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Filmblogging: Getty stellt ein gigantisches Bildarchiv von 35 Mio. Bildern kostenlos zur Verfügung
Das ist doch mal ein Knaller! Während das Landesgericht Köln mit der Forderung nach einem Urheberrechtshinweis in einer Bilddatei eine neue Abmahnfalle schafft, stellt die US-amerikanische Bildagentur Getty Images etwa 40% ihres Bildarchives kostenfrei zur Verfügung. Rund 35 Millionen Bilder können an sofort über eine Embed-Funktion unentgeltlich verwendet werden. Ein großer Schritt, war Getty in den letzten Jahren doch eher durch eine sehr strenge Verfolgung von Urheberrechtsverstößen bekannt. Die einzige bisher formulierte Einschränkung für die kostenfreie Nutzung auf Blogs und in sozialen Netzwerken besteht in der nichtkommerziellen Verwendung der Bilder.
Bild: Getty Images liefert einen großen Geschenkkarton- doch was ist drin?
Die nichtkommerzielle Verwendung
Doch da scheiden sich schon die Geister- was ist eine nichtkommerzielle Verwendung? Getty beschreibt die Bebilderung eines Artikels zu redaktionellen Zwecken als erlaubt. Gegenüber dem „British Journal of Photography“ konkretisiert Craig Peters, Senior Vice President of Business Development, Content and Marketing bei Getty Images die Verwendung, wenn ein Blog Werbung mit Anzeigen verdient, gilt das nicht als kommerzielle Nutzung im Hinblick aufs Einbinden der Fotos:
Eine Sprecherin von Getty Images hat gegenüber BJP auch bestätigt, dass redaktionelle Webseiten von der The New York Times bis hin zu Buzzfeed diese Embed-Funktion nutzen könnten, so lange es eben im editorialen Kontext stattfindet.
Im Klartext: eine Bebilderung eines inhaltlichen Beitrags ist erlaubt. Verboten ist das Bewerben eines Produktes, eines Dienstes oder generell der Seite mit dem freien Bildmotiv, dafür muss weiter eine Lizenz kostenpflichtig erworben werden.
sehr viele Bilder von Gettey Images lassen sich über eine Embed-Funktion einfach ins das eigene Filmblog einbinden
freie Getty Images über Embed-Funktion
Grundsätzlich gilt Einbetten, nicht bei Getty runter- und im eigenen Blog wieder hochladen. Das Einbetten der Bilder ist einfach. Auf der Seite des Bildarchives kann ein Filter nach diesen freien Motiven gesetzt werden. Unterhalb des Bildes steht das gemeinhin bekannte Icon für die Einbettung. Auch ein Twitter- und ein Tumbl-Link sind vorhanden. Durch Klick auf das Icon öffnet sich das Fenster, in dem der iFrame-Code kopiert werden kann. Kleingedruckt steht drunter: „Durch Verwenden des obigen Codes und das Einbetten dieses Bildes erklären Sie sich mit den Nutzungsbedingungen von Getty Images einverstanden.“
IFrame-Code in den gewünschten Artikel einsetzen, veröffentlichen, fertig, jeder, der Youtube-Videos einbettet, kennt das Verfahren. Das Bild erscheint im Artikel it dem Logo der Agentur, dem Link zum Fotografen und ebenfalls den Buttons für Twitter, Tumblr und das Embedding. Beim Teilen wird natürlich das Foto geteilt, nicht der veröffentlichte Artikel. Die Größe des Bildes lässt sich derzeit nicht durch eine Angabe anpassen, die vorgegebene Größe kann im Code aber angepasst werden, wenn man ein bisschen Mathe beherrscht (einfach die vorgegebene Höhe durch die vorgegebene Breite teilen und dann mit der gewünschten Breite multiplizieren). Doch braucht man noch ein wenig Augenmaß für den zusätzlichen Creditplatz. Natürlich wäre es einfach die Größe so anzupassen, dass der Credit-Hinweis am unteren Bildrand einfach verschwindet. Doch das ist von Getty sicher nicht gewünscht und könnte als Grauzone angesehen werden.
Da es sich um einen Embed handelt, steht es in einem Beitrag nicht als Artikelbild zur Verfügung. Auch kann es technisch limitiert nicht als Vorschaubild für das Verteilen in die sozialen Netzwerke wie Facebook genutzt werden. Auch das Erstellen von Titel- oder Kategorienbildern sollte man eher unterlassen. Da es sich um das Einbetten handelt, können keine Veränderungen am Bild vorgenommen werden, Collagen oder Beschneidungen schließen sich eigentlich aus, wenn auch Vektorgrafiken mit vielen Icons auf einem Sammelblatt verfügbar wären. Hier besteht noch etwas Aufklärungsbedarf.
Foto: Jetzt geht es ans Kleingedruckte, aber ihr müsst keine Angst haben.
Das Kleingedruckte aus den Nutzungsbedingungen von Getty
Das Kleingedruckte aus den Nutzungsbedingungen schafft in ein paar Punkten weiteren Aufschluss. Die freien Bilder dürfen nur zur redaktionellen Zwecken verwendet werden, also im Zusammenhang mit Ereignissen, die berichtenswert und von öffentlichem Interesse sind:
Foto: Big Data bewegt die Welt.
Werbung, Datensammlung und Verfügbarkeit
Neben der Popularisierung der Plattform und der Promotion der Fotografen durch den Credit und die mitgelieferten Sharing-Icons erkennt man hier zukünftige Ansätze zur Monetarisierung. Neben den Bildern könnte irgendwann Werbung zu sehen sein. Auch sollte man seine Artikel mit den verwendeten Bildern im Überblick haben, es ist jederzeit möglich, dass diese entfernt werden. Der schlaue Blogger setzt vielleicht künftig ein zusätzliches Tag, um eine Übersicht der Artikel mit verwendeten Getty Images zu erhalten. Wie mit iFrames üblich, gibt man natürlich dem Eigentümer des iFrames, in diesem Fall Getty Images, einen Einblick in die Nutzungsdaten des Blogs, hier durch den Aufruf des jeweiligen Artikels. Dies ist im Kleingedruckten aus den Nutzungsbedingungen klar erkenntlich .
Fazit
Wer sich durchaus für gute Bilder interessiert und selbst kein Fotograf ist, findet mit dem freien Angebot des Embeds eine hervorragende Erweiterung für seinen (Film-) Blog. Getty Images stellt eine große Anzahl hochwertiger Fotos zur Verfügung und ergänzt das Angebot der Presseserver der Filmverleiher, Creative Commons-Angebote von Wikipedia oder Flickr und die Low Cost-Fotoportale wie (das von Getty aufgekaufte) iStockPhoto, fotolia oder Photocase. Für die Personality-Filmblogger lohnt sich das Stöbern, auch Fotos von aktuellen Filmpremieren finden sich im freien Angebot, beispielsweise von den 300- Rise of an Empire, Pompeii oder Peabody & Sherman- Premieren. Auch findet man problemlos viele Portraits von Hollywood-Schauspielern, die frei eingebettet werden können.
Ich finde die gestellten Bedingungen sehr fair und das Risiko überschaubar. Etwas mehr Rechtssicherheit in Bezug auf die Formulierung des kommerziellen Angebots wäre natürlich hervorragend, aber das auf dem Tisch liegende Angebot ist bereits breit gefasst.
Foto: Auf der 300-Rise of an Empire-Filmpremiere ging es alles andere als spartanisch zu.
Alle benutzten Bilder stammen von Getty Images + Screenshot · Urheberrechte und kommerzielle Nutzung vorbehalten.
TRANSFORMERS – ÄRA DES UNTERGANGS startet neue virale Kampagne
Gestern gab es den ersten Trailer für Michael Bays Franchise-Reboot Transformers- Ära des Untergangs. Wie erwartet fiel er mit gefühlten Tonnen von Explosionen, CGI-Effekten und US- Patriotismus aus. Kommen wir zum spannenden Teil, denn in der Materialschlacht verbirgt sich ein hübscher Einstieg für eine virale Kampagne. Während Zug und Auto hübsch durch die weite amerikanische Landschaft düsen, steht mitten im Maisfeld ein Billboard. Auf dem Plakat (Klicken zum Vergrößern) sehen wir die Silhouette von Chicago mit wehender Flagge im Himmel, darüber groß die Aufforderung „Remember Chicago“. Dies ist natürlich der Kitt zum vorigen Transformers-Teil Dark of the Moon, wo man im finalen Boss-Fight genügend Platz für eine Neubebauung des Stadtkerns schuf.
Und auch dieses Plakat enthält einen Call to Action: am unteren Rand steht die deutliche Aufforderung Alien-Aktivitäten unter der Telefonnummer 855-363-8392 zu melden. Es ist keine zufällige Platzierung, die Nummer existiert wirklich. Ruft man sie an (von Deutschland aus muss man natürlich noch die US-Vorwahl 1 nutzen) erhält man eine automatische Sprachansage mit der Erinnerung sich von Autobots und Decepticons fernzuhalten. Sollte man einen Transformers entdecken wird um einen Report auf der Webseite TransformersAreDangerous.com gebeten.
Den ganz aufmerksamen Fans ist diese Telefonnummer natürlich nicht neu. Die Transformers-Fanseite Seibertron hatte im letzten Jahr einen Stapel Bilder von den Dreharbeiten gepostet, unter anderem eine Wand voll mit solchen warnenden Plakaten im klassischen Propaganda-Stil. Bereits dort wurde die Telefonnummer verwendet und gestreut. Hübsch ist auch die Obey-Variation des Shepard Fairey-Plakats für Obama mit den Begriffen Hope und Hate. Hier ein paar Exemplare, die große Galerie gibt es bei Seibertron:
Die offizielle Viral-Webseite TransformersAreDangerous.com bietet derzeit nur drei Funktionen. Zum einen lässt sich das schwarz/weisse Teaserplakat im Vintagelook mit einem Bild von Optimus Prime und dem Slogan Transformers are Dangerous herunterladen. Zum zweiten kann man seine Mailadresse mit Personenangaben für weitere Transformers-Aktivitäten registrieren („Thanks for signing up. We will alert you of all Transformers activity.“). Und natürlich fehlt eine Sharing-Komponente nicht, mit der die Seite auf Facebook, Twitter und Tumblr direkt geteilt werden kann. Viel mehr scheint es derzeit dort nicht zu geben, ich habe auch im Quelltext nachgesehen. Wir müssen also auf weitere transformatorische Aktivitäten warten, in Deutschland spätestens bis Transformers: Ära des Untergangs am 17. Juli 2014 in den Kino anläuft (natürlich in 3D, als IMAX 3D mit nativen IMAX-Szenen und in Dolby Atmos).
Bilder © Paramount Pictures (1,5), Seibertron (2,3,4) · Alle Rechte vorbehalten.
Hip to be Square- dritter rasanter BOXTROLLS-Trailer von Laika
Du hüpfende Schachtel- die BoxTrolls sind mit einem dritten Trailer zurück, der nach dem ersten Familienkonzept und einem B-Roll über die liebevolle detaillierte Produktion nun mit ersten Filmszenen aus der Geschichte der Schachtelgnome aufwartet. Und die Stopmotion-Magier von Laika beweisen genau wie bei den oscar-nominierten Vorgängern Coraline und ParaNorman das richtige Händchen für schräge Charaktere in rasanten Geschichten. Kombiniert mit großen und aufwändigen Sets, sagenhaften Details, superber Animation und faszinierendem 3D erwartet uns auf jeden Fall ein Highlight des Animations-Kinojahres 2014.
In der Komödie nach der Roman-Serie “Here be Monsters!” von Alan Snow (deutscher Titel “Die Monster von Rattingen: Arthur und die Käsediebe”) geht es um in Schachteln gehüllte Trolle, die den Bürgern des viktorianischen Cheesebridge ihre Kinder und ihre stinkenden Käse klauen- so zumindest das Vorurteil. Und das Treiben in der “steampunk, Victorian, Monty Python-world” (co-director Anthony Stacchi ) von Cheesebridge ist natürlich rasant. Mit der etwas kinderfreundlicheren Tonalität im Vergleich zu den Vorgängern könnte man auch ein noch größeres Publikum erschließen:
Der Song von “(You’re So Square) Baby, I Don’t Care.” von Cee Lo Green referenziert natürlich die Form der BoxTrolls, entspricht aber auch dem fröhlich-flotten Tempo des dritten Trailers.
Wir können uns in der OV-Version auf die Voicetalents Ben Kingsley, Isaac Hempstead-Wright, Elle Fanning, Jared Harris, Toni Collette, Nick Frost, Simon Pegg, Richard Ayoade und Tracy Morgan freuen. Die Regie führen Anthony Stacchi und Graham Annable, der bereits als Storyartist an Coraline und ParaNorman arbeitete. Deutscher Starttermin ist der 23. Oktober 2014 im Verleih von Universal Pictures. Und selbstredend werden auch die BoxTrolls als stereoskopischer 3D-Film in die Kinos kommen.
Kurzinhalt: In der eleganten viktorianischen Stadt Cheesebridge trägt man die Nasen hoch. Und diese Nasen akzeptieren nur den Duft des leckeren Käses, der dem Ort zu großem Wohlstand verholfen hat. Auf alles andere schauen die hochnäsigen Bewohner abfällig herab – vor allem auf die BoxTrolls, die irgendwo tief unter der Stadt leben und erbittert gejagt werden, weil sie angeblich Käse und kleine Kinder stehlen.
Aber so ist das eben mit den Vorurteilen: In Wirklichkeit sind die putzigen BoxTrolls ein harmloses und gemütliches Völkchen, die niemandem etwas zuleide tun und vor den Menschen noch viel mehr Angst haben als diese vor ihnen.
Der aufgeweckte elfjährige Junge Eggs ist im schillernd-fantastischen Reich der BoxTrolls aufgewachsen. Als Eggs‘ Adoptivvater Fish von den tollpatschigen Trolljägern entführt wird, wagt sich der Junge erstmals in die Stadt und er erkennt bald, worin seine Aufgabe besteht: Er muss dem fiesen Trolljäger Archibald Snatcher das Handwerk legen, um Fish zu befreien und die BoxTrolls vor dem Schlimmsten zu bewahren. Doch gleichzeitig begreift Eggs, dass er selbst einer der ungeliebten Menschen ist …
Bilder © Laika /Universal Pictures · Alle Rechte vorbehalten.
Filmplakate: klassisches Werbemittel, wertvolles Sammlerstück, individuelle Fanart
In der Filmkommunikation existieren zwei grundlegende Werbemittel, die jeder Film besitzt, ganz unabhängig ob Major-Blockbuster oder nischiges Arthaus. Zum einen sind das die Trailer, kleine filmische Vorschauen zur Bewerbung von Stars, Story und Look & Feel, zum anderen das Filmplakat. Man findet es noch heute als Aushang in Kinos und plakatiert an Litfaß-Säulen, mittlerweile auch animiert als Motionposter oder digitale Saalanzeige.
Gibt es eine Erfolgsformel für Filmplakate? Hier die Plakate der für den Oscar 2014 als Bester Film nominierten Werke
eine kurze Geschichte des Filmplakats
Schon die Urväter des Kinos, die Gebrüder Lumière, warben für ihre Filme mit Anzeigen und Plakaten, wenn auch zunächst nur in Textform, die visuelle Gestaltung mit Illustrationen entwickelte sich bis zu den 1920er Jahren. Damals war das Plakatemalen für große Filme noch ein Job für den Gebrauchsgrafiker, der auch Großformate für einzelne Kinos von Hand anfertigte. Und sie waren ihrer Zeit voraus, obwohl die Filme nur in Schwarz/Weiss auf der Leinwand zu sehen waren, bewarb man sie in colorierter Form. Auch das Format entwickelte sich im Laufe der Jahre, heute üblich ist das an der DIN-Norm orientierte Maß von DIN A1 für ein klassisches Anschlagsposter, das entspricht dem 2 zu 3 -Format, genauer sind es 59,4 cm in der Breite mal 84,1 cm in der Höhe. Im Lauf der Jahre nutzt man drucktechnische Errungenschaften, Filmplakate werden heute in hoher Stückzahl vierfarbig gedruckt und enthalten Bilder, Schrift und Grafiken in unterschiedlichen Zusammenstellungen. Ausnahmen von der Regel mit abweichenden Größen, gedruckt mit Sonderfarben oder eben als limitierte Auflage versuchen durch Abwechslung Aufmerksamkeit zu erregen. Falls ihr mal in einem Kino an einer Scheibe ein spiegelverkehrtes Poster seht- nicht wundern, ihr müsst dann nur einmal durch die Tür gehen, um es korrekt zu sehen. Durch das Papier des Plakates scheint immer ein wenig Licht, damit die Farben intensiver sind, druckt man das Motiv nochmal auf die Rückseite, dann eben spiegelverkehrt.
Durch die Veränderungen zur digitalen Drucktechnik sind auch Plakate für Konsumenten ein leicht erstellbares Gut geworden. Online Druckpartner wie Cewe-Print bieten neben den herkömmlichen Druckartikeln wie Geschäftsausstattungen, Flyern und Kalendern auch selbst erstellbare Poster in Quer- oder Hochformat im 4/0-farbigen Euroskala-Druck an. Dabei stehen unterschiedliche Papierstärken, Oberflächenveredelung durch UV-Lack und Optionen wie der rückseitige Druck zur Auswahl, auch ein Druck auf Neonpapier ist möglich. Besonders praktisch: Formatvorlagen für verschiedene DIN-Größen werden als Templates für verschiedene Designprogramme wie Photoshop, Illustrator, InDesign oder PDF angeboten. Damit steht der Auflage von selbst produzierten Fan Art-Postern (siehe unten) nichts mehr im Wege.
selbst erstellte Plakate für Film, Collagen und große Foto-Abzüge sind mittlerweile leicht verfügbar
Saul Bass und Drew Struzan – Postermagier einer ganzen Generation
Die Filmplakate des 1920 geborenen amerikanischen Grafikdesigners Saul Bass sind auch heute wahre Klassiker. Er erschuf neben Plakaten auch illustrative Filmtitel für den Vor- oder Abspann oder diverse Firmenlogos. Die grafische orientierte, sehr plakative Gestaltung reduzierte den Filminhalt auf ein typisches Keyvisual, beispielsweise der expressionistisch anmutende Arm aus „The Man with the Golden Arm“ (1955) oder die Schwindel und Angst symbolisierende Spirale für „Vertigo“ (1958). Seine „Filmographie“ ist auch ein Who is Who der großen Regisseure von Otto Preminger über Alfred Hitchcock bis Martin Scorsese und ihrer erfolgreichen Hollywood-Filme. Sein letztes Poster schuf Saul Bass im Jahr 1993 für Steven Spielbergs Drama „Schindlers Liste“, dieses Motiv wurde aber nie veröffentlicht.
Neben den klassischen Plakaten mit der Anpreisung eines Stars und der filmischen Sensation entwickelte sich mit dem New Hollywood ein wahrer Meister des Filmplakats, oder der One Sheets, wie sie aufgrund ihres Größenformates in den USA heißen. Drew Struzan fing mit der Illustration von B-Movies wie „Empire of the Ants“ oder „Food of the Gods“ an, bei denen er die neu aufkommende Airbrush-Technik benutzte. Der Durchbruch gelang ihm mit dem ReRelease-Poster von George Lucas‘ „Star Wars“ im Jahr 1978, das er zusammen mit Charles White III umsetzte. Diese typische Art der Montage von Floating Heads in einem erzählerischen Gesamtbild in seinem eigenen visuellen Stil waren unverkennbar und prägten nicht nur meine Filmjugend von der „Indiana Jones“- über „Zurück in die Zukunft“-Franchise, „Die Goonies“, „Police Academy“, „Hook“ bis „Hellboy“. Drew Struzan designte auch das Original-Logo von George Lucas‘ Effektschmiede Industrial Light and Magic. Der Stil von Drew ist geblieben, doch heute oft der pixelbasierten Photoshop-Montage gewichen. Seine Arbeit wurde schließlich mit der Doku „Drew: The Man Behind the Poster“ von Regisseur Erik Sharkey selber zum Film. Hier der Trailer, der auch einige seiner Werke zeigt:
Mondo-Poster und Fan-Art
Auch wenn sie im Zeitalter des Medienmixes in unterschiedlichen Kanälen nicht mehr über die gleiche Bedeutung wie zu ihren Entstehung verfügen, sorgen nach einer FFA-Studie Plakate noch immer für rund 7,5% der Aufmerksamkeit für neue Filme. Heute werden Poster vor allem nach Marketing-Gesichtspunkten gestaltet. Große Köpfe der Darsteller sind das häufigste Motiv, gefolgt von einer dynamischen Charakter-Montage, ebenso wie die Klassiker von rückwärtigen Helden oder der bildlichen Konfrontation. Oftmals hat man das Gefühl, dass es doch möglich sein müsste, ein schöneres Plakat für einen Film zu entwickeln, etwas, dass man sich nicht zur Werbung ins Schaufenster, sondern als Liebhaber-Objekt ins heimische Wohnzimmer hängt. Ein schöner Vergleich hierzu bieten die Plakate des letzten Wolverine-Films „Weg des Kriegers“ mit einem herkömmlichen und einem schönen Sondermotiv:
Links das Wolverine-Filmplakat im japanischen Sumi Ink-Style, das neben dem prägnanten Keyvisual auch den Handlungsort Japan kunstvoll transportiert, rechts das verwendete Hauptplakat
Filmplakate können sich zu echten Sammlerstücke mit Kultcharakter entwickeln. Im November 2005 wurde das vom Grafiker Heinz Schulz-Neudamm gezeichnete Metropolis-Filmplakat in London für die Rekordsumme von 398.000 Pfund Sterling verkauft! Die Nische der Fanqualität hat auch Mondo erkannt und bedient sie mit großem Erfolg. Grafikdesigner erstellen unter einer Lizenz alternative Filmplakate, die in limitierter Auflage gedruckt und verkauft werden. Neben dem Charme des Besonderen trägt vor allem die kleine Auflage zum Erfolg bei, in der Regel sind Mondo Poster ruck zuck ausverkauft.
Auch IMAX nutzt oft eine Abgrenzung vom regulären Filmplakat der üblichen Kinos durch ein eigenes gedrucktes und plakatiertes Motiv. Der Anspruch: man will das beste Filmerlebnis liefern, und das schließt das Werbematerial mit ein. Diese IMAX-Plakate werden in den USA oft an die Besucher der ersten Vorstellungen als besonderes Goodie vergeben.
drei prägnante Breaking Bad-Episoden mit ikonografischer Gestaltung- eine Klingel, der rauchende Camper in der Wüste und ein Geldautomat mit Blutlache
Auch im Rahmen der Fan Art erreichen Plakate durch die Beliebtheit der Themen und die alternative grafische Gestaltung vor allem durch die Verbreitung durch Social Media-Portale und Filmblogs eine enorme Aufmerksamkeit. Der ungarische Designer Zsolt Molnár geht auf seinem Tumblr-Blog Posterology neue Wege und begleitet ganze Serien. Zuletzt widmete er sich dem Serienhit „Breaking Bad“ um Chemielehrer Walter White aka Crystal Meth-Koch Heisenberg. Doch entwarf Molnár nicht nur ein Plakat für die Serie oder eines für jede Staffel, sondern entwickelte ein Motiv für jede Episode der gesamten TV-Serie- insgesamt 62 Stück. Diese Arbeit ist beendet, derzeit illustriert er die Folgen von „Hannibal“, in einer Umfrage lässt er seine Leser über seine nächste Arbeiten abstimmen, „Game of Thrones“, „True Detective“ und „House of Cards“ warten auf ihre Illustration. Nicht ganz uneigennützig, denn der Designer stellt seine Werke als Prints auf der Plattform Society 6 zum Verkauf, mit 20 US-Dollar ist man dabei. Macht 1240 Dollar für das gesamte Breaking Bad-Epos- aber wer hat schon so viel freie Fläche zum Aufhängen in seiner Wohnung?
Bilder © AMPAS, CeWe, 20th Century Fox, Zsolt Molnár · Alle Rechte vorbehalten
Die Regeln haben sich geändert: krachiger neuer Trailer für TRANSFORMERS: ÄRA DES UNTERGANGS
Wie beim SuperBowl bereits angekündigt, bringt Michael Bam-Bam Bay dieses Jahr die Fortführung der erfolgreichen Transformers-Franchise mit einer Art Reboot in die Kinos. Heute Morgen wurde der erste Story-Trailer für Transformers: Age of Extinction veröffentlicht. Die Filmhandlung bleibt zwar noch vage, der Trailer enthält aber genügend Hinweise, um die Diskussion anzufachen. Here we go:
Die Ära des Untergangs- so der deutsche Titel beginnt mit einer Fahrt zu einer Farm im Maisfeld. Die steht aber nicht in Kansas, oder? Groß steht im Maisfeld die Texttafel „Remember Chicago – Report Alien Activity“, darunter die Telefonnummer 855-363-8392. Da steckt noch virales Potential drin (mehr dazu später).
Ein wenig dem Dilemma der X-Men folgend, ist die Zeit der großen Helden vorbei. Die Transformers sind nach der Zerstörung in Chicago geächtet, rosten vor sich hin und sollen verschrottet werden. Ganz im amerikansichen Traum will Mechaniker Cade Yeager (Mark Wahlberg) seiner Tochter Tessa (Nicola Peltz) das College durch Schrottverwertung zahlen, als er im angestaubten Truck einen Transformer erkennt. Und so nimmt das Spektakel mit einer neuen Bedrohung aus dem All und gigantischen Dinobots seinen Lauf…
Transformers: Ära des Untergangs mit Mark Wahlberg, Nicola Peltz, Jack Reynor, Kelsey Grammer, Stanley Tucci, T.J. Miller, Titus Welliver, Han Geng, Sophia Myles und Li Bingbing startet in Deutschland am 17. Juli 2014, natürlich in 3D, als IMAX 3D mit nativen IMAX-Szenen und in Dolby Atmos. Die volle Packung, sozusagen.
Kurzinhalt: Diesen Sommer wird die unglaubliche Entdeckung eines Mannes die Welt in den Ausnahmezustand versetzen. Dabei werden die Grenzen der Technologie bis ins Unkontrollierbare überschritten und eine uralte Transformers-Macht die Erde an den Rand der Zerstörung bringen: es ist die Ära des Untergangs. Der Kampf zwischen Mensch und Maschine, Gut und Böse, Freiheit und Versklavung steht unaufhaltsam bevor.
Die ersten Charakterposter sind veröffentlicht, hier kommt der altbekannte Optimus Prime:

Weg mit dem Schwert – her mit dem Deck! HEARTHSTONE – HEROES OF WARCRAFT ab sofort spielbar
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Noch müssen wir uns etwas gedulden, bis der für seine ungewöhnlichen Filmprojekte „Moon“ und „Source Code“ gefeierte Regisseur Duncan Jones seinen WARCRAFT-Film auf die Kino-Leinwände bringt. Zeitnahe beginnen die Dreharbeiten diesen Frühling in Vancouver, der Kinostart der Legendary Pictures-Produktion ist für März 2015 vorgesehen. Doch lässt sich diese Wartezeit wunderbar mit der neusten Spieleentwicklung von Blizzard Entertainment überbrücken- die erfolgreiche US-amerikanische Gamesschmiede präsentiert ganz frisch Hearthstone: Heroes of Warcraft aus dem Warcraft-Universum. Was euch in diesem Spielekonzept erwartet, verrät der gerade veröffentlichte Games-Trailer:
Hearthstone: Heroes of Warcraft ist ab sofort in Deutschland als Beta-Version verfügbar und kostenlos auf Battle.net spielbar. Der Beta-Client ist derzeit für PC und Mac erhältlich, spaäter sollen mobile Plattformen für Android, iPad/iPod und Windows 8 Touch folgen. Lust auf ein Übungsspielchen gegen einen der besten Strategen Azeroths, wie etwa Thrall, Uther, Gul’dan?
Bilder © Blizzard Entertainment · Alle Rechte vorbehalten.