WORLD WAR Z- mit künstlicher Intelligenz und Crowdsimulation zum Zombieschwarm

Ich war ja nicht so angetan von der Vermarktung des Pandemiefilms WORLD WAR Z. Das liegt natürlich auch daran, dass ich beim Fallen des Wortes Zombie nicht gleich schwitzige Hände bekomme. Und die Kommunikation auf BRAD PITT und GROSS betont lag. Hätte man mir im Vorfeld mal solches Nerdstuff-Material zu den VFX gezeigt, hätte ich mich vielleicht doch infiziert.

MPC   The making of World War Z

WIRED erhielt einen exklusiven Einblick in die visuellen Effekte des Blockbusters, genauer in die Crowd-Simulation der Zombiehorden. Wie man es auch anderen Filmen wir Herr der Ringe oder auch aus Games kennt, sind die einzelnen Zombies als Agent programmiert. Das heißt, dass sie aus einem Array von Möglichkeiten ihre Eigenschaften wie die Körperbeschaffenheit, die Kleidung oder Verletzungen beziehen. In der Datenbank liegen auch Bewegungsabläufe als Motioncapture-Daten vor, die ebenfalls nach einem Zufallsprinzip genutzt werden. Die Handlung der Figuren und die Interaktion zwischen den Zombies wird durch Künstliche Intelligenz gesteuert, sie agieren und handeln entsprechend ihrer vorgegebenen Logik. Bisher wurde dies beispielsweise so eingesetzt, dass ein Krieger so lange an Hindernissen vorbei geradeaus läuft, bis er auf einen Gegner trifft, den er dann bekämpft. Das Besondere an der Crowd Simulation von World War Z ist nun das Schwarmprinzip der Zombies, mit dem sie miteinander in wellenartigen Horden Gegner und Hindernisse überrennen oder in Form einer auftürmenden Pyramide die Schutzmauer in Jerusalem überwinden. Hier müssen Simulationen naturalistisch mit Simulationen interagieren, und das in den komplexen Massenszenen gleich mit einem Faktor von 5000 Zombies. Sehr beeindruckend, wie weit Games und Film in der Produktion bereits verschmolzen sind.

Diese VFX stammen von der global ansässige Effektschmiede MPC unter der Supervision von Jessica Normann. Das Original MakingOf gibt es hier zu sehen, oder eben als kommentierte Featurette von Wired direkt hier:

Bild © MPC/ Paramount Pictures · Alle Rechte vorbehalten.

Kurzfilm Pixels

Zeigt dieses Video keinem Politiker – Angriff der Killerpixel auf New York

Update: Sven hat mich noch aktualisiert, dass „Pixels“ der Gewinner des Internetfilm-Festivals „Webcuts“ 2010 in der Kategorie „Classics“ ist. Webcuts folgt man auf der Webseite, auf Twitter und auf Facebook. Gute Wahl!

Wenn das unsere Damen und Herren Politiker sehen, sie wollten gleich wieder dem Teufel Computerspiele den Garaus machen. Die Helden unserer Video-Konsolen-Kindheit in 8bit Frogger, Space Invaders, Tetris, Pacman oder Donkey Kong sind der Diskussion um Spieleverbote, Indizierungen und Verblödungsstudien leid, und gehen zum Gegenangriff über. Dabei pixilieren sie die Weltzerstörungs-Stadt Nummer 1, New York, nach allen Regeln der Computerspielekunst. Und schließlich wird das Runde zum Eckigen.

Die Franzosen Patrick Jean und Matias Boucard haben den Kurzfilm PIXELS geschaffen, den ich euch dringend empfehlen möchte. Und ich würde ihn wirklich gerne in einer stereoskopischen Fassung sehen.