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Schlag gegen Raubkopierer: Kino.to ist dicht

Mit Razzien in Deutschland, Spanien, Frankreich und den Niederlanden hat die Polizei heute einen großen Schlag gegen die Filmraubkopierer von Kino.to durchgeführt. Die Domain kino.to wurde von der Polizei beschlagnahmt und mit einem Warnhinweis versehen.

Die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU) teilte mit, dass Wohnungen, Geschäftsräume und Rechenzentren durchsucht und dabei 13 Personen verhaftet wurden. Auch Streamhoster wurden vom Netz genommen. Möglich machte dies der „Verdacht der Bildung einer kriminellen Vereinigung zur gewerblichen Begehung von Urheberrechtsverletzungen“.

Die GVU hatte bewertet, dass es sich bei kino.to um ein „arbeitsteiliges parasitäres Geschäftsmodell handelt, welches auf Grundlage von systematischen Verletzungen von Urheber- und Leistungsschutzrechten einzig zu dem Zweck etabliert wurde, allen Beteiligten dauerhafte Einkünfte aus illegalen Profiten zu verschaffen“.

Die Ermittlungen werden weiter fortgesetzt.

Sehr amüsant: die Kriminalpolizei hat einen Warnhinweis auf der Startseite hinterlassen, nachdem sie die Seite beschlagnahmte.
Darauf heißt es wörtlich:

Die Kriminalpolizei weist auf Folgendes hin:

Die Domain zur von Ihnen ausgewählten Webseite wurde wegen des Verdachts der Bildung einer kriminellen Vereinigung zur gewerbsmäßigen Begehung von Urheberrechtsverletzungen geschlossen.

Mehrere Betreiber von KINO.TO wurden festgenommen.

Internetnutzer, die widerrechtlich Raubkopien von Filmwerken hergestellt oder vertrieben haben, müssen mit einer strafrechtlichen Verfolgung rechnen.

Hier ein Screenshot:

Eigentlich hatte ich zusätzlich zum Warnhinweis ein rotes Stoppschild erwartet…