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Digitale Wirklichkeit: Digitales Reshaping von Schauspielern in Filmsequenzen
Vorbei die Zeiten, wo sich ein Schauspieler das richtige Gewicht draufgefuttert oder eben angehungert hat, um der Geschichte im Film ein passendes Äußeres zu geben. Was Robert de Niro oder Tom Hanks einen Oscar einbrachte, wird heute elegant durch digitales Warping erledigt. Das Max Planck- Institut für Informatik hat ein digitales System zur Manipulation von Körperform und Proportion von menschlichen Schauspielern in Filmsequenzen geschaffen. Im Videomaterial werden die Körpereigenschaften des Schauspielers anhand von morphbaren 3D-Modellen verwandelt, die durch Laserscans einer Vielzahl von echten Personen angefertigt wurden. Der Algorithmus kombiniert nun die zeitliche mit der räumlichen Ebene des Modells mit dem Videomaterial des Schauspielers, und gibt ein gewarptes Videobild in allen Filmframes zurück.
So kann nicht an der Statur eines Körpers die Höhe, das Gewicht oder die Muskularität geändert werden- ganz einfach per Schieberegler. Wie einfach und überzeugend das System funktioniert, zeigt dieses Demonstrations-Video:
Mehr Informationen inklusive Forschungs-Paper gibt es auf der offiziellen Webseite des MPI: http://www.mpi-inf.mpg.de/resources/MovieReshape
Würde das im echten Leben funktionieren, hätten alle Frauenzeitschriften ein Abo auf das Tool. Und die Männerzeitschriften vermutlich genau wie die Herrenmagazine auch…
SANSIBAR: HFF Konrad Wolf dreht Film Noir in Farbe und 3D
Bereits im letzten Jahr brach die Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf“ mit ihrem ersten Realfilm-3D-Projekt „Topper gibt nicht auf!“ zu dimensionertem Neuland auf. Derzeit dreht die HFF in Koproduktion der Fortuna Film GmbH mit „Sansibar“ ihr neues stereoskopisches Projekt.
Ein alter Bekannter von mir, der HFF-Alumnus Tom Schildberg, schrieb das Drehbuch schrieb und führt Regie. In sein neues Werk Sansibar hat er alles gepackt, was eine gute Geschichte braucht: Spannung, kriminelle Energie, starke Gefühle, Obsession und existentielle Entscheidungen. Mit Caroline Schreiber (Barbara), Hanna Lütje (Milena), Martin Bretschneider (Ben) und Thomas Arnold (Keller) konnte ein Top-Cast für seine Idee begeistern.
Der 22-minütige Kurzfilm hat bereits die ersten Bilder an Originalschauplätzen in Zossen abgedreht, derzeit befindet sich die Crew an Motiven in Berlin. Unterschied zur Studio-Produktion statt eines großen Spiegelrigs setzt man auf eine handliche stereoskopische HD-Kamera, die Drehs außerhalb des Studios werden so deutlich einfacher. Die verwendete Kamera ist ein Profi-Camcorder, der mit seinen beiden Objektiven ein wenig an Pixars Wall.E erinnert. Das Gerät ermöglicht 3D Videoaufnahmen in Full HD. Für die Fachleute sei erwähnt: Es ist mit insgesamt 6 (3MOS) Sensoren bestückt, was eine Auflösung von 1920 x 1080 Bildpunkten ermöglicht. Gespeichert werden die Daten nicht mehr extern auf einer Festplatte sondern direkt auf zwei SD Karten. Die Kalibrierung der beiden Objektive erfolgt automatisch bietet daher eine gute Ausrichtung.
In gestalterischer und technischer Hinsicht begeben sich die Filmemacher auf Entdeckungsreise: „Wir wollen beweisen, dass die Illusion der Dreidimensionalität auch für Filmgenres geeignet ist, die dafür bislang als untypisch galten.“ so Kameramann Guido Stüwer. „Zum einen, weil der technische Aufwand immens ist und zum anderen, weil es dramaturgisch eine Herausforderung ist.“ Eike Adler, der Creative Producer, ergänzt: „Mit Sansibar wollen wir eine Geschichte in der Tradition des Film Noir erzählen und beweisen, dass die digitale 3D-Technik unser Vorhaben weder verkomplizieren noch verteuern muss.“ Post Production Producer Maurice M. Mohn und 3D Consultant Sönke Kirchhof ergänzen das studentische Team. Für den Kameramann und die beiden Producer ist Sansibar der praktische Teil ihres Vordiploms an der HFF.
Die Story: Ein Leben auf Sansibar, das war der Plan. Doch vorerst endete für Barbara die Reise im eher heruntergekommenen Teil des Hafenviertels. Dort gehört ihr eine kleine Kneipe, die sie nach ihrem Traumziel benannt hat, auch wenn sie dem – Barbara ist jetzt Mitte 40 – bislang kaum näher kommen konnte. Ihr Alltag spielt zwischen Wohnung und Kneipe und weder hier noch dort scheint sie wirklich zu Hause. Das alles ändert sich plötzlich, als sie Zeuge eines Überfalls wird …
Mehr Informationen über Sansibar gibt es auf der offiziellen Webseite und natürlich auf Facebook. Und ich bin mir sicher, in den nächsten Wochen werdet ihr weitere Detail-Informationen zum Projekt lesen können…
Bilder © HFF „Konrad Wolf“ 2010 · Alle Rechte vorbehalten.
As best as Jackass can be – in 3D : Rekordergebnis für Jackass 3D an der US-Kinokasse
Bekloppte Stunts mit masochistischen Anleihen und jeder Menge PipiKackaPillermann-Humor: die Jackass-Jungs sind zurück und stürmen die US-Kinocharts. Gleich die Mitternachts-Preview erreichte mit 2,5 Mio. Dollar Boxoffice den höchsten Oktober-Mitternachts-Start aller Zeiten. Aber auch auf das Startwochenende bezogen katapultiert Jackass 3D mit einem Umsatz von 49,5 Mio. Dollar den bisherigen Spitzenreiter „Scary Movie 3“ aus dem Jahr 2003 mit 48,1 Mio. Dollar vom Oktober-Thron. Bleibt zu ergänzen, dass der beste US-Kinostart für einen Film seit dem 3D-CGI-Abenteuer ICH- einfach unverbesserlich im Juli 2010 eingefahren werden konnte.
Im Vergleich: die Vorgänger, „Jackass – Der Film“ (2002) und „Jackass Nummer 2“ (2006) spielten bei Start 22,8 Mio. Dollar (gesamt 64,3 Mio.) bzw. 29 Mio. Dollar (gesamt 72,8 Mio.) ein. Und natürlich heißt das Zauberwort auch diesmal 3D: Jackass 3D ist auf 4.600 Leinwänden in 3081 Kinos gestartet. Davon zeigten 2452 Kinos die 3D-Fassung des Films. Und die brachte den Umsatz: rund 90% des Einspiels stammen aus der 3D-Fassung.
Da hängen sich Regisseur Jeff Tremaine und Johnny Knoxville, Bam Margera, Steve-O, Chris Pontius, Jason Acuña doch gleich neben den Geldkoffer noch eine 3D-Brille an die Brustwarzen!
Die weiteren Chartpositionen der US-Top 5 belegten „R.E.D. – Härter, älter, besser“ neu mit rund 22 Mio. Dollar, „The Social Network“ mit weiteren 11,0 Mio. Dollar und gesamt 63,1 Mio. Dollar, „Secretariat“ kommt mit weiteren 9,7 Mio. Dollar auf gesamte 27,7 Mio. Dollar und „So spielt das Leben“ erzielte weitere 9,5 Mio. Dollar mit gesamt 29,1 Mio. Dollar Einspiel.
Deutscher Filmstart für Jackass 3D ist der 28. Oktober 2010.
Bild © Paramount · Alle Rechte vorbehalten.