Großes Kino auf einer Heimkinoleinwand- der beste Platz für den Projektor

Heute gibt’s kein Lichtspielhaus, wir leihen uns ’ne Blu-ray aus! Bei trübem Herbstwetter ist manchmal der Weg zum Kino zu weit, und wenn das heimische Wohnzimmer eine bessere Heimkino-Anlage beherbergt als das nächste Schachtelkino, ist mitunter sogar die Leinwand größer- es muss ja nicht immer ein Flachbild-Fernseher sein, ein 3D-Beamer liefert ein hervorragendes Bild.

Heimkinoleinwand

Auch wenn eine weiße Wand als optimale Wiedergabefläche dienen kann, wird mit einer Heimkinoleinwand die Qualität des Filmerlebnisses verstärkt und verschafft dem Betrachter durch ihre große Diagonale ein echtes Kino-Feeling. Eine große Diagonale der Heimkinoleinwand setzt voraus, dass der Beamer für eine Projektion in dieser Größe geeignet ist, damit beim entsprechenden Abstand das Bild gestochen scharf projiziert wird. Dabei gilt eine einfache Grundregel: je größer das Zimmer ist, umso attraktiver lässt sich die Heimkinoleinwand einsetzen. In kleinen Räumen hingegen sollten Filmliebhaber auf eine zu große Diagonale verzichten, da der notwendige Abstand zwischen der Leinwand und dem Beamer nicht eingehalten werden kann. Bei einer 1,50 Meter hohen Heimkinoleinwand muss der Projektor einen Mindestabstand von 2,50 Metern entfernt sein, damit er das Bild optimal auf die große Diagonale wirft. Steht der Projektor zu nah vor der Wand mit der Leinwand befindet, wird das Bild unscharf und der ansprechende Filmgenuss eingeschränkt. Aber nicht allein die Entfernung, sondern auch der Betrachtungswinkel muss perfekt eingestellt werden, um ein optimales und gestochen scharfes Bild auf der Heimkinoleinwand zu erreichen.

Im folgenden Schema habe ich euch die wichtigen Größen, Abstände und Höhen für eine perfekte Präsentation abgebildet. Wenn man drei einfache Faustregeln beachtet, ist man auf jeden Fall auf der sicheren Seite:

  1. Die Höhe der Heimkinoleinwand sollte ein Sechstel der Entfernung bis zur letzten Sitzreihe entsprechen.
  2. Der Abstand der ersten Sitzreihe bis zur Leinwand sollte mindestens das 1,5fache der Leinwandhöhe betragen.
  3. Vom unteren Rand der Leinwand bis zum Boden sollte ein Mindestabstand von 1,25 m eingehalten werden.

Schema-Montage-Heimkinoleinwand

Den richtigen Platz für den Projektor finden

Der Projektor lässt sich abhängig von Raumbeschaffenheit und Größe an der Decke oder mit einer Wandhalterung befestigen oder auf einer Regalfläche abstellen.  Wichtig: der  Beamer verfügt über einen Lüftungsschlitz, aus welchem heiße Luft ausströmt. Daher muss er so gestellt werden, dass die Heißluft problemlos entweichen kann. Mit einem Abstand von mindestens 20 Zentimetern zur Wand oder zum Regal, lässt sich der Projektor sicher betreiben und jegliche Gefahr ausschließen, Unfälle durch ausströmende Heißluft zu begünstigen. Auf die Wiedergabe der Farbe hat die Leinwand selbst wenig Einfluss. Beim Kauf eines Projektor ist daher darauf zu achten, über welche Farbwiedergabe er verfügt. Noch ein Tipp für 3D-Freunde: aufgrund des Lichtverlustes der 3D-Brillen sollte man sich vorrangig für eine speculare Leinwand entscheiden.

Und jetzt- viel Spaß im Heimkino!

Bilder ©  lassedesignen/Fotolia.com (1), DigitaleLeinwand (2), ·  Alle Rechte vorbehalten.

5 Antworten
  1. blendentanz
    blendentanz says:

    gerade auf twitter den link zu deinem artikel gesehen. ich grüss mal rüber aus nrw als heimkino fan seit 10 jahren 🙂 mich bekommen seit dem ich heimkino fan bin keine 10 pferde in ein kino, da warte ich lieber 6 monate auf einen film.

    aber auch noch kurz ein paar gedanken. ein muss eine leinwand sein, das ist sehr wichtig. ein tapette eignet sich absolut nicht für projektion. jeder der danach eine leinwand installiert wird erst dann den wow-effekt erleben. klar ist natürlich auch, eine rahmenleinwand ist das absolut optimale, auch wenn hier die frau im haus bestimmt schwerst überzeugt werden muss. einmal installiert gibt es dann aber nur noch glückliche gesichter 🙂

    man sollte unbedingt die projektions-rechner der hersteller verwenden. zollstock frei machen und genau messen. nichts ist schlimmer als wenn das bild des neuen tollen beamers dann nicht perfekt in die leinwand aufgezogen werden kann. trauer-weiss-ränder. weiterhin sollte auch die höhe, in der die leinwand aufgehängt ist, nicht so hoch sein (meine persönliche meinung).

    wer einmal ein heimkino zuhause erlebt hat, wird nie wieder einen film oder eine galaktische BBCearth Doku auf einem tv schauen wollen, welches wirkt wie kasperletheater.

    grossen lob für deine seite, hier bin sehr gerne zu gast 🙂

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    • Gerold Marks
      Gerold Marks says:

      Danke für Deine tolle Ergänzung. Ich bin ja sehr gerne im Kino, aber Berlin hat dann auch genügend Abwechslung für den jeweiligen Geschmack zu bieten.

      Bei einer Motorleinwand kann man natürlich das ganze schön verschwinden lassen, was ich sehr angenehm bei Wohnzimmern finde, sonst glotzen die Kids immer nur auf die Leinwand und wollen Filmchen sehen. Aber ich verstehe den Nutzen einer Festinstallation.

      Bieten alle Hersteller einen Projektionsrechner an? Das wäre ein sinnvolles Tool!

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    • Gerold Marks
      Gerold Marks says:

      Top! Bei dem tollen Epson-Rechner hätte ich mir meine Amateur-Zeichnung ja sparen können. Sehr gut, dass mit Eingabefeldern für Parameter auszustatten.
      Ich merk schon, wenn ich je eine Heimkino-Frage habe, kenne ich jetzt den Top-Experten! 🙂

      Antworten

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