als versprochen…

Auf dem dritten Rang endlich eine einheimische Produktion. Nein, nicht Die Drei Musketiere… Die Independent- und Lowbudget-Produktion Iron Doors war Kinostars Start in das 3D-Kino, wenn auch kein glorreicher. Der Anderthalb-Personen-Thriller kam zwar mit einer durchaus annehmbaren 3D-Konvertierung auf die Leinwände, allerdings war den Genrefans die Handlung zu beschränkt, nicht blutig genug, zu hölzern gespielt oder zu unverständlich. Mit 3091 Besuchern verteilt auf 58 Kinos macht Iron Doors im Kopienschnitt leider eine richtige tote Nummer.

 

Auf dem zweiten Platz folgt nochmal Kinostar, die den russischen Animationsfilm Spacedogs um die russischen Raumfahrer-Tierchen auf den deutschen Leinwänden in 3D auswerteten. Ganze 1.109 Besucher erreichte der CGI-Film bei 36 Kopien. Dieser 30er-Kopienschnitt ist keine astronomische Größe. Und vermutlich gehört nicht der Einkäufer gefeuert, sondern der Disponent. Wer glaubt mit einem unbekannten Film parallel zur 3D-Wiederaufführung des Animationsklassikers Der König der Löwen (gleiche Zielgruppe, gleiche Alterskohorte, gleiches Genre, Konkurrenz auf der 3D-Leinwand) bestehen zu können, hat seine Hausaufgaben nicht gemacht.

Und auf dem Spitzenplatz des 3D-Besucherflops 2011 landet ein CGI-Animationsfilm. Der Ruf als 3D-Flop des Jahres 2011 wird die Boxoffice-Enttäuschung Milo und Mars nie wieder los. Da die 150 Mio. Dollar-Produktion von Robert Zemeckis in den USA floppte, entschied sich Disney in Deutschland den Film gar nicht erst groß zu starten. Mit kläglichen 5 Kopien- diese aber alle stereoskopisch -lief der MoCap-CGI-Film auf unseren 3D-Leinwänden und zog 885 Besucher an. Der Kopienschnitt ist zwar im Vergleich gar nicht so mies, dennoch ist Milo und Mars der 3D-Besucherflop des Jahres 2011.

Auf ein besseres 3D-Kinojahr 2012!

3D-Besucherflops 2011 in der Übersicht:

  • Platz 1: Milo und Mars | Disney | 885 Besucher | gestartet mit 5 Kopien
  • Platz 2: Space Dogs | Kinostar | 1.109 Besucher | gestartet mit 36 Kopien
  • Platz 3: Iron Doors 3D | Kinostar | 3.091 Besucher | gestartet mit 58 Kopien
  • Platz 4: Hidden 3D | Senator | 5.950 Besucher | gestartet mit 9 Kopien (10 Kopien max)
  • Platz 5: GLEE on Tour – Der 3D-Film | Fox | 6.614 Besucher | gestartet mit 50 Kopien

In Zeiten wo die Hälfte aller weltweiten Kinos digitalisiert sind, erste Majors das Ende der Belieferung mit analogem Material für 2012/13 ankündigen und 35 mm-Filme wie Das Turiner Pferd von Béla Tarr samt Projektor für mehrere 100.000 Dollar an amerikanische Sammler für spätere Zeiten verkauft werden, mag es dem einen oder anderem (außer der AG-Kino, die ihren Mitgliedern weiter einen Digitalisierungsstopp empfiehlt) dämmern: das Ende vom analogen Streifenfilms ist nahe. Der einzige Grund analog zu drehen scheint mit Blick auf Mission Impossible: Ghost Protokoll, The Dark Knight rises und Star Trek 2 das 70mm-IMAX-Format zu sein. Zumindest solange, bis 4K-Kinos in 48 fps digitaler Standard werden.

Das passt nicht jedem, und obwohl man das Szenario schon lange hat kommen sehen, herrscht Einfallslosigkeit. Julia Marchese vom New Beverly Cinema macht sich auf der Petitionsseite thepetitionsite.com stark, da ihr Kino nun mal nur 35mm projiziert und ihr bei digitaler Projektion der „human touch“ fehlt und man es ja schon immer so gemacht habe.

Wörtlich zum Beitreten der Petition heißt es:

We the undersigned feel that 35mm is an invaluable medium and want your film prints to remain available to screen in revival houses around the country. We do not feel that repertory cinemas should be forced to convert to digital projection, but should be able to continue to rent films from your archives to be shown in the form they were intended.
We do not want film prints to be destroyed because of lack or cost of storage space. Cinema is history, and one of the most important arts that man has created. Please consider the cultural significance of 35mm film, and don’t take it away from the cinephiles to whom it means so much.
Thank you.

Genug mit dem Bashing von Anachronisten. Ich finde es merkwürdig, gerade wenn man den künstlerischen Aspekt betont, dass das Trägermedium über den Inhalt gestellt wird. Wenn es um den Kulturerhalt geht, haben sicherlich die Kommunalen Kinos eine besondere Aufgabe, die Filme unterschiedlicher Epochen auf den korrekten Projektoren wiedergeben. Mir ist klar, dass in einem Land wie der USA, wo Programmkino-Filme statt mit 4000 Kopien gerade mal mit 4 Kopien starten und es kein Prinzip der kommunalen Kinos gibt, doch für das Abspiel des Katalogs schwieriger wird. Aber die gewünschte Stimmenzahl von 10.000 (weltweiten) Unterzeichnern der Petition wird die Filmindustrie sicher nicht beeindrucken. Es werden die Liebhaber sein, die ihre Filme auf analogem Filmmaterial für zunehmend steigende Preise ausbelichten, und die zunehmend zerkratzte Kopie mit behandschuhten Fingern per Kurier durch die Welt schicken. Und ja, Liebhaber muss und darf es auch geben.

Wer sich an der Petition zum Erhalt der 35mm-Filmkopie beteiligen möchte, hat hier die Möglichkeit dazu.