Ein amerikanischer Traum in 3D. Baz Luhrmann ist nicht erst seit Romeo und Julia und Moulin Rouge bekannt für pompöses Ausstattungskino. Nun widmet er sich mit seinem aktuellen Film den Roaring Twenties und der Literaturverfilmung der Novelle von F. Scott Fitzgerald THE GREAT GATSBY. Und nicht nur die Ausstattung ist fantastisch, auch der Cast sorgt für Glamour: Leonardo DiCaprio ist als Millionär und Lebemann Jay Gatsby zu sehen, Ex-Spidy Tobey Maguire als Autor Nick Carraway und Rehauge Carey Mulligan als Liebe des Lebens Daisy. Wie pompös das Drama verfilmt wurde, lässt der brandheiß veröffentlichte Trailer ahnen. Und es wäre nicht Baz, wenn dabei nicht Konventionen fielen- angefangen mit der Musik zum Soundtrack, die im Trailer schon mal keinen Jazz bietet. Wie modern die Adaption wird (ähnlich wie die popmodern transportierte Romeo und Julia-Adaption), ist noch unter Verschluss.

Und vor allem das Herz der 3D-Freunde hüpfen- wenn es Luhrmann nicht total verbockt hat (und davon bin ich überzeugt), erwartet uns ein fantastischer 3D-Film, der neue Maßstäbe setzen könnte. Der deutsche Kinostart wurde aus dem Weihnachtsgedränge heraus auf den 10. Januar 2013 verschoben.

Seufz, ich wünschte Baz Luhrmann hätte bereits den großartigen Moulin Rouge stereoskopisch gefilmt…

Aber seht selbst: hier der erste Trailer zu The Great Gatsby:

Kurzinhalt: „The Great Gatsby“ erzählt von dem (Fitzgerald selbst nachempfundenen) hoffnungsvollen Nachwuchsautor Nick Carraway: Er kommt im Frühjahr 1922 aus dem Mittelwesten nach New York City, das von lockeren Moralvorstellungen, Jazz-Glamour und mächtigen Alkoholschmugglern geprägt wird. Auf seiner Suche nach dem amerikanischen Traum wird Nick der Nachbar des geheimnisvollen, rauschende Feste feiernden Millionärs Jay Gatsby. Auf der anderen Seite der Bucht wohnt seine Cousine Daisy mit ihrem Mann, dem blaublütigen Frauenhelden Tom Buchanan. So erlebt Nick die faszinierende Welt der oberen Zehntausend und lernt ihre Illusionen, Romanzen und Täuschungsmanöver kennen.

Frisch veröffentlicht gibt es auch das erste Teaserplakat für The Great Gatsby im goldenen Art Deco- Design:

Nachdem der vierte Teil der Eiszeit-Franchise ICE AGE 4 – VOLL VERSCHOBEN sich schon inhaltlich in das Fahrwasser der Fluch der Karibik-Piraten begibt, entern Mammut, Säbelzahntiger und Faultier eine weitere Erfolgsserie- die Vampir-Schmonzette TWILIGHT. Annina Braunmüller (Bella Swan) leiht im neuen Abenteuer dem reizenden Mammut-Teenager PEACHES ihre verführerische Stimme, Max Felder (Jacob Black) spricht Peaches besten Freund und heimlichen Verehrer, den schüchternen Maulwurf LOUIS. Und Johannes Raspe (Edward Cullen) gibt im Synchronstudio sein Bestes, um Peaches Schwarm ETHAN von seiner unwiderstehlichen Seite in Szene zu setzen.

Die Mammut-Teenager Bella und Edward, ähm, Ethan und Peaches

Neben der altbekannten Herde müssen auch PEACHES, LOUIS und ETHAN in diesem mitreißenden Abenteuer beweisen, was wirklich in ihnen steckt. Zusätzlich zu den verschiedensten eiszeitlichen Gefahren werden sie unerwartet auch mit einer zutiefst existenziellen Frage konfrontiert: Was tun, wenn aus Freundschaft mehr wird? Natürlich sind die Sprecher der vorherigen Teilen in persona Otto Waalkes als SID, Thomas Fritsch als DIEGO und Arne Elsholz als MANNI wieder mit von der Partie.

Direkt nach der Fußball-Europameisterschaft startet die Fortsetzung bereits am Montag, den 2. Juli in den deutschen 3D-Kinos (und im direkten Zweikampf gegen The Amazing Spider-Man, der nun ebenfalls vorgezogen  am Montag anläuft).

Kurzinhalt: Eines der beliebtesten Trios der Filmgeschichte – Manni, Diego und Sid – macht die Leinen los für ihr größtes Abenteuer, nachdem eine Katastrophe einen ganzen Kontinent in Bewegung setzt. Auf einem Eisberg, der als Schiff herhalten muss, schippern sie getrennt vom Rest der Herde in eine aufregende Reise auf hoher See. Sid und seine Freunde müssen sich heldenhaft ihrer bisher größten Herausforderung stellen und das Unmögliche möglich machen. Sie treffen dabei auf exotische Meereskreaturen, entdecken eine neue, unbekannte Welt und versuchen, skrupellose Piraten in die Flucht zu schlagen. Währenddessen wird Scrat, der seine geliebte und gleichzeitig verfluchte Nuss wiederfindet, an Plätze katapultiert, die kein prähistorisches Säbelzahn-Eichhörnchen je zuvor gesehen hat.

 

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Am Samstag gab es schon das Kinoplakat für Katy Perrys Doku-Konzertfilm PART OF ME 3D, nun legte Paramount eine animierte Fassung in Form eines Motionposters nach. Katy tauscht die Haarbürste gegen den Lolli. Und zu zuckersüß kommt jetzt noch der Glitter!

Aber seht selbst:

Kurzinhalt: Es ist DAS musikalische Filmevent des Jahres: KATY PERRY: PART OF ME 3D dokumentiert das Leben des schrillen Superstars vor und hinter den Kulissen. Zum ersten Mal gewährt Katy Perry den Kinozuschauern einen intimen Einblick in ihr glamouröses, herzzerreißendes, inspirierendes, verrücktes, magisches, ehrliches und ganz privates Tagebuch.

Die US-amerikanische Sängerin und Songschreiberin sang 2008 in ihrer ersten Single „I Kissed a Girl”… und den Hörern hat es gefallen: das provokante Lied stieg an die Spitze der US-amerikanischen und der australischen Charts. Der kurz darauf folgende Publikumserfolg „Hot N Cold” war in Deutschland acht Wochen lang Spitzenreiter der Top 10 und machte Katy zu einem internationalen Popstar. Im selben Jahr moderierte sie die MTV Europe Music Awards und gewann die Auszeichnung als Beste Newcomerin. Mit dem Nummer eins Hit ihrer Single „Last Friday Night“ schrieb das amerikanische Fräuleinwunder des 21. Jahrhunderts dann sogar Musikgeschichte: Als erste Frau gelang ihr, was zuvor nur Michael Jackson mit seinem Album „Bad“ geschafft hatte. Insgesamt fünf ausgekoppelte Singles aus ihrem Album „Teenage Dream“ (2010) erreichten Platz eins der amerikanischen Charts.
Die mehrfach mit Platin ausgezeichnete Sängerin entführt ab 23. August endlich auch das Kinopublikum in ihr kunterbuntes und verrücktes musikalisches Wunderland – und das Ganze in 3D! KATY PERRY: PART OF ME 3D ist ein explosionsartiger Zuckerrausch, der den Star auch ganz privat, fernab der Charterfolge, des bunten Kaugummipops und der knalligen Glitzershows zeigt. Ein einzigartiges Erlebnis für jeden Musikkenner, ein Traum für jeden Katy Perry Fan und definitiv ein großer Spaß für 3D-Liebhaber!

Katy Perry: Part of Me 3D startet am 23. August in den deutschen 3D-Kinos.

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Die Argumente sprechen für sich: das Unterwasser-Roadmovie Findet Nemo ist mit einem Kassenergebnis von 867,9 Mio. Dollar Pixars erfolgreichster Film nach Toy Story 3. Und mehr noch, einer der erfolgreichsten und beliebtesten Animationsfilme überhaupt. Nach dem durchschlagenden Erfolg des Disney-Klassikers Der König der Löwen in 3D kündigte Disney auch 3D-Wiederaufführungen von Arielle, die Meerjungfrau, der Monster AG (im Vorfeld der Sequels Monsters University) und eben Findet Nemo an.
Nach dem ersten 3D-Teaser gibt es nun den entsprechenden 3D-Trailer, bei dem man sich gut vorstellen kann, wie hervorragend die zusätzliche Dimension funktioniert, auch wenn der Film nur nachträglich in 3D konvertiert wird. Schwimmen ist wie Fliegen unter Wasser, und das ist ja brillant fürs 3D-Kino. Aber auch auf Flugszenen müssen wir in Findet Nemo nicht verzichten. Leider müssen wir uns in Deutschland noch bis zum Kinostart am 21.02.2013 gedulden.

Hier der Findet Nemo 3D-Trailer. Meins:

Kurzinhalt (den man mal überabeiten müsste- wer kennt schon noch Erkan und Stefan und vor allem listet die vor Anke Engelke…): Dem Clownfisch Marlin fährt der Schreck gehörig in die Gräten, als sein vorwitziger Sohn Nemo gefishnappt wird. Für den sonst so ängstlichen Vater heißt das: raus aus der heimeligen Koralle, rein in die Weiten des Ozeans! Da läßt er sich weder durch eine Selbsthilfegruppe pseudo-vegetarischer Haie, noch durch das siebartige Gedächtnis seiner Begleiterin Dorie vom Ziel abbringen: Sydney! Denn dort planscht Nemo inzwischen im Aquarium einer Zahnarztpraxis und schmiedet mit seinen neuen Freunden verwegene Fluchtpläne …
Die Synchronstimmen von Erkan & Stefan sowie Anke Engelke, ultra-schräger Wortwitz, mitreißende Musik von Robbie Williams und eine Animation, die alles bisher Dagewesene in den Schatten stellt, machen diesen Film zu einem fetten Fang für alle, die sich mal wieder vor Lachen die Kiemen halten wollen!

Ich mag Motionposter! Bewegte Filmplakate, die zur statischen Form des Plakatmotivs führen. Ein echter Eyecatcher als Foyertrailer oder Anzeigemotiv auf den digitalen Displays vor den Kinosälen. Und damit auch eine überzeugende Entscheidungshilfe, die sich klar von den weiteren Filmen abhebt.

Universal hat die Idee für ihre aktuelle Schneewittchen-Produktion SNOW WHITE & THE HUNTSMAN etwas überstrapaziert und einen Kurztrailer im Hochkant-Format draus gemacht. Und verkauft klar für die Mädels die Argumente Fantasy und Kristin Stewart (die nur Fans wirklich für hübscher als Charlize Theron halten), sowie Spezialeffekte, den Actionpart mit dem Thor-Jäger Chris Hemsworth und eine nackte Charlize Theron als böse Königin Ravenna für die Jungs:

Kurzinhalt: In dem epischen Action-Abenteuer SNOW WHITE & THE HUNTSMAN spielt Kristen Stewart Snow White, die einzige Person im Land, die schöner ist, als die böse Königin (Charlize Theron). Die grausame Herrscherin will Snow White vernichten, aber sie hätte nicht erwartet, dass Snow White in der Kriegskunst von jenem Huntsman (Chris Hemsworth) ausgebildet wurde, der sie töten sollte. Seite an Seite ziehen die beiden schließlich gegen die böse Königin in den Krieg…

SNOW WHITE & THE HUNTSMAN ist ein bildgewaltiges Fantasy-Epos mit spektakulären Effekten, phantastischen Traumwelten und spannender Action. Die atemberaubende neue Vision der legendären Geschichte ist von Joe Roth, dem Produzenten von Alice im Wunderland und Produzent Sam Mercer (Sixth Sense) sowie von Regisseur Rupert Sanders.

Twilight-Superstar Kristen Stewart und Chris Hemsworth (Thor) spielen die Titelrollen und Oscargewinnerin Charlize Theron (Im Auftrag des Teufels, Monster) verleiht der grausamen Herrscherin den nötigen Angst einflößenden Glanz und düsteren Glamour.

Snow White & the Huntsman startet am 31. Mai in den deutschen Kinos (in 2D). Weitere Informationen  gibt es auf der offiziellen Filmseite und auf Facebook. 

Pixars schenkte uns schon immer einen zusätzlichen Kurzfilm im Vorprogramm, Warner Bros. hat mit den 3D-Kinderfilmen die Looney Tunes wiederbelebt. Und nun kommt die Fox im Vorprogramm des neuen Ice Age-Abenteuers Voll Verschoben mit einem kleinen Paukenschlag: die Simpsons als Crosspromotion-Kurzfilm in 3D!

Dauernucklerin Maggie Simpson bekommt somit in The Longest Daycare ihr erste Hauptrolle. Und es sieht verdächtig nach Suspense-Thriller aus.

Einen kleinen Teaser sendete die Fox gestern zum Seasonfinale der aktuellen Simpsons-Staffel, den ich euch natürlich nicht vorenthalte:

In den deutschen Kinocharts ist es entgegengesetzt zum US-Kino- wir ziehen den Diktator den Superhelden vor. Sacha Baron Cohens neue Highconcept-Komödie „Der Diktator“ über den (fiktiven) Admiral General Aladeen sicherte sich am Donnerstag den diktatorischen besten Starttag des Jahres mit 145.000 Besuchern und landet mit rund 400.000 Besuchern am gesamten Wochenende souverän auf dem Spitzenplatz der deutschen Kinocharts-Thron. Nebenbei erobert der Diktator den drittbesten Start des Jahres.

Eine Blutkonserve zulegen konnte Tim Burtons 70er Jahre-Gruselkomödie „Dark Shadows“, die in der zweiten Woche rund 200.000 Tickets verkaufte. Auf den Plätzen drei und vier gibt es wieder Gerangel zwischen der Wiederzusammenkunft American Pie 4 und der international extrem erfolgreichen Superhelden-Convention Marvel’s The Avengers. Beide Filme lockten rund 165.000 Zuschauer ins Kino, durch den 3D-Zuschlag machten die Superhelden aber bedeutend mehr Umsatz und damit sogar den zweiten Platz der Kinocharts. Die deutschen Top 5 beschließen Hanni und Nanni 2 mit rund 140.000 Besuchern.

Die Top 5 in der Übersicht:

  • Platz 1: Der Diktator – rund 400.000 Zuschauer
  • Platz 2: Dark Shadows – rund 200.000 Zuschauer
  • Platz 3: American Pie – Das Klassentreffen – rund 165.000 Zuschauer
  • Platz 4: Marvel’s The Avengers – rund 165.000 Zuschauer
  • Platz 5: Hanni und Nanni 2 – rund 140.000 Zuschauer

Bild © Paramount · Alle Rechte vorbehalten.

An ihrem vierten Wochenende haben Marvel’s The Avengers nichts von ihrer Kraft verloren. Mit einem satten Einspiel 55,06 Mio. Dollar eroberten sie auch diese Woche den Spitzenplatz der US-Kinocharts. Und hängten nicht nur die 2D-Neustart-Konkurrenz ab, sondern lieferten auch das zweitbeste dritte Wochenende aller Zeiten. Gesamt erreichten die Superhelden in den USA 457,7 Mio. Dollar Einspiel- der bisher erfolgreichste Film in den USA und (auch weltweit) für Disney. International gesammelt liegen The Avengers nun auf dem vierten Platz der All Time Top Ten nach AVATAR, Titanic und Harry Potter 7.2 mit einem Gesamtumsatz von 1.18 Milliarden Dollar. Platz Drei scheint machbar. Damit besteht die Top 10 der Kinocharts komplett aus 3D-Filmen (inklusive Titanic 3D-Wiederaufführung).

Die Hasbro-Spieleverfilmung „Battleship“ floppt hingegen mit 25,3 Mio. Dollar Einspiel. Schiff versenkt. Und die Amerikaner haben deutlich mehr Interesse an Superhelden als an Gewaltherrschern. Sacha Baron Cohens „Der Diktator“ startet trotz umfangreicher Werbekampagne auf dem dritten Rang mit 17,4 Mio. Dollar. Das ist trotz breiterem Start shwächer als seine Vorgänger Borat oder Brüno. Tim Burtons 70er Jahre Vampirgroteske „Dark Shadows“ zeigt sich in der zweiten Woche mit 12,8 Mio. Dollar Umsatz auf Platz vier bereits blutarm. Und die Komödie „Was passiert, wenn’s passiert ist“ mit Cameron Diaz und Jennifer Lopez mit 10,5 Mio. Dollar die Top 5 beschließend ziemlich blass.

Die Top 5 in der Übersicht:

  • Platz 1: Marvel’s The Avengers – rund 55,06 Mio. Dollar
  • Platz 2: Battleship – rund 25,3 Mio. Dollar
  • Platz 3: Der Diktator- rund 17,42 Mio. Dollar
  • Platz 4: Dark Shadows – rund 12,77 Mio. Dollar
  • Platz 5: Was passiert, wenn’s passiert ist- rund 10,50 Mio. Dollar

Bild © Disney · Alle Rechte vorbehalten.

Das Kino kennt nur zwei Ebenen: Dokumentarfilme beleuchten die Hintergründe der Realität, Spielfilme bringen fiktionale Handlungen auf die große Leinwand. Doch besonders spannend werden die Grenzüberschreitungen: Mockumentaries, also gefälschte Dokumentationen, und Filme mit angeblich authentischem Found Footage haben Konjunktur. Klassiker wie This is Spinal Tab sind mitunter ein augenzwinkender Spoof auf ein Genre (in diesem Fall Hard Rock), Blair Witch Project gilt als das Paradebeispiel für das LowCost, HighIncome-Kino aufgrund vorgetäuschter Tatsachen. Und dann kam Borat. Ein Name, der Synonym wurde für den politisch unkorrekten Tabubruch, dem auch keine Gürtellinie zu tief hängt. Dahinter verbirgt sich der britische Comedian und Schauspieler Sacha Noam Baron Cohen, der im Gegensatz zu seinen Rollen seine Privatsphäre durchaus zu schützen weiß. Egal ob als Gangsterrapper Ali G., Kasachen-Eisexpress Borat, dem schwulen österreichischem Fashioreporter Brüno- Baron Cohen weiß um die Grenzen des guten Geschmacks, zuckt mit den Schultern und hüpft drüber. Mit seiner aktuellen Rolle als Admiral General Aladeen im Film DER DIKTATOR verlässt er die entlarvende Mockumentary für einen fiktionalen Stoff über einen nordafrikanischen Potentaten, der in seiner Biographie und seinem Handeln nicht nur an die Diktatoren unserer Zeit wie Gaddafi, Hussein oder Jong Il erinnert, sondern zum ultimativen Diktatoren-Spoof erwächst, ein Sammelsurium krankhafter Machtbeweise. Man fragt sich mitunter, ob einer der verbleibenden Diktatoren schon eine personalisierte Bombe als Dankeschön für die Verunglimpfung durch den jüdischen Komiker bereithält (Mugabe hätte mit der weltweiten Trolleinladung letzte Woche durchaus schlechte Laune haben können).

Doch müssen wir nicht auf die Täuschung der Ungläubigen verzichten, Sacha Baron Cohen übernimmt die Verantwortung für das Filmmarketing persönlich. Zum einem mit extremen Kontrollzwang  und Hang zum Perfektionismus, zum anderen durch seine berühmt berüchtigten PR-Stunts. Und für die Werbetrommel des Diktators darf die natürlich als unendlicher Männertraum besonders protzig ausfallen.

Für alle, die sich auch ein Alter Ego, eine zweite Identität oder eine Fake-Persönlichkeit zulegen wollen, habe ich die fünf wichtigsten Punkte zur Etablierung eines Fakes für euch zusammengetragen. Und mit Beispielen des Admiral General unterlegt:

 

Immer in der Rolle bleiben

Die Walt Disney-Vergnügungsparks wurden angeblich mal von einer alten Dame verklagt, weil ein Walking Act für eine Pause in einer Seitenstraße den Kopf der Micky Maus-Figur abgenommen hat. Illusion zerstört, das Enkelkind erlitt ein Trauma, bei den klagefreudigen Amerikanern klingelten die Dollarzeichen in den Augen. Eine der grundlegenden  Rollen am Theater: immer in der Rolle bleiben. Auch beim Abgang von der Bühne. Baron Cohen gab reichlich Interviews zu seinem aktuellen Film, doch stets in der Rolle des Admiral General Aladeen. Egal ob Pressjunket, Pressekonferenz, TV-Auftritt- Aladeen erscheint in voller Montur. Reporter haben aufgegeben an dieser Fassade bei Baron Cohen zu rütteln, sein Improvisationstalent und seine Schlagfertigkeit sind schwer zu knacken. Aktuell weilt der Diktator in Cannes (auch wenn sein Film dort nicht gezeigt wird). Das mondäne Hotel Carlton hat man mit ein paar Handgriffen in eine würdige Wadiya-Residenz umgebaut, vor der es sich ordentlich repräsentieren lässt:

 

Quellen verknüpfen

Früher war man glaubhaft, wenn es einen Wikipedia-Eintrag über die Person gab. Doch durch extensives PR-Spindoctoring und neurotische Wikipedia-Überwacher, die nur durchgehen lassen, was sie selber kennen, hat sich die Wissensplattform ein wenig abgenutzt. Nur was auch in Querverweisen existiert, hat eine Chance auf Täuschung. Fährten, die nur von einer Quelle ausgehen, werden schnell als Fake identifiziert. Gelungene Idee: Air Baltic hat Direktflüge von Riga nach Wadiya im Angebot. Da man von Riga nach Aladeen City direkt über Tel Aviv flöge, macht man lieber einen Bogen in der Streckenführung. Die folgende Karte wurde auf der Seite von Air Baltic veröffentlicht. Am 1. April. Sie freuten sich über einen exklusiven Aprilscherz, der Diktator über Direktflüge nach Riga (gibt es da etwas zu erobern?!).

 

Glaubwürdigkeit erzeugen

Was ist schon wahr in Zeiten von Photoshop?  Logisch: Was in den Nachrichten gezeigt wird, ist wahr! Auch das galt einmal, die Dämme sind gebrochen (Prosieben sendete Nachrichten für den Serienauftakt  der Mysteryreihe Fringe) Und übrigens „Doktor Best“ ist ein Schauspieler und das mit dem wissenschaftlichen Fortschritt aus der NASA-Weltraumforschung seit der Teflonpfanne ein überlebtes Argument. Aber Video lässt sich doch nicht so einfach fälschen? Found Footage, also Material das man zufällig aufgenommen hat und dabei Mysteriöses oder gar die Wahrheit herausfand, galt lange Zeit als hip: von Blair Witch Project über Cloverfield, von Troll Hunter bis aktuell zu Sönke Wortmanns Das Hochzeitsvideo landet diese Behauptung von wahrheit immer wieder im Kino.

Man muss also nah an das Volk, und nutzt dafür ebenso Ambientmarketing wie Hacks. Ein kleines Spektakel veranstaltete der Herrscher von Wadiya zur im März zur Internationalen Tourismusmesse ITB in Berlin. Auch wenn der Admiral General Aladeen seinen persönlichen Besuch absagte und stattdessen seinen Pressesprecher schickte, war die Verwirrung perfekt. Und wirklich: die ITB hat Wadiya einen Stand vermietet, in Halle 26 stand die von außen unscheinbare Jurte mit protziger Innenausstattung. Doch damit nicht genug: ein nahe gelegener Imbiss wurde zur Botschaft von Wadiya umfunktioniert. Und von dort startet ein Trupp aus Militär-Blaskapelle mit falschen Bärten,  eine Kamel-Karawane in Wadiya-Landestracht, sowie Militärfahrzeuge zu einer spontanen Parade über den Messedamm. Die Messebesucher staunten nicht schlecht, auch wenn am Ende nur der zersauste und verwirrte Pressesprecher des Admiral General in Form von Olli Schulz das herrlich unterdrückte Land repräsentierte. Und das ausgerechnet neben den rund 50 gemieteten Jubelpersern, dem dem Festzug einen jubilierenden Empfang bereiteten, ein Stand von Amnesty International steht, war glückliche Fügung. Und der Umzug zeigte Wirkung: ich habe ein paar Passanten über ihre Meinung zu Wadiya und den Diktator gefragt. Die Antworten waren einstimmig: nach Wadiya sind  sie bisher nicht gereist, aber wenn man da immer so schöne Umzüge macht, wollen sie da unbedingt mal hin. Schließlich hat man ja auch schon Urlaub in anderen besetzten Ländern gemacht oder komme aus der DDR. Dass man auf der Messe alles mitnimmt, was nicht niet- und nagelfest ist, versteht sich von selbst. Und so wedelten im Laufe des Tages viele Kinder mit Wadiya-Flaggen über das Messegelände, Neugierige blätterten in der Landesinformations-Broschüre und staunten über das Sandmuseum oder das Museum für Toleranz (Kein Eintritt für Frauen, Behinderte und Juden), manch Durstiger labte sich an einem kleinen Fläschchen Wasser, das großmütig von Wadiya Travel verteilt wurde- inklusive Reisehinweis. Ein paar Impressionen des ITB-Messehacks gibt es hier im Video:

 

Geschichte schreiben – Mythos aufbauen

In der Werbebroschüre breitet der Admiral General die Hintergrundgeschichte des Landes Wadiya aus: von der Gründung des Landes über die Stammesgeschichte bis zur Etablierung seiner Person in allen wichtigen Ämtern. Die Prämisse bleibt die Grenzen der Realität zu verschieben, aber stets so, dass das Gezeigte immer noch im Rahmen des Wahrscheinlichen bleibt. Vieles davon haben wir schon so oder so ähnlich gelesen und scheint möglich, auch wenn mitunter bizarr wird. Merke: wer keine Geschichte hat, besitzt auch keine Identität.

Durch seine wiederholten „zufälligen“ Auftritte festigt Admiral General Aladeen sein Gedankengut und Handeln. Und die speichelleckende Presse hat nichts eiligeres zu tun, als dies zu verbreiten. Jüngst erreichten mich eine Serie von Paparazzi-Fotos, bei der Admiral General Aladeen und George Clooney-Ex Elisabetta Canalis in flagranti auf einer luxuriösen Yacht am Hotel Du Cap in Cannes erwischt wurde. Doch sind diese skandalösen Paparazzi-Shots mehr als eine Foto-Lovestory. Bei der Entsorgung von Elisabetta ist Aladeen nicht so zimperlich wie George Clooney. Seht selbst:

öffentliche Auftritte in den Medien

Ohne Öffentlichkeit keine Propaganda. Ohne Medien kein Hype. das weiß auch das Informations- und Propagandabüro von Wadiya. Dazu gehörte nicht nur Präsenz auf dem Roten Teppich zum Verstreuen der Asche von Kim Jong Il bei den diesjährigen Oscarverleihungen- mit werbewirksamen vorherigem Protest der Academy. Auch wurde der Admiral General nicht müde durch die einschaltkräftigen Talkshows zu exzellenzieren. Der deutsche Auftritt bei TV Total scheiterte ein wenig am wenig schlagfertigen und schlecht vorbereiteten Moderator Stefan Raab. Aber die Interviews mit Larry King und der Auftritt bei Saturday Night Live suchen ihres gleichen. Wer traut sich sonst Martin Scorsese zu entführen und mit Stromschlägen zu malträtieren, weil sein letzter Film Hugo Längen aufwies:

 

 

 

KÜR: Augenzwinkern

Richtig gut wird für mich der Fake mit dem Augenzwinkern, dass man nicht genau weiß, was Realität ist und wo man auf die falsche Fährte gelockt wird. Wenn der subtile Humor die geistreiche Pointierung trifft. Wenn man die Übertreibung zur Persiflage werden lässt. Unangefochten bleibt da für mich Banksy – Exit through the gift shop, eine vermeintliche Dokumentation von und über den genialen Streetartist Banksy. Vieles des Gezeigten ist unglaublich, doch nachvollziehbar. Und irgendwann wird es mit dem Alter Ego Mr. Brainwash fantastisch. Man weiß, dass Banksy einen auf die Schnippe nimmt, doch kennt man die Schwelle nicht. Dieser fein nuancierte Witz, gelebt und zelebriert in allen fünf oben beschriebenen Punkten war ein echtes Meisterstück, der Banksy mit seinem Debut bis zur Oscarnominierung für den besten „Dokumentarfilm“- und dem damit verbundenen Ärger seiner Anonymität – gebracht hat.

Wer es direkter und voll auf die Zwölf mag, wird am Diktator sicher seine Freude haben- am Starttag den 17. Mai 2012, nicht zufällig der sogenannte Herrentag, sicherte sich Aladeen den besten Start des Jahres. Und treibt seitdem sein Unwesen in den deutschen Kinos (in 2D). Weitere Informationen gibt es natürlich auf der offiziellen Webseite von Wadiya .

 

Der sagenhafte Sacha Baron Cohen kehrt zurück auf die Leinwand und wieder einmal kümmert er sich herzlich wenig um die Grenzen des guten Geschmacks: DER DIKTATOR erzählt – politisch völlig unkorrekt – die heldenhafte Geschichte eines Machthabers, der um jeden Preis verhindern will, dass sein schönes Land, welches er voller Hingabe unterdrückt, ins Chaos der Demokratie gestürzt wird. Nachdem Admiral General Aladeen (Sacha Baron Cohen) nach Amerika geladen wird, um sein nukleares Atomprogramm zu rechtfertigen, wird er in dem von ihm liebevoll titulierten „Geburtsort von Aids“ kurzerhand gekidnappt und durch einen ihm zum Verwechseln ähnlich sehenden Ziegenhirten ersetzt. Der Diktator findet sich daraufhin schutz- und obdachlos in New York wieder, bis er auf einen „kleinen Mann“ trifft, der, wie sich herausstellt, die Besitzerin eines veganen Öko-Ladens ist und ihm Asyl schließlich bietet… doch Admiral General Aladeen duldet kein Asyl… sondern will seine 14-stündige Rede vor den Vereinten Nationen halten!

Der Stoff basiert auf dem Roman „Zabibah and the King“ (mal wieder eine Ente, Anmerkung des Autoren), der zunächst anonym veröffentlicht worden war, dann aber als literarisches Werk des ehemaligen irakischen Despoten Saddam Hussein enttarnt wurde. Eine Paraderolle für den Briten Sacha Baron Cohen, der bereits als kruder kasachischer Journalist „Borat“ im gleichnamigen Kinoerfolg das Publikum mit intelligentem Humor zum Johlen brachte – und wenig später als schwuler österreichischer Fashion-Experte „Brüno“ für Lachanfälle und volle Kinosäle sorgte. DER DIKTATOR vereint Baron Cohen einmal mehr mit dem originellen Autor und Regisseur Larry Charles („Seinfeld“), der bereits bei „Borat“ und „Brüno“ Regie führte. Neben Baron Cohen, der einst im britischen Fernsehen als „Ali G.“ bekannt wurde, sind Anna Faris („Scary Movie“) sowie Oscar®preisträger Sir Ben Kingsley („Hugo Cabret“) und John C. Reilly („Der Gott des Gemetzels“) in den Hauptrollen zu sehen.

Katy Perry, Pastorentöchterchen mit Hang zum zuckersüßem Kaugummipop, gibt ihr musikalisches und darstellerisches Debut auf der 3D-Leinwand. Mit der stereoskopischen Konzertdoku folgt sie den Jonas Brothers, Justin Bieber und Glee mit einer Mischung aus Lebens-Doku und Konzertfilm ins Kino- vor und hinter den Kulissen. Zum ersten Mal gewährt Katy Perry damit einen intimen Einblick in ihr glamouröses, herzzerreißendes, inspirierendes, verrücktes, magisches, ehrliches und ganz privates Tagebuch. Und in Schlagsahne-sprühende Bustier. Und ganz viel Glitter.
Katy Perry: Part of Me 3D startet am 23. August in den deutschen 3D-Kinos. Weitere Infos folgen schon bald auf der offiziellen Webseite.

Frisch veröffentlicht wurde der zuckersüße Teenage Dream eines Filmplakats mit besonderem Haarbürsten-Einsatz:

 

Kurzinhalt: Es ist DAS musikalische Filmevent des Jahres: KATY PERRY: PART OF ME 3D dokumentiert das Leben des schrillen Superstars vor und hinter den Kulissen. Zum ersten Mal gewährt Katy Perry den Kinozuschauern einen intimen Einblick in ihr glamouröses, herzzerreißendes, inspirierendes, verrücktes, magisches, ehrliches und ganz privates Tagebuch.

Die US-amerikanische Sängerin und Songschreiberin sang 2008 in ihrer ersten Single „I Kissed a Girl”… und den Hörern hat es gefallen: das provokante Lied stieg an die Spitze der US-amerikanischen und der australischen Charts. Der kurz darauf folgende Publikumserfolg „Hot N Cold” war in Deutschland acht Wochen lang Spitzenreiter der Top 10 und machte Katy zu einem internationalen Popstar. Im selben Jahr moderierte sie die MTV Europe Music Awards und gewann die Auszeichnung als Beste Newcomerin. Mit dem Nummer eins Hit ihrer Single „Last Friday Night“ schrieb das amerikanische Fräuleinwunder des 21. Jahrhunderts dann sogar Musikgeschichte: Als erste Frau gelang ihr, was zuvor nur Michael Jackson mit seinem Album „Bad“ geschafft hatte. Insgesamt fünf ausgekoppelte Singles aus ihrem Album „Teenage Dream“ (2010) erreichten Platz eins der amerikanischen Charts.
Die mehrfach mit Platin ausgezeichnete Sängerin entführt ab 23. August endlich auch das Kinopublikum in ihr kunterbuntes und verrücktes musikalisches Wunderland – und das Ganze in 3D! KATY PERRY: PART OF ME 3D ist ein explosionsartiger Zuckerrausch, der den Star auch ganz privat, fernab der Charterfolge, des bunten Kaugummipops und der knalligen Glitzershows zeigt. Ein einzigartiges Erlebnis für jeden Musikkenner, ein Traum für jeden Katy Perry Fan und definitiv ein großer Spaß für 3D-Liebhaber!

Bild © Paramount Pictures · Alle Rechte vorbehalten.