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Tiefe Schluchten, atemberaubende Höhen, Kletterer im Fels ― und das alles ab heute hautnah, denn das Zweite bringt die Dritte!

Die Brüder Alexander und Thomas Huber, dem Nicht-Kletterer als schlüsselvergessliche Milchschnitten-Futterer bekannt, haben sich ihrer letzten großen Herausforderung gestellt: Die „Karma“, eine der schwersten Kletterrouten weltweit. Ist das ZDF oft verschrieen für Seniorenpublium im Alpenpanorama, mit dieser 3D-Dokumentation direkt von der Steilwand haben sie das Genre Bergfilm neu definiert. Und weil das Internet ja moderner als das Fernsehen ist, kamen klassische Gebührenzahler nur in den Genuss einer 2D-Fassung, im Netz gibt es die Huberbuam aber exklusiv in 3D zu sehen. Stereoskopie direkt von der Steilwand, nix für Leute mit Höhenangst, aber unbedingt was für 3D- und Dokumentarfilm-Freunde!

 

Es hat ein wenig gedauert mit den 3D-Experimenten im öffentlich-rechtlichen Fernsehen, man erinnere sich an die Anaglyph-Klassiker und Slavas Snow-Show auf arte. Mit den Huberbuam präsentiert das Zweite Deutschen Fernsehen nun ihre erste stereoskopische Eigenproduktion, die im TV allerdings nur in 2D zu sehen ist, im Netz hingegen live und als Download stereoskopisch vorliegt. Die Doku über die weltweit erfolgreichen Extremkletterer Thomas und Alexander Huber wurde in den Berchtesgadener Alpen gedreht, wo die sehr schwierige „Karma“-Route bestiegen wird. Regisseur Jens Monath , Kameramann Claus Köppinger und Stereographer Alaric Hamacher zeigten mit ihrem Team ganzen Einsatz und hingen sich mit ihren Kamerasystemen in die Steilwand. Das wäre mit den bisherigen- aufgrund ihrer Größe liebevoll „Kühlschränken“ genannten-  Stereo-Kamerasystemen nicht möglich gewesen, gedreht wurde mit acht 3D-Systemen, im Spiegel-Rig , mit 3D-Kompaktkameras, DSLRs Side-by-Side, sowie einer völlig neuen Minikamera, der SinaCam. Eine echte Herausforderung  für die Extremkamera-Männer, die nicht nur mit den Höhen, sondern auch der Witterung und den alpinen Lichtverhältnissen zu kämpfen hatten.

Die Doku verspricht einen modernen Bergfilm „mit noch nie gesehenen dreidimensionalen Klettersequenzen, Zeitrafferaufnahmen und Landschaftsbildern, in denen man die Tiefe des Raumes erspüren kann”. Und auch ZDF-Programmdirektor Dr. Thomas Bellut schwärmt: „Viel näher kann man einer Magnesiumwolke, fliegenden Seilen und baumelnden Bergsteigerfüßen nicht kommen”.

Alle Informationen über dieses spektakuläre Projekt gibt es auf der Themenseite www.huberbuam.zdf.de (Update: Link entfernt, da nicht mehr gültig)!

 

Hier kann man sich die Dokumentation Huberbaum – 3D in voller Länge in 3D ansehen: 

[UPDATE: das Video ist nicht mehr verfügbar, stattdessen gibt es nun den Trailer]

Über den Youtube 3D-Player ist auch die direkte Ansicht auf einem regulären Display mit Anaglyphenbrille (wer keine hat, kann hier eine passende Rot-Cyan-Brille kostenlos bestellen) oder für Besitzer von S3D-fähigen Endgeräten in ihrem gewünschten 3D-Format möglich. Das ZDF stellt die Dateien in vollem HD mit H264 – MPEG-4 AVC, Part 10 (Video) und MPEG AAC, Stereo @ 48KHz (Audio) in 5Bit und 12Bit als Side-by-Side und als Anaglyph-Fassung zum kostenlosen Download zur Verfügung.

Die Langfassung der Dokumentation ist in der ZDF-Mediathek abrufbar, die mittlerweile auch eine iPad mit sich bringt. Eine 15minütige Kurzfassung ist heute um 17.15 Uhr auf Sky 3D als 3DTV-Premiere zu sehen.

Mein Download von 3,6 GigaByte ist mittlerweile auf dem Stick, ich geh dann mal an den 3DTV, Klettern! Hals- und Beinbruch!

Bilder © ZDF, Peter Borig  · Alle Rechte vorbehalten.