Wir haben es immer gewusst: es gibt außerirdisches Leben! Nun nehmen die Außerirdischen Kurs auf den Planeten Erde und bringen eine Menge Spaß in der fliegenden Untertasse mit. Zum Kinostart des rasanten Abenteuers LUIS UND DIE ALIENS der Regisseure Wolfgang und Christoph Lauenstein wurde DigitaleLeinwand ins terrestrische Filmstudio eingeladen, um mit der Kinderreporterin Anne einige Szenen neu zu synchronisieren: Seht hier, wieviel Spaß wir dabei hatten:

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Das war eine Einladung, der ich gerne folgte: die Ulysses Filmproduktion bot an zum Filmstart von LUIS UND DIE ALIENS die Türen zu öffnen und Einblicke in die Produktion eines CGI-Animationsfilm zu geben. Dafür brauchte ich Verstärkung: zusammen mit DigitaleLeinwand-Kinderreporterin Anne machte ich mich auf ins schöne Hamburg!

Zum Einstieg gab uns Produzentin und Geschäftsführerin der Ulysses Filmproduktion Emely Christians einen Überblick in die Arbeit der Ulysses Filmproduktion. 2004 startete Ulysses mit dem Animationsfilm „Niko – Ein Rentier hebt ab“, seitdem sind neun weitere international erfolgreiche Animationsfilme entstanden. 2015 erzählte „Ooops… die Arche ist weg!“ die wahre Geschichte von Noahs Schifffsaktion, die Produktion „Überflieger“ wurde 2017 mit dem Bayerischen Filmpreis 2017 in der Kategorie „Bester Kinderfilm“ ausgezeichnet. Nun startet LUIS UND DIE ALIENS richtig durch.

Für uns gab es nicht nur viele Einblicke, sondern auch Arbeit. Zu Beginn galt es, eine neue Vokabel zu lernen: Fundubbing, das englische Fachwort aus Spaß und Synchronisation. Zur Erklärung: meine Kinderreporterin Anne hat in drei Szenen verschiedenen Figuren ihre Stimme per Synchronisation geliehen. Allerdings nur zum Spaß: obwohl sie ihren Job echt klasse gemacht hat, sind im fertigen Film Profisprecher zu hören.

Im Animationsfilm-Synchronstudio

LUIS ist nicht nur eine europäische Co-Produktion, man vertreibt den Film natürlich auch weltweit in den fast allen Ländern. Hergestellt wurde der Film auf Englisch, das ist die Basis, auf der alle Animationen entstanden. Die Animation von beispielsweise Mundbewegungen der Figuren basiert auf dem englischen Text. Für die einzelnen Länder- und Sprachfassungen wird dann der Text nicht nur möglichst getreu übersetzt, man versucht auch Worte zu finden, die den Mundbewegungen des Originals entsprechen. Da muss man man hier und da mal ein alternatives Wort verwenden, damit die Länge und die Mundbewegung auch passen.
Bei der Ulysses Filmproduktion gibt es natürlich auch ein Synchronstudio für Tonaufnahmen. In einer schalldichten Kabine werden vom jeweiligen Sprecher die einzelnen Takes, also Sätze der Filmfigur, aus den verschiedenen Filmszenen aufgenommen. Die Filmsequenz läuft dazu auf einem Monitor, darunter wird der Text eingeblendet, den man gerade sprechen muss.
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Der Synchronsprecher muss nun mehrere Dinge leisten: der vorgegebene Text muss in der passenden Zeit gesprochen werden. Beim Timing helfen zwei Anzeigebalken, die sich vom Rand aus in der Mitte schließen, wenn die Laufzeit der Szene vorbei ist. Man bekommt schnell ein Gefühl, wie flott man seinen Satz sprechen muss. Dennoch gilt es, auf die Mundbewegung der Figur zu achten, denn Bild und gesprochener Text müssen ja synchron sein.
Den Profi erkennt man in der Ausgestaltung des zu sprechenden Textes: wie ist die Betonung der einzelnen Worte, ist der Satz lustig, traurig, ironisch, aufstachelnd, laut oder leise gesprochen? Die Richtlinie der Tonalität gibt natürlich der Regisseur vor, der seinen Film genau kennt, und weiß, wie jeder Satz klingen sollte. Unterstützt wird er dabei vom Toningenieur, der die einzelnen Sequenzen aufnimmt und für die technische Umsetzung sorgt.
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Kein einfacher Job: man muss nämlich nicht nur sein Mischpult mit allen Reglern perfekt beherrschen, sondern auch den Synchronsprecher immer wieder motivieren: sogenannte First Takes, also erste Versuche, die perfekt sitzen, gibt es immer wieder, sind aber eher die Ausnahme. Mal kommt der Sprecher mit der Zeit nicht hin, mal ist die Betonung nicht klar genug oder man hat sich versprochen. Dann macht man die Aufnahme noch mal. Und manchmal immer wieder. Es braucht also viel Geduld und Motivationskraft, um das Beste aus den Sprechern rauszuholen. Für alle Neugierigen: für die Neu-Synchronisation der drei Szenen hat Anne eine eine halbe Stunde im Tonstudio verbracht. Da lernt man erst den Aufwand zu schätzen, den ein ganzer Film mit allen Figuren mit sich bringt!

Fundubbing von LUIS UND DIE ALIENS

Kinderreporterin Anne durfte sich beim Fundubbing an drei Szenen versuchen. In der Szene „Nubbi Dubbi“ schlüpfte sie in die Haut eines Aliens, der auf der Erde einen Werbe-Fernsehsender schaut, um sich seine heißgeliebte Massagematte namens Nubbi Dubbi zu bestellen. Doch gibt es nur noch wenige der tollen Dinger- da kann man schon mal in Panik geraten!
In der Szene „Hi Jennifer“ versucht der etwas schüchterne Luis seinen Schwarm – die Schulreporterin Jennifer- mit einem Stück Rosinenkuchen zu beeindrucken. Nicht so einfach für eine Achtjährige, für die Flirten auf dem Schulhof noch nicht auf dem persönlichen Tagesprogramm steht. Aber prima gemeistert!
Die dritte Szene war der „Abkratzsong“ – keine Sorge, das hat nichts mit Sterben zu tun, statt Geburtstag feiern die Außerirdischen den Abkratztag, sprich die Trennung von der Haut ihre Mutter, auf der sie wachsen. Das war eine echte Herausforderung, da nicht nur der Text ein kleiner Zungenbrecher war, sondern auch vier Figuren durcheinander reden. Und es wird gesungen!! Da mussten wir einige Takes aufnehmen, bis es passte. Aber seitdem gehört der Satz „Als Eiterbeule angewachsen mussten sie dich runterkratzen“ zu unserem Lieblingen- haben wir auch schon auf einem Geburtstag als Ständchen gebracht!  🙂

Hier könnt ihr euch die Ergebnisse des LUIS UND DIE ALIENS-Fundubbings von Anne ansehen:

Wow, das war ein großer Spaß! Nicht nur für meine Kinderreporterin Anne, sondern auch für mich, der das alles begleiten durfte. Wie viel Spaß LUIS UND DIE ALIENS als Film macht, könnt ihr übrigens ab Donnerstag, den 24. Mai 2018 erleben, wenn das Animations-Abenteuer deutschlandweit in den Kinos startet. Und: ihr könnt ihn für die Extra-Portion Spaß auch in 3D sehen!

Über den Film

Der 12-jährige Luis hat es in der Schule nicht leicht. Denn sein Vater Armin Sonntag ist Ufologe und besessen davon, die Existenz von Aliens nachzuweisen – und insgesamt etwas anders, als andere Väter. Seine Mitschüler finden Luis genauso schräg wie dessen Vater – bis auf Jennifer, die coole Schulreporterin.

Da keiner Luis Vater glaubt, noch nicht mal Luis selbst, ist die Überraschung umso größer, als eines Tages die drei Aliens Mog, Nag und Wabo direkt vor Luis bruchlanden. Nach dem ersten Schreck merkt Luis, dass die drei aufgedrehten Aliens alles andere als gefährlich sind – dafür sind sie umso witziger. Am liebsten würde Luis seinem Vater seine neuen Freunde vorstellen. Aber er kann nicht riskieren, dass er sie schockfrostet. Während Luis versucht, Mog, Nag und Wabo bei einer abgedrehten Mission zu helfen, beschließt der Schuldirektor mit Hilfe der schaurigen Internatsleiterin Frau Diekendaker, dass Luis auf ihrem Internat besser aufgehoben sei, als bei seinem Vater. Doch dorthin will Luis auf keinen Fall!

Aber wie soll Luis beweisen, wie gut es ihm zuhause geht? Und wie kann er seinen neuen Freunden aus dem All bei der Erfüllung ihrer Mission helfen? Für Luis beginnt ein aufregendes Abenteuer, das seine kühnsten Träume übertrifft…

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