Iron Doors 3D (Stephen Manuel)

Diesen Einstieg liest man auch nicht alle Tage: Ein in Deutschland produzierter Independent-Film macht den Umweg über Hollywood, um sein Publikum in Deutschland zu erreichen. Die Kölner Produktion Fullfeedback Productiond realisierte IRON DOORS 3D mit Regisseur Stephen Manuel als klaustrophobischen Genre-Psychothriller mit minimalem Setting: ein Banker eingeschlossen in einem Tresorraum kämpft um einen Ausweg aus seiner aussichtslosen Situation. Dabei geht es weniger um das anfängliche Who-Done-It und auch nur bedingt um die Frage der ablaufenden Zeit. Die Er-Rettung und das Überwinden des Raumes sind die eigentlichen thematischen Inhalte, die vielleicht erst nach einem reflektieren der in der Tat erstaunlichen Auflösung erkenntlich werden. Mehr zu verraten wäre Spoilerei… 🙂

Und natürlich ist IRON DOORS 3D ein Raumbild-Film, er wurde nachträglich von Passmore Labs in eine stereoskopische Fassung konvertiert. Sogar als Freund von 3D-Realdrehs muss man anerkennen, dass die 3D-Konvertierung hervorragend geworden ist. Wenn sich auch ein paar wenige technische Kleinigkeiten finden lassen, braucht IRON DOORS 3D sich nicht gegen Hollywood verstecken. So erstaunt es nicht, dass IRON DOORS 3D in Los Angeles auf dem 3D Film Festival Los Angeles mit dem Preis „Bester 3D-Spielfilm“ in der Kategorie „3D-Spielfilm konvertiert“ ausgezeichnet. Er konnte sich dabei gegen amerikanische 3D Blockbuster wie „Piranha 3D“ durchsetzen, jüngst gewann Haupdtdarsteller Axel Wedekind den Preis beim Fantasporto Fantastic Film Fest, Portugal als „Bester Schauspieler“. Und IRON DOORS 3D wird sicher seine Festivalkarriere weltweit vor allem im Genre-Bereich fortsetzen.

 

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ZUM INHALT:
Ein Mann (Axel Wedekind), ein nackter, fensterloser Raum und keinerlei Geräusche von der Außenwelt. Mark wacht auf dem harten Betonboden auf. Er ist irritiert und kann sich nicht erklären, wie er hergekommen sein soll. Haben ihn vielleicht seine Arbeitskollegen in diesen tresorähnlichen Raum verfrachtet? Mark glaubt vorerst an einen dummen Scherz, fiese Streiche zählen nämlich zu den Spezialitäten seiner Kollegen. Auffällig ist auch, dass er ordentlich gekleidet ist. Mark trägt Jeans, ein gebügeltes Hemd und ein Jackett. Seine Frisur sitzt perfekt und rasiert ist er ebenfalls. Langsam richtet er sich auf. Mark lässt seinen Blick durch diesen ungastlichen Raum streifen, der lediglich von zwei Neonröhren an der Decke beleuchtet wird. Viel gibt es auch nicht auszuleuchten: ein grauer Spindschrank und die riesige, runde Stahltür mit Tresorverschluss scheinen das einzige zu sein – neben sehr viel Beton. Es dauert eine Weile, bis Mark einen Streich seiner Kollegen ausschließt. Mittlerweile sind nämlich einige Stunden vergangen, in denen es keinerlei Hinweise gab oder zumindest ein Lebenszeichen von draußen. Marks Humor wandert Richtung Galgen. Er will diesen Raum verlassen. Die stählerne Tresortür kann er mit bloßen Händen nicht öffnen. Nun versucht er, den verschlossenen Spind zu bearbeiten. Hoffnungslosigkeit, Wut und Trauer wechseln sich ab. Die Zeit vergeht, Hunger und Durst werden immer größer. Nach Tagen in der Einsamkeit wird auch die Schwelle zur Selbstüberwindung immer geringer. Eine tote Ratte liegt auf der Erde und in ihr lebt eine ganze Schar Maden. Das einzig Nahrhafte, auf das er hoffen kann. Mark ist völlig ausgelaugt, doch dieser Albtraum soll nicht sein Ende sein. Es muss einen Weg zum Tageslicht geben – irgendwie!

Mehr Informationen gibt es auf den offiziellen Seiten http://www.irondoors3d.de

IRON DOORS 3D startet am 10. Marz 2011 deutschlandweit in über 80 3D-Kinos.

FESTIVALS

  • 3D Filmfestival, Los Angeles 2010 – Preis: „Bester 3D-Spielfilm“
  • Hofer Filmtage 2010 – Erster 3D-Film, der dort seit Bestehen des Festivals gezeigt wurde.
  • Raindance Festival, London
  • Fantasporto Fantastic Film Fest, Portugal- Preis: Axel Wedekind „Bester Schauspieler“
  • Haapsalu Horror & Fantasy Film Festival (HÕFF), Estland – Preis: White Lady Award
  • Tromsö International Film Festival, Norwegen
  • Razor Reel Festival, Brügge/Belgien
  • Abbartoir Festival, Wales

Der offizielle deutsche Trailer:

Das deutsche Plakat für Iron Doors 3D :


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Bilder © Fullfeedback Productions · Alle Rechte vorbehalten.

1 Kommentar
  1. Michaela
    Michaela sagte:

    Es kann nicht wahr sein, dass so ein mieser Film echt im Kino gespielt wurde. Das ist mal wieder so eine echte deutsche Verfilmung. Ein schlechter Schauspieler der außer fuck kaum etwas zu sagen hat, und eine Geschichte, die ganz offensichtlich von den Filmen Saw und Cube abgekupfert wurde. Und das Ende? Was soll das sein, die Erde oder ein anderer Planet? Völliger Schwachsinn.

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