82. Oscar-Verleihung – die Gewinner und Verlierer

Die Nacht war lang, die Goldjungs sind vergeben, die Lange Oscarnacht im Filmcafé natürlich grandios.

Insgesamt fand ich die 82. Verleihung der Annual Acadamy Awards relativ kraftlos. Die Verleihung plätscherte so dahin, die Hosts Steve Martin und Alec Baldwin kalauerten sich durchs Programm. Das Red Carpet- Vorprogramm mit Steven Gätjen war schlecht wie lange nicht. Muss auch ProSieben so gesehen haben und schaltete für die letzten 25 Minuten auf die ABC-Berichterstattung vom Roten Teppich.

Bei den Verleihungen trafen viele Erwartungen ein: Jeff Bridges, Sandra Bullock und Christoph Waltz konnten sich über einen Oscar freuen.

Sieger des Abends war der Film „Hurt Locker“ von Kathryn Bigelow, der gleich sechs Oscars ergattern konnte, darunter „Bester Film“ und „Beste Regie“. Für mich war das eher eine politische Entscheidung.

Etwas enttäuschend: „Avatar – Aufbruch nach Pandora“ konnte nur in den drei Kategorien Beste Kamera, Beste Visuelle Effekte und Beste Art-Direction einen Oscar holen.

Sehr enttäuschend: Das Weisse Band von Michael Haneke ging leider leer aus, der Oscar für den besten ausländischen Film konnte der argentinische Beitrag „The Secret in their Eyes“ holen. Meine Stoptrick-Knetfiguren-Lieblinge Wallace und Gromit gingen leer aus, genau wie Jason Reitmanns „Up in the Air“. Der mit 8 Nominierungen versehene „Inglourious Basterds“ holte lediglich den Preis für die beste Nebenrolle.

Sehr erfreulich hingegen:  Pixars Animationsfilm konnte zwei der fünf Nominierungen für sich entscheiden, „OBEN“ bekam den Oscar für den besten Animations-Spielfilm und Michael Giacchino für die dazugehörige Filmmusik.

Also alles in allem fünf Oscars für zwei stereoskopische 3D-Produktionen. Von meinen abgegebenen Tipps lag ich immerhin in zehn Kategorien richtig.

Meinen Glückwunsch an alle Preisträger!

  • Bester Film: „The Hurt Locker „
  • Beste Regie: Kathryn Bigelow („The Hurt Locker“)
  • Bester Hauptdarsteller: Jeff Bridges („Crazy Heart“)
  • Beste Hauptdarstellerin: Sandra Bullock („Blind Side – Die große Chance“)
  • Bester Nebendarsteller: Christoph Waltz („Inglourious Basterds“)
  • Beste Nebendarstellerin: Mo’Nique („Precious – Das Leben ist kostbar“)
  • Bester nicht englischsprachiger Film: „El secreto de sus ojos“ (Argentinien)
  • Bestes Originaldrehbuch: Mark Boal („The Hurt Locker“)
  • Bestes adaptiertes Drehbuch: Geoffrey Fletcher („Precious – Das Leben ist kostbar“)
  • Beste Kamera: Mauro Fiore („Avatar“)
  • Bester Schnitt: „The Hurt Locker“ (Bob Murawski, Chris Innis)
  • Beste Ausstattung: „Avatar“ (Rick Carter, Robert Stromberg)
  • Bestes Kostüm: „The Young Victoria“ (Sandy Powell)
  • Bestes Make-up: „Star Trek“ (2009)
  • Beste Filmmusik: „Oben“ (Michael Giacchino)
  • Bester Filmsong: „Crazy Heart“ (T-Bone Burnett, Ryan Bingham / „The Weary Kind“)
  • Bester Ton: „The Hurt Locker“ (Paul N.J. Ottosson, Ray Beckett)
  • Bester Tonschnitt: „The Hurt Locker“ (Paul N.J. Ottosson)
  • Beste Visual Effects: „Avatar“ (Joe Letteri, Stephen Rosenbaum, Richard Baneham, Andy Jones)
  • Bester Animationsfilm: „Obe „
  • Beste Dokumentation (Langfilm): „Die Bucht“
  • Beste Dokumentation (Kurzfilm): „Music by Prudence“
  • Bester animierter Kurzfilm: „Logorama“
  • Bester Kurzfilm: „The New Tenants“
6 Antworten
  1. Paul Andexel
    Paul Andexel says:

    Das waren die langweiligsten Oscars seit langem. Obwohl man immer wieder über das vergangene Jahr gelästert hat, fand ich es in der langen Reihe der „langweiligen Oscars“ mit am amüsantesten.

    Lediglich das kleine Bashing am Anfang fand ich ganz unterhaltsam. Was auch immer das mit George Clooney abging. Es war toll.

    Und Steve Martin ist und bleibt einer meiner großen Lieblinge. Lediglich tu toppen von Billy Chrystal.
    Apropos toppen: „Topper“ entwickelt sich 😉

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