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Rückblick- der erste CGI-Film "A computer animated hand"
Nun produziert Pixar seit 25 Jahren hinreißende CGI-Animationsfilme, der Weg dorthin war aber ein langer. Hier habe ich einen spannenden Rückblick ins Jahr 1972 für euch, als Ed Catmull mit seinen Kollegen einen den weltweit ersten gerenderten CGI-Filme präsentiert. Es handelte sich dabei um eine Lowpoly-modellierte und animierte Version von Ed Catmulls linker Hand. Nun gibt es einen Einblick in das Material und weitere Testaufnahmen früher Experimente.
Wer mit den Namen Edwin Catmull nichts verbindet- der amerikanische Informatiker und mittlerweile vierfache Oscar-Presiträger gründete 1986 zusammen mit Steve Jobs die Firma Pixar. Und ist Hauptentwickler des RenderMan-Rendering-Systems.
Pixel frei für ein Stück Animationsgeschichte:
Art of the Title: Captain America setzt auf Dimensionierung von Propaganda-Postern
Es soll ja Leute geben, die den fantastischen Blog The Art of the Title noch nicht kennen. Es geht um die Kunst der Vorspänne und Abspänne, die in das Filmerleben einführen und die Zeit zum Wiedereintauchen in die reale Welt ermöglichen. Und nicht selten ist dabei der kleine Film im Film kunstvoller geraten, als der eigentlich Erzählinhalt. Frisch veröffentlicht wurde ein Feature über die (nachträglich konvertierte) 3D-Comicverfilmung Captain America: The First Avenger. Für den Abspann wurden bekannte, fast schon ikonische Kriegspropaganda-Postermotive dimensionalisiert und animiert. In einem Interview mit Steve Viola von der ausführenden Agentur Rokitstudio geht The Art of the Title dem Konzept und der Umsetzung des Abspanns auf den Grund. Und erklärt, warum Regisseur Joe Johnston bei der Erstellung auch fachlich ein Wörtchen mitreden durfte.
Maya project setup
Die Dimensionalisierung erfolgt praktisch wie beim herkömmlichen 2D zu 3D-Konvertierungsprozess: die einzelnen Elemente des 2D-Bildes wurden in einem Bildbearbeitungsprogramm freigestellt und schließlich auf CGI-Körper gemappt. Durch Compositiong wurden die Inhalte miteinander verbunden, zusätzlich einzelne Elemente animiert. Dabei musste man sehr genau in der Planung vorgehen, damit die 19 verschiedenen Poster und 29 Tafeln sowohl in der Dramaturgie wie auch im Tiefenskript der Stereoskopie zusammen passen.
Als Tools kamen Adobe Photoshop und Illustrator für die Texturen zum Einsatz. Das 3D-CGI-Modeling wurde mit Autodesk Maya bewerkstelligt. Die meisten animierten Elemente und Texturen hat man mit Adobe After Effects umgesetzt, das finale 2D/3D Compositing in Nuke.
Natürlich zeigt euch The Art of the Title auch nochmal den kompletten Abspann und einen 2D- und einen 3D-Motion-Test als Video, wenn auch nur in einer 2D-Fassung. Wer die Captain America- 3D-Fassung sehen will, hat im Kino noch die Gelegenheit dazu.
Hit the Jump: Captain America: The First Avenger auf The Art of the Title
Bild © The Art of the Title · Alle Rechte vorbehalten.
Schätze des Deutschen Films – Initiative für digitales deutsches Filmerbe
Derzeit präsentiert die IFA die neuesten technologischen Errungenschaften, auf der medienwoche@IFA lobpreisen sich die üblichen Verdächtigen und verteidigen ihre mitunter eingefahrenen Standpunkte. Alles wie gehabt. Auch wenn so mancher eine 2K-Auflösung im Programm-Kino vollkommen überdimensioniert findet, präsentiert man auf der IFA bereits Fernseher mit einer Auflösung von 8K (das ist die 16-fache Größe der derzeitigen Full HD-Auflösung). Nur was man darauf zeigen kann, ist bisher unbeschrieben. Wie wäre es denn mit Schätzen des deutschen Films?
Hans W. Geißendörfer über das geplante Angebot: „Wir können stolz sein auf den deutschen Film und seine Macher und wollen ihm auch in der digitalen Welt weltweit einen adäquaten Platz einräumen. Ob Arthouse-Film oder Blockbuster – unsere Plattform will Heimat für alle Produktionen der deutschen Filmindustrie werden.“
Ein großes Projekt, was sich die drei dort auf die Fahne schreiben. Denn es geht nicht nur um eine Digitalisierung und eine digitale Verfügbarkeit, sondern auch um eine Archivierung. Was logischerweise mit den üblichen Problemen des Archivars behaftet ist: Datenmanagement, eine sinnvolle Sortierung, das Erhalten der bestmöglichen Version, die Konvertierung in neue benötigte Formate. Und dabei gleichzeitig Erlösformen schaffen, die manch kleinem Film bei der Wertschöpfung bisher verwehrt blieben.
Ich kann die Macher zu diesem Schritt nur beglückwünschen und wünsche ihnen einen guten Start in die digitale Zukunft des deutschen Filmerbes!