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Brauchen wir Leitmedien im Film? Die Blogosphäre zwischen Filmkritik und Public Relations
Wie bereits vermeldet hat Blogger-Kollege Alexander Gajic auf seinem Blog Real Virtuality mit seinen Thesen zur Situation der deutschen Blogs im Bereich Film indirekt die Blogosphären-Woche ausgerufen. Die neun geführten Interviews wurden sukzessive veröffentlicht. Pünktlich zum Kinostart-Donnerstag war das Interview mit mir an der Reihe. Wer also wissen will, was ich über deutsche Leitmedien, die Vernetzung der Film Blogosphäre, Sponsored Posts und die Trennung von Mainstrem und Arthaus denke, kann es in voller Länge hier nachlesen.
Ob die Thesen nun als Provokation für eine Veränderung des Ist-Zustandes reichen, bleibt abzuwarten. Derzeit wird untereinander und mit weiteren Bloggern und Lesern heiß diskutiert und Standpunkte ausgetauscht. Dabei ist man sich einig uneinig: eine Heterogenität der Blogs ist doch erwünscht, Leitmedien als prägende Meinungsmacher hingegen nicht. Wer seine Inhalte nicht anständig verbreiten kann, trägt selbst die Verantwortung und E und U ist alles eine Frage des Standpunktes. Soweit, so langweilig?!
Gerade nach dem Destillat der vier Thesen möchte ich eigentlich an mancher Stelle im Interview nochmal nachfeilen oder ergänzen:
Wie im Interview gesagt, existiert für mich eine. Zustimmend sind diese aber wie Kontinente verteilt. Manche Länder dort bereist man häufiger, mit anderen steht man im Austausch, von einigen hat man mal gehört, hier und da stehen welche auf der Reiseliste. Zum Globetrotten braucht an viel Zeit, so schön es auch ist. Sind letztlich dann schon Cluster, aber ich denke wir stehen alle unter dem gleichen Himmel, dass wir fürs Kino und den Film brennen. Aber vielleicht können wir, um mal im Bild zu bleiben, etwas mehr Mühe in die bilaterale Außenpolitik oder den Tourismus investieren.
In der tat sehe ich nicht DAS EINE deutschsprachige Leitmedium im Bereich Filmblogs. Aber ich denke nicht, dass mir eines fehlt, die Blogs mit Filmkritiken gibt es genau wie die PR-Durchreichen zuhauf. Beides zusammen findet sich in den großen Filmportalen zusammen. Die geographischen Grenzen sind für mich gefallen, wofür brauche ich ein einheimisches Leitmedium? Man könnte sich daran abarbeiten, davon profitieren, vielleicht es sogar befüllen.
Wir brauchen also kein „Mehr“, sondern ein „Anders“. Vielleicht wäre ein Zusammenschluss zu einem Blogger-Vertical sinnvoll, um trotz der Diversität geschlossen aufzutreten? Der Vorteil wäre ein Gewicht gegenüber den Verleihern und PR-Agenturen, eine Anlaufstelle für Informationen, vielleicht würde es auch zu Zugang zu Akkreditierungen für Festivals und Kongresse erleichtern. Dabei verstehe ich das Leitmedium aber eher serviceorientiert, auf der einen Seite eine Aggregation der Inhalte, das Kuratieren der besonderen Beiträge und Themen und das Bereitstellen von (Meta-)Materialien, die allen (oder vielen) Blogs Arbeit abnähmen (anpassbare Startlisten und Übersichten, Infografiken, Votings, etc.). Doch dafür braucht es zum einen Energie, zum anderen die Bereitschaft vieler Blogger, Inhalte beizusteuern und einzubinden. Und möglicherweise scheitert am allgemein verbreiteten Kirchturm-Denken diese Idee. Was denkt ihr, wäre es einen Versuch wert?
Push oder Pull, starke Community oder optimiertes SEO. Es gibt viele Möglichkeiten seine Bekanntheit zu erhöhen und für Wachstum zu sorgen. Doch schreiben wir alle eigentlich lieber Inhalte, als dass wir auf Werbezug gehen, oder? Aber: wir brauchen alle eine bessere Unterstützung durch die Blog-Kollegen durch Querverweise. Vielleicht so wie Kollege Christian von DVDuell mit seinem Verlinkt:Film. Werde ich mir ein Beispiel dran nehmen.
Dazu habe ich mich im Interview deutlich geäußert. Den Streit erlebe ich jedes Jahr bei einer großen Preisverleihung, die ich betreue. Da schreien wiederholend die gleichen Kritiker nach gleichzeitig mehr Kunst und mehr Publikum. Filmbildung ist ein Muss, aber kann man das Publikum von 80% Hollywood umschalten? Und wozu eigentlich? Das klassisches Bonmot: das Publikum stimmt mit den Füßen ab. Das ist zwar manchmal frustrierend, sollte aber nicht zu elitären Debatten führen. Wir sind kein Filmland wie die USA, wo das Kino aufgrund des Mangels von bezahlbaren Theaterkarten o.ä. als Freizeitbeschäftigung Nummer 1 gilt. Vielleicht sind wir auch kein Filmliebhaber-Land wie Frankreich, wo Kino an sich ein Kulturgut mit hoher Wertschätzung ist. Aber wir gehören zu den wichtigsten Filmmärkten der Welt und können (zumindest in größeren Städten) auch eine stolze Filmvielfalt erleben. Von der Filmgeschichte über die Medienrezeption bis zur Technik, alles zusammen ist für mich Erlebnis Kino.
Schön und wichtig, dass diese Diskussion geführt wird!
Auch dass Radio Fritz im Format Trackback sich dem Thema Filmblogs widmet, aber gleich beim Einstieg der Moderatorin möchte man schon wieder aufschreien: so hat er es doch weder geschrieben noch gesagt. Da haben wir wieder die leidliche Verknappung der Aussage.
Ein bisschen scheint es in der Blogosphäre wie beim Film an sich: anstatt dass man sich gemeinsam gegen die großen verbündet, beharkt man sich lieber untereinander. Oder? Alex hat den Anstoß gegeben es zu verbessern. Christian Hoja, der mit ChristiansFoyer selbst ein erfolgreiches deutsches Filmblog betreibt, hat in die Hände gespuckt und auf Facebook die Fanpage FilmBlogosphäre gegründet. Noch sucht man die gangbare Form, da sollte man sich einklinken und beim Aggregieren helfen.
Ich möchte ebenfalls meinen kleinen Beitrag leisten und überlasse DigitaleLeinwand wöchentlich einem Filmblogger-Kollegen als Plattform. Schreibt einen Gastbeitrag, stellt euer Blog und seine Themen vor, berichtet, was euch beim Film umtreibt. Dabei möchte ich erstmal keine Grenzen setzen außer der Netiquette. Wer Interesse hat, schickt mir eine Mail an gerold@digitaleleinwand.de
Und das beste zum Schluss: Alex hat ein Filmblogger-Treffen organisiert. Es findet am 9.2. ab 18 Uhr in Berlin statt, da doch der eine oder andere aufgrund der Berlinale eben in der Stadt ist. Wer dabei sein möchte, meldet sich bitte hier an.
Ich bin gespannt auf die Entwicklung!
Bilder © Alex Gajic · Alle Rechte vorbehalten.
Puppenschau 3D – Kalif Storch (Albert Maly-Motta, Paul Stutenbäumer)
Es gibt auch nach vier Jahren im 3D-Segment immer noch die Auszeichnung „Erster“! Die Puppenschau bringt nun erstmals Puppentheater-Inszenierungen in 3D in die deutschen Kinos. Puppen- oder Figurentheater, oft als reines Kindertheater verkannt, ist sowohl in der Technik der Figuren wie auch in seinen kulturellen Ausprägungen so unterschiedlich wie die große Form, das Schauspiel-Theater. Während es in den großen Ballungszentren eine vielfältige Auswahl gibt, verschwinden die kleinen Spielstätten und Theater vielerorts im Konkurrenzkampf gegen Kino, Fernsehen und anderen Freizeitaktivitäten. Die Puppenschau übernimmt daher nicht nur eine Verbreitung von Inszenierungen, die man sonst vielleicht nie zu sehen bekommen hätte, sondern bringt vielleicht auch die Puppen zurück in die Städte. Besonderen Wert legt man bei der 3D-Umsetzung auf kindgerechtes 3D, also eine Anpassung auf den kindlichen Augenabstand und eine emotionale Betrachtung der Tiefe. Zudem stehen die Szenen lange, so dass man sich in Ruhe umsehen kann.
Drei unterschiedliche Inszenierungen sind aktuell in der Umsetzung, die Kinopremiere übernimmt Kalif Storch vom Marionettentheaters Bad Tölz- ein klassisches Marionettenmärchen, in dem der Kaspar zusammen mit Pepperl seinen Schabernack treibt.
Kalif Storch startet am 28.02.2013 in den deutschen 3D-Kinos. Weitere Informationen gibt es auf der offiziellen Film-Webseite und in der Facebook-Gruppe.
Die Kalif Storch- Bildergalerie:
Kurzinhalt: Weil der Pepperl eine Klassenarbeit verhauen hat, muss er den Dachboden des Großvaters aufräumen. Dort finden er und Kasperl in einer Kiste ein altes Buch mit Zaubersprüchen. Als sie zum Spaß einen der Sprüche aufsagen, beginnt der Teppich doch tatsächlich zu fliegen und befördert die Beiden mitten hinein in das Märchen vom Kalifen und seinem Großwesir, die von einem bösen Zauberer in Störche verwandelt werden…
Der Kalif Storch -Trailer:
Das Kalif Storch -Filmplakat:
Bilder © Puppenschau · Alle Rechte vorbehalten.
Akrobat schööön! Gewinnt Freikarten für den 3D-Eventfilm CIRQUE DU SOLEIL – TRAUMWELTEN [Verlosung]
Auch wenn Charlie Rivel den Cirque Du Soleil noch nicht kannte, trifft sein weltberühmter Satz den Kern der kanadischen Zirkus-Sensation. Vergesst die trostlosen Manegen der Sägespäne, Cirque Du Soleil ist eine poetische Reise in die Welt der Akrobatik und Phantasie, der Farben, der Kostüme und der Musik. Mit ihren weltweiten Darbietungen hat der Cirque schon Millionen Zuschauer begeistert, jetzt bringen uns 3D-Großmeister James Cameron als Produzent und Andrew Adamson als Regisseur einen 3D-Eventfilm in die Kinos, der Staunen lässt: Cirque Du Soleil- Traumwelten 3D. Noch nie war man näher an den Weltklasse-Akrobaten dran und konnte die Highlights der weltweiten Shows – ganz im Stile der Cirque-Inszenierungen – in einer Liebesgeschichte zusammengeführt erleben.
Zum Kinostart dieses außergewöhnlichen 3D-Spektakels verlost DigitaleLeinwand mit freundlicher Unterstützung von Paramount Pictures fünf Traumwelten 3D-Fanpakete!
DigitaleLeinwand verlost mit freundlicher Unterstützung von Paramount Pictures fünf Traumwelten-Fanpakete! Enthalten sind jeweils:
Um zu gewinnen, müsst ihr einfach die Lösung der Gewinnspielfrage mit Namen, E-Mail und Postadresse über das Formular unten einreichen. Selbstverständlich werden eure Daten vertraulich behandelt und nur zur Abwicklung des Gewinnspiels genutzt. Einsendeschluss ist der 10.02.2013 um 12 Uhr. Die Gewinner werden direkt per Mail benachrichtigt.
Hier die Gewinnspielfrage: “Wie heißt der Begründer des Cirque Du Soleil, der selbst als Feuerschlucker in der Manege begann?”
Rechtswege sind vom Trapez gefallen und von daher ausgeschlossen. Ich wünsche allen viel Glück!
Bilder © Paramount Pictures · Alle Rechte vorbehalten.
Findet Nemo 3D (Andrew Stanton)
Vor 10 Jahren überraschte uns Pixar mit DEM Unterwasser-Abenteuer der CGI-Kinogeschichte: Findet Nemo. Die Geschichte des in ein Aquarium gekidnappten Clownfisch und seinen suchenden Vater spielte weltweit bisher über 920 Millionen Dollar an der Kinokasse ein, und gehört damit zu den Top 25 der Filmgeschichte. Auch in Deutschland begeisterte Nemo, über 8,6 Mio. Zuschauer wollten beim Unterwasser-Roadmovie dabei sein- Platz drei der erfolgreichsten Animationsfilme nur knapp hinter den Ice Age-Titeln.
Nun kommt Findet Nemo am 14.2.2013 als 3D-Recreation erneut in die Kinos und ist schöner als man ihn je zuvor gesehen hat. Ohne eine Filmkritik vorwegzunehmen: der Film funktioniert auch nach 10 Jahren in seiner Geschichte und Dramaturgie hervorragend. Sogar die Gags, so oft gesehen und zitiert, zünden weiterhin. Das liegt auch an der fantastischen Synchronisierung von Anke Engelke und Christian Tramitz, die den Charakteren von Dorie und Marlin eine wunderbare Note geben. Auch visuell sieht Nemo immer noch blendend aus, wenn man von ein paar wenigen Kleinigkeiten absieht, Menschen könnte man heute realistischer darstellen. Das einzige, was „Dated“ erscheint, sind die Synchronstimmen von Erkan und Stefan mit ihrer Prollonummer als Haie Hammer und Hart.
„Meer“ hat man von Nemo bisher wirklich nicht gesehen, Pixar hat den kompletten Film neu ausgerendert, im Vergleich zur Version von 2003 diesmal aber mit 1920 Pixeln Breite, statt zuvor 1600. Es gibt also zusätzliche Bildinformationen. Dazu kommt das wunderschöne 3D: Schwimmen ist wie Fliegen unter Wasser- perfekt fürs stereoskopische Format. Viele Szenen waren bereits ursprünglich mit einer zentralperspektivischen Dramaturgie angelegt, diese funktionieren nun im echten tiefen Bildraum noch besser. Und auch die Farben und Texturen scheinen so detailliert wie nie. Die Fischschule im Riff, die Verfolgungsjagd im U-Boot, das Labyrinth der Quallen, die Rettungsaktion von Pelikan Nils vor den Möwen- es gibt in 3D einige bemerkenswerte Szenen neu zu entdecken.
Findet Nemo 3D ist daher ein wunderbarer Familienfilm für die jetzige Kindergeneration. Und für alle, die Nemo nie auf der großen Leinwand erlebt haben. Und auch für die Fans von Nemo, Dorie und Marlin ist die 3D-Wiederaufführung ein wunderbares visuelles Erlebnis.
Findet Nemo 3D startet am 14. Februar 2013 in den deutschen 3D-Kinos. Weitere Informationen gibt es auf der offiziellen Film-Webseite und auf der Facebook-Fanpage.
Die Findet Nemo 3D -Bildergalerie:
Kurzinhalt: Dem Clownfisch Marlin fährt der Schreck gehörig in die Gräten, als sein vorwitziger Sohn Nemo gefishnappt wird. Für den sonst so ängstlichen Vater heißt das: raus aus der heimeligen Koralle, rein in die Weiten des Ozeans! Da läßt er sich weder durch eine Selbsthilfegruppe pseudo-vegetarischer Haie, noch durch das siebartige Gedächtnis seiner Begleiterin Dorie vom Ziel abbringen: Sydney! Denn dort planscht Nemo inzwischen im Aquarium einer Zahnarztpraxis und schmiedet mit seinen neuen Freunden verwegene Fluchtpläne …
Der deutsche Findet Nemo 3D -Trailer:
Das Findet Nemo 3D -Hauptplakat:
Bilder © Pixar/Disney· Alle Rechte vorbehalten.
Dramatic Cinema Sound Experience – Berlin bekommt sein erstes Dolby Atmos-Kino!
Bei Dolby hält man sich zwar weiterhin bedeckt, aber die Spatzen pfeifen es von den Dächern- Berlin bekommt sein erstes Dolby Atmos Kino! Das bedeutet fortan Film in ungeahnter Tonqualität mit umgebenden 3D-Sound.
Nachdem im Dezember bereits Europas größtes Kino, das Cinecitta in Nürnberg als erster deutscher Kinosaal mit dem neuen Tonformat ausgestattet wurde, folgte noch der Traumpalast in Backnang bei Stuttgart. Und nun eben das CineStar OV in Berlin, die Eröffnung findet im Zeitraum der Berlinale statt. Da es noch keine offiziellen Meldungen gibt, lässt sich auch über die Umrüstungskosten nichts sagen, in Fachkreisen rechnet man aber mit einem Invest von 50- 90.000 Euro, die durch den Cinema Processor, Lautsprecher und Installation entstehen. Dafür sollte dem Publikum auch etwas Großartiges geboten werden. Da kommt wohl mit OV, 3D und Dolby Atmos ein neues Lieblings-Kino auf mich zu…
Sobald ich weitere Informationen bekomme, lest ihr es natürlich auf DigitaleLeinwand.de.
Was ist Dolby Atmos?
Die Entwicklung des Tons ist rasend: als erster Film kam 2010 Pixars Toy Story 3 im 7.1 -Ton in die Kinos, dieses Jahr erschien Merida- Legende der Highlands als erster Film in einer Dolby Atmos-Mischung. Nach der Vorstellung auf der CinemaCon im April 2012 und dem Start in Los Angeles, Kalifornien wurde im Juli 2012 das Kino Cinesa Diagonal Mar das erste europäische Kino mit dem neuen Tonsystem ausgestattet.
Statt den 7.1-Sound weiter aufzusplitten und einen 9.1 oder 11.1-Sound anzubieten, ist Dolby mit der Atmos-Plattform eine Entwicklungsstufe weiter gegangen: sie lösen die Kanäle auf. Durch ein Echtzeit-Rendering werden die einzelnen Tonobjekte innerhalb des Kinoraumes platziert. Durch die digitale Technik werden 128 gleichzeitige verlustfreie Audioelemente in einem Mix möglich. In einem Pan-throuh Array wandert ein Sound von einem Lautsprecher zum nächsten. Durch eine Platzierung von Lautsprecher-Arrays an der Decke werden immersive Soundfelder möglich. Das ist deutlich mehr als ein einzelner „Voice of God“-Deckenlautsprecher. Bis 128 Tonelemente sind in X-, Y- und Z-Achse in einer Konfiguration mit 64 Lautsprechern frei im Raum positionierbar.
Stuart Bowling, Dolby Worldwide Technical Marketing Mgr. Cinema erklärt das äußerst anschaulich in diesem Video:
Und was hat der Kinogänger davon? Geräusche lassen sich möglichst wahrheitsgetreu wahrnehmen. Dadurch lassen sich klangliche Bilder und atmosphärische Szenarien erzeugen. Natürlich ist auch Effekt möglich: Fliegende Kreaturen oder Hubschrauber um einen herum, Teil des Schlachtengetümmels werden, Regen, Gewitter oder Natur-Atmosphäre erfahren- vieles ist möglich. Die Möglichkeiten für Horrorfilme mit noch mehr Erschrecker-Spaß sind gigantisch, ich persönlich fände Dokumentationen ein perfektes Genre. Vor allem in der Kombination mit 3D-Filmen wird das Kinobesuch zu einem intensiven Kinoerlebnis, dass den Saal zum Teil des Geschehens werden lässt (natürlich ist man dabei abhängig von den Fähigkeiten des Tonmeisters.)
Ich konnte bereits kurz mit Prof. Martin Steyer, Vizepräsident der HFF Konrad Wolf in Potsdam-Babelsberg, Mitglied des Vorstands der Deutschen Filmakademie und in diesem Fall vor allem Mischtonmeister über das Format sprechen. Steyer, der bereits die Dolby Atmos-Mischung für Die Vermessung der Welt anfertigte, zeigt sich begeistert von den atmosphärischen Möglichkeiten. Die Kreation von umfassenden Räumen ist besonders 2D-Filmen zuträglich, der Imaginationsraum der Szene lässt sich durch den Ton deutlich erweitern. Dabei geht es nicht um ein lauteres Klangbild, sondern um ein besser differenziertes, manchmal gar subtiles Erlebnis wie einen Windhauch.
Jytte-Merle Böhrnsen und François Goeske in LOST PLACE.
Auch die Produktionsfirma MovieBrats mischt ihren Film Lost Place bei Rotor Film Babelsberg gerade in Dolby Atmos, Supervising Sound Editor Martin Frühmorgen verantwortet das Sound Design, Mischtonmeister Holger Lehmann die Mischung in der neuen Dolby.Atmos Sound.Stage. Thorsten Klein, Regisseur und Co-Autor des Films, zeigt sich begeistert:
Produzent Alex Weimer erwartet ein aufregenderes Kinoerlebnis für den Besucher:
Dolby Atmos Filmprogramm
In 2013 will Dolby weltweit rund 1000 Kinos umrüsten, in Deutschland sind bis zum Frühjahr rund 20 Umrüstungen geplant. Ihr könnt davon ausgehen, dass nach Nürnberg, Backnang bei Stuttgart und Berlin in weiteren Großstädten und bei besonders innovativen Kinobetreibern ein Dolby Atmos-Saal entsteht. Und mit dem Blick in den Filmstarts-Kalender warten ein paar echte Leckerbissen auf den Besucher, für den sich der Einsatz sicher lohnt: Peter Jacksons Der Hobbit – Eine unerwartete Reise und Ang Lees Romanadaption Life of Pi: Schiffbruch mit Tiger war bereits zu erleben, beide auch in 3D. Pünktlich zum Valentinstag gibt es mit Stirb Langsam -Ein guter Tag zum Sterben ordentlich was auf die Ohren. Weiter geht es im Dolby Atmos-Kalender mit dem deutschen 3D-Thriller Lost Place, der am 11.4.2013 startet. Am 18.4. läuft der von Guillermo des Toro produzierte Horrorfilm Mama mit Jesssica Chastain an.
In unendliche Weiten in 3D und Dolby Atmos startet J.J. Abrams mit Star Trek Into Darkness ab dem 16. Mai 2013. Gewaltig wird es mit Guillermo del Toros Giganto-Schlacht zwischen Riesenmonstern und Mega-Robotern Pacific Rim ab dem 12.7.2013. Und wie für das Format gemacht scheint Alfonso Cuaróns SciFi-Abenteuer Gravity (Start 3.10.2013), der Sandra Bullock und George Clooney als Astronauten schwerelos im All treiben lässt. Weitere Titel folgen.
Bilder © Dolby Atmos, MovieBrats, Paramount Pictures · Alle Rechte vorbehalten.
Disney verschiebt STAR WARS – ReReleases auf unbestimmt
Ich bin ja weder Trekkie noch Star Wars-Jünger. Insofern traf mich die Nachricht, dass Jar Jar Abrams Episode 7 der Star Wars-Saga dirigieren soll, weder ins Mark noch ins Bein.
Wie StarWars.com berichtet, legt Disney, zu dem ja nun das Lucasfilm-Imperium gehört, die 3D-Wiederaufführung der bisherigen Episoden auf Eis:
Schade, wäre mal ein Grund gewesen, sich Episode 2 und 3 anzusehen. In Deutschland war Star Wars: Episode 2 – Angriff der Klonkrieger 3D für den 19. September 2013 angesetzt, Star Wars: Episode III – Die Rache der Sith sollte am 10. Oktober 2013 starten. Die Begründung lautet, dass man seine Energien auf das Fortsetzungs-Sequel konzentrieren wolle. Eine dünne Argumentation, da die Konvertierungen für beide Teile bereits im Prozess sein müssten, so dass man sich eigentlich nur auf den Vertrieb konzentriert. Aber die 3D-Wiederaufführung von The Phantom Menace war wohl nicht so erfolgreich, wie man sich das vorstellte. Insgesamt hat Disney nach dem fantastischen 3D-Rerelease von der König der Löwen nicht so viel Umsatz mit Pixars Finding Nemo oder Monsters Inc. gemacht, die geplante 3D-Wiederaufführung von Arielle die Meerjungfrau ist ebenfalls erstmal abgesagt. Und sicher hätte es Ärger mit den Ultra-Fans gegeben, wenn man ihre heiligen Episoden 4 bis 6 berührt. Das wäre zwar eine schöne Wiederaufführungsreihe bis zum neuen Start im Jahr 2015, aber wenn die Fans erzürnt in das Vorfeld der Bewerbung entlassen werden, ist nichts gewonnen.
Noch gibt es keine Bestätigung, dass Star Wars VII in 3D in den Kinos zu sehen sein wird, da Disney aber sämtlichen Tentpole-Filme stereoskopisch veröffentlicht, dürfte das nur eine Formsache sein. Trotz J.J. Abrams, der als 3D-Stoffel gilt und Star Trek Into Darkness ja nur auf Druck des Studios Paramount nachträglich konvertiert. Mal sehen, ob er dazu lernt. Alles unter nativem IMAX 3D lehne ich ab. 🙂
(via StarWars.com)
Bild © Lucasfilm/Disney · Alle Rechte vorbehalten.