Komm, wir geh’n ins Kino – ein Leuchtreklame-Klassiker

Mancherort hängt diese Leuchtreklame noch, wie hier zu bewundern am Kino Windlicht auf der Nordsee-Insel-Langeoog. Ein wahrer Klassiker, den viele vom örtlichen Kino aus ihrer Kindheit kennen. Die junge blonde Frau auf der runden Tafel lädt Dich ins Kino ein. Schwungvoll dreht sie ihren Kopf zu Dir und nimmt Dich an die Hand, die perspektivisch übergroß regelrecht aus der Begrenzung heraus nach Dir greift. Die Kinotickets sind bereits gekauft und lugen aus der Gesäßtasche der hautengen Jeans. Rollkarten mit Abriss-Perforation, aus optischen Gründen extra groß. Die Schrift im Außenring sichert die klare Intention.
Die Reklame verspricht mehr, als sich gemeinsam einen Film anzusehen, ‚Ne kesse Blondine, die auch noch die Tickets bezahlt . Kino, ein Ort wo man sich zwanglos verabredet und ernsthaft datet, wo man knutscht und fummelt. Und in Einzelfällen sogar Kinder zeugt, man frage Franz Stadler nach „Harold“.
Ich weiß zwar nicht, ob diese Werbung aus heutiger Sicht noch als politisch korrekt durchgeht. Leider konnte ich über die Ursprünge der Leuchtreklame bisher auch wenig in Erfahrung bringen – wer Details kennt, lässt sie gerne in den Kommentaren da.

Und, kommt jemand mit ins Kin0?

Komm wir gehen ins Kino

 

Bild © Gerold Marks · Alle Rechte vorbehalten.

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