Notizen auf Knopfdruck digital: das BAMBOO SLATE – Smartpad von Wacom im Test

Der Hund frisst regelmäßig die Hausaufgaben der Kinder? Ihr seid es leid, Meeting-Notizen immer wieder abzutippen? Da kann ein Stück schlaue Technik durchaus für Abhilfe sorgen! Ich habe mir das Bamboo Slate – Smartpad  vom Hersteller Wacom im Detail angesehen und im privaten Umfeld und Berufsalltag getestet.

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Was ist eigentlich ein Smartpad?

Es dürfte klar sein, dass es sich beim Bamboo Slate- Smartpad von Wacom um mehr als einen Schreibblock handelt. Die Schreibunterlage – eine Art Klemmbrett – und der Stift machen das Gerät zum cleveren Büroassistenten.

Wie sieht es aus? Das Pad ist größer als DIN A 4, denn ein handelsüblicherer Block in dieser Größe wird eingeklemmt. Drumrum befindet sich ein Rand, an der Seite links (oder für die Querschreiber unten, denn das Smartpad kann man horizontal wie vertikal einrichten) sitzen die Bedien- und Kontrollelemente. Die Unterseite des Smartpads besteht aus einem grauem, strapazierfähigen Nylon. Die Oberseite ist ein grau punktierter Polyurethan, der etwas rutschhemmend wirkt. Einen optischen Akzent bietet der orangefarbene Schlitz, in den die Rückpappe des Blocks zur Befestigung gesteckt wird. Für die sichere Verwahrung des Stifts befindet sich eine Mulde im Einschub, in der der zugehörige Stift mit dem Befestigungsclip eingeschoben wird. Der Stylus liegt durch seine abgerundete dreieckige Form angenehm in der Hand, durch Drehen des oberen Drittels wird die Mine heraus geschoben.

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„Smart“ bedeutet beim Slate „elektronisch“. Geladen wird das Smartpad über ein handelsübliches (beigefügtes) Mini-USB-Kabel an der Unterseite. Die Steuerung des Gerätes erfolgt mit der einen Funktionstaste, die mehrere Aufgaben erfüllt. Die Kopplung des Geräte wird hiermit durchgeführt und die beschriebenen Seiten übertragen (dazu später mehr). Die Kontrollleuchte gibt durch Farbe und Blinken Informationen über die verschiedenen Stati. Da das Smartpad ohne Display auskommt, ist eine Verbindung zu einem Smartphone für die Nutzung obligatorisch. Die Verbindung erfolgt drahtlos über Bluetooth. Ebenfalls obligatorisch für den Einsatz ist die Inkspace-App.

Funktionsweise des Bamboo Slate-Smartpads

Die Idee des Bamboo Slate-Smartpads ist, dass man Skizzen und Schriften ganz natürlich mit dem Stift auf eine Papierseite schreibt und anschließend als digitale Datei verfügbar macht. Man schreibt einfach mit dem Stylus auf dem Block. Dazu dreht man die Tintenmine aus dem Bamboo-Stylus und kann loslegen. Bei Schreibdruck wird im Inneren des Stifts ein Kontakt ausgelöst, der als digitaler Strich an den entsprechenden Koordinaten vom Smartpad registriert wird. Sobald sich ein neuer Strich auf dem Blatt befindet, zeigt die blaue Leuchte des Smartpads an, dass neue Inhalte zu übertragen sind. Mit einem Knopfdruck wird dann der Stand an die Inkspace-App übertragen, die Smartpad-Leuchte wechselt zurück auf den Status „grün“. Eine Drucksensitivität wie bei Profi-Grafiktablets bietet das Gerät nicht, es ist also mehr für Skizzen als für Künstlerzeichnungen gedacht.
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erweiterte Funktionen mit der Inkspace-App

Zur Bedienung des Bamboo Slate Smartpads ist die Inkspace-App von Wacom erforderlich. Sie steht für iOS und Android in den Stores zum kostenfreien Download zur Verfügung. Der erste Schritt ist die Einrichtung des Bamboo Smartpads: zunächst erfolgt die Bluetooth-Kopplung zwischen beiden Geräten. Die horizontale und vertikale Ausrichtung kann für Links- und Rechtshänder gewählt werden. Natürlich ist die Einrichtung auch nachträglich änderbar. Die App enthält eine Einstellung für die Hintergrund-Synchronisierung des Smartpads. Der Akkustand ist ersichtlich und das Datum der letzten erfolgten Synchronisierung. Spannend ist der aktivierbare Live-Modus, mit dem jeder Strick auf dem Smartpad-Block direkt live auf dem Smartphone angezeigt wird.

In der App werden die einzelnen Skizzen und Schriften in datumsbasierten Ordnern verwaltet. Die einzelnen Seiten lassen sich noch bearbeiten. Mit einem Zeichnen-Modus sind ein Bereichs- Auswahlwerkzeug, ein Stift und ein Radiergummi vorhanden, mit dem sich kleine Änderungen direkt vornehmen lassen. Die Seiten sind exportierbar als JPG, PNG, PDF, sowie im WILL-Format. Für mich besonders wichtig ist die Umwandlung vom handgeschriebenen Text in maschinenlesbaren Text. Das klappt auf dem Bamboo Slate auch mit meiner Schrift recht gut, zu krakelig sollte es aber nicht werden. Diese „Text to Ink“ genannte Funktion ist ein Bonusfeature, das nur im kostenpflichtigen Inkspace Plus-Monatsabo zum Preis von 2,99 Euro verfügbar ist. Dafür gibt es dann statt der inklusiven 5 GB Speicherplatz auch eine Erweiterung auf 50GB, was für mindestens 60.000 Seiten mit Notizen ausreicht. Und eine Exportfunktion als Vektor. Zum Ausprobieren lässt sich ein dreimonatiges Gratisabo aktivieren. Für die Nutzung des Clouddienstes ist, egal ob lite oder plus, eine Wacom-ID erforderlich, man muss sich also mit persönlichen Daten registrieren.

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Eine coole Funktion der übertragenen Seiten ist das „Aufteilen“. Durch einen Slider lassen sich die Notizen eines Blattes sozusagen im Schreibverlauf anzeigen. So kann man später zugefügte Kritzeleien einfach wieder auslöschen oder verschiedene Progressionsstufen einer Zeichnung ausgeben. Wenn es eine Bewegtbild-Videoausgabe gäbe, könnte man damit direkt kleine Animationsfilmchen erstellen. Das ist aber keine Basisfunktion, möglicherweise funktioniert das mit einer externen App. Aufgeteilte Inhalte lassen sich auch einfach wieder zu einer gemeinsam Seite kombinieren.

Varianten und Zubehör

Das Bamboo Slate gibt es in den Größen für DIN A 4 und DIN A 5. Ersatzminen sind für den Stylus erhältlich, denn irgendwann ist die enthaltene Tinte verschrieben. Wer lieber eine komplette Mappe mit Gerätehalter nutzt, sollte sich beim Wacom Bamboo Spark Smart Folio umsehen. Inhaltliche Erweiterungen der Bearbeitung und Weiterverwendung der digitalisierten Daten sind durch externe Apps in einer breiten Preisspanne möglich. Falls der im Lieferumfang beigefügte Block zur Neige geht, lässt sich ein normaler Schreibblock mit 50 Seiten verwenden. Zu dick sollte er nicht sein, damit die Übertragung zwischen Stylus und Smartpad funktioniert.

Fazit

Schreiben, Skizzieren, Zeichnen – das lässt sich alles wunderbar handschriftlich erledigen. Doch dann das Erschaffene digital weiter zu bearbeiten bedarf etwas Technik. Scanner sind zu stationär. Fotos mit dem Smartphone leiden oft unter der vorhandenen Beleuchtung und müssen auch noch umgewandelt werden. Hier kann das Bamboo Slate Smartpad punkten. Die Bedienung ist wörtlich kinderleicht, vorgenommene Skizzen werden mit dem Stylus auf Papier aufgezeichnet und per Knopfdruck als digitales Bild in die Gratis-App übertragen.
Die technische Verbindung klappt soweit, bei Bluetooth-Konkurrenz auf dem Smartphone muss notfalls neu eingerichtet werden. Das Trennen und Zusammenfügen von Seiteninhalten in der App klappt sehr zuverlässig, zudem macht es Spaß, etwas wieder in seine Bestandteile zu zerlegen. Kleines Manko bleibt für mich die Handschrifterkennung, die beim schnell geschriebenen Worten nicht exakt umgesetzt wird, zumal es sich dabei um ein kostenpflichtiges Bonusfeature handelt.
Für Skizzen, Notizen, Scribble, mal eine Ausmalvorlage für das Kind von einer Vorlage abpausen- dafür eignet sich das Bamboo Slate Smartpad ausgezeichnet. Am besten funktionieren Tools, wenn man sie konsequent in die bestehenden Arbeitsroutinen integriert. Wer mit Kollegen Aufgaben teilt, kollaborativ an User Interfaces arbeitet oder mit Produktivitätssuiten wie Evernote arbeitet, findet schnell passende Einsatzmöglichkeiten im Büro, zu Hause oder in der kleineren Bauweise des Smartpads auch unterwegs, um seine Effizienz zu verbessern. .Und zu guter Letzt noch ein kreativer Einfall für die Live-Funktion des Smartpads: Erinnert ihr euch noch an „Montagsmaler“, wo mehr oder weniger begabte Zeichner einen vorgebenen Gegenstand für sein Team zum Erraten zeichnen sollte? Einfach das Smartphone mit einem Smart TV koppeln und das Display übertragen, das Slate Smartpad ist eure Kritzel-Leinwand, auf der ihr euch austoben könnt. Ich wünsche viel Spaß beim nächsten Spieleabend. 🙂

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