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Cloudy with a Chance of Meatballs (Phil Lord)

Cloudy with a Chance of Meatballs (dt: „Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen“) hat zwar einen sperrigen Titel, könnte aber auch die Sicht auf Fastfood komplett verändern. Der Film handelt von eimem Wissenschaftler, der eine neuartige Maschine entwickelt: sie produziert aus Wasser unterschiedliche Speisen. Der neue Film aus dem Hause Sony Pictures Animation ist die Umsetzung vielfach ausgezeichneten Kinderbuch-Bestseller von Judi und Ron Barrett. Regie führen Phil Lord und Chris Miller. Der Film wurde nicht nur mit mit 3D-Software produziert, sondern ist auch der erste stereoskopische Film aus dem Hause Sony Pictures.

© 2009 Sony Pictures Releasing GmbH

Flint Lockwood, ein eigenbrötlerischen Erfinder mit bisher mäßigem Erfolg, steht vor der Entdeckung seines Lebens: einer Maschine, die zur Freude aller Kinder Essen produziert. Doch Erfinder haben immer auch Neider:  der überaus gierige Bürgermeisters spielt die Maschine verrückt und verursacht plötzlich essenstechnische Unwetter. Was passiert, wenn es plötzlich Hamburger schneit und Fleischbällchen regnet? Die Moral von der Geschicht‘: Mit Essen spielt man nicht!

Auf der internationalen Filmwebseite gibt es neben dem üblichen Material mit Charakteren, Infos über die Story, Trailer und Bildschirmhintergründen auch mehrere Spiele. Im Spiel „Food Fight“ muss man einen lästigen Affen durch das Werfen von unterschiedlichen Nahrungsmitteln in Schach halten. Eine ziemliche Sauerei, ab und zu darf der Bildschirm von innen per Fensterputzer-Gummi wieder gereinigt werden. Besonderheit- das Spiel kann auch in 3D gespielt werden (allerdings ist dafür eine Anaglyphen Rot-Blau-Brille erforderlich)! Mit Essen spielt man eben doch!

Filmstart in den USA ist der 18. September, bei uns läuft er einen Monat später ab dem 15. Oktober. In ausgewählten Kino natürlich in einer digitalen stereoskopischen Fassung.

Hier der deutsche Trailer:

Death saved the best for 3D- Trailer für The Final Destination

Hier ist nun der erste Trailer für den vierten Teil der Horror-Franchise mit dem Titel „The Final Destination“, auch bekannt als „FD4“ oder „Death Trip“. Nach Flugzeugabsturz, Verkehrsunfall und Achterbahnabsturz dient nun ein NASCAR-Rennen als Einstieg in den Horrorfilm. Das spannende ist gar nicht wer überlebt, sondern durch welche Kettenreaktionen die Delinquenten vom Gevatter dahingerafft werden.

Das Versprechen „Death is closer than ever in Digital 3-D“ löst der Film sicherlich ein. Sehr zum Schmunzeln fand ich den Zusatz im Billingblock: „2D in ausgewählten Kinos“. Das ist ja ein Paradigmenwechsel! 🙂

Auch die Webseite hat ein neues Gesicht bekommen, das Postermotiv ist nun mit 3D-Effekt-Scherben animiert, sonst aber weiterhin recht inhaltsleer.

Und hier der taufrische Trailer:

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The Final Destination – Horror in 3D

Auch die Horror-Franchise Final Destination setzt auf ein dreidimensionales Erlebnis. Der vierte Teil unter dem Titel „Death Trip“ lässt nach bewährtem Muster alle entkommenen Opfer eines Autorennens nach und nach doch den Tod finden. Die Frage ist also weniger WER stirbt, sondern WIE er oder sie ums Leben kommt. Regie führt David R. Ellis, der bereits den zweiten Teil der Reihe umgesetzt hat

Der Horrorfilm startet in Deutschland am 3. September 2009. Natürlich in ausgewählten Kinos als stereoskopische 3D-Fassung. Trailer und Co gibt es noch nicht, auch die offizielle Webseite ist noch gähnend leer. Aber das Filmplakat mit lustigem Wortspiel wurde frisch veröffentlicht. Creepy, aber erstaunlicherweise ohne Hinweis auf 3D!

Poster Final Destination: Death Trip

Poster The Final Destination - © Warner Bros.

Blue Man Group kommt als 3D-Konzertfilm ins Kino

Nach diversen Musik-CDs und -DVDs, unendlich vielen Liveshows und mehreren Konzertourneen bringen die blauen Männer ihre Kunststoff- Röhren auf die dreidimensionale Leinwand. Der in Seattle lebende Kurz- und Werbefilmer David Russo führt Regie, Lisa Robinson schreibt das Drehbuch für diesen Musikfilm.

Regisseur Russo beschreibt die Filmhandlung so:

“the Blue Men entering the brain of a socially and creatively congested person and observing his neural patterns and his habitual brain functions and memory and altering it in a way that helps him bring his inside life outside.” 

Die Erfinder der blauen Männer, Chris Wink, Phil Stanton und Matt Goldman werden selber im Film mitspielen und die Musik beisteuern. Auf der Bühne ihrer Liveshows sind sie in der Regel ja durch Rhythmiker ersetzt, was hinter der blauen Fassade nicht auffällt. Der Produktion soll im ersten Quartal 2010 beginnen, der US-Filmstart ist für die erste Hälfte des Jahres 2011 geplant. Der Film soll als IMAX 3D veröffentlicht werden.

Der Sound der Blue Man Group kam übrigens bereits als Filmmusik für „Terminator 3: Rise of the Machines“, „Robots“ und „Space Champs“ zum Einsatz. 

Wer vorher noch nie von der Blue Man Group gehört hat, sollte sich dringend die Show ansehen. Die läuft seit vielen Jahren weltweit, in Europa ist sie nur in Berlin im BlueMax zu sehen, einem ehemaligen IMAX-Dome-Kino. So schliesst sich der Kreis. 🙂

Für den Einstieg empfehle ich das immer noch rockig aufregende Erstlingswerk Audio.  Dort kommt man in den Genuss der neu entwickelten Instrumente wie dem Chapman-Stick, dem Airpole oder dem Tubulum. Es gibt mittlerweile eine Reihe von CDs, auch in 5.1-Ton, und Konzert-DVDs für den Heimgebrauch.

Und hier noch ein Beispiel mit dem „Drumbone“, dem „Trommelknochen“ auf Youtube:

 

Wim Wenders dreht 3D-Film über Choreographin Pina Bausch

3D ist nur was fürs Genrekino, vornehmlich Animations, SciFi- und Horrorfilme? Willkommen im Heute. Wim Wenders hat ganz frisch per Pressemitteilung die Produktion seines ersten 3D-Films bekanntgegeben. Zusammen mit der Choreographin Pina Bausch erarbeitet Wenders derzeit einen stereoskopischen Tanzfilm mit dem Titel „Pina“.

„Die zweidimensionale Kinoleinwand war bislang nicht in der Lage, weder emotional noch ästhetisch, Pina Bauschs Arbeit gerecht zu werden. Als ich vor 25 Jahren zum ersten Mal ihr Tanztheater sah, war ich zutiefst bewegt und verzaubert. Sie hat mich menschliche Bewegung, Gesten und Gefühle vollkommen neu verstehen und wahrnehmen lassen. Und diese Magie möchte ich in enger Zusammenarbeit mit Pina Bausch und ihren Tänzern und Tänzerinnen auf die Leinwand transponieren. 3 D wird uns die Möglichkeit geben, den Zuschauer direkt mit auf die Bühne zu nehmen, mitten hinein ins Zentrum des Geschehens.“

Wer Pina Bausch nicht kennt: sie gilt als eine der bedeutendsten Tänzerinnen und Choreographinnen weltweit. Seit 1973 leitet die Deutsche das Tanztheater Wuppertal. Ihr Stil ist unverkennbar: neben dem Tanz haben auch Gesang, Pantomime, Sprache und Alltagsgesten einen wichtigen Anteil am Bühnengeschehen. Ab September soll gedreht werden. Elemente werden unter anderem Bauschs Stücke „Café Müller“, „Das Frühlingsopfer“ und „Vollmond“ sein. Dafür produziert Neue Road Movies zusammen mit dem Tanztheater Wuppertal. Musikfilme sind für Wenders kein Novum, man erinnere sich an den weltweit sehr erfolgreichen „Buena Vista Social Club“ und den eher lokal erfolgreichen „Viel passiert – Der BAP-Film“.

Liebe Kritiker digitaler und stereoskopischer Kino-Inhalte, hier ein Aufruf. Bisher haben vor allem die Arthouse-Kinos keinerlei Interesse an der Digitalisierung gezeigt. Es fehle überhaupt an 3D-Inhalten. Die verfügbaren Filme sprechen ein reines Multiplex-Klientel an. Und überhaupt müsste man erstmal schauen, ob sich die Digitalisierung durchsetzt. Diese Argumente kennen wir. Nun kommt ein ambitioniertes Kunstprojekt von Wim Wenders. Jenseits des Mainstreams wagt er etwas Neues. Lasst es nicht daran scheitern, dass es nicht ausreichend 3D-fähige Leinwände gibt, die den Film erlebbar werden lassen. Ansonsten laufen Wenders-Filme ab demnächst im Multiplex. Das nennt man verscheuchte Zielgruppen…

Journey to the Center of the Earth (Eric Brevig)

Durch einen isländischen Vulkan gelangen der Geologie-Professor Trevor Anderson, dargestellt vom Actionarchäologen Brendan Fraser, mitsamt Neffe Sean und ihrer Bergführerin Hannah in eine fantastische historische Parallelwelt- im Kern der Erde. Auf der Suche nach dem Ausgang werden die Bedrohungen der Reihe nach abgehakt: Abgründe, Lava, fleischfressende Pflanzen, Meeresungeheuer, Flugpiranhas, ein hungriger Tyrannosurus Rex und eine an Indiana Jones erinnernde Lorenfahrt im Bergwerk.

Der Film wurde als erster 3D-Realfilm der neuen Generation extra für das 3D-Erlebnis gedreht. Und auch nur so macht er Sinn, auf einer digitalen 3D-Leinwand mit entsprechender Brille. Die Effekte täuschen nur manchmal über die schwache Storyfassung des Buchklassikers von Jules Vernes hinweg. Da geht es mehr um das „was bedroht mich als nächstes“ als „oh, wie gut ist die Geschichte umgesetzt“. Man lässt auch keine effekthaschende Spielerei aus, die man sonst aus Vergnügungsparks kennt. Aber das ist auch eher nicht verwunderlich, holte sich Walden Media den Effektspezialisten Eric Brevig (Men in Black, The Day after Tomorrow) als Regisseur für dieses Werk. Fazit: In 3D ein Spaß, ansonsten belanglos. Auch wenn der Film eher schwach ist, für mich war es ein besonderes Erlebnis: Mein erster (neuer) 3D-Film, mit meiner ersten digitalen Kinoprojektion, zum erstem mal in der sehr schönen neuen Berliner Astor-Filmlounge in Berlin.

Während der Film in den USA bereits seit Mitte Juli lief, war er in Deutschland erst ab dem 5. März zu sehen. Natürlich in ausgewählten Kinos als stereoskopische Fassung. Der Film wurde mit einem für amerikanische Verhältnisse eher kleinem Produktionsbudget von 60 Mio. $ umgesetzt, und spielte weltweit ein Vielfaches ein: rund 241 Mio $, davon mit etwa 160.000 Besuchern rund 1,4 Mio in Deutschland.

Und hier noch der Trailer:

Bolt (Byron Howard)

Den Beginn des 3D-Kinojahres 2009 eröffnete der Animationsfilm Bolt unter der Regie von Byron Howard aus dem Hause Disney Animation Studios. Nicht zu verwechseln mit Filmen von Pixar, die ja seit einiger Zeit auch zum Disney-Konzern gehören. Oder viel mehr Disney zu Pixar…

Der weiße Schäferhund Bolt ist der Star seiner eigenen TV-Actionserie. Im Studio aufgewachsen, glaubt er die selben Superkräfte wie seine TV-Figur zu haben- durch gentechnische Veränderung beherrscht er den Super-Beller und hat den Laserblick. Durch einen Zufall landet er in New York und realisiert, dass eben alles anders ist, seine Superkräfte nicht funktionieren. Aber er findet neue Freunde: Hamster Dino (eigentlich Rhino) lebt in einer großen Plastikkugel und kennt jedes Bolt-Fernsehabenteuer bis ins Detail. Ein echter Fan eben. Die etwas sarkastische Katze Mittens verfügt über die erforderliche Streetcredibility und Kenntnisse, wie auch verwöhnte Hunde auf der Strasse überleben. Seine beiden Weggefährten begleiten ihn bei seinem Weg zurück zu Frauchen Penny, die vermeintlich entführt wurde- der Film wird zum Roadmovie quer durch die USA.

Weil Disney sehr auf Crossmarketing setzt, wird Penny von Miley Cyrus, aka Hannah Montana gesprochen. Und liefert natürlich einen Song zum Film ab. John Travolta vertonte Bolt. Die Story ist zwar bunt und cartoony, der Film sogar etwas besser als der Trailer vermuten lässt. Unterhaltsam wird der Film durch seinen zitierfreudigen Wortwitz und die Seitenhiebe auf die Filmbranche.

Filmstart war in Deutschland der 22. Januar 2009, in den USA lief der Film bereits seit Mitte November des Vorjahres. Natürlich war der Film in ausgewählten Kinos auch in Disney 3D zu sehen. Bolt erreichte ein weltweites Einspiel von 294 Mio $, davon etwa umgerechnete 8 Mio aus Deutschland. Das Produktionsbudget betrug etwa 150 Mio $. Hat sich finanziell gesehen doch gelohnt. Mehr Infos auf der Film-Webseite.

Hier der deutsche Trailer:

G-Force (Hoyt Yeatman)

In einer Mischform aus Animation und Realfilm kommt im Sommer der neue 3D-Film aus dem Hause Disney in unsere Kinos. Die G-Force ist eine Einheit von Spezialagenten, die geheime Missionen für die US-Regierung ausführen. Und sie sind Meerschweinchen (das G im Namen steht für die englische Bezeichnung Guinea Pig), unterstützt von einer Fliege und einem Maulwurf. In ihrer Mission werden die tierischen Agenten auf einen diabolischen Milliardär angesetzt, der die Welt mit Hilfe von Haushaltsgeräten erobern will.

Animationsfilme leben immer von den Leihstimmen der Schauspieler. Hier sind Penelope Cruz als Agent Juarez mit Martial Arts-Fähigkeiten und Nicolas Cage als Maulwurf-Agent Speckles mit besten Kenntnissen im Fach Cyber Tech mit von der Partie.

Dieser Film ist das erste 3D-Werk des Produzenten Jerry Bruckheimer. Regisseur Hoyt Yeatman ist eigentlich als Specialeffects-Experte aus Filmen wie The Fly, Armageddon oder Camerons The Abyss bekannt, für den er einen Oscar gewann. Mal sehen, ob das überdrehte Tierabenteuer G-Force auch preisverdächtig wird.

Filmstart ist der 24. Juli, in Deutschland ist er ab dem 13. August 2009 zu sehen. Natürlich in ausgewählten Kinos auch als stereoskopische Fassung in Disney 3D. Mehr auf der offiziellen Webseite von Disney.

Und hier die Trailer:

Hannah Montana/Miley Cyrus & Jonas Brothers (Bruce Hendricks)

Das sind ja gleich viele Namen auf einmal in nur einem Artikel. Es geht aber auch um zwei 3D-Filme aus dem Hause Disney. Mit den Namen wird es noch ein wenig komplizierter:
Hannah Montana ist ursprünglich eine Sitcom über ein normales Mädchen, Miley Stewart, das die Middle School bzw. High School besucht. Abends verwandelt sie sich mit Hilfe einer blonden Perücke in die erfolgreiche Pop-Sängerin Hannah Montana. Darstellerin der Figur ist Miley Cyrus, warum dieses Namenschaos veranstaltet wird, weiß ich auch nicht. Die Fernsehserie war so erfolgreich, dass das Mädel 2007 mit einem Konzert durch Amerika getourt ist. Im Film Hannah Montana & Miley Cyrus: Best of Both Worlds Concert geht es um die Tour, die Auftritte und die Pannen drumrum. Gibt es für die Kids, die nicht zum Konzert durften, auch in einer 3D-Fassung seit dem 10. April 2009 im Kino. Und in 2D folgt im Juni noch ein Spielfilm:Hannah Montana- The Movie.
Das männliche Spin-Off der Serie sind die Jonas Brothers. Die hatten nicht nur Gastauftritte bei Hannah Montana, sondern bekommem ihren eigenen 3D-Film mit dem Titel Jonas Brothers: The 3D Concert Experience. Ein dreidimensionaler Konzertfilm der 2008 absolvierten Burning Up Konzerttour, kombiniert mit dokumentarischem Material über die drei Brüder Kevin, Joe und Nick. IN 3D in Deutschland ab dem 22.10.2009.
Bei IMDb glänzen die Teenager-Franchise-Werke, beide in der Regie von Bruce Hendricks, mit drei, bzw. einem von zehn möglichen Sternen. Irgendwie habe ich gar keine Lust mich weiter damit zu beschäftigen. Ich glaube, ich bin dafür einfach- zu alt.

Wem die Lust nicht vergangen ist- hier die Trailer: