RALPH REICHTS und flüchtet aus dem Film – finde seine Pixel und gewinne ein Samsung GALAXY NOTE II [Sponsored Post]

Wreck-It Ralph ist geflüchtet! Und das nicht nur aus seinem Arcade-Game Fix-it Felix Jr., sondern aus dem ganzen Film! Denn was für Felix sein magischer goldener Hammer, ist Ralph in diesem Fall der Stylus des Samsung GALAXY NOTE II- Smartphones. Mit dem neu designten S-Stift hat sich Ralph nämlich einfach ausgeschnitten und die Biege gemacht. Doch seht selbst:

Doch was ist ein Animationsfilm ohne Held? Findet Ralphs Pixel wieder, und gewinnt ein nagelneues Samsung Galaxy Note II und tolle Wreck-it Ralph-Goodiebags! Zum Gewinnen müsst ihr lediglich auf der Aktionsseite findralph.com die fehlenden Pixel zu einem kompletten Poster mit Ralph zusammensetzen- schon seid ihr bei der Verlosung eines nagelneuen Samsung GALAXY Note II und exklusiven Fanpaketen von Ralph Reichts dabei.

Mit seinem 52. animierten Spielfilm bringt Walt Disney Animation eine ganz besondere Toy Story in die 3D-Kinos: Ralph Reichts spielt in er Welt der Arcade- Videospiele. Regisseur Ralph Moore, den viele von Episoden der Simpsons oder Futurama kennen, vereint in diesem CGI-Film nicht nur perfekte Animation mit Spaß und Witz, sondern sorgt mit John C. Reilly und Sarah Silverman noch für einen großartigen Voicecast. In Ralph Reichts versammeln sich viele Klassiker der Games von Qbert bis Bowser, von Pac Man bis Zangief und auch Süßwaren-Freunde kommen in der Rennspiel-Welt von Sugar Rush auf ihre Kalorien. Ein rasanter Spaß für die ganze Familie von Groß bis Klein.

Samsung Galaxy Note II - 3

Im Kinoformat kommt auch das neue GALAXY NOTE II mit einem 5.5“ Super AMOLED Bildschirm in HD im 16:9 Seitenverhältnis. Im Vergleich zu seinem Vorgänger ist etwas breiter (dafür flacher) geworden und passt weiterhin hervorragend in jede Tasche. Soviel Platz zum Arbeiten und vor allem smarte Applikationen gab es noch nie. Als Betriebssystem kommt Android 4.1 Jelly Bean zum Einsatz, für die richtige Power sorgt ein 1.6 GHz Quadcore Prozessor.

Samsung Galaxy Note II - 2Funktionen wie der Multitasking-Modus Air View sparen viel Zeit, schnell Bilder durchblättern, mehrere Programme im Multi Window parallel benutzen- probiert das mal mit einem angebissenen Apfel… Mit der Easy-Clip-Funktion lassen sich Elemente auf dem Bildschirm zuschneiden, kopieren, versenden- wie Ralph das Tool zur Flucht nutze, habt ihr im Video bereits gesehen. Und wenn doch mal wieder einen von den Bösen einen Flunsch auf dem Gruppenfoto zieht- mit der Best Face- Funktion bekommt ihr dennoch ein Gruppenbild mit freundlichen Gesellen. Und sieht aufgrund der 8 Megapixel-Kamera auch richtig gut aus. Alle weiteren Daten und Spezifikationen findet ihr auf der Webseite des neuen Samsung Galaxy Note II.

Ralph Reichts läuft bereits seit dem 6. Dezember 2012 erfolgreich in den deutschen 3D-Kinos, in ausgewählten Kinos auch in 2D. Weitere Informationen gibt es auf der offiziellen Film-Webseite und auf der Facebook-Fanpage.

Kurzinhalt: Randale-Ralph ist der Bösewicht eines 8-Bit-Videospiels namens „Fix-it Felix Jr.“. Immer muss er alles kaputt machen und der fleißige Handwerker Fix-it Felix Jr., Held des Videospiels, repariert’s mit seinem magischen Hammer im Nu und bekommt von allen Anerkennung. 30 Jahre geht das schon so – und Ralph reicht’s! Er haut ab, um in einem anderen Videospiel endlich zu zeigen, dass auch er das Zeug zum Helden hat. Nach turbulenten Abenteuern in dem hochmodernen Hightech-Game „Hero’s Duty“ landet er in dem zuckersüßen Racing-Game „Sugar Rush“ und findet in der aufgeweckten Rennfahrerin Vanellope von Schweetz eine großartige Freundin. Als sie und mit ihr alle Player der Spielhalle in Lebensgefahr geraten, muss Ralph seine ganze 8-Bit-Power zusammennehmen, wenn er nicht will, dass es schon bald heißt: „Game over!“

Ralph Reichts - Hauptplakat

Bilder © Samsung, Disney · Alle Rechte vorbehalten.

Hinweis: Dieser Artikel wurde gesponsored von SAMSUNG

3D Sound-Revolution: Cinecitta Nürnberg startet als erstes deutsches DOLBY ATMOS-Kino

Nach der digitalen Revolution im Bild mit seinen 3D-Möglichkeiten steht nun die Revolution des Tons an. Dolby Atmos- Hear the whole Picture lautet der Slogan des neuen 3D-Kino-Sounds. Höre das ganze Bild. Doch dahinter verbirgt sich mehr als eine synästhetische Koketterie, mit einem neuen Tonsystem von Dolby lässt sich der Filmton frei im dreidimensionalen Raum platzieren. Mit dem Start von der Hobbit- Eine unerwartete Reise hat die  Ton-Revolution auch in Deutschland begonnen, da Europas größtes Multiplex Cinecitta‘ als erstes Kino mit dern neuen Audio-Plattform Dolby Atmos vorführt.

Logo- CinecittaNeben Wolfram Weber zeigt sich auch Friedrich Deininger, Regional Director Central Europe bei Dolby Germany, begeistert: „Die Ausstattung des Cinecittà in Nürnberg mit Dolby Atmos ist ein großer Meilenstein für uns im deutschsprachigen Raum. Mit Dolby Atmos bieten wir unseren Zuschauern vor Ort ein realistischeres Kinoerlebnis, bei dem sie nicht nur in den Film eintauchen, sondern auch Teil dieses Films werden.“ Und gerad ein der Kombination mit immersiven 3D-Bildern, womöglich in High Frame rate in 48fps, gelingt ein immersives Erlebnis, das so nur im Kino zu erfahren ist.

DigitaleLeinwand gratuliert dem Cinecitta herzlich zur Umrüstung!

 

Was ist Dolby Atmos?

Die Entwicklung des Tons ist rasend: als erster Film kam 2010 Pixars Toy Story 3 im  7.1 -Ton in die Kinos, dieses Jahr erschien Merida- Legende der Highlands als erster Film in einer Dolby Atmos-Mischung. Nach dem Start in Los Angeles, Kalifornien wurde im Juli 2012 das Kino Cinesa Diagonal Mar das erste europäische Kino mit dem neuen Tonsystem ausgestattet.

Dolby Atmos -Premiere

Statt den 7.1-Sound weiter aufzusplitten und einen 9.1 oder 11.1-Sound anzubieten, ist Dolby mit der Atmos-Plattform eine Entwicklungsstufe weiter gegangen: sie lösen die Kanäle auf. In einem Pan-throuh Array wandert ein Sound von einem Lautsprecher zum nächsten. Durch eine Platzierung von Lautsprecher-Arrays an der Decke werden immersive Soundfelder möglich. Das ist deutlich mehr als ein einzelner „Voice of God“-Deckenlautsprecher. Bis 128 Tonelemente sind in X-, Y- und Z-Achse in einer Konfiguration mit 64 Lautsprechern frei im Raum positionierbar.

Stuart Bowling, Dolby Worldwide Technical Marketing Mgr. Cinema erklärt das äußerst anschaulich in diesem Video:

Zwar war ich heute zum Pressetag im Cinecitta eingeladen, leider bin ich verhindert. Das heißt, dass ich bisher noch nicht in den Genuss kam, dieses Sounderlebnis persönlich zu erleben. Aber: ich kenne Filmemacher, die dies bereits bei Dolby gehört und aktuell dafür mischen. Und sie versprachen mir großes: nicht mehr und nicht weniger als eine Revolution im Kino-Sound.

Tonmeister sind begeistert über die kreativen Möglichkeiten, da sie nicht mehr die Soundebenen zu einem Kanal verkleistern, sondern einzelne Ton-Elemente als Objekte veränderlich frei im Raum positionieren können. Durch die digitale Technik werden 128 gleichzeitige verlustfreie Audioelemente in einem Mix möglich. Dolby hat natürlich auch an die Bedürfnisse der Kinobetreiber gedacht: mit einem Dolby Atmos-Mix ist ein Downscaling auf ein 7.1, 5.1 oder gar Stereoformat problemlos möglich. Auch lassen sich Kinos mit individuellen Lautsprecherkonfigurationen bauen, die auf Raumgröße und –form optimiert sind.

Und was hat der Kinogänger davon? Fliegende Kreaturen oder Hubschrauber um einen herum, Teil des Schlachtengetümmels werden, Regen, Gewitter oder Natur-Atmosphäre erfahren- vieles ist möglich. Die Möglichkeiten für Horrorfilme mit noch mehr Erschrecker-Spaß sind gigantisch, ich persönlich fände Dokumentationen ein perfektes Genre. Vor allem in der Kombination mit 3D-Filmen wird das Kinobesuch zu einem sensorischen Erlebnis. Ein echtes Kinoerlebnis, dass den Saal zum Teil des Geschehens werden lässt (natürlich ist man dabei abhängig von den Fähigkeiten des Tonmeisters.) Wie atmosphärisch dicht Ton wirken kann, dürften Besucher von Die Hüter des Lichts mit dem Schwarzen Mann erfahren haben, der sich beängstigend durch den Raum bewegte (wäre auch in Atmos zu hören gewesen).

 

Dolby Atmos Filmprogramm

In 2013 will Dolby weltweit rund 1000 Kinos umrüsten, in Deutschland sind bis zum Frühjahr rund 20 Umrüstungen geplant. Ihr könnt davon ausgehen, dass in den Großstädten und bei besonders innovativen Kinobetreibern ein Dolby Atmos-Saal entsteht. Und mit dem Blick in den Filmstarts-Kalender warten ein paar echte Leckerbissen auf den Besucher, für den sich der Einsatz sicher lohnt: den Anfang macht in Deutschland Peter Jacksons Der Hobbit – Eine unerwartete Reise, Dolby Atmos zusammen mit HFR 3D dürfte der ultimative Kick sein, direkt in das unterirdische Reich der Goblins. Mit Ang Lees Romanadaption Life of Pi: Schiffbruch mit Tiger (Start: 26.12.2012) wird einer der besten 3D-Filme des Jahres auch in Dolby Atmos erlebbar sein- immersiver war ein Schiffbruch im Kino noch nie.

LOST PLACE - Dolby Atmos

Und die Ohren freuen sich auf 2013, wo weitere Filme eine perfekte Symbiose aus 3D-Bild und Dolby Atmos 3D-Ton eingehen: Alfonso Cuarón wird uns mit Gravity  (Start bisher tbc.) in die unendlichen 3D-Weiten des Weltalls entführen. Als erster deutscher Dolby Atmos-Film kommt LOST PLACE von Regisseur Thorsten Klein. Der 3D-Mysterythriller mit François Goeske, Josefine Preuß, Jytte-Merle Böhrnsen, Pit Bukowski und Anatole Taubman führt vier Jugendliche während eines Geocaching-Trips im Pfälzer Wald in eine ehemalige Militäranlage, die während des Kalten Krieges Teil eines Geheimprojekts mit verheerenden Nebenwirkungen war. Wie innovativ die junge  Berliner Produktion MovieBrats eben dem nativen 3D-Bild mit dem Dolby Atmos-Sound umgeht, können wir ab dem 11. April 2013 in die Kinos erleben.

Gewaltig wird es mit Guillermo del Toros Giganto-Schlacht zwischen Riesenmonstern und Mega-Robotern Pacific Rim ab dem 12.7.2013. Und allen Trekkies  gehen mit Star Trek Into Darkness ab dem 16.5.2013 die Ohren auf.

Eines ist sicher: Ihr werdet noch von Dolby Atmos hören. 🙂

Bilder ©  Cinecitta, Dolby Atmos, MovieBrats · Alle Rechte vorbehalten.

Peter Jackson erklärt seine Entscheidung für HFR 3D, Kritiker-Meinungen zeigen sich durchwachsen

Wie gut sieht der Hobbit in HFR 3D wirklich aus? Das ist die Frage, die uns alle diese Tage umtreibt. Da wir in Deutschland weiter auf eine Pressevorführung des Hobbits warten, kann ich euch noch keine persönliche Wertung der Technologie geben. James Cameron ist sich sicher, “High frame rate is the future.” Den Look beschrieb er mal wie folgt: „Mit 3D haben wir der Leinwand ein Fenster gegeben, durch das wir hindurchsehen können. Mit HFR nehmen wir nun die Scheibe aus dem Fenster.“  Zwar liegt den Kinos zur Zertifizierung 20minütiges Testmaterial in HFR 3D vor, doch handelt es sich dabei um den wiederholten Trailer plus Landschaftsaufnahmen. INtern habe ich gehört, dass der Look in 3D schon sehr beeindruckend sein soll, aber wir haben ja auch gelernt, dass gerade Landschaftsaufnahmen davon profitieren.

Der Verleih Warner Bros.  hält sich ja beim Thema HFR 3D offiziell zurück, lediglich die deutsche Fassung des FAQs ist erschienen. Doch Peter Jackson hat in seinem Facebook-Account die Gründe für den Einsatz der Technik erläutert:

QUESTION:  Why did you shoot The Hobbit Trilogy using the High Frame Rate (HFR) format?

PETER JACKSON:  We live in a rapidly advancing digital age. Technology is being continually developed that can enhance and enrich the cinema-going experience. High Frame Rate shooting for a mainstream feature film has only become viable in the last year or two, and yet we live in an age of increasing home entertainment. I started shooting The Hobbit films in HFR because I wanted film audiences to experience just how remarkably immersive the theatrical cinema experience can be.

 

What is the history of frame rates and why do you think the time has come to increase them in the theater?

Silent movies were shot at somewhere between 16 and 18 frames per second (fps) with hand-cranked cameras. In 1927, when sound came along, the industry needed to agree on a motor-driven, constant camera speed. 35mm film stock is very expensive, so it needs to be as slow as possible. However, the early optical soundtrack required a minimum speed to achieve fidelity of the sound. 24 fps was decided on, and became the industry standard for over 80 years, with cinemas all around the world installing mechanical projectors only capable of projecting at 24 fps. 24 fps was a commercial decision — the cheapest speed to provide basic quality — but it produces movement artifacts, like strobing, flicker and motion blur.

Now, in the digital age, there’s no reason whatsoever to stick to 24 fps. We didn’t get it perfect in 1927. Science tells us that the human eye stops seeing individual pictures at about 55 fps. Therefore, shooting at 48 fps gives you much more of an illusion of real life. The reduced motion blur on each frame increases sharpness and gives the movie the look of having been shot in 65mm or IMAX. One of the biggest advantages is the fact that your eye is seeing twice the number of images each second, giving the movie a wonderful immersive quality. It makes the 3D experience much more gentle and hugely reduces eyestrain. Much of what makes 3D viewing uncomfortable for some people is the fact that each eye is processing a lot of strobing, blur and flicker. This all but disappears in HFR 3D.

Having shot the film using HFR technology, what are your thoughts on the experience?

I think HFR is terrific. As a filmmaker, I try to make my movies immersive. I want to draw the audience out of their seats, and pull them into the adventure. That is the experience I hope to offer moviegoers no matter which format they choose at the theater. While I personally prefer watching The Hobbit: An Unexpected Journey in HFR 3D, I can assure you that every format will provide you with an incredible and immersive experience.

HFR 3D is “different” — it won’t feel like the movies you’re used to seeing, in much the same way as the first CDs didn’t sound like vinyl records. We live in an age when cinemas are competing with iPads and home entertainment systems. I think it’s critical that filmmakers employ current technology to increase the immersive, spectacular experience that cinema should provide. It’s an exciting time to be going to the movies.

Ihr merkt, alle Buzzwörter sind enthalten. das Erlebnis soll immersiver werden. Ob das Bildergebnis von HFR dann aber vergleichbar mit 65mm oder IMAX ist, mag für Großformat-Liebhaber ein Sakrileg sein. Die Kollegen von TotalFilm hatten die Chance mit Jackson persönlich über unterschiedliche Aspekte von HFR zu sprechen:

I’m fascinated by reactions. I’m tending to see that anyone under the age of 20 or so doesn’t really care and thinks it looks cool. I think 3D at 24 frames is interesting, but it’s the 48 that actually allows 3D to almost achieve the potential that it can achieve because it’s less eye strain and you have a sharper picture.

Warner Bros were very supportive. They just wanted us to prove that the 24 frame version would look normal, which it does, but once they were happy with that, on first day, when we had to press that button that said ’48 frames‘ even though on that first day we started shooting at 48 FPS, you could probably say there wasn’t a single cinema in the world that would project the movie in that format. It was a big leap of faith.

The big thing to realize is that it’s not an attempt to change the film industry. It’s another choice. The projectors that can run at 48 frames can run at 24 frames – it doesn’t have to be one thing or another. You can shoot a movie at 24 frames and have sequences at 48 or 60 frames within the body of the film.

You can still do all the shutter-angle and strobing effects. It doesn’t necessarily change how films are going to be made. It’s just another choice that filmmakers have got and for me, it gives that sense of reality that I love in cinema.

Klingt für mich alles ein bisschen versöhnlich. Die angesprochene Reaktionen der Jugendlichen finde ich interessant, da sie eh mehr auf Eyecandy stehen und anscheinend noch keine visuelle Bindung zum „historischen“ filmischen Look haben. Dass Warner Bros. beim Thema very supportive war/ist, gilt wohl nur für den Regisseur. Bis heute gibt es zum Thema HFR von Warner Bros. Deutschland keine Stellungnahme, Fragen bleiben weiterhin unbeantwortet. Auch werden einige umgerüstete und „technisch zertifizierte“ Kinos nicht mit der HFR 3D-Fassung des Hobbits beliefert.  Da raucht es noch ein wenig in der Branche.

Hobbit - Charakterposter Galadriel

Doch was sagt denn die Presse, die den Hobbit schon sehen konnte? Die Meinungen sind eher durchwachsen. Slashfilm sieht eine „gemischte Tüte“ mit Anfangsproblemen:

At times, the film looks immaculate. Regular landscapes and normal shots with static digital effects look so beautiful, it’s almost as if you could press pause and step through the screen. However, when there are a lot of effects on screen, or they move quickly (as when animals are present, for example) they look overly digital and obviously inserted. Fortunately, even with this problem, the look of the film never took me out of the story. I left feeling that HFR is a technology with a promising future, but it’s not quite there yet.

 

Collider ist ebenfalls unentschieden und listet nach Sichtung des Hobbits in 48fps in einem Screening Room das Positive und das Negative gegeneinander:

  • Pros: Incredible clarity and sharpness of detail. Characters and objects in the background are nearly as clear and defined as those in the foreground of a shot. It makes for absolutely gorgeous establishing shots and exploration of new settings (Erebor, the Dwarven Kingdom before Smaug’s attack, is amazing. I’d love to see a film just about the Dwarves and their lives under the mountain). It’s great when steady or slow-moving camera work is applied. Beautiful for scenery or landscape shots; would make for excellent documentary applications.
  • Cons: Definite “motion sickness” potential during scenes of chaotic action or fast-movement; the increased clarity often feels as if you’re standing on set with the actors/characters, so when they take a crazy tumble down a rabbit hole, for example, you feel just as disoriented…which might not be too pleasant for some. There is a bit of an adjustment period for 48fps; I was jarred by it at the start but warmed up to 95% of its usage over time. 48fps means you cannot hide mistakes…period; there were some poorly-rendered VFX sequences that were unintentionally comical and resembled the old-school tactic of filming a stationary actor in front of a moving background. These effects were bad, bad, bad; there’s no way around it.

 

Cinemablend mag es salomonisch und empfiehlt, den Hobbit in beiden Fassungen zu sehen. Eine Einstellung, gegen die Warner sicher nichts einzuwenden hat:

I saw An Unexpected Journey in the much-touted 48 frames per second and in 3D, an experience I recommend, but maybe only on second viewing. I never adjusted to the look, which makes everything feel more real and closer to you, an effect that’s utterly bizarre when seeing giant trolls or goblins or even a band of tiny dwarves. The technological experimentation may have helped Peter Jackson get excited about a smaller-scale return to Middle Earth, but its effect on the movie is harder to gauge; it’s fascinating seeing familiar characters like Gollum move with an unbelievable realness, but also nearly impossible to feel as swept away by this journey to an imaginary world.

 

Für Yahoo verändert sich mit HFR die Erfahrung, ist sich aber über den Einsatz im Kino noch unklar:

And while the new presentation does make the 3D easier on your eyes, losing the traditional „film flicker“ does fundamentally change how you view the movie. It takes a while to adjust to the effect (the first few scenes almost looked like they were in fast motion), and even after you get used to the effect it never does look like „a movie“ as we’ve come to understand it.  Some shots do create an astonishing effect like you really are there, but others just look like you’re watching a really expensive HDTV.  It was a worthwhile experiment to try making a film in the new system, but theatrical features are probably not the best format for the technology.

 

Dem Kritiker von Boxoffice ist das Thema sauer aufgestoßen und beschreibt das Seherlebnis als 166-minütigen Projektionisten-Fehler.

What the 48 frame-per-second projection actually means is flat lighting, a plastic-y look, and, worst of all, a strange sped-up effect that makes perfectly normal actions—say, Martin Freeman’s Bilbo Baggins placing a napkin on his lap—look like meth-head hallucinations. Jackson seems enamored of 48 fps, but I can’t imagine why. To me, it turned the film into a 166-minute long projectionist’s error. I wanted to ask the projectionist to double-check the equipment, but really, I should just ask Jackson why he wanted his $270 million blockbuster to look like a TV movie.

 

Variety versteht den Einsatz von HFR, findet der „Preis“ dafür aber zu hoch:

More disconcerting is the introduction of the film’s 48-frames-per-second digital cinematography, which solves the inherent stuttering effect of celluloid that occurs whenever a camera pans or horizontal movement crosses the frame — but at too great a cost. Consequently, everything takes on an overblown, artificial quality in which the phoniness of the sets and costumes becomes obvious, while well-lit areas bleed into their surroundings, like watching a high-end homemovie. (A standard 24fps projection seems to correct this effect in the alternate version of the film being offered to some theaters, but sacrifices the smoother motion seen in action scenes and flyover landscape shots.)

Ehrlich gesagt, schreckt mich das bisher nicht ab, im Gegenteil, es macht mich neugieriger. Und ich will jetzt endlich Den Hobbit sehen!
To be continued…

 

Bild © Warner Bros. · Alle Rechte vorbehalten.

HFR 3D: begeisterte Reaktionen, Update auf 150 HFR 3D- Kinos, offizielle Tests von Warner

HFR 3D – die Parallelen zum 3D-Hype vor AVATAR sind unverkennbar. Das Publikum ist gespannt wie Flitzebogen, die Kinos rüsten deutschlandweit auf. Und alle hoffen auf ein neues Seherlebnis. Erstmals kommt mit DER HOBBIT – EINE UNERWARTETE REISE ein Spielfilm im neuen High Frame Rate-Format in die Kinos. Und der Verleih Warner war nach den ersten Fanmeinungen nach der ComicCon sehr zurückhaltend mit dem Rollout des neuen Formats. So war nicht klar, ob man HFR mit 48 fps nur behutsam im Markt testet oder doch breiter ausrollt.

Offiziell hält sich Warner weiter bedeckt, auf meine Anfragen warte ich bis heute auf eine Antwort. Auch die betreuende Agentur ist zurückhaltend und kann keine weiteren Informationen erteilen. Zwei Wochen vor Kinostart ein eigentlich unerträglicher Zustand. Warner hat  lediglich das englischsprachige FAQ nun auch auf Deutsch herausgegeben (siehe unten, ein umfangreicheres FAQ zu HFR findet ihr hier). Gollum, nochmal!

Hinter den Kulissen der Kinos wird weiter tatkräftig gewerkelt. Frisch aktualisiert mit findet ihr die Liste der mittlerweile knapp 150 umgerüsteten Kinos auf der HFR 3D- Sonderseite.  

Doch ist weiterhinnicht garantiert, dass all diese genannten Kinos auch die HFR-Kopie  erhalten. Warner hatte ursprünglich international die Deadline des 20.November 2012 herausgegeben. Bis dahin müssen die Kino auf HFR aufgerüstet sein und vor allem eine Qualifizierung durchlaufen, wenn sie eine HFR-Kopie erhalten wollen. Aufgrund des Drucks der Betreiber und den Engpässen bei den Technikern hat Warner in Deutschland diese Deadline um eine Woche auf den 27. November 2012 verlängert, das war letzten Dienstag. Doch welches Kino nun wirklich eine HFR-Kopie des Hobbits bekommt, entscheidet sich nach meinen Informationen erst am kommenden Montag.

Für Tests im Kino hat Warner Testmaterial verteilt, dass – unter strengen Auflagen  – nur dem Kinopersonal zugänglich gemacht werden durfte. Das Testmaterial enthielt unterschiedliches Material in verschiedenen Auflösungen, Tiefen und Frameraten, wie Trailer in 2D |2K | 24fps, in 2D | 4K | 24fps, in 3D | 2K | 24fps, sowie erstmals eine Featurette und einen 20-minütigen Ausschnitt des Hobbits in 3D | 2K | 48fps. Die Übersichtstabelle verdeutlicht es:

Content Type Title Format Runtime DCP Type Encryption
Trailer The Campaign 2D 2K 24fps 00:00:30 Compliant Unencrypted
Trailer Magic Mike 2D 4K 24fps 00:00:30 Interop Unencrypted
Trailer Journey 2: The Mysterious Island 3D 2K 24fps 00:00:30 Interop Unencrypted
Inserts Theater policy trailers
“Featurette” Hobbit with Burn-In 3D 2K 48fps 00:01:00 Compliant Encrypted
“Feature” Hobbit: A 20 Minute Test 3D 2K 48fps 00:20:00 Compliant Encrypted

 

Dazu wurde ein Testpattern zwischen dem Material eingeblendet, mit der sich Bildschärfe, korrekte Farbwerte, korrekte Grauwerte einstellen und eventuell auftretendes Pulsieren erkennen lassen. Mit einem zweiten Testpattern konnte der 3D-Konstrast und Frame Rate Error überprüft und justiert werden. Mit dem Durchlauf des Filmmaterials konnte aufgrund von speziell auf die Einzelbilder gebrannten Textes ODD und EVEN festgestellt werden, ob wirklich alle Bilder ausgegeben werden. Wenn eines der Worte fehlt oder heller/dunkler als das andere ausgegeben wird, werden keine 48 fps korrekt projiziert.  Beweisen muss der Kinobetreiber sein korrekt eingestelltes System übrigens mit einem Testprotokoll und Fotos. Die Bearbeitung und Abnahme leistet Technicolor im Auftrag von Warner Bros.

Ihr seht, der Aufwand für die HFR-Umrüstung ist für Kinobetreiber und Warner kein unerheblicher.

Aber was bringt HFR wirklich? Filmemacher, die bereits in 3D gearbeitet haben wie Ang Lee oder Wim Wenders wären dankbar für dieses Format gewesen, James Cameron oder Douglas Trumbull eh Befürworter. Nun fand ja bereits die Weltpremiere des Hobbits in Neuseeland statt, die Meldungen bleiben aber rar. Grund ist ein ausgesprochenes Embargo, dass Filmkritiken bis kurz vor Start untersagt.  Die New York Daily News  interessiert das wenig und postet ein paar erste Eindrücke. Und ist begeistert von HFR:

The movie offers technological wizardry, thanks to a 48 frames-per-second format, twice the industry standard. Critics who saw a trailer earlier this year were unimpressed, but after a minute or two of adjusting, the higher resolution is eye-popping, similar to discovering HD television for the first time. Alas, the higher resolution has one downside: it really makes you wince when you see the obscenely corpulent Goblin King in such crystal clarity.

Auch Regisseur Bryan Singer zeigt sich in einem Tweet begeistert vom HFR-Format. Kein Wunder, er befindet sich aktuell in der Postproduction des dem Hobbit verwandten Fantasy-Märchens Jack the Giant Killer, das in Deutschland gerade frisch in Jack and the Giants umbenannt wurde. Vermutlich stößt er in der Post an die Grenzen von 3D und wäre froh auch über 48 Bilder die Sekunde zu verfügen.

Wenn ich ehrlich bin: das macht Mut. Doch müssen wir uns alle gedulden, die Pressevorführungen werden erst kurz vor Filmstart in der zweiten Dezemberwoche stattfinden. Dann glaube ich, was ich gesehen habe.

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DER HOBBIT – EINE UNERWARTETE REISE – die aktuelle Übersicht der deutschen HFR 3D – Kinos [UPDATE]

Auf den aktuellen Charakterpostern von Peter Jacksons Romanverfilmung DER HOBBIT – EINE UNERWARTETE REISE steht es: „Erlebe es in 3D. In ausgewählten Kinos auch in HFR 3D.“ Und diese drei Buchstaben HFR sorgen derzeit für jede Menge Wirbel in den Kinos.

Hinter dem Akronym verbirgt sich die High Frame Rate, also eine höhere Bildfrequenz als die bisher üblichen 24 Bilder pro Sekunde (frames per second). Den Innovationsschub löst Peter Jackson mit dem Herr der Ringe-Prequel DER HOBBIT – EINE UNERWARTETE REISE aus, der als erster Film in HFR 3D digital gefilmt wurde. Dabei betrug die Framerate mit 48 fps das Doppelte der bisher üblichen 24 fps. Welche Vorteile und Probleme HFR mit sich bringt, könnt ihr in meinem Artikel hier nachlesen, der auch das offizielle FAQ von Warner enthält. [UPDATE: Ich habe in einem eigenen FAQ viele Fragen zum Thema HFR und Hobbit beantwortet.]

Nachdem es zunächst hieß, dass nur wenige Kinos die HFR-Fassung vom Hobbit erhalten sollen, berichtet man nun inoffiziell von rund deutschen 150 Kinos- ein guter Start!  Die erste Hiobsbotschaft ist bestätigt: es wird aus technischen Gründen keine Fassung vom Hobbit in einer 4K- Auflösung UND High Frame Rate 3D geben. Dafür aber schärfere und realistischere Bilder in 2K mit eben 48 Bildern pro Sekunde und, da in 3D, pro Auge. Dafür sind technische Erweiterungen notwendig. Aktuell hat Warner Bros., die sich leider auf keinerlei Anfrage hin äußern, das Testmaterial an die Kinos geliefert, damit das Projektions-System aus Projektor, Server und Mediablock korrekt eingestellt werden kann. Technische Updates werden noch bis kurz vor Kinostart, sprich dem 13. Dezember 2012 durchgeführt. Auch tontechnisch wird es Neuerungen geben, zehn deutsche Kinos werden derzeit zum Start vom Hobbit auf den 3D-Sound Dolby Atmos umgerüstet. In der unten folgenden Liste findet ihr eine Übersicht aller Kinos, die eine Umrüstung beantragt haben und den Hobbit in HFR 3D spielen wollen. Aktuell ist noch kein Kino umgerüstet und offiziell freigegeben. Da es ein Spiel Technik gegen Zeit ist, könnten einige der 150 geplanten Kinos nicht rechtzeitig zum Filmstart umgerüstet sein. Aber keine Sorge, alle Updates lest ihr natürlich auf DigitaleLeinwand.de.

Lizenzierte HOBBIT Shirts gibts ab sofort bei Elbenwald.de

Und wie geht es weiter mit HFR? Neben dem Hobbit Teil 1 , werden auch die Fortsetzungen  DER HOBBIT -DIE EINÖDE VON SMAUG und DER HOBBIT: HIN UND ZURÜCK in HFR 3D zu sehen sein. Und weitere Filmemacher greifen die Innovation auf, auch James Cameron hat angekündigt AVATAR 2 und folgende Filme in HFR 3D zu drehen, als auch Andy Serkis (der MoCap-Darsteller des Gollum in „Herr der Ringe“ oder Cesar in „Planet der Affen – Prevolution“) mit ANIMAL FARM. Und, da könnt ihr sicher sein: das ist erst der Anfang, viele weitere Filme werden folgen.

Der Hobbit: Eine unerwartete Reise HFR 3D - Szenenbild Bilbo Auenland

 

Hier die aktuelle Liste der deutschen Kinos, die den Hobbit in HFR 3D zeigen: 

 

 

Cineplex

Die Cineplex-Gruppe investiert weiter in eine digitale Zukunft, jetzt ist die Bildwiedergabe mit 48 Bildern pro Sekunde im Fokus der technischen Neuerungen. Aktuell wurden 39 Kinos bekannt gegeben, die den Hobbit in HFR 3D spielen werden.Die folgend benannten Cineplex-Kinos haben die aufwendige Erweiterung ihrer digitalen Anlagen beauftragt und sind engagiert, direkt ab Filmstart die innovative 48HFR-Technologie anbieten zu können:

CineStar

Auch das größte Kinounternehmen Deutschlands setzt auf  das neue Seherlebnis High Frame Rate in 3D. Zum Start des Hobbits werden im ganzen Land verteilt vierzig der siebzig CineStar-Filmpaläste auf die HFR3D- Technik aufgerüstet. Dies sind die CineStar HFR 3D-Kinos:

 

Elbenwald.de hat alles zum Hobbit und aus Mittelerde. Jetzt stöbern!

CinemaxX

Erstes Update, mit dem Cinemaxx von drei auf achtzehn Kinos erweitert hat. Aktuell hat CinemaxX  drei Kinos gelistet, die zum Start des Hobbits HFR 3D-fähig sein werden, einmal Berlin, zwei mal Hamburg. Weitere Standorte sollen folgen, allerdings gibt es bisher keine Information in welcher Stadt und zu welchem Zeitpunkt. Nach drei Vorreitern hat CinemaxxX nun bekannt gegeben, dass sämtliche Kinos rechtzeitig zur Preview des Hobbits auf HFR 3D umgerüstet sein sollen. Gemäß  ihrer Strategie branden sie die Kinos mit ihrer Eigenmarke „Maxximum 3D HFR“. Ein Zuschlag von 50 Cent wird erhoben. Das sind die HFR 3D-Cinemaxx -Kinos:

UCI Kinowelt

Sämtliche iSens-Kinos der UCI-Gruppe werden die HFR 3D-Fassung des Hobbits zeigen, zusätzlich soll auch das Colosseum in Berlin aufgerüstet werden. Hier die UCI HFR 3D-Kinos in der Übersicht:

 


Kinopolis

Frisch hat die Kinopolis-Gruppe angekündigt, sämtliche Häuser ebenfalls auf HFR 3D umzurüsten. Das sind die Kinopolis HFR 3D-Kinos:

SCHWEIZ

(unvollständig)

 

ÖSTERREICH

(unvollständig)

Eure Stadt ist nicht dabei? Viele Kinos befinden sich gerade im Check für die HFR-Aufrüstung, zusätzliche Kinos mit 48fps HFR in 3D werden folgenNatürlich erfahrt ihr auf DigitaleLeinwand.de alle Updates zu HFR 3D!

Selbstverständlich freue ich mich über Hinweise, einfach als Kommentar oder per Mail an gerold.marks@digitaleleinwand.de.

 

DER HOBBIT – EINE UNERWARTETE REISE

Im Mittelpunkt steht der Titelheld Bilbo Beutlin, der unversehens an einer epischen Mission teilnehmen muss: Es gilt, dass Zwergenreich Erebor zu befreien, das vor langer Zeit vom Drachen Smaug unterworfen wurde. Überraschend taucht der Zauberer Gandalf bei Bilbo auf, und schon bald begleitet der Hobbit die Gruppe der 13 Zwerge unter der Führung des legendären Kriegers Thorin Eichenschild. Ihre Reise führt sie in die Wildnis, durch gefährliche Gebiete, in denen es von Orks, tödlichen Wargen und Riesenspinnen, Hautwechslern und Zauberern nur so wimmelt..

 

Bilder © Warner Bros. · Alle Rechte vorbehalten.

High Frame Rate HFR – Peter Jackson startet die Kino-Zukunft mit DER HOBBIT: EINE UNERWARTETE REISE [Update]

Dass die Zukunft des Kinos digital ist- oder eigentlich sogar schon die Gegenwart – mag wohl kaum jemand mehr bestreiten. Doch was kommt Neues in der rasenden Technologie-Entwicklung, die ein noch besseres Kino-Erlebnis ermöglichen soll? Es gibt verschiedene Ansätze: die einen setzen auf das Konzept des Premium-Komfort-Kinos mit bequemen großzügigen Sitzen, Garderobe, gutem Speisen- und Getränkeangebot, Parkservice und ähnlichen Annehmlichkeiten. Aber auch technisch ist einiges in der Pipeline, nachdem sich 3D als Erweiterung in den letzten drei Jahren etabliert hat. Zum einen ist das 3D-Sound, ein umgebendes Klang-Feld, dass derzeit noch von Iosono, Auro-3D (von Barco) und Atmos 3D (von Dolby, die im Sommer den spanischen Konkurrenten Imm-Sound aufkauften)  beackert wird. Im digitalen Setup werden die Projektoren in den nächsten Jahren durch Laserprojektoren ersetzt, die mit weniger Energie ein helleres, farbenreicheres Bild in beliebiger Größe in 2D und 3D erzeugen können. Doch zunächst wird mit dem nahenden Start des Jahresend-Blockbusters DER HOBBIT: EINE UNERWARTETE REISE als nächster Meilenstein die bisherige Framerate hinfällig, der Hobbit wird als erster Spielfilm in High Frame Rate (HFR) zu sehen sein.

Der Hobbit: Eine unerwartete Reise HFR 3D - Szenenbild Bilbo Auenland

Was in der Stummfilm-Zeit mit 14 oder 16 Bilder pro Sekunde begann, um die Illusion eines bewegten Bildes zu erzeugen, hat sich für lange Zeit bei 24 Frames per Second (fps) eingependelt. Das war der filmische Look, mit dem wir alle im Kino groß geworden sind. Doch mit steigender Auflösung der Kameras und Projektionen in 4K verlangt die digitale Leinwand auch nach einem detailreicheren, schärferen Bild ohne Shutter-Seiteneffekte und mit weniger Motionblur. Die von Peter Jackson gewählte höhere Framerate von 48 Bildern in der Sekunde verdoppelt die Bildanzahl, doch sind auch andere Frequenzen im Gespräch: James Cameron hat Testreihen in unterschiedlicher Framezahl angefertigt und präferiert 60 fps. Das scheint die für das menschliche Auge noch wahrnehmbare Grenze zu sein. VFX Pioneer Douglas Trumbull hingegen experimentierte mit 120 Bilder in der Sekunde, für ihn das Maß der Dinge. Peter Jacksons HFR von 48 fps wird also eine „Brückentechnologie“ zu höheren Frequenzen sein, doch ein gangbarer Kompromiss. Denn die gesamte Postproduktion muss darauf ausgerichtet, VFX mehr prozedural als händisch ausgerichtet werden. Denn mit doppelter Bildanzahl verdoppeln sich bei manueller Arbeit auch die Aufwände und damit Kosten. Den größten Nutzen dürften die nativ gefilmten 3D-Produktionen haben, da HFR z.B. die Kinderkrankheit des Shutterns bei schnellen Bewegungen beseitigt.

Wer bereits den Trailer von DER HOBBIT: EINE UNERWARTETE REISE in 4K auf einer großen Leinwand sehen durfte, weiß um die Qualität der Bilder. Doch wie die Testvorführungen auf der diesjährigen ComicCon zeigten, ist nicht jeder vom Look des HFR-Kinos begeistert, der realistischer ist als der herkömmliche „nostalgische“ Kino-Look. Für Warner die Entscheidung die HFR 3D -Fassung nicht überall durchzudrücken, sondern nur ausgesuchte Kinos zu versorgen. Doch genau das wird zum Ärgernis für die Filmfans, die den Hobbit so sehen wollen, wie er gedreht wurde, nämlich in HFR, 3D und in 4K-Auflösung. Der Karten-Vorverkauf läuft auch in Deutschland, nur gibt es weder von Seiten Warners noch von den Kinos bisher Informationen, in welcher technischen Variante der Hobbit in welchem Kino läuft. Ich erwarte, schon ein wenig passend zum Film, eine Wanderbewegung ähnlich wie bei Avatar 2009, wo man durchaus hundert Kilometer (oder mehr) in die nächste Stadt ins Kino mit der besten Projektion fuhr. „Offiziell“ sind bisher zwei Kinos für die HFR 3D- Fassung des Hobbits gelistet, zum einen die UCI Kinowelt in Bochum, zum anderen das Cineplex in Münster. Dort werden noch Kinos folgen, ich habe allerlei Ankündigungen gehört.

Doch es bleibt ein Wermutstropfen, geschuldet der Projektions-Technik: die Hobbit-Fassung in 4K- Auflösung und High Frame Rate 3D wird nach meinem aktuellen Kenntnis-Stand in keinem deutschen Kino zu sehen sein. Zwar lassen sich die vorhandenen Server und Projektoren mittels Erweiterung oder Update auf HFR umrüsten, allerdings nicht auf 4K HFR, das schaffen wohl die Chips nicht. Und für die 4K 3D-Fassung bräuchte man noch neue 3D-Vorsätze des jeweiligen Systems (Real D, Masterimage, Dolby), die aktuell auf 2K ausgelegt sind. Das bedeutet: entweder könnte man eine 4K-Fassung in 2D sehen, oder eine 2K-Fassung in 2D, 3D oder HFR 3D. Mit diesem Hintergrund wird es dann wird es auch verständlich, warum Warner Bros. nicht mit den Informationen über die ausgerüsteten Kinos hausieren geht. Gollum nochmal!

Puh. Viel Technik-Kuddelmuddel. Und da mag ich noch gar nicht an die Heimkino-Problematik der Frameraten denken.

Übrigens: für die Tonfreunde ist für den Hobbit auch eine Tonmischung in Dolby Atmos 3D-Sound angekündigt. Es gibt zwar schon Filme mit der Mischung (Merida- Legender der Highlands war der erste, aber auch Dreamworks Hüter des Lichts oder Ang Lees Life of Pi- Schiffbruch mit Tiger. Angeblich befindet sich auch eine Atmos-Mischung für die Vermessung der Welt in der Produktion, aber die kommt dann ja ein bisschen spät…), bisher existiert aber kein deutsches Kino für das Tonsystem. Es sollen sich aber eine gute handvoll in (hoffentlich zum Hobbit rechtzeitiger) Umrüstung befinden. Zudem ist zu erwarten, dass Dolby auch die ImmSound-Kinos wie die UCI iSens-Säle versorgt. 3D-Sound wird dann demnächst nochmal ein extra Thema auf DigitaleLeinwand.

Aktuell hat Warner in den USA ein kleines FAQ zum Thema HFR herausgegeben, was die grundsätzlichen Fragen zu HFR erläutern soll. Dabei bleiben sie aber sehr im Marketingsprech und erläutern keine Benefits für den Zuschauer in Bezug auf Bildqualität oder das immersive Erlebnis. Als kleinen Anhalts-Punkt habe ich das Dokument aus Mittelerde für euch übersetzt:

 

Was ist High Frame Rate 3D (HFR 3D)?

Frame Rates sind die Anzahl der Bilder (Frames), die von einem Projektor in einer Sekunde ausgegeben werden. 24 frames per second (fps) ist der derzeitige weltweite Standard. HFR 3D-Produktionen mit 48 fps nehmen die Bilder doppelt so schnell auf und geben sie doppelt so schnell wieder wie die herkömmliche Rate.

Ist es analoger Film oder Digital?

HFR 3D wurde als digitale Technologie entwickelt.

Warum das Ganze?

Dieses zusätzliche Filmformat ermöglicht eine andere Sehweise, ganz nach der Vorliebe des Kinobesuchers. Peter Jackson verschiebt die bisherigen Grenzen der Filmproduktions-Technologien, DER HOBBIT: EINE UNERWARTETE REISE wurde in HFR 3D gefilmt, so wird er auch als Ergänzung zu den herkömmlichen Formaten veröffentlicht.

Ist HFR nur in 3D verfügbar?

Ja.  Die HFR-Fassung von DER HOBBIT: EINE UNERWARTETE REISE ist ausschließlich in 3D zu sehen.

Habe ich eine Wahl?

Ja. Der Film wird in diversen Formaten in Kinos angeboten, inklusive 2D, 3D, IMAX, IMAX 3D und HFR 3D. Kontaktiere Dein örtliches Kino und finde heraus, welche Formate dort gespielt werden.

Benötige ich eine spezielle 3D-Brille, um den Film anzusehen?

Die in den Kinos ausgegebenen Brillen für 3D-Vorführungen können auch für HFR 3D benutzt werden.

Wo kann ich HFR3D sehen?

Das HFR 3D-Verfahren wird in ausgewählten Kinos zu sehen sein. Bitte überprüfe die örtlichen Programmhinweise.

Werden weitere Filme ebenfalls in HFR gefilmt und veröffentlicht?

Zusätzlich zu DER HOBBIT: EINE UNERWARTETE REISE, THE HOBBIT: THE DESOLATION OF SMAUG, und DER HOBBIT: HIN UND ZURÜCK hat James Cameron bereits angekündigt, das HFR 3D-Verfahren für seine kommenden Projekte einzusetzen.

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DER HOBBIT: EINE UNERWARTETE REISE läuft ab dem 15.12.2012 in den deutschen Kinos in 2D, 3D, IMAX, IMAX 3D und HFR 3D.

 

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Extremsportler Felix Baumgartner springt vom Rande des Weltalls auf die Erde – ihr seid auf DigitaleLeinwand per LiveStream dabei

Höher, schneller, weiter. Wohl lange galt dies nicht mehr so sehr wie beim heutigen mehrfachen Weltrekord-Versuch des 43-jährigen Basejumpers Felix Baumgartner aus Österreich. Heute will er den Sprung seines Lebens über der Wüste New Mexicos bei Roswell wagen: ein Absprung aus der luftigen Höhe von 36.000 Metern Höhe. Dabei wird er aufgrund der hohen Fallgeschwindigkeit von 1.100 km/h die Schallmauer durchbrechen. Und weil die Welt so schön digital ist, könnt ihr bei seinem Sprung live per Stream dabei sein!

Hinter dem Extremsportler steht natürlich das erwartete Team von Red Bull, die ihre Stratos Mission gegründet haben, zahlreiche Partner von Technik bis zur NASA sind dabei. Mehr als 35 Kameras in der Luft und am Boden beobachten das Spektakel vom Takeoff bis zum Touchdown, mit dem Live-Broadcast ist man hautnah und zeitgleich dabei.  Ein Heliumballon mit einer Kapsel wird Baumgartner an den Rand des Weltall bis in die Stratosphäre empor steigen lassen – das entspricht etwa der vierfachen Höhe eines Flugzeugs. Unmenschliche Bedingungen, ein Astronauten-ähnlicher Druckanzug schützt ihn vor den atmosphärischen Bedingungen  und Temperaturen von etwa – 56 Grad Celsius. Stabile Flugposition, der Übergang zurück zur Unterschallgeschwindigkeit bei steigendem atmosphärischen Druck, technisches Versagen- die Gefahren sind vielfältig. Ich drücke alle Daumen, dass Baumgartner heile wieder auf der Erde ankommt. Im Dienste der Wissenschaft und für seinen Ruhm.

Gleich fünf Weltrekorde würde Baumgartner mit seinem Stratos-Jump brechen: 

  1. die höchste bemannte Ballonfahrt
  2. der längste freie Fall – Dauer
  3. der längste freie Fall – Entfernung
  4. die höchste im freien Fall erreichte Geschwindigkeit
  5. der höchste Absprungspunkt

Der Zeitplan: 

  • Ab 12:30 h beginnt die Coverage: letzte Vorbereitungen vor dem Start.
  • Um 14 h öffnet sich das Startfenster. Eine Stunde braucht das Befüllen des Heliumballons, der Aufstieg in 36 km Höhe wird etwa drei Stunden betragen. Viel Zeit für Gedanken! Vermutliche Abflugzeit ist 15 Uhr.
  • Etwa um 18 h wird Baumgartner aus der Kapsel des Helium-Ballons springen. Dann geht es fünf Minuten lang im freien Fall zurück in Richtung Erde. Nach dem Ziehen der Reißleine des Fallschirms wird er sanft zurück in die Wüste gleiten- so denn alles glatt läuft.

Wie der Jump in etwa aussehen wird, könnt ihr beim Clip seines Probesprungs aus rund 21 km Höhe erahnen, den Baumgartner im März dieses Jahres absolviert hat. Allerdings deutlich niedriger und daher auch nur halb so schnell, wie es jetzt erwartet wird.

 

The Sky is the Limit! Bis dahin schaut euch noch ein bisschen auf der offiziellen Webseite um und entdeckt allerlei Fakten. Wenn der Sprung gut war, gibt es den Clip bestimmt demnächst auch in den Cineplex-Kinos als VORSPIEL zu sehen.

[UPDATE] Schlechte Wetterverhältnisse zwingen das Team vorerst zum Abbruch. Schade, aber das Risiko sollte man nicht eingehen.

Bilder ©  Red Bull Stratos · Alle Rechte vorbehalten.

Mit Scope-on-Flat wird Fläche zum 3D-Raum: DREDD und OZ sprengen die Verhältnisse

Wie bewirbt man eigentlich einen 3D-Film in 2D-Medien? Daran beißen sich die Agenturen und Verleiher seit Jahren die Zähne aus und zeigen leider wenig Kreativität. Anaglyph-Bilder will keiner mehr sehen, der Zusatz „in 3D“ in fetter Schrift auf dem Filmplakat lässt mitunter Schlimmes erahnen und in die Fresse explodierende Logos im Trailer verursachen schlimmes Augenweh. Manchmal gibt es kleine Lichtblicke, so wie in den aktuellen Trailern von DREDD und DIE FANTASTISCHE WELT VON OZ.

Die ebenso düstere wie gewalttätige Comicverfilmung DREDD mit Karl Urban in der Titelrolle wurde von Regisseur Pete Travis und Kameramann Anthony Dod Mantle („Slumdog Millionär”) in Südafrika in 3D auf der RED One MX gedreht (die Epic war bei Produktionsstart November 2010 noch nicht verfügbar). Im Red Band-Trailer konnte man nun eine Technik sehen, die als Scope-on-Flat bekannt ist. Mit diesem optischen Trick wird anhand der Sehgewohnheiten ein räumlicher Effekt simuliert.

Wie das funktioniert, erkläre ich euch hier: Ihr kennt alle Bilder von halbseitlich dargestellten 3D-Fernsehern, wo ein Objekt aus dem Rahmen hervortritt um den Out-of-Screen- 3D- Effekt zu simulieren. Doch wie lässt man etwas aus einem Trailer auf 2D-Monitoren heraustreten? Diese negative Parallaxe im 3D-Kino mit den PopOut-Effekten wurde bei DREDD durch den Trick Scope-on-Flat simuliert. Das bedeutet, dass Effekte außerhalb der Handlungsfläche des Clips im Scope-Format auf den eigentlich schwarzen Balken (dem Cache) der Flatfläche stattfinden.

Nochmal im Bild: Scope oder Cinemascope ist das breitere Format mit den großen Balken oben und unten. Flat ist etwas schmaler, dafür ist das Bild höher. Die Maße in der schematischen Grafik machen es deutlich:

 

DREDD hat für seinen Trailer diesen zusätzlichen schwarzen Rahmen der Flatfläche sozusagen als Effektebene genutzt. Das Blut der getroffenen Person spritzt in der SlowMo-Szene nicht nur innerhalb der Videofläche, sondern auch aus dem Rahmen heraus in den Bereich des Zuschauers. Ihm kommt also das Blut innerhalb des Raumes der negativen Parallaxe entgegen. Manchmal fällt einem der Effekt auch erst beim wiederholten Sehen auf. Ich hab da mal ein Standbild vorbereitet:

Ob der Flat-on-Scope-Effekt auch im Kino eingesetzt wird oder lediglich eine Trailer-Idee ist, konnte mir noch nicht beantwortet werden. DREDD startet am 15.11.2011 in den deutschen 3D-Kinos, den Trailer könnt ihr euch in voller Länge hier ansehen (die entsprechende Szene gibt es ab Sekunde 44):

Erfunden haben sie diesen Trick nicht, letzte Woche im Cinecast “Die Begegnung der 3D’ten Art” haben wir schon von der Verwendung des Effekts im Jerry Bruckheimer-Film G-Force – Agenten mit Biss gesprochen, der den selben Trick für eine Verbesserung des postkonvertierten 3D-Effektes einsetzte. Da die Objekte für die 3D-Konvertierung eh rotoskopiert freigestellt werden, haben sie in der Postproduktion ein wenig damit gespielt, um Bewegung im Raum zu simulieren. Die Nutzung des Flatcontainers bei eigentlicher Scope-Projektion bedeutet natürlich für den Filmvorführer ein ungewöhnliches Setting. Cinetechgeek hat den Projektionisten die Technik und die Schwierigkeiten des Flat-on-Scope-Effekts in diesem Video ausführlich erklärt.

In Disneys kommender Attraktion DIE FANTASTISCHE WELT VON OZ ist im Trailer ein ähnlicher Effekt der Rahmenüberschreitung wie Scope-on-Flat zu sehen, nur seitlich (sozusagen „PAL-on-Scope“). Das Prequel zum Filmklassiker von Regisseur Sam Raimi erzählt die Vorgeschichte des Zauberers Oscar Diggs und wie er nach Oz gelangte. In der Exposition ist eine Jahrmarktszene in Schwarz/Weiß in einem 1,33:3-Format zu sehen, dem klassischen Seitenverhältnis der Stummfilmzeit (The Wizard of Oz wurde 1939 in Technicolor im angepassten, im Verhältnis leicht höheren „Academy-Standard“ – Seitenverhältnis von 1.37:1 gedreht, da bei den Talkies der 35mm-Film nun auch die Lichtton-Basis enthielt). Ein Feuerspucker durchbricht dieses Format mit seinem Feuerausst0ß.

Etwas später wirft ein Freund dem gerade in einem Heißluftballon gestiegenen Zauberer, gespielt von James Franco, einen Zylinder zu. Der Hut fliegt größer werdend auf uns zu, die Krempe durchbricht die seitliche Fensterbegrenzung, allerdings nicht die Cacheflächen des Flatformats oben und unten. Das Innere des Zylinders wird schließlich zum Schwarzbild.

Der Heißluftballon gerät in einen Wirbelsturm, und wird in der fantastischen Welt von Oz wieder ausgespuckt. In diesem Moment des Erreichens der zauberhaften Welt weitet sich auch im Trailer das Bild auf die gesamte Breite des Scope-Formates auf, zudem morpht es zu einem farbigen Bild mit fantastischer, übersättigter Farbgebung, die Produktionsdesigner Robert Stromberg erschuf (ihr kennt seine Arbeit bereits aus AVATAR – Aufbruch nach Pandora und Alice im Wunderland).

Ein Ausflug in fantastische Welten, Kino als Ort des Eskapismus. Darauf sollte man sich freuen. DIE FANTASTISCHE WELT VON OZ startet am 7. März 2013 in den deutschen 3D-Kinos. Den vollständigen Trailer könnt ihr euch hier ansehen:

An solchen filmischen Experimenten im 3D-Kino haben wir noch nicht allzuviel sehen können. Auch bei der Verwendung des Scope-on-Flat-Effektes geht um eine gesteigerte Immersion durch einen Trick in der Wahrnehmung, oder eigentlich der Kino-Seherfahrung. Letztlich sind auch die erweiterten IMAX-Szenen in „Mission Impossible: Ghost Protocoll“ oder Christopher Nolans „The Dark Knight Rises“, bei denen in verschiedenen Szenen nicht nur das Breitbild-Format gezeigt, sondern der Cache für höhere Bilder im IMAX-Format aufgezogen wird, eine optische Präsentation von etwas Besonderem, um den Zuschauer zu verblüffen und ihn an den Handlungsort zu versetzen.

Gerade in der 3D-Dramaturgie wird zur Findung der Formsprache experimentiert, da ist bisher wenig festgeschrieben. Disney hatte in TRON: Legacy die Anfangssequenz in der realen Welt in 2D gezeigt, erst beim Betreten der Computerwelt wurde das Bild stereoskopisch tief. Die Unterscheidung zwischen den Welten ist sicher deutlich (etwas schade, da sowohl der Sprung vom Firmenhochhaus wie auch die rasante Motorrad-Verfolgungsjagd zu Beginn des Films von den visuellen Möglichkeiten tolles 3D-Potenzial hatten).

Henry Selicks 3D-Stopmotionfilm Coraline aus dem Studio Laika nutzte 3D subtil, um die reale langweilige, graue und eben flache Welt von der fantastischen, bunten und tiefen Fantasiewelt abzugrenzen. In diesem Beispiel zahlt die Verwendung der Z-Achse auf die Story ein, sie belegt die verschiedenen Welten mit unterschiedlichen Dimensionen und schafft so eine besondere Atmosphäre.

Scope-on-Flat ist ein schönes Mittel um im Trailer eine Tiefendimension zu zeigen, ein Effekt der klar sagt: es handelt sich um einen 3D-Film! Aber steckt dahinter nicht auch die Sehnsucht nach einem intensiverem 3D-Kinoerlebnis? Diejenigen, die schon über hundert 3D-Filme (jawoll!) gesehen haben, verlangen nach neuen Impulsen! Ich mag die Tiefen in den Raum sehr, finde es aber spannend, wenn der gesamte Raum vor und hinter der Leinwand genutzt wird. Selbstverständlich im Dienste der Geschichte, aber mal ein Augenzwinkern auf die Zuschauer zufliegen lassen, schadet nicht. Da muss mehr Kreativität in die 3D-Budgets, der Stereographer mehr Mitspracherecht mit dem Kameramann erhalten. Und die Regisseure gemeinsam an der Entwicklung der 3D-Bildsprache arbeiten, denn da scheinen wir tatsächlich noch in den Kinderschuhen zu stecken. Warum kommt da eigentlich keine Explosion von Ideen aus den Filmuniversitäten?

Was denkt ihr- ist Scope-on-Flat ein Gimmick für einzelne Filme oder eine adäquate Bewerbungsmöglichkeit von 3D-Filmen in 2D-Medien? Kennt ihr noch weitere Filmbeispiele mit Scope-on-Flat-Einsatz?

Bilder © Philips (1), DigitaleLeinwand (2), DL mit Material von Universum Film (3), Walt Disney Studios Motion Pictures Germany (4, 5, 6, 7)· Alle Rechte vorbehalten.

UCI steigt mit ISENS ins Premiumkino-Segment ein und bietet mit IMM SOUND immersiven 23.1 3D-Ton

Ab Februar 2012 präsentiert sich die UCI KINOWELT in Düsseldorf als erstes Kino der Kette mit einem neuen Standard, das sie iSens – Kino grenzenlos nennen. Deutsche Meister bei der Ausstrahlung von alternativem Content in Sport, Konzert und Event ist UCI bereits, nun folgt die Aufrüstung auf das besondere Kinoerlebnis (mit Blick auf die Berliner UCI-Kinos muss man sagen, dass das Erscheinungsbild und die Gepflegtheit bisher leider nicht der Premiumklasse zuzuordnen sind).

Nach Premiumkinos wie der Astor Filmlounge in Berlin, dem Maxximum-Konzept von Cinemaxx bzgl. 3D und dem überragenden Meyersound-System und dem Premium Digital- Konzept der Cineplex-Gruppe folgt nun UCI mit iSens in das deutlich erweiterte Kinoerlebnis. Und Besucher sind bereit für ein hochwertiges Kinoerlebnis (das sich deutlich vom mittlerweile sehr hochwertigem Heimkino unterscheidet) auch einen angemessenen Preis an der Kinokasse zu bezahlen.

Noch ist die Katze nicht aus dem Sack, am 1. Februar findet in UCI Düsseldorf die Pressekonferenz zum iSens-Konzept statt, das ein neues immersives Kinoerlebnis bescheren soll. Sogenannte VIP-Sessel, also hochwertige bequeme Sessel mit Einzellehnen, wurden bereits installiert. Und auch in der Bild- und Tonqualität im Kino mit einem neuen Premium-Konzept Rechnung. Großes Kino verspricht die 240 Quadratmeter-Leinwand. UCI setzt natürlich auf eine digitale Projektion, der Rolloutplan für die Volldigitalieierung steht. Am spannendsten dürfte der immersive 3D-Sound durch das 23.1 imm sound-Tonverfahren sein.

23.1? Das klingt nach einer Menge Lautsprechern! Und in der Tat werden, je nach Kinosaal zwischen 15 und 120 Lautsprechern für diese Konfiguration verbaut. Dabei geht es nicht nur um Soundeffekte, damit es lauter Bumm machen kann. Das immSound-Konzept liefert eine dreidimensionale räumliche Tonwelt, eine umgebenden Sound-Sphäre, die Musik, Sprache, Geräusche und Effekte von jedem Ort des Kinosaales liefern kann. Egal ob der Ton von vorne, hinten, seitlich, und auch über den Köpfen der Zuschauer kommt. Damit lassen sich neue räumliche Soundkonzepte realisieren: Ton kann vertikal nach Oben wandern, man kann sich innerhalb einer Echo-Höhle bewegen (stellt euch Herzogs Höhle der vergessenen Träume in ordentlichem 3D und Raumsound vor), aber natürlich kann auch allerlei Maschine und Getier um einen herum fliegen. Michael Bay bekommt bestimmt schon schwitzige Finger…

Dieses Video veranschaulicht die Klangwelten eines 3D-Raumtones:

http://www.youtube.com/watch?v=_KvMM9ZStHg

Neben stereoskopischem 3D ist Ton natürlich eine weitere wichtige Komponente (wenn nicht sogar die relevantere) für ein erstaunliches immersives Kinoerlebnis. Natürlich bleibt wie beim Bild die Frage der künstlerischen Gestaltung dieser technischen Möglichkeit. Ich kenne bereits iosono-Wellenfeldsynthese aus dem Kinolabor und bin dementsprechend heiß auf dieses großartige Tonerlebnis. Denn fürs Kino werden Filme gemacht, und dort werden sie erlebbar. Kleiner Wermutstropfen: Bisher existieren keine Spielfilme, die über ein 7.1 -Tonsystem hinaus gehen (Toy Story 3 war der erste 7.1-Langfilm, George Lucas liefert sein Weltkriegs-Flieger-Epos Red Tails dieses Jahr im Soundformat Auro 11.1), natürlich ist das System abwärtskompatibel zu 7.1 oder 5.1-Mischungen.

Sobald es von UCI weitere Informationen über das iSens-Konzept gibt, informiere ich euch natürlich gern. Ich drücke schon mal die Daumen und wünsche toi,toi,toi für die Umsetzung von iSens, dem hoffentlich noch weitere Standorte folgen.

Und weil es so schön war, lassen wir noch ein paar Bälle in 3D und imm Sound durch den Raum fligen. Enjoy!

Bilder © UCI (1), imm Sound (2) · Alle Rechte vorbehalten.

WTF der Woche: Digitales Projektionschaos in Doppel-3D ruiniert Martin Scorseses HUGO CABRET

Früher klebten unfähige Projektionisten einfach mal Filmrollen falsch zusammen, was ihnen bei Filmen wie Prosperos Bücher von Peter Greenaway oder Terence Malicks Tree of Life durchaus erst nach einer Woche auffiel. Bei einer digitalen Projektion sollte ein solches Problem eigentlich der Vergangenheit angehören, doch schaffte das Regal Theater Union Square in New York das Kunststück einer digitalen 3D Doppelprojektion plus einer weiteren Bildüberlagerung. Und ruinierte damit die Vorstellung des wunderbaren 3D-Films Hugo Cabret von Martin Scorsese, natürlich passenderweise an seiner poetischsten Stelle, wenn es durch die unfreiwilligen Inhalte aber auch ungewollt komische Korrelationen gibt.  Diese Tripleprojektion spart natürlich Belegzeit in den Kinos, wenn man die Werbung statt vor dem Film einfach mitten im Film projiziert…

Dieses Video belegt eindeutig den What the Fuck der Woche:

http://www.youtube.com/watch?v=N66d7cnJpLY

Jaja, Häme gegen den Fortschritt. Natürlich reicht das bloße Knöpfchendrücken bei einem digitalen Kinosystem nicht aus. Doch scheinen die wenigsten Projektionisten sich wirklich mit den Möglichkeiten ihres digitalen Projektors auseinandergesetzt haben, wovon auch viele Helligkeitsprobleme in den deutschen digitalen Kinos zeugen. Und jeder von uns hat in der digitalen Rollout-Anfangszeit schon mal ein technisches Projektionsproblem erlebt. Aber so ein amüsantes Malheur wie diese Triple-Projektion dürfte von uns noch keiner zu Gesicht haben. Das Positive: diese Überlagerung ist garantiert nicht DCI-konform, was Hoffnung gibt, dass wir Peter Jacksons kommenden Blockbuster Der Hobbit – eine unerwartete Reise auch in wunderbarem 48frames 3D sehen werden. 🙂