Tweet him Down! – GAME OF THRONES-Fans stürzen Fiesling Joffrey via Twitter #bringdowntheking

Wenn sich Politik, Fantasy und Social Media treffen: zum morgigen Staffelstart der vierten Saison der erfolgreichen TV-Serie GAME OF THRONES hat sich SoHo, ein neuseeländischer Premium-Unterhaltungskanal im SKY Network Television, eine besondere Ambient Media-Aktion einfallen lassen. Auf einem Platz in Auckland, der größten Stadt in Nord-Neuseeland, wurde eine Statue von König Joffrey I. Baratheon errichtet- der eigentlich instrumentalisiert eingesetzte aber eben doch fies herrschende inzestuöse Bastard der Lannisters aus der Game of Thrones-Saga.

Um den König herum  befindet sich ein dickes Seil, am anderen Ende eine hölzerne Maschine gleich einem Winde. Zwei Kameras dokumentieren die aktuelle Situation und übertragen sie live auf bringdowntheking.com ins Internet. Das erste Bild erinnert erschreckend an die stürzende Saddam-Statue zum Ende des Regimes im Irak 2003. Und ich fürchte, diese Begebenheit stand auch Pate für diese Social Media-Werbeaktion.

BringDownTheKing - Games of Thrones

Der Mechanismus ist einfach: mit jedem Tweet, welcher das Hashtag #bringdowntheking enthält, zieht sich das Seil fester. Erreicht man etwa eine Million Tweets, schafft man nicht nur eine besondere Aufmerksamkeit auf den sozialen Netzwerken, sondern hat über die Winde das Seil eben so stark gezogen, dass König Joffrey gestürzt wird. Wohl jeder Fan der Serie wünscht sich nicht nur den Sturz des falschen Königs, sondern auch ein besonderes Ende. Ein Social Media-Ende bekommt er nun, wie es mit der Serie weitergeht, erfahren wir ab morgen (oder in Deutschland irgendwann ab Herbst.) Ob sich dieser politische Ikonoklasmus auswirkt?

Was denkt ihr – in Zeiten von Youtube- und Twitter-Zensur in der Türkei oder in Bezug auf das Irak-Vorbild eine geschmacklose Aktion? Oder ein genialer Werbe-Schachzug, der belegt, wie kraftvoll Social Media sogar in fiktiven Diktaturen wirken kann?

Hier die live Twitter-Wall:


Übrigens: König Joffrey meldet sich ebenfalls zu Wort und droht allen Teilnehmern mit öffentlicher Enthauptung:

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