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INSIGHT OUT 2010 – Digital Production in Film & TV an der HFF Academy
Heute am 21. März 2010 startet unter der Leitung von Prof. Martin Steyer das einwöchige Symposium zur digitalen Filmproduktion INSIGHT OUT an der Hochschule für Film und Fernsehen (HFF) „Konrad Wolf„. In Lectures und Workshops werden unterschiedliche Aspekte der digitalen und stereoskopischen Filmproduktion vorgestellt, diskutiert und erlernt.
Das letzte Jahr hat gezeigt, dass digitales 3D-Kino ist nicht mehr aufzuhalten an der Kinokasse nicht mehr aufzuhalten ist. Stereoskopische 3D-Filme begeistern Kinobesucher jeder Altersklasse mit ihren Effekten und ihrer Raumtiefe. Und sorgen für hervorragende Ergebnisse an den weltweiten Kinokassen. Der Erfolg der S3D-Filme bewegt die Branche und regt an, sich mit den 3D-Techniken, Produktionsabläufen, Budgets und ästhetischen Gesichtspunkten auseinanderzusetzen.
Das internationale Symposium INSIGHT OUT, das in diesem Jahr zum sechsten Mal von der HFF „Konrad Wolf“ veranstaltet wird, legt in diesem Jahr Schwerpunkte auf stereoskopische 3D Produktion und digitale Workflows. INSIGHT OUT bringt Entscheidungsträger der Film-, TV- und Medienindustrie mit international renommierten Experten aus Europa und Hollywood zusammen, die in Vorträgen und Workshops ihre neuesten Projekte präsentieren.
Phil Streather, CEO von Principal Large Format und Produzent des 3D-Films “Bugs!”, wird über seine Erfahrungen mit 3D-Produktionen und seinem neuesten 4D-Kurzfilm für das Merlin Entertainments London Eye berichten.
Als eine der ersten Filmhochschulen produzierte die HFF „Konrad Wolf“ einen 3D-Realfilm, „Topper gibt nicht auf!“, der im Rahmen von INSIGHT OUT erstmals vorgeführt wird. Für den ersten stereoskopische 3D-Realfilm einer Filmhochschule wurde ein spezielles 3D Konzept entwickelt, um die Film-im-Film-Geschichte umzusetzen. Als Darsteller konnten die Schauspieler Claude-Oliver Rudolph, Maximilian Vollmer und Anna-Maria Sturm gewonnen werden. Mehr über Topper gibt es auf der Webseite www.topper3.de und in diesem Artikel.
Die Medienwissenschaftler der HFF führen u.a. mit Hilfe dieses Films Studien zur Akzeptanz von S3D, der unterschiedlichen Wahrnehmung von 2D und 3D sowie der Wirkung von 3D Filmen auf Kinder durch. Die bisherigen Ergebnisse dieser Forschungsaktivitäten werden am 26. März dem INSIGHT OUT Publikum vorgestellt.
In einem Workshop zu „Stereo 3D und Stop Motion Animation“ werden Joe Lewis (Motion Control für “King Kong”, “Herr der Ringe”), und Oscarpreisträger Brian Van’t Hul (VFX für “Coraline”) demonstrieren, wie mit einer Fotokamera erfolgreiche Kinofilme in 3D produziert werden.
INSIGHT OUT bietet anhand aktueller Produktionsberichte Einblicke in alle Aspekte digitaler Filmproduktion. Stefan Cuipek (Digital Camera Supervisor, Digital Colorist) und Peter Hjorth (2nd Unit Director, VFX Supervisor) werden über die künstlerischen Anforderungen und den Workflow von „Antichrist“ referieren. Manfred Büttner (Pixomondo), der seit 1985 für mehr als 60 Filme im Bereich visuelle Effekte gearbeitet hat – unter anderem für „Lola rennt“ und „Der Baader-Meinhof Komplex“ – wird einen Einblick in seine Arbeit für Roland Emmerichs Blockbuster „2012“ geben. Pegasus Productions aus Island wird anhand der Mini-Serie „The Cliff“ Vor- und Nachteile eines vollständigen Workflows in 4K aufzeigen. Jerrica Cleland (Layout/Visual Development „Findet Nemo“, „Toy Story 2“) wird über die Vorzüge von Previsualisierung und die daraus resultierenden Optimierungsmöglichkeiten für den gesamten Workflow und die Kommunikationsprozesse sprechen.
Am 24. und 25. März 2010 werden in praktischen Workshops komplette digitale Workflows für die Teilnehmer erfahrbar gemacht. Die ganze Bandbreite der digitalen Technik wird gezeigt, von der Canon EOS 7D bis zur Sony F35. Fünf verschiedene Workshops befassen sich mit Workflows zu High-End Digital Cinema, Independent Digital Cinema, serieller HDTVProduktion, stereo 3D Produktion und 3D Stop Motion Animation. Zusätzlich gibt Christian Conrad Einblicke in seine Arbeit an „Jerry Cotton“ und erklärt die Abläufe im Bereich Ton für digitale Kinoproduktionen.
Die Teilnehmer hatten bis Ende Februar die Möglichkeit, sich mit eigenen Projekten um eine hochwertige Workflow-Beratung zu bewerben. Erfahrene Experten wie Miguel Ferros (digilab), Markus Bäuerle und Matthias Saulich (beide CinePostproduction), Prof. Martin Hagemann (zero fiction film / HFF), Steffen Scheid (Camelot Broadcast Services) und Phil Streather (Principal Large Formats) werden Fragen zu Workflow Optionen, 2D oder 3D und den daraus resultierenden Folgen für das Budget beantworten.
Das Trainingsprogramm INSIGHT OUTrichtet sich an Entscheidungsträger der Film-, TV- und Medienindustrie wie Produzenten, Herstellungs- und Aufnahmeleiter, Kameraleute, Postproduktions-Experten, Medienwissenschaftler sowie Journalisten und Filmhochschullehrer. Ziel ist es, seine Teilnehmer mit einem fundierten Wissen über digitale Produktionsmethoden auszurüsten und ihnen so Entscheidungshilfen für die am besten geeignete digitale Technik für ihre nächsten Filmprojekte zu geben. Dafür werden die neuesten technischen Entwicklungen vorgestellt und in Workshops erfahrbar gemacht.
INSIGHT OUT wird durch das MEDIA Programm der EU sowie das Medienboard Berlin-Brandenburg gefördert. Weitere Partner des internationalen Weiterbildungsprogrammes sind die European Broadcasting Union und Camelot Broadcast Services Berlin.
Mehr Informationen auf der Webseite von INSIGHT OUT, das vollständige Tagungsprogramm gibt es unter diesem Link.
Das lasse ich mir natürlich nicht entgehen, ich freue mich sehr auf die Vorträge und Workshops. Und ich wünsche allen Teilnehmern der INSIGHT OUT ein hervorragendes Symposium mit vielen spannenden Einblicken und jeder Menge Ergebnissen! Digital und Stereoskopisch! 🙂
Alice im GreenScreen-Land: Einblick in die VFX von "Alice im Wunderland"
Wie aufwändig die Erschaffung der Effekte von Alice im Wunderland war, ließen bereits die Progression-Aufnahmen erahnen (siehe Grinsekatze das Weiße Kaninchen und die Rote Königin hier und auch hier). Wer aber denkt, dass beim Dreh einfach alles per Knopfdruck aus dem Rechner kommt, liegt falsch. Zwar weichen aufwändige realen Sets großen GreenScreen-Hallen, doch bedarf die Integration des Schauspiels in diese virtuellen Welten eine große Vorstellungskraft der Akteure, die sich lediglich an einigen Passkreuzen und Dummys orientieren können. Und doch benötigt man Teile der Sets als Modelle für ein visuell ansprechendes Compositing.
Dieses Featurette gibt einen Einblick in die Drehweise und die visuellen Effekte von Alice im Wunderland. Filmtrick-Technik ist mitunter wirklich Magie…
"Drachenzähmen leicht gemacht": wie wird man der perfekte Drachentrainer?
Schon in wenigen Tagen startet am 25. März 2010 das neue Animationsabenteuer aus dem Hause Dreamworks „Drachenzähmen leicht gemacht“. Natürlich in stereoskopischem 3D. Einige trainieren bereits auf Drachentrainer.de für ihr eigenes Drachenfeuerrennen, doch sollte man beim Drachenzähmen wie jeder Wikinger mit den Tricks und Finessen der geschuppten Untiere vertraut sein. Hier stelle ich euch in 6 Trainingslektionen den richtigen Umgang mit den Drachen vor (siehe auch diesen Artikel). Oder viel mehr eine Warnung, wie man es eben nicht machen sollte….
Lektion 1: Der Tödliche Nadder
Nur im toten Winkel des Tödlichen Nadders kann man seinen Angriff überleben. Bloß, wo ist der?
Lektion 2: Der Gronckel
Gronckel sind nur dann außer Gefecht, wenn man sie ordentlich nass macht. An der richtigen Stelle versteht sich.
Lektion 3: Der Riesenhafte Alptraum
Die größte Schwäche des Riesenhaften Alptraums ist sein Kiefer. Wird er zugehalten, kann er nicht mehr angreifen. Zumindest nicht mit seinem Kiefer.
Lektion 4: Der Wahnsinnige Zipper
Laute Geräusche machen den Wahnsinnigen Zipper ganz konfus. Nur wer ordentlich Lärm macht, hat eine Chance auf den Sieg. Laut quatschen hilft allerdings nicht.
Lektion 5: Der Nachtschatten
Gegen den Nachtschatten hat man keine Chance. Tut uns sehr leid, dazu steht auch nichts im Handbuch.
Lektion 6: Der Schreckliche Schrecken
Ein Angriff des Schrecklichen Schrecken kündigt sich durch ein leises Zischen an. Wer es deutlich hören kann, dem brennen nicht nur die Ohren.