Kabelfernsehen auf der Beamerleinwand – was muss der Kabelreceiver können?

In wenigen Wochen öffnet die weltweit führende Messe für Consumer Electronics und Home Appliances wieder ihre Tore: die IFA findet vom 5. bis 10. September 2014 in Berlin statt. Neben der „Weißen Ware“ werden die aktuellsten Produkte der Bereiche Foto und Video, Smartphones oder Tablets der Öffentlichkeit präsentiert. Das dominierende Thema dürfte auch in diesem Jahr das Heimkino sein: smarte über das Internet vernetzte Fernseher und Projektoren in einer Auflösung von 4K und mit 3D-Unterstützung vereinen die Trends der letzten Jahre in ausgereifter Technik.

Auch wenn bei vielen Heimkino-Fans der Fokus auf der Wiedergabe von Filmen über Blu-ray- oder Mediaplayer liegt, nutzt die Mehrheit der Deutschen doch weiter das lineare Programm der Fernsehsender. Kein Wunder, die Vielfalt der Sender ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Während man über Antenne und DVB-T nur eine kleine Auswahl der verfügbaren Sender erhält, stehen dem Publikum über Satellit via DVB-S oder Kabelfernsehen per DVB-C neben den Hauptprogrammen eine breite Palette auch stark spezialisierte Sender zur Verfügung. Fussball, Spielfilm und Serie sind da schon eher Mainstream, vom reinen Animationsfilm-Sender über Dokumentationskanäle bis zu 3D-Channels befinden sich im Angebot .

Home Cinema

Leinwand, Beamer, Receiver – und schon läuft das Tatort PublicViewing im heimischen Wohnzimmer

SDTV oder HDTV per Kabelfernsehen

Wer den wöchentlichen Tatort oder die Topspiele der Fußball-Bundesliga gemeinsam mit Freunden sehen will, setzt im Heimkino statt auf einen Flachbildfernseher lieber auf eine große Leinwand und einen passenden Beamer. Dafür schließt man den Beamer einfach an die Kabelfernsehbuchse an und genießt das volle Programm. So simpel wäre es in der Theorie, aber das wäre natürlich zu einfach. 🙂
Denn Beamer verfügen regulärerweise über keinen integrierten Tuner. Um wirklich ein Fernsehbild über den Beamer zeigen zu können, benötigt man einen passenden Receiver, der das Fernsehsignal dekodiert. Bei Satellitenempfang ist es ein Satellitenreceiver, beim Kabelfernsehen logischerweise der Kabelreceiver. Doch welches Gerät sollte man sich zulegen? Die klare Antwort lautet wie immer: das kommt darauf an. Wer mit dem bisherigen Röhren TV-Bild zufrieden war und künftig einen Bürobeamer anschließen möchte, bleibt bei der PAL-Auflösung. Solche Geräte werden auch als SD-Receiver bezeichnet, da sie die Standard Definition der PAL-Auflösung von 720 x 576 Pixel zeigen. Doch entscheiden sich gerade Leinwand-Fans für ein größeres und schärferes Bild. Die nächste Stufe bilden die HD- Kabelreceiver, mit denen Inhalte mit einer Anzeige von 50 Vollbildern in der Größe von 1280 mal 720 Pixeln wiedergegeben werden können. Diese HDTV-Auflösung wird auch als 720p bezeichnet, um sie von der Full-HD-Auflösung von 50 Halbbilder in 1920 x 1080 Pixeln, genannt 1080i abzugrenzen. Um Fernsehprogramme als HDTV empfangen zu könne, ist selbstverständlich auch ein HD Kabelreceiver notwendig.

Beamer JVC

Der JVC DLA-RS40 Home Theater Projektor

Anschluss und Ausstattung des Kabelreceivers

Die Verbindung zwischen Kabelanschluss und Kabelreceiver ist einfach über ein Koaxialkabel möglich. Das sollte ordentlich geschirmt ist, um Störungen zu vermeiden. Die Verbindung zwischen Kabelreceiver und dem Beamer erfolgt am besten über ein HDMI-Kabel. Desweiteren sollte man sich überlegen, ob man die Möglichkeit zur Freischaltung von Programmen aus dem Pay TV wünscht. Dementsprechend benötigt man einen Receiver mit der passenden Smartcard des Anbieters. Man sollte also darauf achten, dass der Receiver über einen CI + Schacht verfügt. Praktisch für zeitversetztes Fernsehen sind Kabelreceiver mit integrierter Festplatte, die das direkte Aufzeichnen der Lieblingssendung ermöglichen. Alternativ sind Kabelreceiver mit einer Personal
Videorekorder-Funktion erhältlich (PVR oder auf Englisch DVR für Digital Video Recorder). Hier lassen sich die Aufnahmen sehr flexibel auf einer externen Festplatte oder USB-Stick speichern. Geräte mit „Time Shift“-Funktion können gleichzeitig eine Sendung aufnehmen, während man eine andere anschaut.
Für den HD+- Empfang ist ein HD+-Modul notwendig, damit können in ausgewählten kleinen und mittelständischen Kabelnetzen derzeit rund 20 Sender empfangen werden.

Wie immer gilt, dass die Geräte teurer werden, je mehr sie an Funktionalitäten mitbringen. Manche Kabelanbieter bieten die Möglichkeit eines Mietreceivers, eigene Geräte mit gewünschter Ausstattung sind zwischen 60 und 120 Euro zu haben.

Bilder ©  lassedesignen/Fotolia.com (1) ·  Alle Rechte vorbehalten, JVCAmerica (CC BY 2.0)

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