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Produktions-Featurettes zu Joe Dantes "The Hole"
Das Teaser-Plakat zu „The Hole 3D“ habe ich euch bereits geliefert, heute gibt es noch ein paar Einblicke in die Produktion von Dantes neuestem Film. In den Featurettes kommen natürlich der Regisseur Joe Dante, Artdirector Carl Mason, 3D Stereographer Max Penner, der Vizepresident von Bold Films Jonathan Oakes und weitere zu Wort. Und selbstverständlich gibt es erste Szenen des Films zu sehen.
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(via Movieset)
fühlbares Hologramm auf der Siggraph präsentiert
In den USA folgt derzeit Messe um Messe. Bis gestern lief die SIGGRAPH 2009 (Special Interest Group on Graphics and Interactive Techniques) in New Orleans. Die japanischen Shinoda Labs rund um das Forscherteam von Takayuki Iwamoto präsentierten dort erstmals ein taktiles, also fühlbares Hologramm.
Dafür wurden Provision-Projektionsschirme mit dem Airborne Ultrasound Tactile Display kombiniert. Das Provision-System projiziert Objekte mit Hilfe eines LCD-Bildschirms und eines konkaven Spiegels in den Raum. Streng genommen handelt es sich dabei nicht um ein Hologramm, sondern nur um ein schwebendes projiziertes Objekt, aber das soll an dieser Stelle vernachlässigt werden.
Das Airborne Display bietet ein fein ansteuerbares Array von Ultraschall-Punkten. Durch den Schalldruck lassen sich fühlbare Reize ganz ohne mechanische berührende Komponenten erzeugen. Die räumliche Verteilung des Drucks hängt vom Brennpunkt ab, und kann über Phasenverzögerung und Amplitude der akustischen Wellen gesteuert werden. Den virtuell erzeugten Objekten kann man so ein Gewicht und damit eine Stofflichkeit geben, die Berührung vortäuscht.
Um die Position im Raum bestimmen zu können, werden die mit Infrarotkameras versehenen Wii-Motes eingesetzt. Die im Filmbeispiel gezeigte Hand ist mit einem reflektierenden Marker versehen, die nicht sichtbares (so genanntes diskretes) Infrarotlicht einer Leuchte zurückwirft. Anhand dieser Daten lässt sich die Position des Markers – und damit der Hand- mit Hilfe eines Handtracking-Systems recht genau bestimmen.
Stimmt nun die Position der Hand mit der Lage des virtuellen Objektes überein, wird mit den akustischen Wellen Druck an den jeweiligen Berührungspunkten erzeugt: Der User ist in der Lage, das virtuelle Objekt zu ertasten. Im Film ist dies anhand eines Balls, fallenden Regentropfen und einem kleinen Elefanten veranschaulicht.
Wer sich für die technischen Details und Parameter interessiert, sollte sich das Abstract ansehen.
Nicht nur 3 Dimensionen werden im Kino eingesetzt, mitunter sind auch 4D-Kinos zu erleben. Vor allem Vergnügungsparks bieten diese Attraktion an, wo neben einem stereoskopischen Film auch Effekte wie Bewegung, Temperatur, Stromkitzeln, Berührungen durch Stofflappen oder Wasserspritzer die Filmhandlung aufgepeppen. So ein berührungsloses, durch Schalldruck gesteuertes System wäre natürlich eine Sensation, vornehmlich für das effektorientierte Genrekino. Wenn die Objekte nicht nur aus der Leinwand herausragen, sondern auch noch die Illusion einer Berührung schaffen, dürfte der Grad der Immersion weiter ansteigen. Und man stelle sich eine Schlägerei auf der Leinwand vor, bei der auch mal ein leichter Luftdruck-Schlag in Richtung Zuschauer geschickt wird. Mittendrin statt nur dabei. Aber keine Sorge, die Kosten für ein solches System sind viel zu hoch, als dass sie nächstes Jahr massenhafte Verbreitung im Kino finden würden. Zudem wären einzelne Sitzplätze in einem großen Kino schwer anzusteuern. Aber die Anfänge sind gemacht. 🙂
Und hier das Demovideo des Systems:
Digitale Leinwand begrüßt 50.000 Besucher!
Liebe Leser,
heute konnte Digitale Leinwand den 50.000 Besucher begrüßen- und das innerhalb von gut 3 Monaten! Und die Kurve zeigt steil nach oben: 1000 Besucher im ersten Monat, 10.000 im zweiten, 50.000 im dritten. Bleibt mir nur festzustellen: Tendenz steigend. 🙂
Das ist ein sensationelles Feedback, für das ich mich bei meinen Lesern herzlich bedanken möchte. Es zeigt nicht nur, wie groß das Interesse an der Digitalisierung des Kinos, stereoskopischen Filmen und neuen digitalen Werbeformen ist. Digitale Leinwand ist somit auch der erfolgreichste deutsche Blog zu eben diesen Themen. Neben Filmfreunden und Kinogängern gehören auch Verleiher, Kinobetreiber und Filmwissenschaftler zu den Lesern, was mich natürlich besonders freut. Digitale Leinwand entwickelt sich somit von einem Blog zu einer gemeinsamen Wissensplattform.
Und ich verspreche euch an dieser Stelle auch zukünftig täglich mindestens einen neuen Artikel – trotz Sommerferien. In der nächsten Woche erwarten euch spannende Themen wie Filmstudios auf Twitter, Updates für den AVATAR-Day, neue Augmented Reality-Applikationen und eine Übersicht über Motionposter als neue Werbeform. Das sollte man natürlich nicht verpassen.
Noch eine Bitte: Ich freue mich sehr, dass meine Artikel so breiten Anklang als Nachrichtenquelle und Ideengeber für andere Webseiten und Blogs finden. Die Verbreitung ist zum Nutzen für Film und Kino sogar ausdrücklich erwünscht, daher vergebe ich auch die Creative Commons-Lizenz BY-NC-SA. Es wäre allerdings schön, wenn dabei zukünftig gemäß Lizenz auch die Quelle DigitaleLeinwand.de genannt würde. Und kommerziellen Seiten, also alle, die das hauptamtlich machen und damit ihr (Förder-)Geld verdienen, fragen bitte vorher per kurzer Mail an- in der Regel gibt es eine sehr schnelle Antwort. Danke. 🙂
Beste digitale Grüße, Gerold