Til Schweiger zeigt uns den nackten Hintern und verlangt Kopfgeld – Fernseh-TATORT im Bezahlkino [Update]

Ich bin ja ein Freund von alternativem Content im Kino, da das bestehende Angebot um Sehenswertes erweitert wird. Ich finde auch Public Viewing eigentlich eine schöne Sache, so manches wird durch die Gemeinsamkeit erst erträglich, oder Konventionelles eben was Besonderes wie die legendäre Oscar Nacht im Filmcafé. Jetzt bin ich für das Sonntags-Standardprogramm TATORT echt die falsche Adresse, nix worin man meinen Rundfunkbeitrag stecken müsste. Aber grundsätzlich: kultiges Tatort-Gucken mit Freunden in der Stammkneipe – warum nicht?

Aber jetzt hievt man nach den Amphibienfilmen den nächsten Content ins Kino, der da so irgendwie nicht hingehört. Am Sonntag, den 9. März 2014 wird der Hamburger Tatort mit dem Titel „Kopfgeld“ sowohl im CineStar wie in den UCI-Kinos gezeigt. Als Kommissar darf wieder Nick Tschiller ran, im echten Leben Til Schweiger. Und der hat natürlich neben seinem Sidekick Fahri Yardim auch wieder eine seiner Töchter (Luna Schweiger) vor der Kamera platziert. Als hätte ich das Ding nicht schon mit meinen Gebühren mitbezahlt, verlangt UCI in Berlin gar 7 Euro Eintritt (CineStar ab 8,50 fürs Parkett, Cineplex 5,50) für die TV-Ausstrahlung im Kino, die eben zeitgleich auch für umme in der heimischen Glotze zu sehen ist.

Aber komm, wir legen noch einen drauf: das UCI zeigt sogar ab 18:30h den ersten Til Schweiger-Tatort „Willkommen in Hamburg“ (für den reduzierten Eintrittspreis von 3 Euro) und macht ein „Nick Tschiller-Doublefeature“ draus.

Screenshot Newsletter CineStar

CineStar verspricht mir im Newsletter „Hochspannung statt Heimkino [… mit] dem quotenstärksten Fernseh-Kommissar“. Und ich solle mich auf „hollywoodreife Action mit Blockbuster-Qualitäten“ freuen. Studenten-Bild SpOn hat den neuen Tatort schon gesehen und verrät, dass  Til Schweiger „seinen knackigen Po“ zeigt. Inhaltlich geht es um den Kampf in der Hamburger Unterwelt und eine Riesenladung Crystal Meth. Im Kino hat der Tatort übrigens eine FSK ab 18, was nicht heißt, dass er so hart wie Tillies Muckis ist – die ARD sendet ja nicht überhalb der FSK 16, für eine FSK-Prüfung mit Kinofreigabe war nur keine Zeit mehr, was automatisch keine Jugendfreigabe bedeutet.

Ich weiß, was ich Sonntag mache. Ich gehe ins Kino. Und guck mir einen richtigen Film an.

 

Es gibt sogar einen Trailer zum Kopfgeld-Tatort mit Tschiller und Gümer:

Kurzinhalt: Hauptkommissar Nick Tschiller und sein Kollege Yalcin Gümer setzen ihren Kampf gegen die Hamburger Unterwelt fort. Der kurdische Astan-Clan droht mit einem gigantischen Drogengeschäft die Macht zu übernehmen, obwohl Clan-Boss Firat Astan gemeinsam mit seinem querschnittgelähmten Bruder Ismal im Gefängnis sitzt. Tschiller holt sich Enno Kromer, den verbitterten Drogenspezialisten des LKA, zu Hilfe, der seit Jahren vergeblich den Hamburger Drogensumpf trockenzulegen versucht. Unterstützung bekommt Nick auch durch Staatsanwältin Hanna Lennertz, mit der er eine Affäre begonnen hat, sowie von seiner Kollegin Ines Kallwey und von dem Kripo-Mann Holger Petretti.  Doch dann setzt Firat Astan ein hohes Kopfgeld auf Tschiller aus, durch das auch seine Ex-Frau Isabella und seine Tochter Lenny in Gefahr geraten.

Bild © CineStar · Alle Rechte vorbehalten.

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