Schätze des Deutschen Films – Initiative für digitales deutsches Filmerbe

Derzeit präsentiert die IFA die neuesten technologischen Errungenschaften, auf der medienwoche@IFA lobpreisen sich die üblichen Verdächtigen und verteidigen ihre mitunter eingefahrenen Standpunkte. Alles wie gehabt. Auch wenn so mancher eine 2K-Auflösung im Programm-Kino vollkommen überdimensioniert findet, präsentiert man auf der IFA bereits Fernseher mit einer Auflösung von 8K (das ist die 16-fache Größe der derzeitigen Full HD-Auflösung). Nur was man darauf zeigen kann, ist bisher unbeschrieben. Wie wäre es denn mit Schätzen des deutschen Films?

Der Filmemacher Hans W. Geißendörfer, Produzent Joachim von Vietinghoff und Medienunternehmer Andreas Vogel gründen derzeit in Potsdam die Gesellschaft Schätze des Deutschen Films. Ziel ist, deutsche Spiel- und Dokumentarfilme aller Epochen für den digitalen Filmmarkt verfügbar zu machen. Dafür sollen in Zusammenarbeit mit den Rechteinhabern alle Filme des gesamten deutschen Filmschaffens sukzessive digitalisiert werden. Der Abruf der Filme über ein Video-on-demand-Portal soll möglich sein, aber auch Vertriebsformen wie web.tv, DVD/Blu-ray und Kino-Wiederaufführungen sind vorgesehen. Geplanter Start des Portals ist Mitte 2012.

Hans W. Geißendörfer über das geplante Angebot: „Wir können stolz sein auf den deutschen Film und seine Macher und wollen ihm auch in der digitalen Welt weltweit einen adäquaten Platz einräumen. Ob Arthouse-Film oder Blockbuster – unsere Plattform will Heimat für alle Produktionen der deutschen Filmindustrie werden.“

Ein großes Projekt, was sich die drei dort auf die Fahne schreiben. Denn es geht nicht nur um eine Digitalisierung und eine digitale Verfügbarkeit, sondern auch um eine Archivierung. Was logischerweise mit den üblichen Problemen des Archivars behaftet ist: Datenmanagement, eine sinnvolle Sortierung, das Erhalten der bestmöglichen Version, die Konvertierung in neue benötigte Formate. Und dabei gleichzeitig Erlösformen schaffen, die manch kleinem Film bei der Wertschöpfung bisher verwehrt blieben.

Ich kann die Macher zu diesem Schritt nur beglückwünschen und wünsche ihnen einen guten Start in die digitale Zukunft des deutschen Filmerbes!

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