Das Kino der dritten Dimension hat im letzten Jahr gezeigt, dass die Lichtspielhäuser technisch den Heimkinoanlagen immer noch den entscheidenden Schritt voraus sind. Doch nicht nur Hollywood reagiert auf eine neue Erlebniskultur in den Filmtheatern. Auch der kommunale Unternehmensverbund DSW21 aus Dortmund hat einen Kinowerbespot von der Produktionsfirma ZOOM-Entertainment GmbH in die dritte Dimension umwandeln lassen. In dem Spot bewegt sich Deutschlands erfolgreichste Parkour-Artistin Sandra Hess durch die Stadt und überwindet mit atemberaubenden Sprüngen die normalen städtischen Bauten. Unter der Regie von Ivan R. Sertic und unterlegt mit der Musik der international erfolgreichen Band King´s Tonic, die den Corporate Song von DSW21 eingespielt hat, sprintet Sandra Hess nun in drei Dimensionen zu ihrem Liebsten.

Zu sehen ist der Werbespot derzeit im Cinestar Dortmund im Vorprogramm von James Camerons Blockbuster „AVATAR- Aufbruch nach Pandora“. Oder auf der Webseite des Kölner Produktionshauses: www.zoom-entertainment.de. Und natürlich hier auf DigitaleLeinwand.de. Achtung, eine 3DBrille in Rot/Cyan wird dafür benötigt!

Die ZOOM-Entertainment GmbH ist als Dienstleister im Bereich der Kino- & TV-Werbung tätig. Eine weitere Kernkompetenz ist die Wandlung von 2D Spots in 3D Werbespots. Zu den Kunden der Kölner Agentur zählen Unternehmen wie Mercedes-Benz, UVEX oder DSW21. Mehr Beispiele gibt es auf der Webseite von ZOOM-Entertainment unter www.3d-werbespots.de/demo.htm

Derzeit wird viel über die Konvertierung von Hollywood-Filmen von 2D auf stereoskopisches 3D diskutiert, gestern gab es die Nachrichten bezüglich „Kampf der Titanen“ und den finalen Teilen der Harry Potter-Saga. Das sind zwar große Hollywood-Produktionen und keine Werbespots, die Arbeit ist jedoch die gleiche. Wie genau der Prozess der Umwandlung eigentlich von statten geht, ist den wenigsten bekannt. ZOOM Entertainment war so freundlich und hat DigitaleLeinwand MakingOf-Material der Umwandlung zur Verfügung gestellt.

Der besondere Clou dieser Produktion ist das Herstellungsverfahren. Der Spot wurde ursprünglich im Jahr 2007 in normaler zweideimensionaler Aufnahmetechnik realisiert. Bei dem von der ZOOM-Entertainment GmbH angewandten Verfahren wurde für die 3D-Darstellung jedes einzelne Filmbild (24 Bilder/Sekunde) in ein stereoskopisches Filmbild (S3D) umgewandelt. 2.400 Bilder wurden einzeln bearbeitet und für die realistische 3D-Darstellung optimiert.

Nun kann man nicht einfach die Filmbilder gegeneinander verschieben, sondern muss für den Tiefeneindruck die gesamten Szenen nachbauen und mit zwei virtuellen Kameras die Augen simulieren.

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Wie ihr auf dem Bild sehen könnt, werden die einzelnen Elemente des Film separiert. Dafür stellt man die Objekte mit einer Bildbearbeitungssoftware frei und maskiert diese. Für die Ergänzung der Tiefendimension werden in einem 3D-Animations-Programm diese Elemente als 3D-Modelle nachgebaut, das betrifft nicht nur die Gebäude, Straßen und Objekte, sondern auch die Person, die man als Drahtgitter-Modell nachbaut. Anstatt einer erzeugten Textur werden nun die Videodaten als eine Art Haut auf die 3D-Elemente projiziert. Die Elemente werden entsprechend ihrer Anordnung in der Tiefe zueinanander ausgerichtet, und zwar in etwa so, wie sich die Entfernungen damals bei der Aufnahme verhielten. Das sieht zwar bei manchen Objekten wie dem freundlichen Seniorenpärchen ein wenig nach flachen Schablonen aus, ist für den schnellen Eindruck aber ausreichend. Komplexe Figuren wie die Parkour-Läuferin werden nicht als flaches, sondern als räumliches, dreidimensionales Modell angelegt.

Nun werden die einzelnen Elemente animiert. Alles was sich im Film durch den Raum bewegt, muss sich natürlich auch in dieser nachgebauten dreidimensionalen Welt bewegen. Besonders aufwändig sind dabei die Bewegungsabläufe der Hauptfigur.

Da Filme selten aus einer starren Kameraperspektive gefilmt werden, gehört das Setzen der Kamerafahrten und die Einstellung der virtuellen Brennweiten zum nächsten Schritt im Animationsablauf.

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Für jedes Auge wird ein eigenes Video erzeugt. So wie die Augen auseinander stehen, wird auch die Kamera um die so genannte Stereobasis versetzt. Im virtuellen Raum eines 3D-Animationsprogramms wie Cinema 4D braucht man kein sperriges Spiegelrig, da die Kameras virtuell gesetzt und positioniert werden können. Schließlich wird von der Animationssoftware für jede der beiden Kameras und jeden Frame ein Einzelbild berechnet. Damit man auf dem Computerdisplay auch 3D-Bilder sehen kann, müssen diese mit dem Anaglyphen-Farbsystem codiert werden. Die Bilder für das rechte Auge sind Rot, die Bilder für das linke Auge in Cyan, einem Blauton, codiert. Einige Programme können die beiden Bilder zusammengerechnet ausgeben, ansonsten kann dieser Prozess in einer Videosoftware vorgenommen werden.

Und da bewegte Bilder das Ganze viel eindrücklicher beschreiben, könnt ihr euch hier das MakingOf-Video der 3D-Konvertierung ansehen:

Ich hoffe euch einen interessanten Einblick in die 3D-Konvertierung gegeben zu haben. Wir werden in diesem Jahr sicherlich noch einiges an stereoskopischer 3D-Werbung im Vorprogramm von 3D-Filmen zu sehen bekommen. Dann heißt es gleich zu Beginn des Programms: Brille auf!

Hinweis: Beim 3D-Werbespot keine dritte Dimension erkannt? Für die Betrachtung benötigt man eine Anaglyphenbrille in den Farben Rot/Cyan. Hier habt keine Brille? Dann könnt ihr unter diesem Menupunkt eine bestellen.

Der erste Webfilm-Award der Brauerei König Pilsener wurde 2010 ausgerufen, und die Resonanz war gut: insgesamt 354 Kurzfilme wurden für den Wettbewerb eingereicht. Kein Wunder, winken doch dem besten Film satte 10.000 € Preisgeld, die heute offiziell bei der Preisverleihung im Axel-Springer-Haus in Berlin vergeben werden.

Mittlerweile hat die Jury um den Vorsitzenden Til Schweiger die Auswahl aus der Top25-Shortlist getroffen. Hier sind die drei Webfilme, die um den ersten Platz kämpfen: „Die Bewerber“, „Reise zum Mars“ und „Drei Quadratmeter“.

„Die Bewerber“ von Kinglutz
Ein Film in dem sich zwei Bewerber in nur sieben Minuten um Kopf und Kragen reden. Ein Film mit Spass an der Freud und mit viel Perspektive. Ein Film übers BIG BUSiNESS!

„Reise zum Mars“ von Quentfilm
Der Film basiert auf einem Drehbuch aus den 20er Jahren des vergangenen Jahrhunderts, das der konstruktivistische Künstler Walter Dexel verfasste. Sebastian Binder erzählt in konzentrierter Form seine abenteuerliche Geschichte dreier Reisenden zum Mars. Die Band Maren Montauk komponierte den kongenialen Sound.Diese erste Verfilmung vermittelt die naiven, ästhetischen und imperialen Fantasien am Beginn der Moderne.

„Drei Quadratmeter“ von Erim
Der Fahrstuhl: drei Quadratmeter Anonymität – ein Ort des Schweigens und der scheuen Blicke. Diesmal ist es anders…

Erstaunlicherweise kommen die drei Nominierten alle aus Köln. Nanu, ist da ein Nest an Filmemachern oder haben München, Hamburg und Berlin gepennt? Ich werde mir persönlich ein Bild vom Siegerfilm und seinem Schöpfer machen, da die Chefredaktion von DigitaleLeinwand (also ich selbst) freundlicherweise zur Preisverleihung eingeladen wurde. Und ihr könnt ebenfalls dabei sein- folgt einfach auf Twitter dem Account @Webfilm_Award, denn es gibt Preisverleihungs-Live-Twitter. Sehr gut, hab ich diesmal die Hände frei zum Applaudieren!  🙂

Und natürlich interessiert mich, welcher Film euch am besten gefallen hat- ran an die Kommentare!

Fans von Terry Pratchett, Liebhaber englischsprachiger Theateraufführungen und Freunde von alternativen Inhalten auf der digitalen Kinoleinwand aufgepasst! Am kommenden Samstag, den 30. Januar 2010 wird am Nachmittag ab 14:15h das neue Stück von Terry Pratchett „Nation“ auf die Bühne gebracht und weltweit übertragen. Direkt aus dem National Theatre in London. Und natürlich als englischsprachige Originalfassung.

Es handelt sich hierbei um keinen Film, sondern um eine Live-Satelliten-Übertragung, direkt aus dem National Theatre, welches im Stadtteil Bankside direkt an der Waterloo Bridge an der Themse liegt. Möglich wird diese Übertragung aus der Reihe NT Live zum einen durch die Technik von By Experience, den Spezialisten für Live Cinema Events. Und zum anderen durch die Digitalisierung der Kinos, die neben dem Filmprogramm noch weitere Inhalte, wie Konzerte, Opern oder eben Theateraufführungen zeigen. Die Veranstaltung wird weltweit live übertragen, eine Übersicht aller Länder, Städte und Kinos gibt es bei NT Live.

Nach „His Dark Materials“, „Coram Boy“ und „War Horse“ bringt das National Theatre London die neueste Abenteuergeschichte von Terry Pratchett in der Bearbeitung von Mark Ravenhill auf die Bühne. Der Dramaturg Ravenhill, geboren 1966 in Haywards Heath, West Sussex, England, gilt als einer der populärsten Dramatiker des modernen britischen Theaters. Den Autoren der Buchvorlage, Sir Terry Pratchett, kennen die meisten von seinen Fantasy-Büchern aus der Scheibenwelt. „Nation“, das bei uns als „Eine Insel“ veröffentlicht wurde, ist das jüngte Werk des Autors. Hier ein Interviewclip mit Beiden:

Zur Geschichte des Theaterstücks: In einer Parallelwelt um 1860 braust ein Tsnumai über eine Insel im Pelagischen Ozean hinweg. Nur zwei Jugendliche haben den Sturm überlebt, zum einen der Inselbewohner Mau, zum anderen die Europäerin Daphne, die mitsamt Schiffswrack auf der Insel angespült wurde. Das Dorf von Mau ist zerstört, Daphne tausende Kilometer von ihrer Heimat entfernt. Er trägt so gut wie keine Kleidung, sie ein langes weißes Kleid. Keiner spricht die Sprache des anderen. Und irgendwie müssen sie lernen, zu überleben….

Mit diesem Trailer bekommt ihr einen ersten Eindruck von der Inszenierung:

Ein einmaliges Event, ein grandioser Autor, ein tolle Inszenierung- was fehlt noch? Genau, das entsprechende Kino. In Deutschland wird „Nation“ in der Schauburg in Karlsruhe, im Cinema in München und natürlich in Berlin gezeigt. Dort hat sich die Astor Film Lounge nicht nur als eines der schönsten Kinos überhaupt einen Namen gemacht, so bequem und exquisit wie hier habt ihr auch bisher in keinem Theater gesessen. Die Astor Film Lounge am Kurfürstendamm 225 zeigt Filme in 2D und stereoskopischem 3D, als auch regelmäßig alternative Inhalte wie Live-Übertragungen von Opern oder Konzerten.

Karten für „Nation“ kann man direkt auf der Webseite der Astor Film Lounge kaufen oder telefonisch unter 030- 883 85 51 reservieren. Mehr Informationen unter http://www.astor-filmlounge.de.

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Einige werden sich fragen, warum man für eine Theateraufführung ins Kino gehen solle, z.B. verfügt doch Berlin über rund 140 Theater. Das lässt sich leicht beantworten: zum einen bekommt man bei uns selten englischsprachige Aufführungen zu sehen. Zum anderen handelt es sich um eine ganz wunderbare Inszenierung, die man sonst eben nur in London erleben kann. Und natürlich ist man Teil eines weltweiten Events.

Theaterfreunde in Berlin können sich nun freuen. DigitaleLeinwand verlost mit freundlicher Unterstützung der Astor Film Lounge zwei mal zwei Freikarten für dieses Event! Einfach die Lösung der Gewinnspielfrage mit Namen und Mailadresse an gewinnspiel@digitaleleinwand.de schicken. Einsendeschluss ist kommender Freitag, der 29.1.2010 um 10 Uhr. Die Gewinner werden direkt per Mail benachrichtigt. Hier die Gewinnspielfrage: „Wie lautet der Names des Buchautors von Nation?“

Ich drücke die Daumen und wünsche allen ein ganz wunderbares Theater-Event!

(Danke an Bettina für den Städte-Hinweis, NT Live für die Informationen und Schulz&Heyn Film PR für die Unterstützung!)

Bei dem Gebuzze um neue 3D-Titel gibt es ja auch eine Menge Filme, die man wieder von der Liste streichen muss. Aber diese Meldung scheint Substanz zu haben: Filmgigant Warner wirft sein größtes Pfund ins Rennen und bringt „Harry Potter and the Deathly Hallows“ in einer stereokopischen 3D-Fassung ins Kino!

Auch die beiden letzten Teile der Zauberlehrlings-Saga kamen bereits in der IMAX-Fassung mit einem Teil in 3D, doch waren das knapp 20, bzw 12 Minuten. Einzelne 3D-Szenen für die Filme wurden bereits angekündigt, doch nun geht es um eine Konvertierung des gesamten Films, bzw. der gesamten beiden Filme.

Klar, die Harry Potter-Saga geht zu Ende, und man will die Kuh noch mal melken. Das passiert zum einen durch das Aufteilen des ach so dicken siebten Buches in zwei  Filme. Und zum anderen würde man natürlich gerne mal mit einem Potter die Milliarden-Schallmauer durchbrechen, die bisherigen Filme lagen immer knapp drunter. Und das würde funktionieren. Zwar hat man den 3D-Zuschlag schon bei den IMAX-Fassungen gezahlt, aber die waren nicht sehr verbreitet. In Deutschland konnte man die 3D-Fassung exklusiv im IMAX in Berlin sehen. Mit dem digitalen und stereoskopischen Rollout verfügt man nun über eine ganz andere Infrastruktur. Und die Kids gucken den Film eh, egal was der Eintrittspreis kostet.

Noch gibt es keine offizielle Verlautbarung von Warner, außer, dass man dieses Jahr zwei 3D-Konvertierungen ins Rennen schicken wolle. Neben dem nativen „Cats & Dogs – Die Rache der Kitty Kahlohr“ (und dem eventuell ebenfalls in 3D produziertem Guardians of Ga’Hoole ) steht noch die in 3D konvertierte Fassung vom „Kampf der Titanen“ auf dem 3D-Spielplan des Hauses Warner.

Der erste Teil von „Harry Potter und die Heiligtümer des Todes“ startet am 18. November 2010 bei uns, der zweite Teil ist für den 15. Juli 2011 angesetzt.

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Bild © Warner Bros.

Es scheint mehr „Clash of the Producers“ als Kampf der Titanen zu sein. Nach einigem hin und her hat sich Warner nun wohl doch entschlossen das mythologische Helden-Remake von Louis Leterrier einer 3D-Konvertierung zu unterziehen. Wie berichtet wollte Warner ein Testscreening mit konvertierten Testszenen abwarten. Dies schien nun ganz positiv verlaufen zu sein.

Die Gründe werden wohl eher finanzieller Natur sein, hat man doch verstanden, dass der Mehrpreis für eine Konvertiertung von 5-8 Millionen Dollar sich an der Kinokasse durch die höheren Eintrittspreise schnell amortisiert. Und dem Film ein weiteres Zielpublikum verpasst. Ein Zugeständnis wurde allerdings gegeben: der Film startet in den USA erst am 2. April (bei uns einen Tag früher), wurde also um eine Woche nach hinten verschoben. Das hat wohl zwei Gründe: zum einen die Absicherung des Produktionsprozesses, zum andern möchte man dem ursprünglich am selben Tag startenden 3D-CGI-Animationsfilm  „Drachenzähmen leicht gemacht“ aus dem Hause Dreamworks nicht in die Quere kommen. Denn die Anzahl der 3D-Leinwände ist limitiert, auch wenn es sich auf den ersten Blick um verschiedene Zielgruppen handelt.

Die Meldung stammt von HeatVision und ist natürlich erstmal unbestätigt. Aber klingt zunächst plausibel. Von ganz offizieller Seite gibt es noch keine Bestätigung, aber das wird ja auch vielleicht alles noch mal ändern…

Hier der zweite Trailer zu „Kampf der Titanen“:

Man legt nach im Hause Fox. Nun da James Camerons „AVATAR- Aufbruch nach Pandora“  an der Kinokasse der weltweite Bestseller geworden ist und die „Titanic“ überholte, heizt man das Interesse noch ein wenig an. Es gibt ein neues Featurette zum Thema Performancecapturing, also der erweiterten Aufnahmetechnik für die Körperbewegungen und die Mimik der Schauspieler. Diese Daten werden auf das virtuelle Figurenmodell der Avatare übertragen, und erhält so weit feinere und ausdrucksstärkere Animationen.

Ein kurzes Featurette zum Thema hab ich in dem ausführlichen Artikel über die entwickelte Technik des Films schon mal gebracht, nun gibt es davon eine Langfassung mit Interwiewschnipseln und Einblicken in die Visual Effects und Behind-the-Scenes. Ich finde das alles sehr beeindruckend, da lacht jedes Animatorenherz…

Seit Sonntag rechnen wir mit dem Durchbruch, der gestrige Montag wird die Zahlen erreicht haben (siehe hier und auch hier). Doch bisher stand die offizielle Mitteilung von Fox über die Umsatzzahlen noch aus (auch wenn ein paar Kollegen schon Nachrichten raushauen).

Doch nun ist es offiziell: James Camerons „AVATAR- Aufbruch nach Pandora“ ist mit einem Einspiel von 1,859 Milliarden Dollar der umsatzstärkste Film aller Zeiten! Nachdem eben James Cameron mit  seinem Film „Titanic“ den Rekord über zwölf Jahre hielt, hat er sich nun selber an der Spitze abgelöst. Noch nie hat ein Film die unvorstellbare Summe von 1,843 Milliarden Dollar an der Kinokasse eingespielt. Rund 150 Millionen Besucher erreichte der Film bisher weltweit.

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Bereits seit Sonntag liegen die Umsatzzahlen weltweit ohne US-Markt vor „Titanic“, nur in USA fehlten noch ein gute 50 Millionen zum Einholen. Insgesamt gerechnet war der Vorsprung mit zuletzt 2 Millionen winzig, doch waren hier Schätzungen der Umsätze vom Wochenende mit reingerechnet worden.

Doch die Kritiker finden natürlich weiterhin Limitierungen: unter Berücksichtigung der Inflation ist AVATAR noch nicht Spitzenreiter. Er müsste rund 2,5 Milliarden einspielen, um „Titanic“ zu schlagen. Auch sind die 3D-Zusatzerlöse nicht rausgerechnet.  Vergleicht man die vollständig inflationsbereinigte US-Bestenliste, liegt AVATAR erst auf Platz 20. In den USA zählt man keine Anzahl Besucher, sondern den Umsatz in harten Dollars. So kommt es zu immer wieder zu diesen Rechenspielchen, bei denen „Vom Winde verweht“ der ungeschlagene Klassiker mit einem etwa drei mal so hohem Einspiel wie AVATAR ist.

Da der Film erst seit sechs Wochen auf dem Spielplan steht, mach ich mir wenig Gedanken um weitere Erlöse. Sondern vielmehr um den Zeitplan für „AVATAR 2- Rückkehr nach Pandora“!  🙂

Bild © 20th Century Fox

Im Juli hatte ich über das erste Mass Animation Projekt mit dem Titel „Live Music“ berichtet. Nun gibt es von den Machern ein neues Projekt, in dem begabte 3D-Animatoren ihr Können unter Beweis stellen können. Und diesmal gibt es Spannenderes zu animieren als Musikinstrumente: Superhelden.

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Das DC Universe vereint eine ganze Schar von Helden und Villains, hier dürft ihr euch an Batman und dem Joker, Wonder Woman und Circe, sowie Superman und seinem Antagonisten Lex Luthor versuchen.

Für das neue Projekt werden wieder viele talentierte Animatoren gesucht. Man kann wählen, ob man für das Computerspiel eine Game-Charakter-Animation übernehmen möchte, oder lieber eine Szene aus dem dazugehörigen Gametrailer liefert. Schließlich wählt man sich aus den Storyboard-Vorlagen seine zu bearbeitende Szene. Nachdem man alles hübsch fertig animiert hat, lädt man seine Szene auf das Portal hoch. Die anderen User können nun die Qualität der Ausführung bewerten. So will man natürlich noch mehr Aufmerksamkeit schaffen, da jeder Animator all seine Freunde motiviert, für seinen Beitrag zu stimmen. Die besten Szenen werden dann schließlich zum Gametrailer zusammengesetzt oder fließen in das Spiel ein.

Alles was man zum Animieren benötigt, wird von Massanimation gestellt. Inklusive einer Spezial-Edition der 3D-Animations-Software Autodesk Maya. Auch erhält man vollständig geriggte 3D-Modelle der Charaktere und natürlich die benötigeten Szenen. Man richtet sich in seinem Werk nach dem Storyboard und den Designs. Während die offizielle Webseite nur repräsentativen Charakter hat, wird das komplette Projekt über Facebook abgewickelt, genau wie damals „Live Music“. Ihr könnt euch vorstellen, dass der Download ein wenig umfangreicher geraten ist, alleine die Maya Edition schlägt mit gut 460 MB auf die DSL-Leitung.

So soll es dann später mal aussehen. Hier das Storyboard für den Trailer:

[flv]http://cdn.massanimation.com/flv/sequence/Trailer1.flv[/flv]

Ich stehe genau wie bei „Live Music“ auch diesem Projekt ein wenig kritisch gegenüber. Das Storyboard ist vorgegeben, also sind Handlung, Einstellungen und Bewegungen bereits festgelegt. Nun braucht man die Scharen begabter Nerds um die Animationen abzuarbeiten. Und wer besonders gut ist, gewinnt vielleicht ein Laptop. Und seine Animation ist im Trailer oder im Spiel zu sehen. Da arbeiten Tausende Personen Stunden um Stunden, die meisten vermutlich für den Papierkorb. Und letztlich kommt ein Trailer, bzw. Spiel dabei heraus, der für eine nicht Hunger leidende Firma ein kommerzielles Produkt vertreibt. Ein weiterer Vorteil: man hat natürlich ein Zusammengehörigkeitsgefühl und alle Animatoren kaufen sich bestimmt auch das Spiel. Ich hatte Crowdsourcing und collective Filmmaking anders verstanden. Wie seht ihr das?

Am Sonntag fand in München im Mathäser-Filmpalast die Charity-Premiere zugunsten der Tribute to Bambi-Stiftung statt. Die Promis gaben sich mit Kindern ein Stelldichein: darunter Oliver Berben, Wigald Boning, Michael Brandner, Paul Breitner, Mercedes Jadea Diaz, Carolin Fink, Florian Fischer, Constanze Hausmann, Sonja Kiefer, Silvia Laubenbacher, Patrick Lindner, Alexander Mazza, Christa Stewens, Viktoria Strehle, Aglaia Szyszkowitz, Luca Verhoeven, Saskia Vesterund Max Wiedemann. Für den guten Zweck konnten satte 15.000 € überreicht werden. Hier ein moderiertes Video vom Event:

“Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen” startet am 28. Januar in unseren stereoskopischen 3D-Kinos, eine Vorpremiere für das normale Volk fand bereits dieses Wochenende in vielen deutschen Kinos statt.

Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen - Logo

So sieht das Schlaraffenland heute aus: es regnet Essen vom Himmel!

Chris Miller und Phil Lord haben nicht nur das Drehbuch geschrieben, sondern auch die Regie zu Sony Pictures Animation ersten stereoskopischen 3D-Film „Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen“ übernommen. Die Geschichte des Films beruht auf dem Kinderbuch von Judi Barrett, das von ihrem Mann Ron Barrett illustriert wurde. Bis jetzt hat das Buch eine Auflage von über einer Million an gedruckten Exemplaren erreicht. Zwar ist der Stil des CGI-Films sehr viel bunter als die beliebte Buchvorlage, der Erfolg ist aber ähnlich: bisher spielte der Film rund 212 Millionen Dollar ein. Und die Kritiker sind begeisterter, als man es in Zeiten von Naturkatastrophen, Junkfood und Fettleibigkeit vielleicht vermuten würde!

Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen - Szenenbild 2

Zur Story: Flint Lockwood ist ein leidenschaftlicher Tüftler, aber bislang waren all seine bizarren Erfindungen, von Aufsprühschuhen bis hin zu Affengedankenlesern, totale Flops. Dennoch ist Flint nach wie vor wild entschlossen, etwas zu entwickeln, das die Menschen glücklich macht. Sein neuester Einfall, eine Maschine, die Wasser in Essen verwandeln soll, zerstört versehentlich den Rathausplatz und schießt hoch in die Wolken davon. Doch plötzlich geschieht ganz unerwartet etwas wirklich Spektakuläres: Es regnet Cheeseburger! Flints Maschine funktioniert tatsächlich! Das kulinarische Wetter ist auf Anhieb bei allen Einwohnern von Schlaraffenfels ein Riesenerfolg und Flint wird zum neuen Star der Stadt. Auch die junge TV-Reporterin Sam Sparks ist extra in die Stadt gekommen, um über das „großartigste Wetterphänomen der Geschichte” zu berichten und freundet sich mit Flint an. Sein Leben scheint endlich perfekt. Doch als die Menschen gierig immer mehr Essen fordern, gerät die überlastete Maschine plötzlich außer Kontrolle: Sie entfesselt Spaghetti-Tornados und produziert gigantische Fleischbällchen. Die Stadt ist in Gefahr, unter Bergen von Eiscreme begraben zu werden. Flint und Sam müssen all ihren Mut und Einfallsreichtum zusammennehmen, um die Maschine zu stoppen…

In den USA eroberte die 3D-Abenteuerkomödie bereits Platz 1 der Kinocharts und wurde als bester Animationsfilm für einen Golden Globe nominiert. Und auch in Deutschland wird es bald essenstechnische Unwetter im Kino geben: “Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen” startet am 28. Januar in unseren stereoskopischen 3D-Kinos. Es gab zwar in den USA auch eine IMAX 3D-Fassung, bisher listen die deutschen IMAX-KInos den Film aber nicht und zeigen weiter AVATAR.

Hier der deutsche Trailer:

Und das deutsche Filmplakat:

Plakat - Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen

Bilder © Sony Pictures Animation