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Fantastisch gefaucht, Richard Parker! Erster Clip aus Life of Pi – Schiffbruch mit Tiger veröffentlicht
Ein heimlicher Favorit in meinem 3D-Kinojahr ist Ang Lees Adaption von Yann Martels Roman „Schiffbruch mit Tiger“. Neben der vordergründigen Handlung des Überleben eines 227-tägigen Schiffbruchs ist es vor allem ein unterhaltsamer philosophischer Diskurs über das Selbst, Spiritualität, Existenz. Ein Drama über einen Jungen und einem Tiger in einem Boot, die über das Leben philosphieren, und das ganze gefilmt in 3D? Ja, wie großartig! Erste Filmmaterial lässt die Schönheit und die Kraft der visuellen Bildsprache erahnen.
Implementiert ist das kurze Fauchen des bengalischen Tigers, der übrigens Richard Parker heißt, auf der frisch veröffentlichten Webseite. Auch werden uns mehrere impressionistische Bilder geliefert, thematisch passend im Wasserfarben-Stil. Zudem gibt es einen eingängigen Soundloop der Filmmusik, der schon jetzt nicht mehr aus dem Ohr geht.
Die Visual FX, also vor allem die CGI-Tiere wie den ausgewachsenen Tiger, den Orang-Utan und das Zebra stammen von Rhythm & Hues, wo Academy Award- ausgezeichnete Bill Westenhofer, der schon für den Narnia-Löwen Aslan, die Viecher im Goldenen Kompass oder Stuart Little zuständig war, als Overall VFX Supervisor die Arbeiten leitet. Einen spannenden Artikel über die Arbeit des Biologieprofessors und Anatomie-Experten Dr. Stuart S. Sumida, der als Berater intensiv an Schiffbruch mit Tiger arbeitete, gibt es übrigens in der aktuellen Ausgabe der Digital Production (auch als Einzelartikel-PDF).
In den USA wird es erste Szenen von Life of Pi vor weiteren 3D-Filmen von 20th Century Fox wie Prometheus -Dunkle Welten, Abraham Lincoln Vampirjäger und Ice Age: Voll verschoben geben. Dabei handelt es sich nicht um einen geschnitten Trailer, sondern um ganze Szenen, welche die 3D-Qualität besser zur Entfaltung bringen. Dass man auch in Deutschland diese Strategie aufgreift, bleibt zu hoffen.
Das könnte wirklich ein wunderschöner Film zum Jahresende (deutscher Start 26.12.2012) werden. Und es riecht irgendwie nicht nur nach Tiger, sondern auch nach Oscar-Nominierung, oder?
Kurzinhalt: Pi Patel ist der Sohn eines indischen Zoodirektors. Eine Katastrophe führt dazu, dass er mitten auf dem Ozean, abgeschnitten von der Außenwelt, in einem Rettungsboot dahintreibt. Dieses teilt er sich mit dem einzigen anderen Überlebenden: einem furchteinflößenden bengalischen Tiger namens Richard Parker, zu dem er eine wundersame und unerwartete Verbindung aufbaut. Pi nutzt seinen ganzen Einfallsreichtum, um den Tiger zu trainieren, seinen Mut, um den Elementen zu trotzen, und schlussendlich seinen Glauben, um die Kraft aufzubringen, sie beide zu retten. Die schicksalhafte Reise des Teenagers wird dabei zunehmend ein episches Abenteuer voller gefährlicher Entdeckungen und Erlebnisse.
Gerangel Umsatz versus Besucher – die deutschen Kinocharts der Woche
Erneut darf die Diskussion der Chart-Platzierung geführt werden. Auf dem ersten Platz mit zarten 4000 Tickets Vorsprung liegt die Märchenadaption „Snow White & the Huntsman“, dafür sammeln die coolen Men in Black 3 350.000 Euro mehr Kohle durch den 3D-Bonus ein.
Die diese Woche gestartete stereoskopische Tanzfilm-Fortsetzung Streetdance 2 ist der erfolgreichste Neuzugang in dieser Woche, der nach Besuchern Ranng 5, nach Umsatz den dritten Platz der dieswöchigen Kinocharts einnahm. Streetdance 2 startet trotz höherer Kopienzahl zum Start (392 statt 321) schwächer als sein Vorgänger, der 2010 am ersten Wochenende noch über 132.500 Besucher ins Kino zog. Der 3D-Anteil liegt, genau wie beim Vorgänger, bei 100%.
Die Internats-Zwillinge Hanni & Nanni landen mit rund 86.000 Zuschauern auf Platz 3 (5 nach Umsatz). Admiral General Aladeen aka Der Diktator belegt diese Woche mal Rang 4 mit rund 81.000 Zuschauern, die rund 614.000 Euro in die Kasse spülten.
Die Top 5 in der Übersicht nach Besuchern:
Die Top 5 in der Übersicht nach Einspiel:
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Zootiere auf Zirkusflucht und der Ursprung der Xenomorphen – 4mal 3D in den US-Top 5
An diesem Wochenende starteten gleich zwei Hollywood-Blockbuster auf den US-amerikanischen 3D-Leinwänden, die in Deutschland aufgrund der Fußball-EM in den August und Oktober verschoben sind. Dreamworks neuestes CGI-Sequel der Madagascar-Reihe schickt die Zoosters auf eine Flucht durch Europa, wobei ihnen ein Wander-Zirkus als Tarnung dient. Die Franchise hat noch Saft, „Madagascar 3- Flucht durch Europa“ ist der erste Teil, der auch stereoskopisch in 3D in den Kinos zu sehen ist. Und startete am ersten Wochenende mit knackigen 60,35 Mio. Dollar aus 4258 Kinos direkt auf dem Spitzenplatz. Eine konstante Leistung der Madagascar-Reihe (Teil 1 startete 2005 mit 61,0 Mio. Dollar, sein Nachfolger 2008 mit 63,1 Mio. Dollar), die bei Sequels mittlerweile ungewöhnlich ist. Allerdings sind diesmal die höheren Eintrittspreise durch den 3D-Zuschlag zu berücksichtigen. Der Anteil der 3D-Tickets lag identisch zu Kung Fu Panda 2 im Vorjahr bei mageren 45 Prozent.
Ridley Scotts Rückkehr ins mitbegründete düstere SciFi- Genre „Prometheus – Dunkle Welten“ startete in 3396 Kinos und erzielte mit 50 Mio. Dollar das zweitbeste Startergebnis seiner Karriere nach „Hannibal“ (2001)- trotz eines R-Ratings. Der in 3D gedrehte Actioner mit seinen beeindruckenden Visuals erzielte einen besseren Kopienschnitt als der Animationsfilm-Spitzenreiter. Das Publikum war zu 57% männlich, 64% waren 25 Jahre oder älter. Die 3D-Fassung sorgte für 54 % der Ticketverkäufe, die IMAX- Vorführungen hatten einen starken Anteil von 18%- ein großartiger Film für die große Leinwand.
Den dritten Platz belegt in dieser Woche als einziger Flattie der US-Top 5 „Snow White & the Huntsman“, der zusätzliche 23,0 Mio. Dollar einspielte und damit knapp vor der 100 Mio. Dollar-Hürde steht. Die zeitreisenden Alienjäger aus Men in Black 3 erhöhen mit einem Einspiel von 13,5 Mio. Dollar auf Platz vier das Gesamtergebnis auf 135,5 Mio. Dollar, bevor die Top 5 vom Sensations-Blockbuster Marvel’s The Avengers beschlossen wird, der am sechsten Wochenende weitere 10,8 Mio. Dollar an der Kinokasse umsetzte. Das Gesamtergebnis liegt damit bei 571,9 Mio. Dollar in den USA – mittlerweile Platz drei der US-Alltime Charts.
Die Top 5 in der Übersicht:
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