Und ein weiterer 3D-Film aus dem Hause Constantin. Mit Konferenz der Tiere startet am 7. Oktober 2010 der erste deutsche CGI-Animations-Spielfilm in stereoskopischem 3D. Basierend auf der gleichnamigen Buchvorlage von Erich Kästner aus dem Jahr 1949 zeigen die Produzenten und Regisseure Reinhard Klooss und Holger Tappe Familyentertainment zu einem höchst aktuellen Thema: die Bedrohung der Tierwelt durch Raubbau und Auslaugen der Erdressourcen. Was geschieht mit der Natur, wenn wir unseren Blick auf Luxus und billige Preise richten?

Zur Story: Die Tiere in der afrikanischen Savanne wundern sich: Wo bleibt das Wasser? Längst hätte es durch eine Schlucht aus den fernen Bergen kommen müssen. Der Durst wird immer größer, die Sorge auch, zumal das letzte kleine Wasserloch von grimmigen Büffeln und Nashörnern verteidigt wird. Das tapfere Erdmännchen Billy und sein bester Freund, der friedliebende Löwe Sokrates, ziehen los, um das Wasser zu suchen. Seinem Sohn Junior will Billy beweisen, dass mehr in ihm steckt als der von allen verlachte Buschneurotiker und dass sein Sohn mit Recht auf ihn stolz sein kann. Auf ihrem Weg treffen die beiden auf den gallischen Hahn Charles, der eine Eisbärin, ein Känguru, einen Tasmanischen Teufel und zwei Galapagos-Schildkröten nach Afrika geführt hat. Sie mussten aus ihren zerstörten Heimatregionen nach Afrika fliehen und hoffen im Okavango-Delta auf ein besseres Leben. Doch leider haben die Menschen auch dieses letzte Paradies nicht verschont: Der Hotelier Smith hat einen gewaltigen Staudamm bauen lassen und verschwendet alles Wasser für ein Luxushotel. Ausgerechnet hier halten die Politiker eine Konferenz zum Schutz der Umwelt ab. Die Tiere antworten auf diese Herausforderung mit ihrer eigenen Konferenz: Die weise Elefantenkuh Angie appelliert an alles, was laufen, fliegen, trampeln oder kriechen kann, sich zu wehren. Das ist der Auftakt zu einer turbulenten Offensive voller tierischer Tricks.

Der Literaturkenner merkt schon, dass sich sich der Film von der Buchvorlage entfernt, stand bei Kästner bedingt durch die Zeit noch die Ächtung des Krieges im Mittelpunkt der Geschichte. So verspricht der Film auch nur noch ein „Inspiriert von Erich Kästner“. Man könnte auch sagen: ein Franchise von Erich Kästners Geschichte. Denn soweit wie das Buch traut sich der Film bei weitem nicht. Dort, wo das Buch brisant wird, endet der Film leider. Inhaltlich scheint mir die Authentizität öfter einem Gag geopfert worden zu sein: man prangert zwar das gestaute Wasser im Luxushotel an, die Tiere finden aber Spaß am Wassersport. Man will zurück zur Natur, die Tiere amüsieren sich im Whirlpool und vorm Flachbildfernseher. Und ob Kängurus, die ständig Dosen leer trinken, zerbeulen und in die Landschaft kicken den Umweltschutzgedanken wirklich transportieren, bleibt fraglich. Ein bisschen gestört hat mich auch das ewige Wiederholen von Gags, irgendwann sind Hyänenkacke-Golf oder übelriechend flatulierende Tasmanische Teufel nicht mehr unterhaltsam.

Auch wenn Ambient Entertainment nicht Pixar ist, muss sich der Film in seiner Visualität nicht verstecken. Das ist eine solide CGI-Umsetzung, wenn man auch Einschränkungen im Detailreichtum hinnimmt. Für deutsche Verhältnisse ist Konferenz der Tiere sogar auf einem sehr hohen Niveau. Von den Voice-Talents hat mich am meisten Christoph-Maria Herbst als Charles, der gallische Hahn überzeugt, wenn auch nicht jede Stimme begeistert. Zum Thema 3D: Man hat gelernt und viele Szenen sinnvoll gestaltet. Allein im Schnitt gab es noch in der ersten halben Stunde diverse Szenen, die schnell hintereinander verschiedene Tiefenfokussierungen abbildeten und so die Augen des Betrachters überanspruchten.

Ich hätte mir mehr einen ernsthaften Film in der Tonalität des Teaser-Trailers gewünscht, Konferenz der Tiere ist ein Familienfilm geworden, der manchmal zu klamaukig oder holzschnittartig geraten ist. Aber Kinder werden großen Spaß haben.

Der Trailer für Konferenz der Tiere:

Das Filmplakat für Konferenz der Tiere:

Bilder © Constantin · Alle Rechte vorbehalten.

Die Fans haben entschieden: Mit seiner Frage „Soll ich chronologisch oder alphabetisch antworten?“ provozierte Robert Downey jr. alias Sherlock Holmes im gleichnamigen Film nicht nur lautes Gelächter in den deutschen Kinosälen, sondern konnte auch die meisten Stimmen bei der Wahl zum einzig wahren Filmzitat 2010 hinter sich vereinen. Wer hätte zu Beginn der Wahl noch gedacht, dass dieser Spruch selbst das Zitat aus „Avatar – Aufbruch nach Pandora“ – dem erfolgreichsten Film aller Zeiten – auf den dritten Platz verweisen würde? 22,2 Prozent der 2.098 Teilnehmer an der Wahl des einzig wahren Filmzitates 2010 verhalfen nun Sherlock Holmes auf das Siegertreppchen. Zur Wahl aufgerufen hatte im September die Cineplex-Deutschland- Gruppe zusammen mit ihrem Partner, der Warsteiner Brauerei.

Zur Auswahl standen zwölf Filmzitate, die eine 31-köpfigen Jury, bestehend aus Vertretern von Filmmedien, Kinobetreibern, Verleihern und Cineplex-Partnern, aus mehr als 300 Zitaten ausgesucht hatten. Diese stammen ausnahmslos aus den deutsch synchronisierten Fassungen aller in 2010 gestarteten und noch anlaufenden Kinofilme. Dass ein Zitat aus dem Arthouse-Film „Männer die auf Ziegen starren“ sehr knapp mit 13,1 (gegenüber „Avatar – Aufbrauch nach Pandora“ mit 12,8 % der Stimmen) auf Platz 2 kam, spricht auch für die Attraktivität dieses Zitates. Mit 13 Prozent Zustimmung ist der Abstand zum ersten Platz aber eindeutig gewesen. Die Online-Kampagne wurde begleitet von einem Edgar-Postkartenflight in den deutschen Szenegastronomien, die die zwölf Filmzitate und die Wahl promoteten. Der Einzig Wahre Blog – eine Initiative von Warsteiner – hat die Wahl über den gesamten September hinweg begleitet, was unter www.daseinzigwahre.de nachvollzogen werden kann.

Zu gewinnen gab es als Hauptpreis eine Wochenendreise zur Berlinale 2011 für 2 Personen. Gewonnen hat ein junger Mann aus Marburg, der namentlich nicht genannt werden will. Die 100 weiteren Preise können erst ab November eingelöst werden; ein kostenloses Filmzitate-Menu, welches neben einem Warsteiner auch ein 160-seitiges Filmzitatebuch beinhaltet, in dem sämtliche 370 zur Wahl gestandenen Zitate mit weiteren Filminformationen illustriert sind.

Ich habe für Platz 2 gestimmt, das Zitat aus „Männer, die auf Ziegen starren“ ist einfach ein Bringer! Und sammle schon fleißig Zitate für die nächste Ausgabe. 🙂

Das war für mich als Berliner Kinofreund die Nachricht des Tages – der Zoo Palast in Berlin hat wieder eine Zukunft. Nach den Plänen der Umbauarbeiten und der Verkleinerung des großen Saales 1 durch den Betreiber UCI und den Besitzer, die Bayerische Bau- und Immobiliengruppe, gab es viele Proteste. Doch war eine Lösung nicht in Sicht. Die rosige Zukunft: der Zoo Palast wird seinem Namen wieder Ehre machen und als Premium-Kino neu eröffnet.

Hans-Joachim Flebbe, den alle vom Aufbau der Multiplex-Kette Cinemaxx kennen, hat mit der Astor Film Lounge sein Konzept des Premium-Kinos bereits erfolgreich umgesetzt. Er übernimmt nun auch den Zoo Palast, früher stolzes Premierenkino und Berlinale-Mittelpunkt. Und hat eine Vision: „Dieses Kino wird mehr als eine Abspielstätte sein. Wir werden dem Zoo-Palast seine Seele wiedergeben“, wie in der „Berliner Zeitung“ im Anschluss an die Vertragsunterzeichnung zu lesen war.

Zum Konzept gehört eine Cocktailbar im Foyer und auch breite Kinosesseln mit großem Sitzabstand. Wer schon mal in der Astor Film Lounge war, weiß, was das an Komfort bedeutet. Und Flebbe hat die Nase in der Zukunft: alle sieben Säle werden mit digitaler Technik ausgestattet und 3D-fähig sein. Die sieben Säle bieten Kapazitäten von 50 bis 850 Plätzen. Das bedeutet: der große Saal des Kinos wird aus Gründen des Denkmalschutzes originalgetreu erhalten bleiben.

Geplant starten die Umbau-Maßnahmen gegen Ende Dezember, die Neueröffnung des Zoo-Palastes ist für September 2012 geplant.

Ich glaube, ab 2012 habe ich ein neues Lieblings-Kino!

Woot woot! Vor einigen Tagen konnte ich euch das erste deutsche Independent 3D-Filmprojekt „Iron Doors 3D“ vorstellen. Die deutsche Produktionsfirma Fullfeedback ist mit ihrem Film den harten Weg gegangen, Film selbst finanziert, kräftezehrender Dreh und im Anschluss eine hochwertige Konvertierung in S3D. Und die Mühe hat sich ganz offensichtlich gelohnt: Iron Doors 3D feierte Weltpremiere auf dem 3D Film Fest in Hollywood und räumte direkt den Preis für den besten narrativen 3D-Film in der Rubrik konvertierte Filme ab!

Regisseur Stephen Manuel und Hauptdarsteller Axel Wedekind mit der Trophäe

Meinen herzlichen Glückwunsch an Regisseur Stephen Manuel, Hauptdarsteller Axel Wedekind und Produzent Sören Schmidt für diesen Erfolg! Die Konkurrenz war ja nicht gerade klein. Aber eben nicht so gut.  🙂

Ich hab die Drei persönlich auf dem Innovationskongress in Halle kennengelernt, und wir hatten wirklich ein paar sehr amüsante Stunden. Bleibt zu hoffen, dass Iron Doors 3D  in nicht allzu weiter Ferne auch einen deutschen Verleih findet. Als nächstes steht morgen die Europapremiere auf dem Raindance-Festival in London an. Ich drück die Daumen, Jungs!!

Oft werde ich gefragt, warum ich blogge. Als Antwort gebe ich dann zum einen meine Leidenschaft zum Thema an, zum anderen den Austausch mit den vielen netten Blogger-Kollegen rund um den Globus. Christian von Pixarblog.de ist einer dieser Gründe. Plötzlich war er da in der deutschen Blogosphäre. Und gehört seit dem zu meiner täglichen Lektüre. Wie der Name schon sagt, bloggt Christian über alles rund ums Thema Pixar, von den Animationsfilmen über Produktionsnotizen oder auch Themenpark-Attraktionen. Und ist nicht nur bestens informiert, sondern pflegt seinen Blog auch sehr gewissenhaft und mit viel Liebe. Das gefällt mir sehr. Da Pixar ja alle Filme als 3D-Filme veröffentlicht, könnte ich den Pixarblog auch als Konkurrenz sehen, aber das Gegenteil ist der Fall: wir sind gute Bloggerfreunde geworden.

Darum mein Lieber: meine herzlichen Glückwünsche zu Deinem 1. Blog-Geburtstag! Möge immer genug Material zum Bloggen und Zeit zum Berichten vorhanden sein!

Und wer trotz Verlinkungen und Blogroll noch immer nicht auf dem Pixarblog zu Besuch war: jetzt aber geklickt und gratuliert! 🙂

Ich weiß, ihr liebt sie. Diese kleinen gelben Helferchen, die sich zwar zum Verwechseln ähnlich sehen, aber doch alle eine eigene Persönlichkeit haben: die Minions. Wie großartig sie ihren Job als Gehilfen des Oberschurken Gru beim Stehlen des Mondes machen, haben bereits über 400.000 Besucher auf den deutschen 3D-Leinwänden verfolgt. Wer möchte da nicht einen eigenen Minion für zu Hause haben?

DigitaleLeinwand.de verlost mit freundlicher Unterstützung der Universal gleich fünf Fanpakete für „ICH- einfach unverbesserlich“. Zu jedem Fanpaket gehört ein „Make-A-Minion“-T-Shirt zum Selbstgestalten und je zwei Schlüsselanhängern. Auf das Basisdesign des T-Shirts könnt ihr die gewünschten Augen mit Brille, Mund und Hose selber aufbringen und eurem Minion so das gewünschte Aussehen geben- dieses coole Minion-Shirt habt nur ihr! Die T-Shirts kommen in Kindergröße, ausnahmsweise müssen die Erwachsenen mal die Kleinen nach vorne lassen. Bei den Schlüsselanhängern ist je ein Exemplar mit dem Film-Logo und eines mit Minion-Motiv enthalten.

Wie könnt ihr so ein tolles Minion-Fanpaket gewinnen? Ganz einfach: Ihr schickt die Antwort auf die Gewinnspielfrage mit Namen, Mailadresse und T-Shirt-Größe des Kindes an gewinnspiel@digitaleleinwand.de Selbstverständlich freue ich mich über einen netten Gruß oder ein Feedback, was euch an DigitaleLeinwand.de gefällt und was ich besser machen könnte. Einsendeschluss ist Dienstag der 12.10.2010 um 12 Uhr. Die Gewinner werden ausgelost und direkt per Mail benachrichtigt. Rechtswege sind nicht mal gelb, und von daher ausgeschlossen.

Hier die Gewinnspielfrage: “Was würdest Du stehlen, um der größte Oberschurke der Welt zu werden?”.
Ich wünsche allen Minion-Fans viel Glück!

…lässt sich ganz leicht erklären. Oder sagen wir, Bezahlsender SKY erklärt es uns selbst. Denn sowohl der britische, wie auch der deutsche SKY-Sender haben einen 3D-Kanal gestartet. Und zum Beginn die Aufklärung der Zuschauer durch einen Prominenten gesetzt.

Während wir Deutschen mit Marcel Reif eine unaufgeregte Produktpräsentation erhalten, bekommen die Briten einen wunderbar unterhaltsames Video mit Stephen Fry. Aber urteilt selber:

Hier die deutsche Fassung:

Und hier britischer Humor:

Und, müssen wir abstimmen? 😉

Seit letzten Donnerstag könnt ihr das erfolgreiche CGI-Abenteuer „ICH – Einfach unverbesserlich“ in den Kino sehen. Natürlich kommen die Superschurken hochtechnisiert in bestem stereoskopischen 3D zu uns. DigitaleLeinwand.de interviewte den Hip-Hop-, Reggae-, Soul- und Funk-Musiker Jan Delay, der als stylischer Superschurke Vector den größten Gaunercoup der Menschheit landen will. Nachdem ihr gestern alles über seine Rolle als Superschurke und Synchronsprecher, über Moral, böse Banker und StreetCredibility lesen konntet (kann man hier nachlesen), spreche ich in diesem Teil des Interviews mit Jan Delay über seine 3D-Erfahrungen, Freundschaft, Rocker-Biographien und über anstehende Musikprojekte Solo, mit den Beginnern und La Boum!

Auf dem Rummeplatz gibt es eine dreidimensionale Achterbahnfahrt für Gru und die Waisenkinder

Auf dem Rummeplatz gibt es eine dreidimensionale Achterbahnfahrt für Gru und die Waisenkinder

Derzeit gibt es eine Schwemme von 3D-Filmen in den Kinos. Was ist das spannende am 3D in „ICH – Einfach unverbesserlich“?

Als ich das zugesagt habe, wusste ich noch gar nicht, dass es ein 3D-Film ist. Wenn ich nachher den Film  in Kino in 3D sehe, dann ist das auch das erste Mal dass ich überhaupt einen 3D-Film sehe. Ich habe es überhaupt noch nicht geschafft wegen diesem anstrengenden Jahr. Genau in diesem Jahr kamen die ganzen 3D-Filme ins Kino, ich hab es einfach nicht geschafft. Dabei wollte ich unbedingt AVATAR sehen. Egal was man jetzt davon hält, ich wollte es einfach selber sehen. Meine bisherige spärliche 3D-Erfahrung beschränkt sich  auf „Tutti Frutti“:

Demnächst spielen die Fanta 4 das welterste 3D-Live-Konzert im Kino, wäre das auch für Dich als Musiker denkbar?

Würde ich mir auf jeden Fall angucken! Aber ich will sowas auch in der bestmöglichen technischen Begebenheit sehen, und nicht zu Hause mit dieser blöden Brille. Ich will dann auch im Kino sitzen. Dann würde ich mir auch ein Fanta-Konzert ansehen.  Um eben diese neue dritte Ebene ansehen.

In Animationsfilmen wird immer gesungen und getanzt, wir hatten ein bisschen HipHop, wir hatten Boogie- wo blieb der Funk? Und natürlich Frage von allen Fans wann gibt es eine neue Platte von den Beginners und wann hören wir wieder was von La Boum?

Ah okay, ich glaub nicht, dass alle Fans nach einer neuen La Boum-Platte fragen, da es nur wenige kennen. Aber der Plan ist folgernder: Kaspar und ich haben jetzt endlich ein neues Studio, das hatten wir die letzten 2-3 Jahre nicht. Die letzte Platte haben wir auch in vielen Studios gemacht, die nicht unsere eigenen waren. Nach dem Jahr Tour und Interviews und Schnickschnack  will ich mich ein Jahr lang einschließen. Wir touren im Januar noch einmal, aber ansonsten werde ich nicht spielen im nächsten Jahr, ich werde nur Musik machen. Ohne auf irgendwas hinzuarbeiten, einfach nur Musik machen. Was mir Spaß bringt, alle möglichen Genres und dann will ich irgendwie 40 Songs haben. Dann werden wir gucken, was macht am meisten Spaß und Sinn um daraus ne Platte zu machen. Und genauso will ich auch mit Dennis und Guido, also den Beginnern Musik machen, einfach Musik machen. Ohne Radios, ohne Vorverkäufe, ohne Unternehmen, ohne Videos. Einfach nur aus Spaß an der Freude.

Gehst Du in der Musik nochmal in eine neue Richtung?

Das kann gut passieren. Ich wird es auf jeden  Fall probieren, weil ich ganz viele Ideen im Kopf habe, mit denen ich schon langer schwanger gehe: Und das werde ich auch ausprobieren. Aber ich bin auch der erste, der sagt: Hey nö, das war ne schöne Idee, aber das macht keinen Sinn.

Nervt der Erfolg manchmal?

Ja, es ist schon nervend, nicht der Erfolg, der ist schön, aber der Rattenschwanz des Erfolges, der nervt manchmal. Weil man eben nicht dazu kommt sich einzuschließen und Musik zu machen. Dann ist wieder das und wieder jenes. Und weil man ja selbstständig ist und sein eigener Chef. Ich hab mir ja auch nicht umsonst irgendwie anderthalb Jahre für die letzte Platte den Arsch aufgerissen, dann will ich auch, dass sie jeder hört, dann ergreife ich natürlich auch die Möglichkeit um es nochmal dem hinterletzten klar zu machen, dass es ne geile Platte ist, aber man kommt nicht mehr dazu neue Sachen zu machen. Deshalb freue ich praktisch schon seit einem halben Jahr drauf endliche Medienpause zu machen, Ruhe zu haben und im Studio Musik machen zu können.

Jan Delay (Vector) mit Minions

Wie hältst Du Kontakt zu Deinen vielen Freunden, ist das überhaupt möglich?

Nee, das schaff ich Gott sei Dank soweit. Das war auch so eine Sache, wo ich nach einem halben Jahr gesagt hätte, so, jetzt ist hier Schluss, egal ob man noch Leute auf die Platte aufmerksam machen kann oder nicht, ich will Privatleben. Das Gute bei mir ist, dass ich das schon so lange mache, viele meiner Freunde machen das gleiche wie ich. Da gibt es keine Animositäten wie „Du bist der große Star“, da muss man überhaupt nicht drüber reden. Und auch wenn ich auf Tour oder die ganze Zeit unterwegs bin, meine Begleiter sind Freunde von mir. Zum Teil meine besten Freunde, und es ist nicht so, dass sie sich anders geben. Kaspar von La Boum, mit dem ich zusammen auch meine Musik mache, mischt auch meinen Sound live. Er ist einer meiner besten Freunde seit wir 12 sind. Da gab es noch keine Musik in dem Sinne. Es ist auch nicht so, dass der Zweck die Mittel heiligt, man sucht sich im Alter von 14 der 15 Jahren Freunde die wie man selbst auch völlig auf Musik oder HipHop ist. Freunde, die sich für solche Dinge interessieren, und dann geht man seinen gemeinsamen Weg.

Natürlich hab ich auch Freunde die früher gerappt haben, und jetzt Hartz4 sind oder auch Chirurg. Aber mit denen kam ich immer gut aus. Da muss man auch nix verstellen. und da ist auch nichts anders, das macht eine wahre Freundschaft aus. Ich hab das Glück, dass es solche Leute gibt und solche als Freunde zu haben.

Suchst Du im hektischen Musikgeschäft, wo Party zum Geschäft gehört, eher nach ruhigen Momenten?

Ehrlich gesagt sind die ruhigen Momente am ehesten die, wo ich meine Ruhe komplett brauche, da will ich auch mit meinen Freunden nix zu tun haben. Das wissen die auch. Ich teile also eher die lauten Momente, die würde ich ohne Freunde gar nicht aushalten! Wenn Du mich alleine auf ein Echo setzt, da würde ich die Krise kriegen. Ich brauch da schon meine Leute um geerdet zu sein und zusammen mit anderen lachen zu können. Und wenn ich Bock habe auf Ruhe, dann gibt es wenige Freunde, die mit mir dieses Bedürfnis teilen.

Und wie entspannst Du Dich im Urlaub?

Ich bin dann nicht der Typ, der im Urlaub in Discos geht, ich fahr dann wo hin, wo es keine Diskos gibt. Im Urlaub sind die einzigen Momente, wo ich mal Bücher lese. Ich lese sonst nie, aber im Urlaub lese ich den ganzen Tag.

Vector entspannt sich im stylischen Ambiete

Vector entspannt sich im stylischen Ambiete

Welche Bücher liest Du dann?

Eigentlich immer nur Sachbücher, ich kann mit Romanen nichts anfangen. Ich lese fast immer nur Biographien von Musikern oder von Terroristen. Noch immer das beste Buch, was mich am meisten faszinierte ist „Der Baader-Meinhof Komplex“ von Stefan Aust. Das hab ich halt mit 12 gelesen, mit 16 gelesen, mit 20 gelesen. Und ansonsten Musikerbiographien. Bis vor kurzem war mein Favorit  „The Dirt“ von Mötley Crüe- obwohl ich nichts mit der Musik zu tun habe. Aber das sind die wahnwitzigsten Rock’n’Roll-Geschichten, die Du überhaupt vorstellen kannst. Vor einem halben Jahr habe ich „Ozzy“ von Ozzy Osbourne gelesen, und das hat „The Dirt“ von Platz 1 verdrängt. Lustigerweise beschreiben beide Bücher parallel auch gemeinsame Touren, so man die Geschichte erst aus der einen Warte sieht und dann aus der anderen Warte. Aber beide Bücher kann ich nur schwer empfehlen.

Wie viel Rock’n‘Roll wird man in Deiner Biographie lesen können?

Was Ozzy Osbourne und Mötley Crüe angeht, bin ich der langweiligste schmetterlingsammelndste Knabenchor, den Du Dir überhaupt vorstellen kannst. Da kann ich einfach nicht mithalten.

Aber ich hab vielleicht andere Sachen zu erzählen, oder eine Sprache in der ich erzähl, die sich vielleicht irgendwann zu lesen lohnen würde. Wenn sie mit 70 Jahren mal schreibe. Anderes Beispiel: Ich habe damals zeitglich „The Dirt“  und „Fleisch ist mein Gemüse“ gelesen.  Letzteres zeigt, dass jemand mit dem kompletten Gegenteil seines Alltags und seiner Kindheit und Jugend aber einfach gesegnet mit dem Talent einer einzigartigen und großartigen Sprache genauso fesseln kann wie die plumpe Sprache von Tommy Lee, der erzählt, wie er fünf Frauen gleichzeitig durchvögelt. Das hat alles seinen Humor und seinen Wahnsinn, aber sind zwei komplett verschiedene paar Schuhe.

Vielen Dank für das Interview!

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Mehr von Jan Delay gab es bereits gestern über seine Rolle als Superschurke und Synchronsprecher, über Moral, böse Banker und StreetCredibility (kann man hier nachlesen).
Das Interview führte Gerold Marks.
Bilder © Universal · Alle Rechte vorbehalten.

Man fragt sich, mit welcher Geheimwaffe Oberschurke Gru die Kinobesucher in seinen Bann gezogen hat. Vermutlich sind es seine Helferchen, die kleinen gelben Minions, die bereits seit Wochen ihren Schabernack auf allen Kanälen treiben. Universal landet mit „Ich – Einfach Unverbesserlich“ einen echten Volltreffer und setzt sich mit rund 440.000 Zuschauern problemlos an die Spitze der Kinocharts. Bereits in den Previews wollten 35.000 Besucher das 3D-Spektakel sehen, gestartet war der Film in 750 Kinos. Rund 262.000 Besucher entfielen dabei auf die 3D-Version des Films.

Damit setzt sich die erste Produktion von Christopher Meledandris neu gegründeter Produktionsfirma Illumination auch vor die Startergebnisse von Pixar mit Toy Story 3 oder Dreamworks Shrek 4: „Ich – Einfach Unverbesserlich“ lieferte den besten Filmstart eines Animationsfilms im Jahr 2010 ab, und den neuntbesten Start eines Films in diesem Jahr.

Zwischen den 3D-Produktionen eingekesselt befindet sich „Eat, Pray, Love“ mit 180.000 Besuchern auf Platz zwei.

Zombiejägerin Alice sichert sich in der dritten Woche mit weiteren uf 120.000 Zuschauern in „Resident Evil: Afterlife 3D“ Platz drei. Ein großer Erfolg, erstmals in der Geschichte der Resident Evil-Franchise kommt ein Film in die Nähe von einer Million Zuschauer.

Bild © Universal · Alle Rechte vorbehalten.

Auf der Spitzenposition der US-Kinocharts ist der neue Film von David Fincher „The Social Network“ mit einem Einspiel von 23 Mio. Dollar eingestiegen. Inhalt ist die Entstehungsgeschichte eines der wichtigsten Online-Filmmarketing-Tools, sprich Facebook. Auf Platz zwei folgt Zack Snyders erster Animations- und Kinderfilm „Die Legende der Wächter“ mit einem Einspiel von weiteren 10,8 Mio. Dollar. Die Eulen von Ga’Hoole hielten sich bei einem leichten Minus von nur 33 Prozent wacker vor der Konkurrenz. Insgesamt konnte der 3D-Film glatte 30 Mio Dollar an der US-Kinokasse einspielen.

Deutscher Filmstart für „Die Legende der Wächter“ ist der 14. Oktober 2010. Und als besonderes Gimmick erwartet uns der zweite 3D-Kurzfilm „Der rabiate Rotor“ mit Roadrunner und Wiile E. Coyote im Vorprogramm.

Boron und Barran

Bild © Warner Bros. · Alle Rechte vorbehalten.