Ein Film für Pina Bausch von Wim Wenders

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Im Februar 2011 wird nicht nur eines der ersten deutschen stereoskopischen Filmprojekte auf der Kino-Leinwand zu sehen sein, mit dem 3D-Arthaus-Film PINA in der Regie von Wim Wenders betritt man auch auch filmisches Neuland. Die Neue Road Movies plante und produzierte zusammen mit dem Tanztheater Wuppertal – Pina Bausch einen abendfüllenden Film über das Tanztheater der im Jahr 2009 verstorbenen Choreografin Pina Bausch. Tanz ist Bewegung im Raum. Und mit den modernen technischen Möglichkeiten des stereoskopischen 3D-Kinos wird dieser sich öffnende Raum hinter der Leinwand gefüllt mit Tänzerinnen und Tänzern, bewegten Geschichten und fantastischen Impressionen. Der Zuschauer verlässt seine Perspektive als Teil des Publikums und wird Teil des Bühnengeschehens- kraftvoller Tanz trifft in seinen Bildern auf intime Nähe.

PINA ein besonderes Filmprojekt. Und bekommt in diesem Kanal von DigitaleLeinwand.de einen besonderen Platz, an dem es nicht nur Texte und Bildmaterial zu entdecken gibt, sondern auch sukzessive Materialien wie Teaser und Trailer, Filmplakate, Interviews und Produktionsdetails.

Wim Wenders’ PINA feiert seine Welturaufführung Anfang Februar 2011 im Wettbewerb der 61. Internationalen Filmfestspiele Berlin, der Berlinale (außer Konkurrenz). Am 24. Februar 2011 startet PINA in den deutschen stereoskopischen 3D-Kinos.

PINA - Plakat Berlinale 3D

Die NEUE ROAD MOVIES und das TANZTHEATER WUPPERTAL PINA BAUSCH produzieren einen Tanzfilm in stereoskopischem 3D. „Die zweidimensionale Kinoleinwand“, so Wim Wenders, „war bislang nicht in der Lage, weder emotional noch ästhetisch, Pina Bauschs Arbeit gerecht zu werden. Als ich vor 25 Jahren zum ersten Mal ihr Tanztheater sah, war ich zutiefst bewegt und verzaubert. Sie hat mich menschliche Bewegung, Gesten und Gefühle vollkommen neu verstehen und wahrnehmen lassen. Und diese Magie möchte ich auf die Leinwand transponieren. 3D wird uns die Möglichkeit geben, den Zuschauer direkt mit auf die Bühne zu nehmen, mitten hinein ins Zentrum des Geschehens.“

Der Produzent Gian-Piero Ringel: „Bisher gibt es in 3D noch kein Programm abseits des Mainstreams. 3D Produktionen werden noch ausschließlich nach kommerziellen Gesichtspunkten entwickelt. Wir erwarten mit PINA einen 3D Arthouse-Film mit großem internationalen Potential – Wim Wenders als Regisseur, die Choreographien von Pina Pausch, die Darbietung des Tanztheater Wuppertal und Alain Derobe als Stereograph können als Garanten für einen künstlerisch äußerst anspruchsvollen Film gewertet werden der im Bereich 3D neue Maßstäbe setzen wird.“

Pina Bausch war von 1973 bis 2009 künstlerische Leiterin des Tanztheater Wuppertal und schuf einzigartige und bahnbrechende Choreographien, die die Sprache des Tanzes erweitert und neu formuliert haben. Zahlreiche Stücke sind legendäre Erfolge geworden und wurden immer wieder weltweit in ausverkauften Gastspielen gezeigt. Am 30. Juni 2009 verstarb Pina Bausch plötzlich. Ihr Werk zeichnet sie aus als eine der bedeutendsten Choreographinnen des 20. Jahrhunderts.


Neben den Aufnahmen verschiedener Soli der Tänzerinnen und Tänzer des Tanztheaters Wuppertal wurden vier Stücke vollständig für PINA aufgezeichnet:

[sws_ui_tabs ui_theme="ui-smoothness"][tabs_panel title="Café Müller"]CAFÉ MÜLLER ist ein geradezu minimalistisches Stück, von sechs Tänzern/Darstellern gespielt. Die Bühne zeigt einen nackten grauen Ort, der nur von Kaffetischen und Dutzenden von Stühlen angefüllt ist. Die Darsteller und Tänzer versuchen, zueinander zu finden. Aber durch den vollgestellten Raum werden ihre Bewegungen verlangsamt und überhaupt eingeschränkt. Sie agieren wie Schlafwandler, mit geschlossenen Augen, wie in Trance, und so bleiben sie einander Fremde, die blind umeinander irren. Nur ein Mann, offenen Auges, versucht den anderen zu helfen, zueinander zu finden, und öffnet ihnen frenetisch Passagen durch den Stühlewald, indem er Möbelstücke zur Seite wirbelt. Zu der melancholischen Musik von Henry Purcell erzählt CAFÉ MÜLLER von Einsamkeit und Sehnsucht, in der Atmosphäre einer Traumwelt. [/tabs_panel] [tabs_panel title="Sacre du printemps"]SACRE DU PRINTEMPS ist eines von Pina Bauschs meistaufgeführten und erfolgreichsten frühen Stücken, welches ihre Arbeit einem großen Publikum bekannt machte, nach IPHIGENIE AUF TAURIS und ORPHEUS UND EURIDIKE. Die ganze Bühne ist knöcheltief mit Torf angefüllt, so dass alle Bewegungen der Tänzer Spuren hinterlassen und keine leichtfüßigen Aktionen mehr möglich sind. Langsam wird daraus eine archaische Arena, in der die Geschlechter sich gegenseitig bekämpfen. Eine Frau wird schließlich in einem Ritual geopfert. Die rhythmische Musik Igor Stravinskys verstärkt die gewalttätige Gruppendynamik, die allmählich alle individuellen Reaktionen auslöscht.[/tabs_panel]

[tabs_panel title="Vollmond"]VOLLMOND zeigt Pina Bauschs Kunst in voller Blüte. Eine überschäumende Musik bestimmt das Stück, genau so wie das großartige Bühnenbild von Pinas langjährigem engen Mitarbeiter Peter Pabst.
Ein großer Fels beherrscht die Szenerie (ja, er wird bestiegen…) sowie ein Wassergraben, der die Bühne wie ein Fluss teilt. (Und ja, alle Akteure werden pitschnaß…) Zwölf Tänzer spielen in der silbernen Landschaft, und sind dem Regen und schließlich dem Orkan ausgeliefert, und suchen fieberhaft nach der Liebe, auch hier ist ein Kampf (oder Krieg) der Geschlechter das Zentrum aller Beziehungen. Wie in allen neuen Stücken von Pina Bausch führt das mitunter zu leichten und humorvollen Situationen, oft aber auch zu Angst und schrecken. So spielerisch das Stück beginnt, so wild und ungezügelt wird es gegen ende, wenn die zwölf Tänzer bis zur völligen Verausgabung toben. [/tabs_panel]

[tabs_panel title="Kontakthof "]KONTAKTHOF könnte in vieler Hinsicht als die Summe von Pina Bauschs Arbeiten angesehen werden. Es findet an einem einzigen Ort statt, einer großen Tanzhall, oder einem Theater. Der hohe Raum ist gänzlich leer, ist nach vorne hin offen zum Publikum, offen wie ein Guckkasten eben, und die anderen drei Seiten sind mit langen Stuhlreihen bestückt. Männer und Frauen sitzen dort aufgereiht, gegen die Wände. Langsam begeben sie sich in alle möglichen Begegnungen, einige vorsichtig und abtastend, andere wild und ungestüm. Manchmal ist ein einzelnes Paar auf der Tanzfläche, manchmal die gesamte Besetzung von 30 Tänzern.
Pina Bausch schuf dieses Stück mit ihrem Ensemble im Jahr 1978, hat es dann Jahre später, 2000, noch einmal einstudiert und neu aufgeführt, aber diesmal nicht mit ihrer regulären Tanztruppe, sondern mit nicht-professionellen Tänzern, mit Amateuren, und zwr mit solchen, wie sie sonst in diesem Zusammenhang nie vorkommen: mit senioren nämlich. Das wurde (und ist nach wie vor) eine Sensation, da es unser Bild von altern Menschen und vom Alter selbst völlig in Frage stellt und verändert.
KONTAKTHOF von Alten gespielt und getanzt löst eine völlig andere Wahrnehmung aus von Schönheit, Anmut, Sterblichkeit, Altwerden, Mitgefühl und ja, Gefühl und Leidenschaft überhaupt.
Die KONTAKTHOF Erfahrung wurde acht Jahre später, 2008, um eine weitere Darstellungsschicht ergänzt, als das Stück von Jugendlichen einstudiert wurde, von Teenagern zwischen 14 und 18 Jahren. Das fügte dem Ganzen noch einmal eine neue Sicht dazu! Dieselben Gesten und Bewegungen trugen jetzt wieder eine andere Bedeutung! Plötzlich ist man auch als Zuschauer mit seiner eigenen Erfahrung an sich selbst konfrontiert, mehr noch, mit seiner eigenen Vision von sich selbst, seinem Leben, seinen Träumen, Ängsten, Projektionen… [/tabs_panel]

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Impressionen der Dreharbeiten und Szenenfotos aus PINA sind mit freundlicher Genehmigung der Fotografin Donata Wenders in dieser Bildergalerie zu finden.

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In unterschiedlichen Zeitungen, Magazinen und Online-Publikationen wird über Wim Wenders Projekt PINA berichtet. Hier findet sich eine kurzer Pressespiegel der aktuellen Veröffentlichungen:


Viele Ankündigungen, Informationen und technische Details über PINA wurden auf DigitaleLeinwand.de in unterschiedlichen Artikeln veröffentlicht. Hier eine Übersicht der weiteren Artikel: [ipagelist tag=pinanews title=NEWS num=50]

Unter diesen Links gibt es weiterführende Informationen über den 3D-Tanzfilm PINA: