erster Trailer für Darren Aronofskys Bibel-Epos NOAH interpretiert Mythos neu [Sponsored]

Episch zur Beschreibung von groß angelegten Filmen ist derzeit ja recht überstrapaziert, doch im kommenden Jahr bringt Paramount Pictures einen Film mit biblischen Ausmaß in die Kinos: NOAH. Die Geschichte um den biblischen Urvater der Menschheit dürfte jeder kennen: als Erbauer der Arche rettete er zusammen mit seiner Familie von jedem Tier ein Paar vor der großen Sintflut. Das große Wasser vernichtete als Strafe Gottes die sündige Menschheit, um einen neuen Bund mit ihr einzugehen. Noahs Geschichte wurde nun vom New Yorker Filmemacher Darren Aronofsky mit Russell Crowe in der Titelrolle inszeniert. Der frisch veröffentlichte Trailer zeigt in dramatischen Bildern die Vernichtung der Erde durch diese Katastrophe:

Die Geschichte um die Arche Noah ist fast untrennbar von romantischen Kinderbildern: ein braver Mann baut ein großes Boot, die Tiere treffen schließlich brav in einer langen paarweisen Zweierreihe aufgereiht an der Arche ein, als gingen sie auf Kreuzfahrt. Der Kern der Geschichte ist weitaus dramatischer: es geht um den Zorn Gottes, der die moralisch verkommene Bevölkerung der Erde vollständig vernichten will. Eine Hauptfrage, die auch das 1. Buch Mose (Genesis) offen lässt: wie reagiert die Menschheit auf den Bau der Arche? Sie ahnt nichts von der bevorstehenden Vernichtung, unternimmt anscheinend aber auch keine Versuche die Arche zu kapern und sich selbst damit zu retten- anscheinend werden wir im Film eine weitere Facette erleben, wie der Satz „wenn sie kommen, kommen sie verzweifelt und in großer Zahl“ andeutet. Auch die von Noah eingesetzte mystische Kraft ist eine neue Facette der Figur, die so nicht in der Bibel erzählt wird.

Noah Teaser

Noahs Familie ist ein All-Star-Cast: seine Frau Naameh wird von Jennifer Connelly gespielt, sein Sohn Shem von Douglas Booth, dessen Frau Ila durch „Hermine Granger“ Emma Watson porträtiert wird. Die Rollen der weiteren Söhne Ham und Japeth haben Logan Lerman und Leo McHugh Carroll übernommen. Anthony Hopkins ist als Methuselem zu sehen, Ray Winstone als Tubal-Kain. Aronofsky arbeitete für Noah erneut mit dem Kameramann Matthew Libatique, der bereits Black Swan, The Fountain und Requiem for a Dream filmte. Die Musik kommt, wie bei allen bisherigen Filmen von Aronofsky, von Clint Mansell.

Ich bin sehr gespannt,  welche Themen und Mythen der Film Noah verfolgt, der Trailer lässt mit einigen Andeutungen durchaus Interpretationen zu. Der deutsche Filmstart ist für Donnerstag, den 3. April 2014 angesetzt- vielleicht nicht ganz zufällig das erste Startwochenende nach Ostern. Weitere Informationen gibt es auf der offiziellen NOAH-Filmwebsseite, sowie auf der Facebook-Fanpage. 

 

Darren Aronofsky zeichnet Charaktere am Abgrund

Regisseur Darren Aronofsky begeistert mich seit seinem verschrobenen Erstling „Pi“ über die Zahlenmystik. Mit seinem Nachfolger „Requiem for a dream“ punktet er mit großartigem Schauspieler-Ensemble (ebenfalls Jennifer Connelly) in einer schonungslosen Drogengeschichte, die erneut die Hip-Hop-Montage mit ihren Detail-Großaufnahmen, Zeitraffern und Soundefekkten in Videoclip-Ästehetik zur Bildgestaltung einsetzt. Brillant ergänzt durch den Soundtrack von Clint Mansell mit dem Kronos Quartet. Esoterisch wurde es in „The Fountain“, ein durch drei Epochen verwobener SciFi-Film über die  Suche nach dem Jungbrunnen in Form eines lebenden Organismus. Auch wenn diese Geschichte über übergeordnete Suche nach dem Sinn des Lebens bei den Kritikern nicht gut ankam, bleiben die organisch erzeugten Effekte des Weltalls und die ebenso süße wie schwere Endsong in klarer Erinnerung. Mit seinem nächsten Film „The Wrestler“ landet Aranofsky wieder einen Hit: Mickey Rourkes schonungslose Darstellung seines eigenen Scheiterns in diesem Sportdrama war auch Rourkes Comeback in die Filmwelt. Auch sein letzter Film „Black Swan“, ein Psychothriller mit Natalie Portmann als Ballerina im Rausche ihrer halluzinativen Perfektionssucht, war sowohl bei Publikum, wie bei den Kritikern ein großer Erfolg. Mit einem Budget von 130 Mio. Dollar ist NOAH die mit Abstand teuerste Produktion in Aronofskys bisheriger Karriere, was natürlich auch dem breiten Einsatz der CGI-Effekte zuzurechnen ist. Für das Tierreich entwickelte er mit Industrial Light & Magic (ILM) eine Vielzahl von Tieren, die sich von den heutigen Erscheinungen unterscheiden. Nach eigenen Angaben erforderte eine Szenen die kompliziertesten digitalen Effektshots, die ILM je produzierte- und das ist ja eine knackige Ansage.

Russell Crowe als Noah

Der Noah-Mythos

Neben der eigentlichen Geschichte der Arche Noah existieren eine Vielzahl Mythen, die weiterhin ungeklärt sind. Und wenn man sich die Kommentare in diversen Foren ansieht, scheint es hier weiter einen hohen Klärungsbedarf zu geben.

Die Sintflut ist nur eine christliche  Geschichte. Nein, die Erzählung von Noah und der Sintflut hat auch für Juden und die Moslems eine Bedeutung. Die  Tora besteht aus den fünf Büchern Mose, deren Teil im Genesis auch die Noah-Geschichte ist. Im Koran findet sich die Geschichte in der 71. Sure. Aber die Geschichte einer großen Sintflut findet sich ebenso im altbabylonischen Atraḫasis-Epos aus dem 19. Jahrhundert v. Chr. und dem Die gleiche Erzählung findet sich auch im Gilgamesch-Epos aus der akkadischen und der sumerischen Literatur, sie könnten gar als Grundlage der biblischen Geschichte gedient haben. Es existiert ebenso eine griechische Erzählung im Deukalion-Mythos und eine entsprechende Überlieferungen in der indische Mythologie. Es lässt sich annehmen, dass historisch wirklich eine große Wassermasse ein weites Land überflutete und dabei weite Teile der Bevölkerung vernichtete. Die Gründe hierfür bleiben unbekannt, als Theorien sind kontinentale Megafluten durch Aufbrechen von Eisstauseen ebenso möglich, wie Seebeben, Vulkanausbruch  oder Meteoriteneinschlag mit Tsunami-Folge. Mythos oder Historie? Glücksritter und Archäologen suchen am Berge Ararat in Ostanatolien in der Türkei weiter nach historischen Zypressen- Holzresten der Arche, bisherige Satellitenaufnahmen mit der sogenannten Ararat-Anomalie zeigten wohl nur ungewöhnliche Gesteinsformationen. Wie konnten alle Tiere jenseits ihrer natürlichen Lebensraumes in der Auswilderung am Berg Ararat überleben- besaß er unterschiedliche Klimazonen? Auch die in der Bibel angegebene Größe der Arche von 300 Ellen Länge, 50 Ellen Breite und 30 Ellen Höhe (entspricht etwa 133,5 x 22,3 x 13,4 Meter) gibt immer weider Anlass für Spekulationen- konnte ein Schiff mit der halben Größe des Kreuzfahrtschiffes  Queen Elizabeth 2 die gesamte Tiervierfalt aufnehmen? Sind die Angaben korrekt umgerechnet? Handelt es sich um alle damals bekannten Tiere? Ist die Arche symbolisch zu verstehen, als synonyme Übersetzung für das Wort, das vor dem sündigen Leben bewahrt? Oder einfach etwas, an das man Glauben muss, um es zu verstehen?

 

 

Kurzinhalt: Oscar®-Preisträger Russel Crowe spielt Noah, von Gott auserwählt, das Unmögliche zu schaffen: Mittels einer gigantischen Arche soll er die Menschheit sowie das Tierreich vor der apokalyptischen Flut retten. In diesem von Darren Aronofsky („Black Swan“) bildgewaltig in Szene gesetzten Leinwandepos treten an der Seite von Russel Crowe weitere Hollywood-Größen wie Anthony Hopkins, Jennifer Connelly, Emma Watson, Ray Winstone und Logan Lerman auf.

NOAH-Teaser-Poster

Bilder © Paramount Pictures · Alle Rechte vorbehalten.
[Hinweis: Paramount Pictures unterstützt DigitaleLeinwand mit diesem Sponsored Post]

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