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Jigsaw- Escape Room

JIGSAW- Escape Room als Schockerüberraschung für Kinogäste

Da will man sich ein bisschen passiv gruseln und löst ein Kinoticket für JIGSAW, die Auferstehung der SAW-Horrorfilmreihe. Und plötzlich wird aus dem Spaß ganz realer Ernst, denn das Publikum wird selbst Teil einer großen Falle des Masterminds mit der Vorliebe für fiese Fallen. Ein Jigsaw- Escape Room- wollen wir ein Spiel spielen?
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temporärer ES – Escape Room in Hamburg

Für alle, die lieber Teil der Geschichte sind, als nur zuzuschauen: pünktlich zum Kinostart der Stephen King-Adaption ES könnt ihr euch Clown Pennywise auch in einem Escape Room stellen. Nicht nur für Liebhaber von roten Ballons…

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Robinson Crusoe 360 Grad Video

ROBINSON CRUSOE: Inselentdecker mit 360°-Video

Vor zwei Jahren sprach ich mit Regisseur und Produzent Ben Stassen anlässlich des Kinostarts von DAS MAGISCHE HAUS über die Zukunft von 3D-Filmen. Im Interview mit mir zeigte er sich ganz begeistert vom Potential der Datenbrillen wie Oculus Rift, die ein hohes Maß an Immersion bieten. Im Jahr 2019 wollten wir die Prognosen des räumlich umfassenden Spielfilms mit den tatsächlichen Entwicklungen abgleichen. Und man muss neidlos anerkennen, dass wir einen deutlichen Schritt in die vorhergesagte Richtung gemacht haben.
Für den aktuellen CGI-Animationsfilm ROBINSON CRUSOE entwickelte nWave Picture ein 360 Grad-Video zu Promotionzwecken. Weiterlesen

Nachts im Museum 3 - Augmented Reality

Dinosaurier-Skelett frisst Hund- NACHTS IM MUSEUM 3 wirbt mit Augmented Reality – Panel

Augmented Ambient-Marketing – diese Idee haben zwar schon andere Filme und Serien umgesetzt (Stormhunters in Sydney oder The Walking Dead in Wien), Spaß macht es trotzdem. Zur Bewerbung von NACHTS IM MUSEUM 3 – DAS GEHEMINISVOLLE GRABMAL stellte man in Berlin bei der Warschauer Brücke („Fußgängerzone“, hihi…) einen hochauflösenden Fernseher als Display auf. Mit viel Technik, hyperrealistischem 4K  und einer Spur Magie konnte man in diesem Fenster zur Welt zum einen die mit einer Kamera aufgezeichnete dahinterliegende Umgebung wiedergegeben, erweitert um zum Film passende Videolayer. Dabei kommen natürlich die Elemente aus der Franchise zum Einsatz: Sir Lancelot rennt als Ritter durchs Bild, das Triceratops-Skelett frisst den kleinen Hund, der Vulkan bricht aus und schleudert Lava in die Gegend. Und schließlich erwacht auch der Neandertaler zum Leben, noch viel realer, als es die Passanten erwartet hätten…

Nachts im Museum 3 läuft seit dem 18.12.2014 deutschlandweit in den Kinos. Tipp: Fanpakete mit Freikarten lassen sich noch bei der Verlosung auf DigitaleLeinwand gewinnen.

Bilder © 20th Century Fox· Alle Rechte vorbehalten.

Viel Gebrumm für viele Dollars – Autowerbung in der Filmindustrie

Das Batmobil, die DeLorean – Zeitmaschine aus „Zurück in die Zukunft“, „Knight Riders“ K.I.T.T. oder das Ecto 1 aus „Ghostbusters“ Autos wurden schon immer im Film groß dargestellt. Plumpe Produktplatzierung oder die gekonnte Inszenierung kultiger Karren? Fest steht, dass Kino-Spielfilme für Automobilhersteller eine perfekte Inszenierung ihrer Renn-Boliden  bieten. Kein Wunder, nicht nur Kino gehört zu den beliebtesten Hobby der Deutschen, laut Freizeitmonitor auf Research Newmedia GmbH  Fernsehen die bei weitem beliebteste Freizeitbeschäftigung- 96 Prozent der Deutschen schalten das Gerät mindestens einmal die Woche ein. Wenn James Bond plötzlich nicht mehr Aston Martin, sondern BMW fährt, ist das kein Zufall, sondern ein gut eingekauftes Product Placement, dass auch offen beworben wird. Audi in Marvels „Iron Man“-Verfilmungen – aber sicher („Technik, die begeistert“ ist aber ein Slogan von Opel). Im deutschen Markt ist das ein wenig anders, öffentlich geförderte Filme sollten Schleichwerbung dieser Art eigentlich umgehen, aber auch hier wird man progressiver- wenn Matthias Schweighöfer in einer romantischen Komödie eine A-Klasse fährt, hat Mercedes Benz dabei ganz sicher (und zugegebenerweise) an den Transfer auf die anvisierte Zielgruppe gedacht.

Vor allem lohnt sich die Inszenierung, wenn es sich um coole Girls und Kerle, Technik oder eben um Rennfilme handelt. Den Statistiken nach schaffen es nur eine Handvoll dem Themenkreis Automobil zuzuordnende Filme in den Hollywood-Olymp. Ganz vorne dabei natürlich die Transformers- Franchise, in der sich gigantische Roboter in Sportwagen oder Trucks verwandeln. Mit 200 Mio. USD Produktionskosten schuf Regisseur Michael Bay mit „Dark of the Moon“ einen Mega-Blockbuster, der an den Kinokassen mehr als satte 1,12 Milliarden US-Dollar einspielte. Und Bumm-Bumm-Bay hat noch nicht genug, für das anstehende Sequel „Transformers: Die Ära des Untergangs“ trieb er die Produktionskosten mit einem extrem teuren Fuhrpark nochmals nach oben. Unter anderem kommen ein 1200 Pferdestärken starker Bugatti Grand Sport Vitesse zum Einsatz – Kostenpunkt satte 2,4 Mio. US-Dollar) oder diese hübsche grüne C7 Corvette Stingray.

Transformers 4- Ära des Untergangs- Corvette Stingray

welcher Transformer sich in „Ära des Untergangs“ in der grünen C7 Corvette Stingray verbirgt, ist bisher noch nicht bekannt

Um Werbung für den direkten Abverkauf  dürfte es sich bei den kostspieligen Modellen wohl eher nicht handeln (aber wir brauchen ja auch keinen im Handschuhfach integrierten Transformers als Sonderausstattung). Natürlich ist auch die Rennfranchise Fast & Furious auf der Leinwand für das oktangetränkte Geröhre sehr beliebt. So beliebt, dass Universal auch nach dem Tod von Hauptschauspieler Paul Walker weitere Teile ins Kino bringen will. Derzeit befindet sich Fast & Furious 7 in der Produktion, der bei einem Autounfall verstorbene Walker wird durch ein Digitales Double und BodyDoubles von seinen leiblichen Brüdern ersetzt. Auf die Straße kamen alleine im ersten Teil eine Mischung aus verfügbarer Realität, getunten Flitzern und Männerträumen. Mit dabei ein Honda Civic Coupé (EJ 1),  Nissan Silvia S14a (in Deutschland als Nissan 200SX verkauft), Mazda RX-7, VW Jetta, Mitsubishi Eclipse D30, ein  Honda S2000, Toyota Supra RZ, der getunte Ford SVT F150 Lightning, Nissan Skyline GTR R33, Nissan Maxima 1970er Dodge Charger R/T, den Ferrari F355 F1 Spider und 1970er Chevrolet Chevelle SS. Begleitend zum fünften Teil der Reihe „Fast Five“ gab es dann auch gleich eine breite begleitende Kampagne für den 2011 Dodge Charger.

Cars 2

„Cars“ von Pixar/Disney pulverisiert die Merchandising-Rekorde

Den größten Reibach im filmischen Auto-Segment macht aber eine animierte Franchise: Pixars „Cars“ rannte mit bisher zwei Kinofilmen über die Leinwand, die von Kids deutlich besser aufgenommen wurden, als von den Kritikern. Doch sind die anthropomorphen Flitzer eine wahre Gelddruckmaschine für den Konzern Disney. Man verkauft neben den Tie-Ins wie Spielzeugen, Büchern und Videogames alles mögliche an Merchandising, von T-Shirts über Bettwäschen, Betten in Cars-Form, Plüsch, Heften, Stiften und undenklich vieles mehr. Von 2006 bis 2011 hat die Cars-Franchise allein 10 Milliarden US-Dollar mit Merchandising umgesetzt- und das war noch vor dem Folgefilm. Kein Wunder, dass Pixar/Disney bereist am dritten Teil der Reihe arbeitet.

Für Autowerbung gibt man richtig viel Kohle aus, der jährliche Beweis wird beim SuperBowl angetreten. Der diesjährige Super Bowl XLVII war nach eigenen Angaben mit 108 Mio. TV-Zuschauern in den USA das drittmeist-gesehene Event der TV-Geschichte. Kein Wunder, dass die Werbezeit ein kleines Vermögen kostet. Die Superbowl-Ads sind für manche gar der Grund, überhaupt zuzusehen, werfen die Marketingabteilungen doch das bestmöglich Kreative in den Markt und kratzen ihren ganzen Etat zusammen: ein 30sekündiger Spot war in diesem Jahr für schlappe 4,5 Mio. Dollar zu haben. Doch ließen sich die Schaltung eines Spots in diesem Jahr weder Audi, Kia, Hyundai, Jaguar, Toyota, Volkswagen, Maserati, Chevrolet oder Honda nehmen. Während die KOnkurrenz auf niedliche Tiere, Emotionen und Action setzt, verband Chevrolet die Autowerbung gleich wieder mit einer Film-Promotion. Die Muppets gingen für ihren neuen Kinofilm „Muppets- Most Wanted“ mit dem US-amerikanischen Schauspieler und ehemaliger American-Football-Spieler Terry Crews auf Tour. Ob sich Disey und Chevrolet da die Werbekosten geteilt haben?

https://www.youtube.com/watch?v=N5A3R4XqhOA

Bilder ©  2014 Paramount Pictures. All Rights Reserved. HASBRO, TRANSFORMERS, and all related characters are trademarks of Hasbro. © 2014 Hasbro. All Rights Reserved. , Pixar/Disney · Alle Rechte vorbehalten.

Marketing-Lesson 39. Heute: VIRALES VIDEO

Kommt ein Filmverleiher/Produzent/Festivalchef zur Online-Marketingagentur und wirft eine DVD auf den Tisch. „Hier, wir haben jetzt auch dieses Youtube. Ich will, dass alle das sehen. Aber der Film war schon so teuer, nix Budget. Mach das mal viral.“

Was genau meint er? Virales Marketing ist besonders beliebt. Denn statt sich aufwändig (und damit kostenintensiv) um die Zielgruppen zu bemühen, verbreitet sich das Poster/Video/Zeugs einfach wie eine Grippe. Durch Niesen. Kleiner Witz. Aber so wie die gute alte Telefonlawine der Drei Fragezeichen. Denn weil das Video sooooo toll ist, zeigt es jeder seinen besten drei Freunden. Und die zeigen es wieder ihren besten drei Freunden. Und so haben wir nach den Gesetzen von Facebook, Xing und dem Small World Phenomenon innerhalb von vier Tagen die gesamte Menschheit mit der Werbebotschaft erreicht (Sex, süße Tierbabys und leichtbekleidete Testimonials helfen dabei) . Muhahaha, Weltherrschaft!

Das Problem dabei:  die Video, von denen sich der Chef wünscht, sie sollten sich viral verbreiten, sind meist so uninteressant, dass man den Zuschauern freiwillig Geld dafür bezahlt, dass sie sich das ansehen. Denn damit ein Video wirklich viral läuft und zu Millionen Klicks führt, ist harte Arbeit erforderlich.

Wie das genau funktioniert, zeigt nun das Video der kanadischen Firma Buyral, die schon den größten Webvideo-Erfolgen auf die Sprünge geholfen haben. Aber seht selbst, welcher Aufwand und welch soziales gesellschaftliches Engagement in viralen Videos wirklich steckt:

(Danke an Doro für den Hinweis!)

 

Premiere des Crysis 2-Trailers als analoges Daumenkino

Trailer bewerben Filme, laufen im Vorprogramm des Kinos oder auf Rechner, Fernseher und Mobilgerät. So war es einmal, mittlerweile gibt es Trailer für viele Produktarten, und es geht auch gänzlich analog mit einem Daumenkino. 

Electronic Arts und Crytek haben am 6. April  in New York ein Promotion-Event für das neue Computerspiel Crysis 2 abgehalten. Um auf das Event aufmerksam zu machen, wurden Daumenkinos an ausgewählte Personen verschickt, die den Teasertrailer in Standbildern enthält. Schnell durchgeblättert entsteht so Bewegung und aus den Bildern wird ein Film. Natürlich ist Kino immer noch das Größte, so hat man den echten Film-Trailer dann erstmals auf dem Promoevent der neugierigen Masse präsentiert.

Und wenn man jetzt statt normal bedrucktem Papier noch Lentikularbilder benutzt, würde das sogar in 3D funktionieren. Das wäre ein teurer, aber auch sehr bemerkenswerter Spaß!

Hier ein Video vom Crysis 2-Trailer-Daumenkino:


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Hochgeladen von AllGamesBeta. – Klicke hier für mehr Konsolen und PC-Spiel Videos.

(via Onipepper)

Paranormal Activity dankt seinen Fans auf DVD und Blu-ray – und Du kannst dabei sein!

Clever, clever! Nachdem der Mikro-Budget Film „Paranormal Activity“ aus den Produktionskosten von 11.000 $ mittlerweile in knapp 100 Millionen $ verwandelte, horcht das gesamte Below-the-Line-Filmmarketing wieder auf. In einer sehr cleveren Aktion mit urbanen Mythen (Steven Spielberg verflucht), Filmreaktions-Trailer, Mitternachts-Previews, Twitter-Feedbacks und einem Kino-on-Demand-System hat der Film es zu einem US-weitem Release gebracht, ich hatte bereits darüber berichtet.

01_ParanormalActivity

In Deutschland läuft noch das Marketing im Vorfeld des Filmstarts im vollen Gange: der Filmstart wurde bereits aufgrund des US-Erfolges auf den 19.11. vorgezogen. Und auch in Deutschland kann man für seine Stadt voten. Ich frage mich allerdings, ob dies einen wirklich Einfluss auf den Filmstart haben wird, denn zur Auswahl stehen eh nur 45 Städte. Seit Start der Aktion wurden in Deutschland rund 7.700 Stimmen abgegeben- in den USA hatte man sich die magische Grenze von 1 Million gesetzt- und erreicht. Spitzenreiter im Deutschland-Voting sind bisher Saarbrücken mit 410 Stimmen, Berlin mit 399 und Düsseldorf mit 333 Stimmen. Wenn ihr den Film in ein Kino eurer Nähe holen wollt, könnt ihr ihr mitmachen.

In den USA ist man bereits einen Schritt weiter und vermarktet die anstehende DVD. Datenträger haben es gegenüber den legalen und illegalen Downloads zunehmend schwerer, also lässt man sich was einfallen. Und man munkelt, dass der Film gar nicht sooo großartig und furchterregend ist, man hat sich wohl einen Phänomen hingegeben. Aber wer wäre nicht gebauchpinselt, wenn sein Name im Abspann des Films steht? „Herr der Ringe“ hat es mit der Auflistung des gesamten Fanclubs vorgemacht, Paranormal Activity zieht nach. Und Paramount Pictures fragt die Fans um Erlaubnis: auf der Webseite  http://www.paranormalactivityproject.com kann man noch bis Montag, den 9. November 2009, 12h PST (das entspricht 21h bei uns) seinen Namen hinterlassen, der dann auf DVD und Blu-ray veröffentlicht wird. (Bitte auch das Kleingedruckte lesen, da man Paramount die weltweite Werbung mit dem Namen erlaubt.)

Ich bin dabei. Nicht weil ich den Film so großartig finde (konnte ihn ja noch gar nicht sehen), sondern weil ich das gesamte einfallsreiche Marketing wirklich gute Arbeit geleistet hat. Chapeau!

Bild: © Central Film