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3D-Film "Wickie auf großer Fahrt" in Vorauswahl für den Deutschen Filmpreis 2012
Der erste Schritt im dreistufigen Auswahlverfahren zum DEUTSCHEN FILMPREIS 2012 ist getan:
Die im Oktober 2011 von den Mitgliedern der DEUTSCHEN FILMAKADEMIE gewählten Vorauswahlkommissionen Spielfilm, Dokumentarfilm und Kinderfilm haben gestern ihre gemeinsamen Sichtungen auf großer Leinwand abgeschlossen und nach ausführlichen Beratungen 43 deutsche Kinofilme ausgewählt, die nun ins Rennen um die Lola-Nominierungen gehen.
Im Jahr 2011 wurden erstmals mit Wim Wenders‘ 3D-Tanzsensation PINA und Constantins Konferenz der Tiere in S3D-CGI zwei stereoskopische Filme vorausgewählt (und PINA schließlich mit dem DEUTSCHEN FILMPREIS 2011 als Bester Dokumentarfilm ausgezeichnet). Dieses Jahr schafft es Constantin mit der deutschen 3D-Realfilm-Produktion Wickie auf großer Fahrt erneut in die Vorauswahl in der Kategorie Kinderfilme. Herzlichen Glückwunsch!
Die Auswahlkommission für die Kategorie Kinderfilm bestand mit Ali N. Askin, Lucie Bates, Adriana Altaras, Hagen Bogdanski, Philipp Stölzl, Thomas Brussig, Johannes Selle und Ulrich Limmer aus sieben Vertretern aus fast allen Sektionen und einem Mitglied des Bundestages. Nach dem erfolgreichen Auftakt im vergangenen Jahr wurde die Kommission auch in diesem Jahr wieder von jungen Kinogängern begleitet: Kinder in drei verschiedenen Altersgruppen waren mit im Kino. Stimmberechtigt waren sie zwar nicht, aber in den anschließenden Beratungen haben sie selbstbewusst ihre Meinung kundgetan. Insgesamt 5 Kinderfilme wurden in die Vorauswahl aufgenommen:
Schon mal zum Vormerken: Nach der erfolgreichen Premiere im vergangenen Jahr werden 35 der vorausgewählten Filme wieder in der offiziellen Festival-Reihe German Cinema – LOLA@Berlinale (10. bis 17. Februar 2012) bei den Internationalen Filmfestspielen Berlin gezeigt, wo sie zusätzlich zum akkreditierten Fachpublikum auch allen wahlberechtigten Mitgliedern der DEUTSCHEN FILMAKADEMIE zugänglich sind.
So geht es weiter: Alle vorausgewählten Filme werden von den Mitgliedern der DEUTSCHEN FILMAKADEMIE bis März 2012 gesichtet. Der zweite Schritt auf dem Weg zur LOLA-Verleihung 2012 ist die Bekanntgabe der Nominierungen am 23. März 2012. In der dritten Stufe des Auswahlverfahrens stimmen alle Mitglieder der DEUTSCHEN FILMAKADEMIE unter den nominierten Filmen ab. Die Verleihung des DEUTSCHEN FILMPREISES wird am 27. April im Berliner Friedrichstadtpalast stattfinden und am gleichen Abend in der ARD übertragen.
Der DEUTSCHE FILMPREIS – die renommierteste und höchst dotierte Auszeichnung für den deutschen Film – ist mit Preisgeldern in einer Gesamthöhe von 2,955 Mio. Euro des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) dotiert und wird nach der Wahl durch die Mitglieder der DEUTSCHEN FILMAKADEMIE von Kulturstaatsminister Bernd Neumann verliehen. Die Verleihung ist eine Veranstaltung der DEUTSCHEN FILMAKADEMIE in Zusammenarbeit mit dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM), produziert von der DFA Produktion GmbH.
Weitere Informationen gibt as auf der offiziellen Webseite der DEUTSCHEN FILMAKADEMIE und des DEUTSCHEN FILMPREISES, sowie auf den offiziellen Filmpreis- Pages auf Facebook und Google+.
Bilder © Deutscher Filmpreis (1), Constantin Film (2), Florian Liedl für die Deutsche Filmakademie· Alle Rechte vorbehalten.
Analoge Leinwand: THE ARTIST ist eine kleine Kinosensation
Eine einmalige Liebeserklärung an die Magie und Größe des Kinos: Dieser Film ist ein Ereignis. In Zeiten des 3D-Kinos und der Spezialeffekte, der Action-Spektakel, Romantic Comedies und Teenie-Filme, wagt THE ARTIST das Einzigartige. Im Verzicht auf Farbe und auf gesprochene Dialoge bringt er die Gefühle der größten Epoche des Kinos auf unsere Leinwände. Der Film erzählt die Geschichte zweier Schauspieler, zum einen George Valentin (Jean Dujardin) als selbstverliebter Hollywood-Darsteller mit Starappeal, zum anderen Peppy Miller (Bérénice Bejo), die als Tänzerin aus der dritten Reihe zufällig von George Valentin entdeckt wird. Doch das Starsystem gerät durch eine technische Neuerung ins Wanken – der Tonfilm erobert die Leinwände. Plötzlich stehen die beiden Schauspieler zwischen Ruhm und Untergang.
Das Besondere: bei The Artist handelt es sich um einen Stummfilm, der in Schwarz/Weiß und im Bildformat 4:3 zu sehen ist. Neben der Rückschau auf die erste Phase des Kinos in der Zeit des Glamours und der Stars spielt The Artist ebenso charmant wie clever mit den Einschränkungen des gewählten stummen Formats. Da geht jedem Cineasten das Herz auf.
Das finden auch die Kritiker: The Artist ist unter anderem nominiert für 6 Golden Globes und prämiert mit dem Großen Preis von Cannes für den besten Hauptdarsteller (Jean Dujardin). Außerdem konnte Filmhund Uggie für seine hinreißende Performance den Palm Dog Award abräumen.
Der Film ist ab dem 26. Januar 2012 in den deutschen Kinos zu sehen. In 2D, wenn ich auch der Meinung bin, dass The Artist mit seinem eindringlichen Spiel und den wunderbaren Tanzszenen ein großartiger immersiver 3D-Film wäre. Und die Thematik des Übergangs des Stummfilms zu den sogenannten „Talkies“ trifft ja in gewisser Weise auch auf die heutige Kinosituation mit dem Übergang des „Flattie“-Kinos zu den stereoskopischen 3D-Filmen zu- wenn es hier auch mehr um eine Verschiebung bei den Produzenten und weniger bei den Schauspielern handelt.
Jetzt aber Bühne frei für den Trailer der kleinen großen Kinosensation THE ARTIST:
Märchen-Mash HÄNSEL UND GRETEL – HEXENJÄGER 3D aus Popularitätsgründen auf 2013 verschoben
Da sollte doch Tommy Wirkolas in Potsdam-Babelsberg gedrehter Hexenslasher im März die Märchenfilm-Saison 2012 eröffnen, doch hat Paramount USA Hänsel und Gretel- Hexenjäger auf den Januar 2013 verschoben. Laut Deadline Hollywood erwartet man sich mehr Star-Appeal von Jeremy Renner nach seiner Hauptrolle im vierten Teil der Bourne-Reihe und als treffsicheren Bogenschützen Hawkeye in Marvels’s The Avengers, der in 3D am 26. April 2012 startet. Man könnte Jeremy Renner aber durchaus aus BamBam Bigelows Oscar-Gewinner Hurt Locker oder dem aktuellen Mission Impossible. Ghost Protocoll kennen…
Etwas merkwürdig war es schon, dass zwei Monate vor Filmstart außer einem ersten Teaserfoto mit Gemma Arterton aka Gretel und Jeremy Renner aka Hänsel in ihrer Rolle als Kopfgeldjäger für verwarzte Spitzhut-Trägerinnen offiziell noch nichts zu sehen war. Inoffiziell habe ich mir versichern lassen, dass der entsättigte, etwas steampunkige Märchenlook durchaus toll aussieht. Und ich hoffe, dass Renners Popularität nur ein vorgeschobener Grund jenseits von technischen Problemen ist. An der Stereoskopie sollte es nicht liegen, da haben sie mit Florian Maier von Stereotec einen erfahrenen Mann eingekauft.
Und dass man nur aufgrund des Überraschungserfolgs des Exorzismusfilms The Devil Inside, der bei niedrigen Kosten ein Topeinspiel-Ergebnis im sonst in den USA schwierigen Januar erzielte, dieses Zeitfenster in 2013 anvisiert, klingt für mich ebenfalls merkwürdig. Schlimmstenfalls hat das Testscreening-Publikum, die Jeremy Renner bisher nicht kannten, ihn nach seiner Leinwandpräsenz in 2012 etwas über, und lassen die Witchhunter deswegen floppen…
Foto © 2011 Paramount Pictures – Alle Rechte vorbehalten.