Immer wieder kommen Personen über Suchmaschinen auf den Blog, und suchen nach Filmen, die aber gar nicht in 3D laufen. Vor allem für zwei Filme landen Anfragen bei mir, diese kommen NICHT als stereoskopische Fassung ins Kino:

Transformers 2 – Die Rache: Definitiv nur in 2D. Aber: es gib eine spezielle IMAX-Fassung: einige Szenen wurden mit IMAX-Kameras gedreht. Bei vier Szenen nimmt das Bild auf der Leinwand also die volle IMAX-Größe ein, ihr kennt das von „The Dark Knight“. Zudem ist die IMAX-Fassung ein paar Minuten Roboterkämpfe verlängert.

Küss den Frosch (The Princess and the Frog): Es kursieren auf vielen Webseiten Informationen, dass es sich bei dem Film um einen 3D-Film handele. Rührt vermutlich daher, dass Disney/Pixar angekündigt hat, sämtliche Animationsfilme auch in 3D zu veröffentlichen. Wie mir der Verleih versicherte, handelt es sich bei dem Film aus der Animationssparte von Disney (ohne Pixar) um einen ganz klassischen 2D-Zeichentrickfilm.

 Disney

Disney küsst Frösche zweidimensional © Disney

Schluss mit schlüpfrigem Casting: Laut Blickpunkt Film zieht RTL bei „Mission Hollywood“ die Notbremse. Das Castingformat mit Til Schweiger wird wegen schlechter Quoten abgesetzt. Ab kommenden Montag werden auf dem 20.15-Uhr-Sendeplatz Wiederholungen von „Rach, der Restauranttester“ gesendet und im Anschluss alte Folgen von „Einsatz in vier Wänden-Special“. Das ist schon bitter, wenn man Wiederholungen bessere Quoten zutraut, als dem selbsternannten „Nippelkönig“.

Da die Castingshow aber vorproduziert ist, werden die fünf bereits produzierten Folgen ab dem 4. Juli Samstagnachmittag um 15.45 gesendet und am Sonntagvormittag wiederholt. Obwohl der schlüpfrige Unterton eher nicht das richtige für das Nachmittags-Kinderprogramm ist. Offenbar kamen die feuchten Zungenküsse der Bewerberinnen beim Publikum nicht an. Nach dem verkorksten Auftakt der Casting-Show mit nur 2,35 Mio. Zuschauern (MA: 8,2 Prozent) blieben die Quoten auf Tauchstation. Produziert wurde das Format von Tresor TV.

Zu der Absetzung sagte RTL-Unterhaltungschef Tom Sänger: „Es ist eine qualitativ hochwertige Produktion und Til Schweiger macht einen hervorragenden Job, doch ‚Mission Hollywood‘ hat leider keine breite Zuschauerschaft angesprochen. Der Markt zeigt, dass es Neustarts derzeit bei allen Sendern sehr schwer haben und die Zuschauer vor allem auf Bewährtes setzen“.

Ich fand die Show auch eher peinlich, dabei hatte ich mich auf besucherstarke Public Viewings gefreut. Da war statt Großem Kino eher Fremdschämen angesagt. Sorry Til, aber heute haben wir leider keinen Woody für Dich!

scrat nussAuch Deutschlands größter Filmpalast, die „Lichtburg“ in Essen rüstet um: Pünktlich zum Start von Ice Age 3: Die Dinosaurier sind los! führt die Lichtburg das 3-D-Kino ein. In einer Mitternachtsvorstellung läuft der Film bereits ab Dienstag, den 30. Juni um 23:59 h. Am Mittwoch, den 1. Juli wird der Synchronsprecher von Faultier Sid, Otto Waalkes, zur Nachmittagsvorstellung um 17:30 h persönlich anwesend sei. Reservierungen für diese Vorstellung werden empfohlen.

Die 3-D-Brillen erhält der Besucher nach dem Mehrweg-System: die Gäste erhalten sie mit dem Kinoeintritt – ohne Pfand hinterlegen zu müssen. Der Aufschlag auf den regulären Eintrittspreis beträgt drei Euro.

Mehr Informationen auf der Webseite der Lichtburg.

DigitaleLeinwand wünscht der Lichtburg einen hervorragenden dreidimensionalen Start!

Gerade hat mich Universal Pictures International Germany informiert, dass der Filmstart von Coraline verschoben wurde. Leider nicht vorgezogen, sondern nun zwei Wochen später. Neuer deutscher Starttermin für den 3D-Stopmotionfilm ist der 13. August 2009. Warum nun der Starttermin zeitgleich zum Filmstart von G-Force gelegt wurde, ist mir allerdings ein Rätsel. Laufen halt zwei 3D-Filme gleichzeitig an und machen sich gegenseitig die Belegplätze auf der Leinwand streitig.

Sämtliche aktuellen deutschen Filmstarts findet ihr frisch aktualisiert auf DigitaleLeinwand.de unter dem Menupunkt 3D-Filme.

Coraline

© Universal Pictures

Der 3D-Animations-Film UP aus dem Hause Disney/Pixar hat von der Filmbewertungsstelle Wiesbaden (FBW) das Prädikat „besonders wertvoll“ erhalten. Die im Jahr 1951 gegründete FBW ist im Auftrag aller Länder tätig. Ihre vergebenen Prädikate „wertvoll“ und „besonders wertvoll“ haben bundesweite Gültigkeit. Über die Auszeichnung entscheiden unabhängige Jurys mit ausgewiesenen Filmexperten aus ganz Deutschland. Mit dem Prädikat besonders wertvoll wird ein Film ausgezeichnet, „dem überragende künstlerische, dokumentarische und filmhistorische Bedeutung zukommt.“

besonders wertvoller Höhenflug

Der Film in der Regie von Pete Docter läuft ab dem 17. September in Deutschland. Natürlich in ausgewählten Kinos in stereoskopischer Fassung. Hier noch der Wortlaut des FBW-Gutachtens:

„Im Animationsfilm ist alles möglich – aber eine Geschichte über einen grimmigen alten Mann, der Tausende von Luftballons an sein Haus bindet und davon schwebt, ist selbst für dieses Genre einmalig. Der 78jährige Carl Fredricksen hat eine zutiefst berührende Vergangenheit – und genau damit beginnt das große Abenteuer.

In den ersten Minuten wird in einer einfühlsamen Rückblende Carls Lebensgeschichte wunderbar auf den Punkt gebracht und dennoch liebevoll und unsentimental wie in einem Bilderbogen erzählt. Wir lernen Carl, seine Lebensträume, seine Kindheit, seine Frau Ellie und ihre gemeinsame Geschichte kennen. Perfekt zusammen gefasst und herzergreifend.

Angekommen in der traurigen Gegenwart entfaltet sich peu à peu eine vielschichtige Geschichte voll entzückender Einfälle und imposanten Bildern.

Oben bietet jede Menge Spannung und schönen familiengerechten Humor für Groß und Klein. Nicht nur für Erwachsene gibt es viel Stoff zur Identifikation und Reflexion. Schon allein die ersten fünfzehn Minuten, in denen Carls Lebensgeschichte erzählt wird, lohnen den Filmbesuch. Selten hat man im Kino ein ganzes Leben mit all seinen Höhen und Tiefen, Momenten des großen und kleinen Glücks, mit Schmerz und Verlust und mit all seinen Träumen in dieser Dichte miterlebt. Von da an hat Carl Fredricksen einen festen Platz in unserem Herzen erobert, wir verstehen und verzeihen seine Grantigkeit und sind bereit, ihm zu folgen, wohin er uns führt.

Carl, in seiner ausweglosen tristen Lebensphase, traut sich das Unglaubliche und entflieht seinen Peinigern indem er 20.000 Ballons an sein Haus bindet und abhebt. Wer hat nicht schon einmal davon geträumt, sich einfach in die Luft zu erheben und davon zu fliegen, wenn eine Situation allzu bedrohlich wird?

Der grimmige alte Carl nimmt uns mit auf seine wagehalsige Reise, überrascht immer wieder aufs Neue und wird uns zum Vorbild: er mag gebrechlich erscheinen, aber ist erstaunlich fit in Geist und Körper, wenn er beispielsweise sein Haus mit den wenig verbliebenen Ballons über die Felsen zieht und wenn er seinen Widersachern immer neue Haken schlägt. Vor allem ist er kantig: In seiner Physiognomie und Dickköpfigkeit erinnert er an den alten Spencer Tracy, der über Jahrzehnte vom Publikum geliebt und als das „humanitäre Gewissen der Leinwand“ verehrt wurde.

So bleibt Carl stets glaubhaft, auch wenn die Geschichte in einem wilden Genremix von Indiana Jones, bis Fitzcarraldo und Ein verrücktes Paar immer neue Herausforderungen für ihn bereit hält. Dabei muss er sich von seinem alten Helden Charles Muntz verabschieden, der ursprünglich seinen und Ellies Traum begründet hatte. Im Kampf auf Leben und Tod mit dem einstigen Helden wird Carl zum wohl ungewöhnlichsten Action-Helden der Filmgeschichte. Aber während er die abenteuerlichsten Dinge erlebt, wird er gewahr, dass er, ohne es wissen, das größte Abenteuer seines Lebens schon gelebt hat: sein Leben mit Ellie, das sie in ihrem Abenteuerbuch seit der ersten Begegnung fortgeschrieben hat. So ist Oben im Grunde auch ein Film über Trauerarbeit, in dem Carl das Versprechen einlöst, das er seiner Frau einst gegeben hat, und allmählich den Schmerz über ihren Verlust überwindet.
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Ein Gradmesser dafür ist sein Verhältnis zu dem kleinen Jungen Russell, den er zunächst nur als Nervensäge und unliebsamen Blinden Passagier betrachtet. Aber mit Russells ungetrübtem Zutrauen, seiner Umtriebigkeit und seiner beispielhaften Fürsorge für den bedrohten Vogel gelingt es ihm Stück für Stück, Carl den Weg zurück ins Leben zu weisen. Schließlich wird Carl für den Jungen zu einem Ersatzgroßvater. So wie Russell den wunderlichen und strengen Carl annehmen kann, können sicher auch junge Zuschauer ihn als Filmhelden aus der Großelterngeneration akzeptieren.

Die Charaktere sind prägnant gestaltet und perfekt animiert. Alle Komponenten wie Mimik, Kleidung, selbst das Federkleid des Vogels Kevin sind detailliert ausgeführt. Der Film besticht durch ein ausgefeiltes Production Design und eine wunderbare Farbgebung. Die Stimmen sind passend gewählt, und die Musik von Michael Giacchino ist emotional, aber dezent und stets im Sinn der Geschichte eingesetzt. Sie verbindet die verschiedenen Teile des Films, der immer neue Wendungen nimmt und von der liebevollen Einführung der Figuren über die märchenhaften Flugsequenzen zum temporeichen Abenteuer- und Actionfilm wird, zu einem einheitlichen Ganzen. Bemerkenswert ist, dass es auch in den actionreichen Teilen immer wieder ruhige und emotionale Passagen gibt, die der Besinnung dienen. Sie tragen dazu bei, sich trotz aller Aufregungen und Schauwerte immer wieder auf die Charaktere, ihre Motive und Wandlungen zu konzentrieren und ihnen emotional weiter durch Dick und Dünn zu folgen.

So werden uns Carl und Russell, aber auch ihre tierischen Begleiter Dug und Kevin lange in Erinnerung bleiben, und auch das an Ballons schwebende Haus werden wir nicht vergessen.“

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Fotos © Disney/Pixar

Die Zeichentrick-Filme aus dem Hause Walt Disney sind zweifelsohne Klassiker. Doch nicht nur in heutigen computergenerierten Filmen werden Objekte gerne wiederverwendet (Pixar macht daraus ein Feature und nennt es „Eastereggs“), auch im Zeichentrick wird Brauchbares recyclet. Dass allerdings ganze Bewegungsabläufe fast 1:1 auf andere Filme und Figuren übertragen wurden, hätte ich nicht gedacht. Das Video zeigt einen Zusammenschnitt ähnlicher Szenen aus den Beispielen Dschungelbuch, Robin Hood, Aristocats, Schneewittchen, Aschenputtel und weiteren. Das kann wirklich kein Zufall sein. Aber seht selbst:

Sportfans aufgepasst: die Dokumentation „X Games 3D“ zeigt die Sport-Wettbewerbe mit 3D-Material. So werden die waghalsigen Sprünge mit Skateboards, Motocross- und BMX-Rädern oder Rennwagen noch plastischer. Der Film aus dem Hause ESPN wird von Walt Disney Pictures Release auf den Markt gebracht, Regie führte Steve Lawrence.

Premiere feiert der Film am 21. August in den USA, ein deutscher Filmstart steht noch nicht fest.
Hier der Trailer:

Frisch veröffentlich wurde das Musikvideo zu Ice Age 3: Die Dinosaurier sind los! Queen Latifah covert einen Klassiker von Was not Was. And here we go: „Walk the Dinosaur“! Und demnächst in 3D.

plakat terraEigentlich sollte gestern der Filmstart des CGI-Film „Battle for Terra“ in Deutschland sein. Aber das hat wohl irgendwie nicht stattgefunden. Ich finde nicht mal Informationen über einen deutschen Verleiher. Scheint fraglich zu sein, ob der Film von Regisseur Aristomenis Tsirbas bei uns im Kino erscheint, er scheint doch etwas spacig-martialisch, obwohl die eigentliche Botschaft eher in Richtung Frieden und Ökologie orientiert ist.

Zum Inhalt: Nach dem Untergang der Erde begibt sich ein Raumschiff auf die Suche nach einem neuen Planeten, auf dem die Menschheit siedeln kann. Es stößt dabei auf Terra, der von friedliebenden Außerirdischen bewohnt wird. Die Besatzung des Raumschiffes beschließt den Planeten anzugreifen und zu erobern. Die rebellische Teenagerin Mala versucht alles, um die Invasion zu verhindern.

Erstmals wurde der Film im September 2007 auf dem Toronto Film Festival aufgeführt. In den USA läuft der Film seit dem 1. Mai 2009 in stereoskopischen RealD. Mehr Informationen auf der amerikanischen Webseite.

Hier der Trailer:

Das wird ein ausgezeichnetes Double-Feature! Nicht nur der Film UP wurde von der Filmbewertungsstelle Wiesbaden mit dem Prädikat „besonders wertvoll“ ausgezeichnet, sondern auch der im Vorprogramm gezeigte Kurzfilm „Partly Cloudy“ (dt: Teilweise Wolkig). Ebenfalls in 3D klärt uns der sehr charmante 5minüter auf, wie Babys entstehen und wer sie auf die Welt bringt. Natürlich ist das ganz anders, als ihr euch das jetzt vorstellt, ist ja schließlich Familienunterhaltung aus dem Hause Pixar.

Aus der Begründung hab ich mal die ersten beiden Sätze aufgrund von Spoilerei entfernt, hier das restliche Statement:

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„Diese überaus ironisch-witzige Erzählung über die Nachwuchs produzierenden Wolken ist etwas für’s Herz – in bester Disney-Manier mit originellen Bildern und putzigen Figuren. Ein weiterer Beweis, dass die Shorts der Pixar Animationsstudios in gewohnter und kaum zu überbietender Originalität und Professionalität ebensolche liebenswerte Wunderwerke sind wie ihre Langfilmproduktionen.

Aussichten: ohne Ausnahmen heiter!“

die Hauptdarsteller von "Partly Cloudy"   -    Disney/Pixar

die Hauptdarsteller aus "Partly Cloudy" - © Disney/Pixar