Das Ende der analogen Distribution – letzte Phase der Digitalisierung wird eingeläutet

Um es mal direkt zu sagen: Kinobetreiber, die sich bisher nicht um die Digitalisierung ihrer Säle gekümmert haben, stehen schon bald vor dem Aus. Und das wird, wie ein Blick in Startlisten belegt, schneller passieren, als sie gehofft hatten.

20th Century Fox erklärte bereits im Vorjahr, dass man in den USA und in anderen Territorien die Belieferung mit analogen Kopien zum Ende 2013 einstellen werde. Ein Blick in die Startlisten weiterer Majors zeigt ein ähnliches Bild: Paramount Pictures hat als letzten Film Paranormal Activity 2013 angegeben, der sowohl digital wie in analogen 35mm zum 24. Oktober 2013 vertrieben wird. Schon der am 25.12.2013 startende Thriller Jack Ryan ist ausschließlich digital zu haben. Disney zeigt den Lone Ranger ab 8. August ausschließlich digital, wird aber die Family-Titel wie Planes Ende August und die Eiskönigin im November für einen breiten Start noch auf analogen Film anbieten. Ab 2014 sind hingegen sämtliche Titel von Disney als Digital gekennzeichnet.

Digitaler Shift der Datenträger: links ein Trailer auf 35mm, rechts ein ganzer Spielfilm in HD-Qualität

Nun steigen auch die deutschen Verleiher sukzessive aus dem analogen Format aus: Concorde Film hat gegenüber den Kinobetreibern aktuell das Ende der Belieferung mit analogen 35mm-Kopien zum Ende August 2013 direkt kommuniziert. Der Kinostart des 3D-Dramas Upside Down ist der Wendepunkt für Concorde, zukünftig werden nur noch digitale Kopien als DCPs an Kinos ausgeliefert. Universum Film hat bereits einzelne Titel ausschließlich digital distribuiert, beispielsweise wurden die 3D-Titel wie Streetdance (ebenfalls Constantin Film mit den letzten Teilen der Step Up-Franchise) ausschließlich digital verteilt, was bei 3D eh sinnvoll ist. Bis zum Jahresende hat Universum Film neben ausschließlich digitalen Filmen wie Riddick noch einige Titel in beiden Formen im Programm, vor allem im Bereich Kinderfilm. Laut Universum-Startliste wird mit Das kleine Gespenst letztmalig ein Film auch in 35mm vertrieben, selbst Kinderfilme im Jahr 2014 sind nur noch mit dem Vermerk 2D und 3D gekennzeichnet.

Szenenbild Upside Down

Die parallele Existenz von zwei Projektionsformaten wird bei Concorde Film mit dem Kinostart von UPSIDE DOWN beendet sein.

Selbst wenn Verleiher den traditionsreichen 35mm positiv gegenüber stehen, sind sie von der Belieferung durch die Weltvertriebe abhängig, die zunehmend via Festplatte und Satellit distribuieren. Die Abwärtsspirale beschleunigt sich dabei zunehmend: durch die Reduktion des Massenmarktes steigenden die Herstellungskosten für analoge Kopien; der IMAX-Präsident für das Gebiet EMEA Andrew Cripps bezifferte im Interview mit DigitaleLeinwand die aktuellen durchschnittlichen Kosten für eine analoge 70mm-IMAX-Kopie auf 35.000 bis 45.000 US-Dollar gegenüber 100 Dollar für das digitale DCP auf dem Datenträger. Analoge Distribution rechnet sich nicht mehr für Verleiher, die letzte Phase der Digitalisierung des Kinos ist eingeläutet. Über 75% der deutschen Kinosäle sind mittlerweile digitalisiert, für die geht der Betrieb problemlos weiter. Was jedoch mit den übrigen 25 % geschieht, lässt sich in dunklen Szenarien ausmalen, wenn der erste große Kinderfilm, dessen Umsatz man dringend zum Weitermachen benötigt hätte, eben nicht mehr zur Verfügung steht.

Nun sind Startlisten für die Presse kein Garant, da sind Häkchen schnell gesetzt oder entfernt. Um Klarheit zu schaffen, startete der Verband HDF Kino eine Umfrage unter allen Verleihern über die zukünftige Distribution und hat um Stellungnahme gebeten. Dieses Ergebnis dürften nicht nur ihre eigenen Mitglieder mit Spannung erwarten.

Bilder © Gerold Marks (1), Concorde Film (2) · Alle Rechte vorbehalten.

EXHIBITION: heute MUNCH 150-Ausstellung aus Norwegen als einmaliges Kino-Event

Große Künstler mit ihrem Werk weltweit live im Kino- wer hätte gedacht, dass das Kino zum Museum wird? Durch die digitale Technik wird der Zugang einer lokalen Kunstausstellung der ganzen Welt ermöglicht. In der neuen Filmreihe EXHIBITION stellt Tim Marlow die bedeutendsten Maler, ihre Werke und ihr Leben auf der größtmöglichen Leinwand vor – im Kino. Als alternativer Content wird die Reihe der kuratierten Museumsausstellungen weltweit übertragen, in Deutschland nehmen rund 60 Kinos an dem Event teil. Aus der  National Museum und dem Munch Museum in Oslo erleben wir heute am Donnerstag, den 27. April um 20 Uhr den großen Edvard Munch als bedeutendsten Wegbereiter des Expressionismus in Europa.

Die visuelle Kinoreise durch die Ausstellung „Leonardo Live” überraschte und begeisterte das Kinopublikum in weltweit 1000 Kinos gleichermaßen. Und zwar so sehr, dass die Macher dieser detailreichen, Augen öffnenden Dokumentation ein neues „Kunst im Kino“-Projekt präsentieren. Drei Episoden aus den wichtigsten Museen der Welt beleuchten begnadete Künstler und ihre Werke. Dazu gibt es ein rund 15-minütiges Vorprogramm, u.a. mit einem Quiz zum jeweiligen Künstler.

Die Royal Academy of Arts in London präsentierte in der ersten Episode Edouard Manet, jetzt geht es nach Norwegen, wo in diesem Jahr der 150. Geburtstag des expressionistischen Malers Edvard Munchs (1863 – 1944) gefeiert wird, der vor allem durch sein Gemälde „Der Schrei“ weltberühmt wurde. Die Werkschau „Munch 150“ wurde von den in Oslo ansässigen Häusern National Museum und dem Munch Museum kuratiert. Die Ausstellung wird bereits als „Jahrhundert-Ausstellung“ gepriesen. Eine Version des „Schreis“ wurde jüngst bei einer öffentlichen Auktion für die Rekordsumme von 120 Mio. Dollar versteigert, die Ausstellung zeigt gleich vier Schrei-Gemälde von Munch, führt aber noch weiter in sein Gesamtwerk und zeichnet das Portrait eines Mannes, dessen Leben das Norwegen des 19. Jahrhunderts bis zur deutschen Besetzung Norwegens im Zweiten Weltkrieg umspannt.

Munch Camera Painting on Desk Copyright Kristine Bjorge

Zudem wird ein besonderer Einblick  hinter die Kulissen der Ausstellung gewährt, norwegische und internationale Gäste unterstützen Moderator und Kunsthistoriker Tim Marlow mit ihrem Expertenwissen.

Exhibition - Great Art on Screen

Der nächste Museumsausflug im Kino findet übrigens am 19.09.2013 statt, wenn das British Museum seine Pforten mit POMPEJI LIVE über die versunkene Stadt öffnet. In Deutschland wird dieses Kino-Event als Aufzeichnung gezeigt, nachdem es im United Kingdom sehr erfolgreich landesweit live ausgestrahlt wurde. Am 10. Oktober können sich Freunde des Mädchens mit dem Perlenohrring auf VERMEER AND MUSIC freuen.
Als neuen Service gibt es jetzt auf DigitaleLeinwand.de die Übersichtsliste der Kino-Events, in der sämtliche Veranstaltungen des alternativen Contents der Live-Übertragungen aus Oper, Konzert oder Sport in Kinos der ganzen Welt gelistet ist.
Ich wünsche Gute Unterhaltung!

EXHIBITION - Munch 150

Bilder © Exhibition · Alle Rechte vorbehalten.

IMAX und CineStar verkünden offizielle Kooperation- Laserprojektion hält Einzug

Berlin erhält seine IMAX EXPERIENCE zurück. Mit der gestrigen Preview von MAN OF STEEL rebootete das CineStar im Sony Center Potsdamer Platz ihren IMAX-Saal, der im Frühjahr 2011 zwischenzeitlich zum EVENT Cinema umgewandelt wurde. Heute gaben CineStar und die IMAX Cooperation ihre Zusammenarbeit offiziell in Deutschland bekannt. Dies beinhaltet sowohl die Absicht weitere IMAX-Säle nach Deutschland zu bringen, als auch die zeitnahe Umrüstung auf die kommende Generation des digitalen Abspiels durch Laserprojektion. Das IMAX-Laserprojektionssystem beinhaltet Patente, die IMAX exklusiv von Eastman Kodak und Barco lizenzieren ließ. Wie bereits beschrieben, ermöglicht der Laser Illuminated Projektor (LPI) sowohl eine größere Helligkeit, ein klareres Bild und die Darstellung eines höheren Kontrastumfangs. Details über die technische Spezifikation oder Zeitpunkte wollte man derzeit noch nicht nennen.

CineStar IMAX in Berlin im Juni 2013 wiedereröffnet

Oliver Fock, Managing Director Film, CineStar, ist mit dem neuen Weg zufrieden:

„CineStar ist dafür bekannt, Premium-Unterhaltung zu bieten. Durch den neuen IMAX-Saal in unserem Flagship-Multiplex bestärken wir dieses Bekenntnis an Innovation und Qualität noch einmal. Die Auswahl an Hollywood Blockbustern und das fesselnde Erlebnis wird bei unseren Zuschauern gut ankommen. Wir sind mit der heute geschlossenen Vereinbarung sehr zufrieden und freuen uns darauf, unser IMAX-Geschäft in Zukunft noch zu erweitern und noch mehr Zuschauern in ganz Deutschland dieses einzigartige Kinoerlebnis bieten zu können.“

Und auch die IMAX Cooperation unterstreicht ihre Hoffnungen in den deutschen Markt. Andrew Cripps, President IMAX EMEA:

„Wir freuen uns sehr, mit Deutschlands Kinobetreiber Nummer eins zusammenzuarbeiten – und besonders auch darüber, IMAX in das bekannte CineStar am Potsdamer Platz zu bringen, das auch viele Filmpremieren beheimatet. Für IMAX ist Deutschland ein großer, noch wenig erschlossener Markt und wir glauben, dass starke Partnerschaften mit Premium-Kinobetreibern der Schlüssel für eine Erweiterung unseres Netzwerkes hier sind. Wir freuen uns auch, dass CineStar künftig unsere neue Lasertechnologie einsetzen wird und damit dem deutschen Publikum ein völlig neuartiges Kinoerlebnis bietet.“

Zusätzlich gab IMAX bekannt, dass Event Cinemas, eine weitere Tochtergesellschaft von Amalgamated Holdings, zu der auch die CineStar-Gruppe gehört, die neue digitale IMAX Laserprojektionstechnologie in ihrem Flagship-Kino in Auckland installieren wird. Dieser Deal war mir schon vorher bekannt, hier wird mit einer Umrüstung im vierten Quartal 2013 gerechnet.

der Kinosaal im CineStar IMAX

Soweit das Offizielle, das leider nicht so viele Fragen beantwortet. Hier noch ein paar gesammelte Eindrücke vom gestrigen Besuch:

Aktuell handelt es sich um eine digitale DLP-Projektion mit anscheinend zwei Projektoren in 2K-Aufklösung. Durch eine Verschaltung soll das sichtbare Pixelraster reduziert werden, zudem wird das Bild heller. Die bessere Helligkeit gegenüber anderen digitalen Projektionen kann ich subjektiv bestätigen, ich hatte Man of Steel bereits in einem anderen Saal gesehen. Das Besondere am IMAX-Erlebnis ist neben der Projektion der laserausgerichtete digitale Surround-Sound und die von IMAX patentierte Saalgeometrie. Soweit sich mein Rücken korrekt erinnert, wurde die Bestuhlung im Amphiteater-Seating des Event Cinemas beibehalten. Als 3D-Technik wird nun nicht mehr das zirkulär-polarisierte Real D Wide XL-System genutzt, IMAX setzt weiter auf eine lineare 3D-Polarisation (also bitte den Kopf nicht beim Partner ankuscheln). Die IMAX-gebrandeten 3D-Brillen sind im Vergleich zu früher kleiner im Format, allerdings größer als die Standard Real D-3D-Brille. Und das ist auch erforderlich, da die Größe der Leinwand im vorderen Drittel sonst durch den Rahmen das Sichtfeld begrenzen würde. Es handelt sich nun um recycelbare, einzeln verschweißte Einweg-Brillen.
Ich bin mir unsicher, ob die alte IMAX-Leinwand wieder eingebaut wurde, oder die vorherige Silberleinwand im Einsatz bleibt, das konnte ich gestern im laufenden Betrieb nicht feststellen. Zumindest ist die Leinwand nicht raumfüllend nach oben und unten, die Leinwandgröße dürfte aber weiterhin die 300 Quadratmeter betragen. Es besteht zusätzlicher Raum über- und unterhalb von Cinemascope, das IMAX-Seitenverhältnis von 1.44:1 scheint aber nicht zur Verfügung zu stehen (wird im kommenden Interview gecheckt).
Ich verstehe ja die IMAX-Puristen, die dem analogen 15/70 hinterher trauern. Doch ist die Zeit des Wandels definitiv gekommen. Für mich als Kinobesucher ist das IMAX in Berlin ein Gewinn. Blockbusterfilme mit viel Augenfutter gehören auf eine große Leinwand. Und wenn sich dazu noch ein gut eingemessenes lichtstarkes 3D-System und eine dynamisches Tonsystem addiert, bin ich absolut zufrieden, dann leider ist das kein Standard. Wenn als Sahnehäubchen IMAX-Specials wie Vorab-Previews auch in Berlin stattfinden, finden Filmnerds zusätzlichen Buzz. Ob man jetzt mit IMAX einfach eine Marke etabliert oder wirklich eine technische Evolution voranbringt, wird sich wohl im Laufe des nächsten Jahres zeigen, wenn mit Christopher Nolans „Interstellar“ oder Michael Bays „Transformers 4“ (partiell) nativ im IMAX-Format gedrehte Filme anlaufen.

Bilder © CineStar IMAX im Sony Center · Alle Rechte vorbehalten.

Heute welterste 3D-Live-Ballettübertragung mit SCHWANENSEE aus dem Mariinsky Theater St. Petersburg

Zwei Ballette kennt auch der Breitenkulturanhänger, zum einen den Nußknacker, zum anderen Schwanensee. Zum Jubiläum von 275 Jahren russischem Ballett wird der Klassiker zur Musik Pjotr Iljitsch Tschaikowskis heute als welterstes Ballet live in fantastischen 3D-Bildern aus dem Mariinski-Theater in St. Petersburg in Kinos rund um den Globus übertragen. Die Leitung hat Star-Dirigent, Künstlerischer Leiter und Direktor des Mariinski-Theaters Valerij Gergiev. Die Cameron Pace Group produziert die 3D-Übertragung in der Regie von Ross MacGibbon.

http://www.youtube.com/watch?v=ricuPmpF544

Tschaikowskys berühmtestes Ballett bildet eine perfekte Synthese aus Choreographie und Musik. Obwohl er den großen Erfolg seines Werkes nicht mehr erlebte, ist seine Ballettmusik zum Synonym des Balletts selbst geworden, hat Generationen von Tänzern inspiriert und gehört mittlerweile zum Standardrepertoire klassischer Ballettkompanien. In diesem Jahr feiert das Ballett des Mariinski-Theaters, eine Kompanie, welche einige der größten Tänzer der Welt wie Pavlova, Nureyew, Baryshnikov u.v.a. sowie viele außergewöhnliche Ballette hervorgebracht hat, mit der weltweit ersten 3D-Liveübertragung von Schwanensee nicht nur 275 Jahre russisches Ballett, sondern auch die Premiere einer neuen Dimension der Ballettrezeption.

Schwanensee 3D

Einen Monat nach Eröffnung des neuen Opernhauses Mariinski II wird St. Petersburg zur Zeit der „Weißen Nächte“ von der Magie einer besonderen Veranstaltung erfasst: Am 06. Juni wird Star-Dirigent, Künstlerischer Leiter und Direktor des Mariinski-Theaters Valerij Gergiev die wohl bislang aufregendste Schwanensee-Aufführung seiner Karriere leiten. Vor mehreren tausend internationalen Ballettfreunden wird im historischen Mariinski-Theater Tschaikowskys Meisterwerk mit Primaballerina Ekaterina Kondaurova in der Hauptrolle nach der legendären Choreographie von Lew Iwanow und Marius Petipa aufgeführt. Die renommierte Produktionsfirma Cameron-Pace Group, deren Oscar®-prämierte 3D-Technologie auch bei Hollywood-Blockbustern wie Avatar oder Life of Pi zum Einsatz kam, wird diese Performance live in 3D aufzeichnen und simultan sowohl auf eine große Leinwand ins neue „State of the Art“-Theater Mariinski II als auch auf hunderte Kinoleinwände in über 50 Ländern weltweit via Satellit übertragen. Acht große 3D-Kamera-Anlagen werden unter der Regie von Ross MacGibbon, einem ehemaligen Balletttänzer, der bereits mit Nureyew gemeinsam auf der Bühne stand und nun als DER Filmregisseur für Ballettübertragungen ins Kino gilt, die Aufführung in ihrer dramatischen und künstlerischen Kraft so authentisch und detailgetreu einfangen, wie es bislang nicht möglich war. Ballettfreunde auf der ganzen Welt werden so die Chance haben, die märchenhafte Geschichte der verzauberten Schwanenprinzessin, die nur durch wahre Liebe aus dem Bann des bösen Zauberers erlöst werden kann, in dieser neuen, Maßstäbe setzenden Aufführung live mitzuerleben. Durch die Übertragung führt der brititsche Schauspieler John Hurt.

Yuri Fateev, stellvertretender Direktor des Mariinski Balletts dazu: „Wir haben uns für „Schwanensee“ entschieden, weil dieses Ballett in unserer Stadt und unserem Theater erschaffen wurde.“ Das Mariinski-Ballett ist schon lange eine der verehrtesten Ballettkompanien der Welt. Mit dieser Aufführung wird es in all seiner Klasse und Reinheit in Stil und Ausbildung erstmals in drei Dimensionen zur vollen Entfaltung gelangen und der Welt zeigen, warum sein Ruf mehr als gerechtfertigt ist.

Mariinski LIVE: Tschaikowskys SCHWANENSEE
Am 06. Juni um 19.15 Uhr live aus St. Petersburg
Zu sehen in folgenden deutschen Kinos:

  • Art Screen Düsseldorf
  • Kinopolis Gloria Palast
  • Cinecitta Nürnberg
  • Cineplexx Münster, Aachen, Mannheim
  • UCI Kinowelten Hürth Park (bei Köln), Ruhr Park (Bochum), Am Eastgate (Berlin), Elbe Park (Dresden), Duisburg, Dessau, Gera, Wandsbek (ehemals Smart City, Hamburg), Düsseldorf, Othmarschen Park (Hamburg), Mundsburg, (Hamburg), Potsdam, Flensburg, Wilhelmshaven

Vom wilden Hund zum zahmen Löwen – SNOOP DOGG REINCARNETED heute als Kinoevent

Vom Rap zu Reggae- nur heute am 19. April 2013 läuft die Musik-Dokumentation „Reincarnated“ über Snoop Doggs Verwandlung vom wilden Hund zum zahmen Löwen als einmaliges Kino-Event in 19 Cineplex-Kinos.

Einen musikalischen Ausflug in ein anderes Genre unternehmen viele Künstler, Rap-Ikone Snoop Dogg hingegen macht ernst. Er wird sich endgültig vom Rap abwenden und einen neuen Lebensabschnitt beginnen, in dem er sich voll und ganz der Reggae-Musik widmet, und zwar als Snoop Lion. So lautet der Name, auf den er von einem Rastafari-Priester getauft wurde. Nun kommt am 19. April der Film REINCARNATED als einmaliges Kinoevent in ausgewählte deutsche Kinos. Er erzählt die Geschichte von der spirituellen Wandlung und musikalischen Neuerfindung Snoops.

Angefangen hat diese Wandlung und Neuerfindung mit einer Reise durch Jamaika, der Heimat des Reggae, der Lebensfreude, der Gelassenheit und traumhafter Landschaften. Die Filmdokumentation „Snoop Dogg – Reincarnated“ begleitet den ehemaligen Gangster-Rapper auf eben diese sehr persönliche Reise und zeigt nie zuvor gezeigte Bilder von Snoop, wie dieser sich auf den Pfad seiner musikalischen und spirituellen Wiedergeburt begibt. Reincarnated“ blickt dabei auf die Anfänge von Snoop Doggy Dogg zurück, zeigt die Höhepunkte, aber auch zum Teil dunklen Abschnitte seiner Karriere. Zudem spricht Snoop über seine spirituelle Leere, seine Suche nach etwas Neuem und seine Wiederauferstehung als Lion.

Die Dokumentation feierte auf dem angesehenen Toronto International Film Festival 2012 Premiere, wurde jüngst auf dem SXSW Festival in Texas hoch gelobt und läuft bereits international erfolgreich. Regie führte Andy Capper unter der Koproduktion von Snoopadelic Films und VICE Films. Das Album REINCARNATED erscheint parallel zur Kinovorführung. Der Film ist ab 16 Jahren freigegeben und wird in Englisch mit deutschen Untertiteln gespielt. Weitere Informationen, Tickets und eine Übersicht aller teilnehmenden Kinos gibt es auf der Cineplex-Webseite.

SnoopDog-Reincarnation

Bild © Cineplex · Alle Rechte vorbehalten.

 

EXHIBITION: Kunstdokumentation als Event am 11.4. im Kino – MANET – PORTRAYING LIFE [Freikarten]

Große Künstler mit ihrem Werk weltweit live im Kino- wer hätte gedacht, dass das Kino zum Museum wird? Durch die digitale Technik wird der Zugang einer lokalen Kunstausstellung der ganzen Welt ermöglicht. In der neuen Filmreihe EXHIBITION stellt Tim Marlow die bedeutendsten Maler, ihre Werke und ihr Leben auf der größtmöglichen Leinwand vor – im Kino. Als alternativer Content wird die Reihe der kuratierten Museumsausstellungen weltweit übertragen, in Deutschland nehmen 50 Kinos an dem Event teil. Aus der Royal Academy of Arts in London erleben wir am Donnerstag, den 11. April um 20 Uhr den großen Edouard Manet und seine unvergleichliche Ästhetik, die er im Paris des 19. Jahrhunderts auf der Leinwand verewigte. Das CineStar EVENT Cinema lädt 3 mal 2 DigitaleLeinwand-Leser zu diesem ungewöhnlichen Kunsterlebnis ein.

Die visuelle Kinoreise durch die Ausstellung „Leonardo Live” überraschte und begeisterte das Kinopublikum in weltweit 1000 Kinos gleichermaßen. Und zwar so sehr, dass die Macher dieser detailreichen, Augen öffnenden Dokumentation ein neues „Kunst im Kino“-Projekt präsentieren. Drei Episoden aus den wichtigsten Museen der Welt beleuchten begnadete Künstler und ihre Werke. Dazu gibt es ein rund 15-minütiges Vorprogramm, u.a. mit einem Quiz zum jeweiligen Künstler.

Die Royal Academy of Arts in London ist Schauplatz des ersten Teils der neuen Filmreihe „Exhibition“, in der Tim Marlow die bedeutendsten Maler, ihre Werke und ihr Leben auf der größtmöglichen Leinwand vorstellt – im Kino. In der ersten Episode widmet sich das Team der Filmemacher dem großen Edouard Manet und seiner unvergleichlichen Ästhetik, die er im Paris des 19. Jahrhunderts auf der Leinwand verewigte. „Das Frühstück im Grünen“, „Der Absinthtrinker“ oder „Bar in den Folies Bergères“ – diese weltberühmten Gemälde sind nur ein kleiner Teil des Gesamtwerkes, das jetzt in der Ausstellung der Royal Academy of Arts und im Kino bewundert werden kann.

Wer in die Welt der Bilder eintaucht, interessiert sich auch für die Hintergründe und die Entstehung. Unter welchen Einflüssen entwickelte sich der Maler, wie funktionierte seine Technik, was ist das Besondere an seinem Werk? Der Film „Manet – Portraying Life“ widmet sich aber nicht nur der Analyse von Manets Werken, seiner ereignisreichen Biografie und den Originalschauplätzen seines Lebens: Es werden hochspannende Einblicke hinter die Kulissen der Royal Academy of Arts in London ermöglicht, die dem Besucher für gewöhnlich verborgen bleiben. Wie werden die Exponate ausgewählt, wie bereitet man eine Ausstellung von internationaler Tragweite vor? „Manet – Portraying Life“ gibt diese und noch viele weitere Antworten und macht Kunst zu einem lebendigen Kinoabenteuer für Kunstliebhaber und Neuentdecker.

Exhibition - Great Art on Screen

Als weitere Titel werden „Munch 150“ aus Oslo am 27. Juni 2013 und „Vermeer and Music: The Art Of Love and Leisure“ aus London am 10. Oktober 2013 gezeigt. Die dahinter stehende Distributionsfirma BY Experience ist auch für die Kino-Übertragungen aus der New Yorker Metropolitan Opera und den Theaterstücken des National Theatres in London zuständig. Kenner wissen um die hohe Qualität dieser Kinoübertragungen.

Nur am Donnerstag, den 11. April um 20 Uhr, präsentiert das EVENT Cinema den Film „Manet – Portraying Life“ in brillanter HD-Qualität und mit Surround Sound. Karten sind ab sofort für nur 15 € an der Kinokasse und im Internet erhältlich (Gruppen ab 10 Personen 9,50 € – nur an der Kinokasse). Weitere Informationen gibt es auf der Webseite des Kinos.

Cinestar Event Cinema - Nightshot

DigitaleLeinwand verlost mit freundlicher Unterstützung des Cinestar EVENT Cinema Berlin 3 x 2 Freikarten für das Kunstevent! Um zu gewinnen, müsst ihr einfach die Lösung der Gewinnspielfrage mit Namen, E-Mail und Postadresse über das Formular unten einreichen. Selbstverständlich werden eure Daten vertraulich behandelt und nur zur Abwicklung des Gewinnspiels genutzt. Einsendeschluss ist der 11.4.2011 um 12 Uhr. Die Gewinner werden direkt per Mail benachrichtigt.

Hier die Gewinnspielfrage: „Welcher künstlerischen Stilrichtung wird Manet zugeordnet?“

Rechtswege sind mit Kunst nicht zu vereinbaren, und von daher ausgeschlossen. Ich wünsche allen viel Glück!

Bilder © EXHIBITION (1), Gerold Marks (2)· Alle Rechte vorbehalten.

 

One Night Only – NITRO CIRCUS 3D mit spektakulärem Live-Weltrekordversuch

Don’t try this at home! Die waghalsigen Stunts des Nitro Circus sind nichts für Weicheier. Einen umfassenden Einblick in die Stunts des weltbekannten Motocross-Athleten Travis Pastrana und seinen tollkühnen Jungs bekommen Kinobesucher in weltweit 500 Kinos, die am 28. Februar via Satellit zum Weltrekord-Versuch live in die O2-Arena in London zugeschaltet sind.

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Über 40 Motorbikes sollen gefährlich nah nebeneinander simultan Rückwärts-Saltos in der Luft schlagen und damit einen Guinness Weltrekord zu brechen. Im Anschluss erleben die Besucher den Film Nitro Circus 3D mit seinen adrenalinsüchtige Risiko-Junkies in todesmutiger und halsbrecherischer Action in wahnsinnigen Stunts. Ob Motorrad-Sprünge über irre Distanzen oder ein Backflip mit dem Mountainbike vom Dach eines 60-stöckigen Hochhauses – ein unglaubliches Spektakel mit Vollgas und ohne Sicherheitsnetz!

Nitro Circus Anführer Travis Pastrana verspricht: „Die Action und die Stunts, die Sie in diesem Film sehen werden, sind größer und verrückter als alles, was wir bisher getan haben. Dieser Film bringt sie nicht nur auf die große Leinwand, sondern auch auf eine weltweite Bühne.“

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Tickets für den Live-Stunt und „Nitro Circus – Der Film 3D“ am 28. Februar 2013 kann man auf der Webseite www.NitroCircusTheMovie3D.com oder in den teilnehmenden Kinos sichern. Und wer nicht in einer teilnehmenden Stadt wohnt- am 28. März 2013 erscheint Nitro Circus 3D auch als Blu-ray 3D für das Heimkino.  

 

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Alle teilnehmenden Kinos: 

Deutschland

  • Aachen, Cineplex
  • Augsburg, Cinemaxx
  • Berlin, Cinemaxx
  • Berlin, CineStar Cubix
  • Berlin, CineStar Sony Center
  • Berlin, UCI Colosseum
  • Berlin, UCI Friedrichshain
  • Bielefeld, Cinemaxx
  • Bochum, UCI Ruhr Park
  • Bremen, Cinemaxx
  • Bremen, CineStar
  • Chemnitz, CineStar Roter Turm
  • Dortmund, CineStar
  • Dresden, UCI Elbe Park
  • Duisburg, UCI
  • Düsseldorf, UCI
  • Erfurt, CineStar
  • Erlangen, CineStar
  • Essen, Cinemaxx
  • Frankfurt/ M, CineStar Metropolis
  • Friedrichshafen, Cineplex
  • Gera, UCI
  • Hamburg, Cinemaxx Dammtor
  • Hamburg, UCI Mundsburg
  • Hamburg, UCI Othmarschen
  • Hamburg, UCI Wandsbek
  • Hildesheim, CineStar
  • Ingolstadt, CineStar
  • Karlsruhe, CineStar
  • Kassel, CineStar
  • Köln, UCI Hürth Park
  • Krefeld, Cinemaxx
  • Leipzig, CineStar
  • Lübeck, CineStar Stadthalle
  • Magdeburg, Cinemaxx
  • Mainz, CineStar
  • Mannheim, Cineplex
  • Mülheim, Cinemaxx
  • Münster, Cineplex
  • Nürnberg, Cinecitta
  • Oberhausen, CineStar
  • Offenbach, Cinemaxx
  • Oldenburg, Cinemaxx
  • Osnabrück, CineStar
  • Paderborn, Cineplex
  • Regensburg, Cinemaxx
  • Saarbrücken, CineStar
  • Schwerin, CineStar
  • Siegen, CineStar
  • Sindelfingen, Cinemaxx
  • Wuppertal, Cinemaxx
  • Würzburg, Cinemaxx
  • Würzburg, Cineplex
  • Zwickau, CineStar

Österreich

  • Pasching, Hollywood Megaplex
  • St. Pölten, Hollywood Megaplex
  • Wien Gasometer, Hollywood Megaplex
  • Wien Millennium City, UCI
  • Wörthersee Kinozentrum, CineCity

 

 

Berlinale ist Digital – ein Einblick in die digitalen Veränderungen der 63. Internationalen Filmfestspiele Berlin

Die Digitalisierung schreitet auch bei den Internationalen Filmfestspielen Berlin voran. Bei der 63. Berlinale wurden über 50% der Filme digital im Digital Cinema Format (DCP) abgespielt. Darunter natürlich der Großteil der Vorführungen in einer Auflösung von 2K, vereinzelt gab es auch 4K-Projektionen wie beim Klassiker „Die Faust im Nacken“ oder Digital 3D-Vorführungen von „Die Croods“ oder Hitchcocks „Bei Anruf Mord“. Der Anteil der Projektionen im alten 35mm-Format lag bei 8%. Der Rest der insgesamt rund 2.500 Filmvorführungen, die während des Festivals und auf dem European Film Market programmiert werden, sind digitale Videovorführungen.

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Doch stellt der digitale Prozess neben der Projektion auch diverse Anforderungen in Einreichung, Kompatibilität, Logistik und Distribution : Sämtliche digital eingereichten Filmbeiträge mussten zur Qualitätssicherung zunächst komplexe Prüfprozesse durchlaufen und gegebenenfalls umgewandelt werden, um fehlerfrei abgespielt werden zu können.

Die Distribution der Filme in die rund 60 Kinosäle der Berlinale erfolgt zunehmend digital. Der Bedarf an digitalen Projektoren, leistungsfähigen Serversystemen und schnellen Datenleitungen ist in den letzten Jahren enorm gestiegen, mit den Partnerunternehmen Barco, Kinoton, Doremi, DVS, Dolby, Colt und ARRI unterstützen 2013 gleich sieben gewichtige Unternehmen die Berlinale als offizielle Partner bzw. Supplier im Bereich Digital Cinema:

Vor allem  Barco unterstützt die Berlinale bereits seit zehn Jahren bei der technischen Ausstattung, in diesem Jahr stellten sie gemeinsam mit Kinoton hochwertige D-Cinema-Projektionslösungen in 19 Spielstätten, wie dem Berlinale Palast, im Friedrichstadt-Palast, im Haus der Berliner Festspiele, im CinemaxX oder im Martin-Gropius-Bau. Dabei kam erstmals auch der DP2K-10Sx Projektor zum Einsatz, den Barco speziell für kleinere Kinos konzipierte (die Programmkinos beschweren sich über zuviel Licht und zu hohe Kosten. Beispeilsweise wurde das Kino Tilsiter Lichtspiele im Rahmen der Initiative „Berlinale Goes Kiez“ mit diesem Projektor ausgestattet.

Der amerikanische Herstellers Doremi stellte 20 ihrer IMB ShowVault Server für das Digital Cinema zur Verfügung.

Das deutsche Unternehmen DVS liefert insgesamt drei ihrer DI-Workstations CLIPSTER® zur Validierung und Vereinheitlichung der eingegangenen Digitalfiles. Außerdem stellt DVS mit seiner Speicherlösung SpycerBox Flex ein leistungsstarkes 30 TB Storage System zur Verfügung.

Die Hardware von Doremi und DVS ist mit 20 Gigabit pro Sekunde an das Leitungsnetz von Colt angeschlossen, die eine 32 Gigabit Bandbreite für die Übertragung von Berlinale Filmen vom Film Office in die verschiedenen Spielstätten zur Verfügung stellte. Das Netz wurde über die letzten Jahre kontinuierlich ausgebaut. Inzwischen sind rund 40 Kinosäle über Colt Glasfasern mit dem Film Office verbunden.

ARRI übernahm  u.a. die  Erstellung von KDMs für die unterschiedlichen Spielstätten der Berlinale. In diesem Jahr wurden so über 140.000 Schlüssel durch das festivaleigene Key-Management verwaltet und über das Colt-Netzwerk auf die D-Cinema-Server aufgespielt.

Auch das Traditionsunternehmen Dolby feiert mit der Berlinale bereits das 10-jährige Jubiläum der Partnerschaft. Dolby unterstützt das Festival mit seinen innovativen, zukunftsweisenden Audiotechnologien und Dolby 3D-Lösungen, die, wenn man nicht gerade in der ersten Reihe sitzt eigentlich das schönste 3D-Bild zaubern.

Während der Berlinale wurden auch zwei neue Tonsysteme als technische Innovation vorgestellt. Dolby präsentiert sein neues Atmos Sound System, das im CineStar OV in Kino 7 verbaut ist. Losgelöst von Kanälen wird der Ton als Soundobjekt dreidimensional im Raum platziert. Barco präsentiert den 3D-Animationsfilm The Croods (Wettbewerb außer Konkurrenz) in einer Sondervorführung, bei der das neue Soundsystem Auro 11.1, das im Cinestar 3 verbaut ist. In 11.1.-Kanälen wird der Ton auf drei Ebenen verteilt, eine Surround-Ebene, der Höhenebene und der Voice of God. Auf eine Übersicht der neuen 3D-Tonformate könnt ihr euch schon freuen, arbeite derzeit daran.

Deutsches Kinojahr 2012 mit Rekordeinnahmen – die Milliarde ist offiziell geknackt!

Traditionell gibt die FFA im Vorfeld der Berlinale die offiziellen Kinoergebnisse des Vorjahres bekannt. Wie soeben veröffentlicht wurde, glänzt das Kinojahr 2012 mit einem Rekordergebnis: Die Kinos in Deutschland haben 2012 die höchsten Einnahmen ihrer Geschichte erzielt und erstmals aus dem Verkauf von Eintrittskarten einen Gesamtumsatz von über einer Milliarde Euro erreicht. FFA- LogoMit 1,033 Mrd. Euro setzten die Filmtheater von Januar bis Dezember 74,9 Mio. Euro mehr um als im Jahr davor (958,1 Mio.), das entspricht einem Umsatzwachstum von 7,8%. Im selben Zeitraum lösten 135,1 Mio. Besucher (Vorjahr 129,6 Mio.) eine Eintrittskarte an der Kinokasse und sorgten bei einer Steigerung von 4,2% für das beste Ergebnis seit 2009 – trotz Fußball-Europameisterschaft und der Olympischen Spiele im Sommer.

FFA-Vorstand Peter Dinges führt die positiven Ergebnisse auch auf die digitale Umrüstung zurück:

Der Rekordumsatz des Jahres 2012 ist sicher auch ein Stück weit Belohnung für den Mut und die Weitsicht, die die Kinobetreiber bei der Digitalisierung der deutschen Kinowirtschaft unter Beweis gestellt haben. Die daraus entstandenen positiven Veränderungen im Kino sind längst auch bei den Besuchern angekommen, die sehr wohl bereit sind, für ein Mehr an Qualität und Komfort höhere Eintrittspreise zu akzeptieren.

 

Digitalisierungsförderung und 3D

An der erfreulichen Umsatzentwicklung im Kinomarkt hat nach den Worten des FFA-Vorstands nicht zuletzt die gemeinsam von der FFA mit dem Bund und den Ländern getragene Digitalisierungsförderung der Kriterienkinos beigetragen: Aktuell hat die FFA 1.093 Anträge auf Digitalisierungsförderung in einem Gesamtvolumen von 10,2 Mio. Euro bewilligt – allein 322 davon für Leinwände in Städten und Gemeinden unter 20.000 Einwohnern. „Die Förderung fand und findet genau zum richtigen Zeitpunkt an der richtigen Stelle statt“, bilanziert der FFA-Vorstand.

Die zunehmende Digitalisierung der deutschen Kinos bildet auch die Grundlage für eine Vielzahl von publikumswirksamen 3D-Produktionen, die mittlerweile fester Bestandteil des Filmangebotes sind. Mit 28,9 Mio. Besuchern (Vorjahr 29,3 Mio.) löste mehr als jeder fünfte Kinobesucher (21,8%) im letzten Jahr ein Kinoticket für einen 3D-Film (Vorjahr: 22,8%). Insgesamt liefen im letzten Jahr 40 Produktionen in 3D in den deutschen Kinos an, sechs weniger als im Jahr davor.

 

Die Top-Filme des Jahres

Unter den erfolgreichsten Filmen des Jahres waren mit TÜRKISCH FÜR ANFÄNGER, CLOUD ATLAS, FÜNF FREUNDE und RUBBELDIEKATZ auch wieder vier deutsche Produktionen, die jeweils über eine Million Besucher in die Kinos lockten. Mit insgesamt 24,0 Mio. Besuchern lag der deutsche Marktanteil 2012 bei 18,1%.

Wesentlichen Anteil an der positiven Bilanz hatten die drei TOP-Filme des Jahres 2012: ZIEMLICH BESTE FREUNDE (8,9 Mio.), SKYFALL (7,5 Mio.) und ICE AGE 4 (6,7 Mio.) stellten mit 23,1 Mio. Tickets allein die Hälfte aller Besucher der erfolgreichsten zehn Filme des Jahres. Darüber hinaus zählten der November und Dezember mit jeweils fast 120 Mio. Euro Umsatz zu den zwei umsatzstärksten Monaten der Kinogeschichte – dank James Bond und dem Auftakt der HOBBIT-Trilogie. Und noch eine Bestmarke: Mit 15,6 Mio. Besuchern, die zwischen dem 1. und 30. November ins Kino gingen, verzeichneten die Kinos die erfolgreichste November-Bilanz seit Erfassung der Zahlen durch die FFA. Erfolgreichster deutscher Film des Jahres war die Komödie TÜRKISCH FÜR ANFÄNGER, für die 2,4 Mio. Karten an der Kinokasse gelöst wurden.

 

Kinosterben verlangsamt

Verlangsamt hat sich im letzten Jahr der Rückwärtstrend im Kinobestand: 104 Neu- oder Wiedereröffnungen von Filmtheatern (Vorjahr: 124) standen 127 Schließungen (Vorjahr: 183) gegenüber. Die Veränderung zum Vorjahr ist damit auf dem niedrigsten Stand seit fünf Jahren. Insgesamt hat sich in diesem Zeitraum der Kinosaalbestand um 193 Leinwände auf jetzt 4.617 Leinwände reduziert. Auch die Zahl der Standorte ist im letzten Jahr weiter gesunken: Mindestens ein Kino gab es Ende letzten Jahres nur noch in 909 Städten und Gemeinden, 17 weniger als 2011 – und 92 weniger als noch vor fünf Jahren.

Genauere Analysen der Marktdaten folgen. Mal sehen, was das Kinojahr 2013 kann!

Quelle: FFA

Orthopäden freuen sich – 588 Kilo Film für eine analoge HOBBIT-Kopie im IMAX

Der digitale Shift im Kino bringt vor allem für die Filmverleiher große Vorteile in der Distribution, Orthopäden hingegen ärgern sich. Filmvorführer heben sich nämlich keinen Bruch mehr an einer Festplatte, von der sie den digitalen Film auf den Server spielen. Außer es handelt sich um einen analogen IMAX-Film in seinem groß(artig)en 70mm-Format. Knackig wird es bei einem Film in Überlange. Und wenn sich dann die Filmrollen aufgrund von 3D nochmal verdoppeln, lacht der Paketbote. Das war bei Titanic 3D bereits der Fall, und das Tesafilm hüpft schon vor Kopplungsfreude, denn Der Hobbit- Eine unerwartete Reise wurde angeliefert. 98 Filmrollen für 3 Stunden Film, mit einem Gesamtgewicht von 1176 Pfund. 588 Kilo! Dürfte dem Gewicht eines des Höhlentrolls entsprechen…

Hobbit- Analoge Filmrollen

Kein Weihnachtsgeschenke-Versand, sondern die zu koppelnden analogen IMAX-Filmrollen für DER HOBBIT – EINE UNERWARTETE REISE

(Foto via  JJUstice via Reddit via Slashfilm)