erster Trailer zum stereoskopischen Tanzfilm "StepUp 3D" veröffentlicht

Nachdem sich stereoskopische 3D-Filme in den Bereichen Action, Dokumentation und Family-Entertainment durchgesetzt haben, drängen auch weitere Formate auf den Markt: Tanzfilme. Und wer bereits erstes Material von Streetdance 3D sehen konnte, hat den Grund verstanden. Es geht nicht nur um die Ansprache des jungen Zielpublikum, vor allem geht es um den Raum. Tanz ist Bewegung im Raum. Und 3D-Kino erweitert eben diesen Raum vor und hinter der Leinwand und stellt auf der einen Seite ungeahnte Tiefe dar, auf der anderen Seite aber auch sehr nahe Einblicke.

Zunächst kommen Produktionen aus dem Bereich Streetdance und Urban Dance, aber schon bald können wir uns auch auf die 3D-Arthaus-Produktion PINA von Wim Wenders freuen, die uns durch die S3D-Technik das Tanztheater-Werk der 2009 verstorbenen Choreografin Pina Bausch erleben lässt.

Hier der erste frisch veröffentlichte Trailer zu Step Up 3D, der dritte Teil der Tanzfranchise von Jon Chu aus dem Hause Disney:

Wie produziert man einen Live-Action 3D-Film? Topper-Team gibt Auskunft

Stereoskopische 3D-Filme spielen derzeit in allen Kinos und belegen seit 15 Wochen den Spitzenplatz der deutschen Kinocharts. Doch gibt es, gerade in Deutschland, bisher nur sehr wenige Filmemacher die sich mit dem Thema der Tiefendimension beschäftigt haben und dieses Format wirklich beherrschen. Der Film über den Action-Star unserer Kinojugend, Til Topper,  ist der erste deutsche Real-3D-Film einer Hochschule, der in S3D produziert wurde.  Die HFF Konrad Wolf in Potsdam bringt aber nicht nur ein 3D-Projekt auf die Leinwand, sondern teilt auch das Wissen, was alle Beteiligten bei der Produktion sammeln konnten in Featurettes.

In diesem Video gibt Regisseur Félix Koch einen kurzen Einblick in die Grundlagen der Stereoskopie und erläutert, wie das stereoskopische Sehen funktioniert.

http://www.youtube.com/watch?v=xch8G9ESAYE

(via Topper3D)

Transkript des Interviews: Wir haben und sehen mit zwei Augen. Wenn man mit einer normalen Filmkamera drehen würde, dann wäre das so, als wenn man nur mit einem Auge drehen würde. Um einen 3D-Film zu drehen, brauchen wir zwei Kameras. Da fing das Problem schon an. Zwei Kameras sind zwei Kameras. Das heißt alles ist doppelt vorhanden. Zwei Kameras, zwei Kabel, zwei Objektivsätze. Das nächste Problem ist, dass diese beiden Kameras, bevor dieser 3D-Effekt entsteht, richtig aufeinander justiert werden müssen. Das funktioniert folgendermaßen:
Erst einmal müssen beide Kameras so eingerichtet werden, dass sie das gleiche Bild machen. Als würde ich meine beiden Augen zusammen schieben. Wie eine normale Kamera filmt. Wenn diese beiden Kameras so eingestellt sind, dass sie das gleiche Bild machen, zieht man die Kameras ein Stück auseinander. Am besten so weit, wie meine Augen auseinander liegen. Das sind ca. 6,4 Zentimeter. Dadurch filmt die linke Kamera ein leicht anderes Bild als die rechte Kamera. Weil wenn man seinen Finger vor das Auge hält, sieht mein rechtes Auge auch ein anderes Bild als mein linkes Auge. Dasselbe passiert auch in 3D. So entsteht dieser 3D-Effekt. Stelle man sich vor beide Kameras würden einen Würfel filmen, dann würde die eine Kamera mehr die eine Seite filmen, während die Andere die andere Seite des Würfels. Dadurch entsteht dieser Raumeindruck.
Wir filmen also, dann wird der Film geschnitten. Wird er dann gezeigt, müssen natürlich diese beiden Bilder wieder jeweils dem richtigen Auge zugeordnet werden. Da man aber nicht zwei Leinwände hat, weil man ansonsten schielen müsste, werden beide Bilder zeitgleich projiziert.
Dafür gibt es dann diese Brillen, die die Bilder von der Leinwand trennen, sodass jedes Auge das Bild sieht, welches es sehen soll. Jedes Brillenglas lässt nur ein Bild durch.
In meinem Kopf werden diese beiden Bilder dann zusammen geschoben und ergeben den räumlichen Eindruck. Räumlich sehen funktioniert also nur, wenn jedes Auge ein etwas anderes Bild sieht als das andere Auge.

Ein weiteres Interview beschäftigt sich mit der Stoffindung für einen 3D-Film. Drehbuchautor Florian Hawemann, der Regisseur Félix Koch, Producerin Jennifer Hoffmann und Produktionsleiter Paul Andexel gehen der Frage nach, in wie weit es einen Unterschied macht für 3D zu schreiben, worum es im Film „Topper gibt nicht auf!“ geht, und wie es überhaupt zu dem Stoff kam.

(via Topper3D)

Regisseur Félix Koch berichtet in diesem Interview über die Drehvorbereitung der Studenten der HFF “Konrad Wolf”.

http://www.youtube.com/watch?v=Zzfxp7BccN4

(via Topper3D)

Transkript des Interviews: Wenn man zum ersten Mal einen 3D-Film dreht, muss man sich extrem gut vorbereiten, da man nicht weiß, was einen erwartet. Man kennt diese Kameratechnik nicht so genau und muss schon gewappnet sein, wenn beim Dreh Probleme auftreten. Es bringt nichts, wenn man sich nur diese Kameratechnik, die kein Mensch vorher ausprobiert hat, und guckt einfach mal was passiert. Das Risiko dabei ist viel zu hoch, dass etwas schief geht. Ansonsten stehen 20 Leute rum und drehen Däumchen während einer sagt „Hätten wir das man vorher gewusst“. Also muss man vorplanen. Und das haben wir ausgiebigst. Die Vorplanung für den Film sah so aus, dass wir an der Schule Seminare hatten, in denen uns die 3D-Technik erläutert wurde, mit allen ihren Facetten. Wir hatten interessante Gäste zu Besuch, die sich mit 3D und stereoskopischen Film beschäftigen. Wir bekamen Vorträge über das menschliche Auge. Es waren Techniker da, die sich um die Technik hinter der Kamera gekümmert haben. Es war sehr interessant und aufschlussreich und notwendig für diesen Film. Man kann keinen 3D-Film wie einen normalen realen 2D-Film drehen. Man muss sich extrem gut vorbereiten.

Bildgestalter Benjamin Raeder erläutert die Vorbereitung der Kamerastudenten der HFF für den Dreh ihres Films.

http://www.youtube.com/watch?v=4ogFaPOY8NQ

(via Topper3D)

Transkript:  Als diese Idee aufkam dieses Projekt in 3-D zu drehen, wusste ich quasi nix bis auf 3-D-Fotografien, wo man mit rot-grünen Brillen 3-D sieht oder Systeme, wo man durch Lupen auf Fotografien guckt. Ich kannte auch 3-D-Filme vom Rummel, und wusste natürlich auch, dass es 2 Kameras geben muss, um die zu drehen. Aber das war sozusagen nur ein ganz rudimentäres Wissen. Und es war aber klar, dass wir eine ganz intensive Vorbereitung kriegen würden, was Grundlagen von 3-D angeht. Und auch, wie wir es technisch umsetzen würden. Die Vorbereitungszeit war relativ intensiv. Wir hatten mehrere Seminare, Testdrehs mit der Technik, die die Schule hat, und wir waren am Ende dann sehr gut vorbereitet.

Wie liefen die Seminare ab und was genau wurde euch dort vermittelt?

Es gab zu Anfang ein Seminar, das Robert Laatz und Michael Laakmann geleitet haben, in dem es um Grundlagen des 3-D-Kinos ging. Wie erzählt man räumliche, perspektivische Tiefe, auch erstmal in 2-D, mit einer Staffelung von Gegenständen, mit einer atmosphärischen Tiefe. Diese tiefenräumliche Wahrnehmung in 2-D lässt sich ja auch in 3-D übertragen. Um diese Grundlagen und erste Tests ging es da vor allem. Wir haben ein Spiegelrig, was die Schule sich gekauft hat, das erste Mal probiert, und die EX3en, zwei Sony-Kameras, aufgebaut. Mit einem Clipster, den die Schule neu angeschafft hat, haben wir zwei Kamerastreams aufgezeichnet, was am Anfang viel Probieren war, weil es neue Technik für die Schule ist. Wir haben uns da so langsam rangetastet. Es gab dann noch ein weiteres Seminar, wo Josef Kluger von KUK-Film aus München da war, in dem es noch mal ein bisschen mehr in die Tiefe ging. Das ist halt eine Firma, die sich viel mit 3-D beschäftigt und die da ein hohes Wissen in der Richtung haben. Das ging noch mal in die Tiefe, weil als das vorbei war, waren es halt 2 Wochen sehr kompakte Einführungen, sehr kompakte Seminare, da fühlten wir uns dann, glaube ich, gut vorbereitet.

Topper gibt nicht auf! feiert Anfang Mai seine offizielle Premiere in Berlin. Alle Infos über den Film gibt es auf dem täglich lesenswerten Blog zum Film Topper3.de. Wünscht euch den Film in ein Kino in eurer Nähe mit Moviac!

kostenlose Toy Story 3 Previews – Pixars Word of Mouth- Marketingstrategie

Es klingt nach einer Kopie des Erfolgsrezeptes für den Microbudget-Film „Paranormal Activity“: man zeigt Studenten eine Version des Films, die sich vor lauter Begeisterung kaum halten können und über sämtliche kommunikativen Kanäle des Social Media von Facebook bis Twitter den Buzz verbreiten wie großartig der Film ist. Doch diesmal handelt es sich nicht um einen Film mit kleinem Geld, sondern mit gigantischer Werbemaschinerie dahinter: Disney/Pixars Toy Story 3.

Allerdings zeigt man nicht den ganzen Film: Wie man seit den Siebzigern Trailer in einem Spannungsplot anlegt und etwa zwei Drittel der Geschichte verrät, zeigt man Toy Story 3 in einem bestimmten Cut, der sogenannten Cliffhanger-Edition. Das bedeutet nach zwei Dritteln des Films ist Schluss, wer wissen wie das Spielzeug-Abenteuer ausgeht, muss ins Kino gehen. Schon eine erstaunliche Entscheidung, man hat doch gerade auf der eine zu 85% fertig animierte Version des Films vor Fachpublikum gezeigt, mit dem Credo, dass gerade der dritte Akt des Films der interessanteste und spannendste ist.

Leider konnte ich bisher keine Informationen erhalten, ob die Previews in 2D oder stereoskopischen 3D gezeigt werden. 3D-Previews würden sicherlich einen größeren Reiz ausüben, für eine 2D-Preview spräche, dass man sich im Kino nicht nur auf eine längere, sondern auch eine tiefere Version freuen kann.

Natürlich spielt die Aktion der College-Previews auch auf die Handlung des Films an, ist die Ausgangssituation des Films doch der Start von Andys College-Leben.

Die schlechte Nachricht: natürlich gilt das nur für Studenten in den USA. Insgesamt tourt man durch 80 Schulen in 22 Staaten. Und man muss Student sein und sich mit gültigem Ausweis legitimieren. Auf der eigens eingerichteten Facebook-Seite könnt ihr nachsehen, welche Schulen in welchen States dabei sind. Und hier wieder bester Pixar-Humor: die Tab der Facebook-Page heißt „Buzz-Campus„… 🙂

Bild © Disney/Pixar · Alle Rechte vorbehalten.

Toy Story 3 wird ein Horrorfilm- Pixar veröffentlicht drei ungewöhnliche virale Videos

Animationsfilme sind doch nur für Kinder! Von wegen, Toy Story 3 hat jetzt einen viralen Teasertrailer veröffentlicht, der mehr wie „Rec“ oder „Paranormal Activity“ anmutet. Toy Story 3 wird ein Horrorfilm!
In gewisser Weise mag das stimmen, denn Andys geliebte Spielzeuge werden mit ihrem Albtraum konfrontiert: Andy geht aufs College und die Kiste mit unseren Helden direkt an den nächsten Kindergarten.
Seht selbst:

Und auch sonst sind unsere Toys in der modernen Zeit und im Jugendalter angekommen, hier den zweiten viralen Trailer mit dem Thema Instant Messaging.

Und natürlich geht es im Film auch ums Erwachsenenwerden, und so gibt es genau dazu einen dritten Teaser:

Mich haben diese viralen Clips zunächst ein bisschen irritiert. Trailer, die etwas anderes vorgeben, als der Film schließlich einlöst, finde ich schwierig. Allerdings kennt jeder die Toy Story-Franchise und den Stil, und kann diese viralen Trailer richtig einordnen. Oder versucht Disney mit diesem Konzept etwa die Erschließung neuer Zielgruppen?

Natürlich bin ich gespannt auf eure Meinung!

TRON-Anfangssequenz von Saul Bass

Wie sähe ein Filmintro zu TRON aus, wenn ihn der Großmeister des Motion-Designs, Grafikdesigner und Filmemacher Saul Bass, entwickelt hätte? Dieser Frage ist Hexagonall nachgegangen und präsentiert hier sein mit Flash umgesetztes Ergebnis. Nice!

Topper für Movie Maniacs: Erster HFF-3D-Film wird online vermarktet

Es kommt zusammen, was zusammengehört, und ich freue mich ein wenig dazu beizutragen: Die Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf“ Potsdam-Babelsberg (HFF) und das Kino-Internetportal moviac kooperieren bei der Online-Vermarktung des ersten stereoskopischen dreidimensionalen Realfilms der HFF: „Topper gibt nicht auf!“.

Mit dem 20-minütigen 3D-Spielfilm startete die HFF vergangenes Jahr als erste deutsche Filmhochschule in die dritte Dimension, DigitaleLeinwand hat berichtet. Und auch mit der Vermarktung des Films werden neue Wege beschritten. Schon bald können sich Topper-Fans ihren Film auf die Leinwand eines Kinos in ihrer Nähe holen.

Topper gibt nicht auf! erzählt die Geschichte von Axel, der Regie studiert und die männliche Hauptrolle seines aktuellen Films mit seinem Idol Til Topper besetzt. Beim Dreh entpuppt sich Topper dann als arroganter Exzentriker und droht, alles hinzuschmeißen. Doch dann kommt Marleen. Sie spielt die weibliche Hauptrolle, weckt seinen Ehrgeiz und – sie ist Axels Freundin. Für den Film konnten prominente Schauspielerinnen und Schauspieler gewonnen werden wie Claude-Oliver Rudolph („Das Boot“, „James Bond 007: Die Welt ist nicht genug“), Maximilian Vollmar („Die Welle“, „Nancy and Frank – A Manhattan Love Story“) und Anna-Maria Sturm („Beste Zeit“, „Beste Gegend“).

Über die Film-Webseite www.topper3.de, Facebook und Twitter kommuniziert das studentische engagierte Produktionsteam bereits seit geraumer Zeit mit einer stetig wachsenden Fangemeinde. Ein Eckpfeiler der Kampagne ist die Kooperation mit moviac, einem Internetportal für Kinofans. Dort können alle Topper-Fans, die den ersten 3D-Film der HFF im Kino sehen möchten, für eine Vorführung des Films in ihrem lokalen 3D-Kino stimmen.

Seit 2009 ist das deutsche Internetportal „moviac – Deine Wunschfilme im Kino“ bereits online und versteht sich als Angebot für alle, die ihr lokales Kinoprogramm aktiv mitgestalten wollen. Dabei steht moviac für movie maniac – filmverrückt. Filmfans können sich mit Gleichgesinnten vernetzen und so ihren Wunschfilm in ein Kino in der Nähe bringen. Aus mehr als 2000 Filmen – Klassiker, Arthouse- und Independent-Produktionen oder eben 3D – kann die moviac-Gemeinde bereits wählen und mehr als 150 Partnerkinos konnten in Deutschland für das Projekt bereits gewonnen werden, für das es im letzten Jahr den Innovationspreis der Bundesregierung im Bereich Film gab (siehe Artikel).

Der interaktive Dialog in der Kinobranche hat begonnen. „Wir suchen einen Verleih für Topper und mit Hilfe von moviac wollen wir potentiellen Kandidaten demonstrieren, wie groß das Interesse an unserem Film ist.“, so Jennifer Hoffmann, Producerin des Films. “Den ersten Independent-3D-Film unseres Katalogs mit Hilfe seiner Fans auf die große Leinwand zu bringen, ist für uns eine einmalige Chance.“ ergänzt moviac-Geschäftsführer Marius Müller-Minde, „Wir freuen uns über die Zusammenarbeit mit der HFF in Potsdam.”

Die Premiere ist für Mai geplant und dann kann sich jeder Topper gibt nicht auf! auf eine Kinoleinwand in der Nähe holen. Das geht ganz einfach: Einfach hier auf die Topper-Kinokarte klicken, (wer es noch nicht getan hat) kurz bei moviac registrieren – und schon ist die Stimme gezählt und Topper in ein Kino Deiner Nähe gewünscht. Klick and go, Topper!

Für immer Shrek – zwei neue Charakter-Teaserposter veröffentlicht

DreamWorks animierte Oger-Saga „Für immer Shrek“ geht mit dem vierten Teil in die letzte Runde. Natürlich kommt der Film in bestem nativem stereoskopischen 3D in besonderer Tiefe. Nun gibt es zwei neue Charakter- Teaserplakate für den Film.

Das erste Plakat zeigt Shrek hinter Gittern- was mag da wohl passiert sein?

Das zweite Plakat zeigt Rumpelstilzchen im königlichen Dress mit feuerroten toupierten Haaren im Kreise der bleichen Hexen.

Wer den aktuellen Trailer für Shrek 4 gesehen hat, weiß natürlich, was sich dahinter verbirgt. Ich will ja nix spoilern, aber die Neugierigen können sich den Trailer hier nochmal ansehen. Für immer Shrek startet am 30. Juni 2010 in unseren digitalen stereoskopischen 3D-Kinos.

Bilder © DreamWorks Animation · Alle Rechte vorbehalten.

(via fastbutnotfood, Dank an Christian für den Hinweis)

"Konferenz der Tiere" 3D- Story, erste Szenenfotos, Synchronsprecher und Musik

Auch Deutschland macht in S3D: Constantin bringt den ersten deutschen stereoskopischen CGI-Animationsfilm in die Kinos: „Konferenz der Tiere“ startet am 7. Oktober 2010 bei uns. Die Produzenten und Regisseure Reinhard Klooss und Holger Tappe, bekannt von den CGI-Filmen „Urmel aus dem Eis“ und der Fortsetzung „Urmel voll in Fahrt“, bringen eine Adaption von Erich Kästners Buch. Wie die Presseagentur schreibt: der Film ist „Inspiriert durch die Erzählung „Die Konferenz der Tiere“ von Erich Kästner“. Eine Buchverfilmung ist es nicht, ein Filmremake nicht und es basiert nicht mal auf dem Buch, sondern hat sich lediglich „inspiriert“. Da bimmeln bei mir immer die kleinen Alarmglöckchen…

Den ersten Teaser fand ich sowohl optisch wie auch in der Tonalität in seiner Ernsthaftigkeit sehr ansprechend (hier nochmal ansehen). Leider ist der zweite Teaser (hier klicken) dann doch recht klamaukig geraten und erinnert stark an die Ice Age-Franchise. Apropos: Die Filmmusik stammt von übrigens von David Newman, der auch die Musik zu Ice Age lieferte. Den Song zum Film mit dem Titel „Wild vor Wut“ schrieb und singt Xavier Naidoo.

Als Synchronsprecher wurden Ralf Schmitz als Erdmännchen Billy, Thomas Fritsch als Löwe Sokrates, Christoph Maria Herbst als Hahn Charles, Bastian Pastewka als Elefantenkuh Angie und Oliver Kalkofe als Hoteldirektor Smith verpflichtet. Auch das lässt mehr auf eine komödiantische Ausrichtung des Films schließen.

Zur Story: Die Tiere in der afrikanischen Savanne wundern sich: Wo bleibt das Wasser? Längst hätte es durch eine Schlucht aus den fernen Bergen kommen müssen. Der Durst wird immer größer, die Sorge auch, zumal das letzte kleine Wasserloch von grimmigen Büffeln und Nashörnern verteidigt wird. Das tapfere Erdmännchen Billy und der friedliebende Löwe Sokrates ziehen los, um das Wasser zu suchen. Dabei treffen sie auf den gallischen Hahn Charles, der eine Eisbärin, ein Känguru, einen Tasmanischen Teufel und zwei Galapagos-Schildkröten nach Afrika geführt hat. Sie mussten aus ihren zerstörten Heimatregionen nach Afrika fliehen und hoffen im Okavango-Delta auf ein besseres Leben. Doch leider haben die Menschen auch dieses letzte Paradies nicht verschont: Der Hotelier Smith hat einen gewaltigen Staudamm bauen lassen und verschwendet alles Wasser für ein Luxushotel. Ausgerechnet hier halten die Politiker eine Konferenz zum Schutz der Umwelt ab. Die Tiere antworten auf diese Herausforderung mit ihrer eigenen Konferenz: Die weise Elefantenkuh Angie appelliert an alles, was laufen, fliegen, trampeln oder kriechen kann, sich zu wehren. Das ist der Auftakt zu einer turbulenten Offensive voller tierischer Tricks.

Nach meiner Euphorie für den ersten Teaser hält sich meine Begeisterung für diesen generischen Aufguss mittlerweile in Grenzen. Madagascar meets Ice Age, aber wir referenzieren natürlich auf den großartigen Erich Kästner. Das scheint für mich weder in der Story noch in der Optik besonders herausragend zu werden. Was denkt ihr?

Bilder © Constantin · Alle Rechte vorbehalten.

dffb-Studenten im Streik gegen Berufungsverfahren

Nach einer Urabstimmung befindet sich die Studentenschaft der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin (dffb) im Streik. Sie streikt gegen den Verlauf des Berufungsverfahrens zur Neubesetzung des Direktorenpostens an der Akademie, von dem die Studenten- und die Dozentenschaft der dffb nach dem Scheitern der ersten Findungskommission im Dezember 2009
trotz eines offenen Briefes der Studenten an den Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit, in dem sie dringend um Anhörung gebeten hatten, ausgeschlossen wurden.

Die Studenten werfen dem Verfahren mangelnde Transparenz vor und melden Zweifel an der Rechtmäßigkeit seines Verlaufs an. Sie fordern deshalb von der Chefin der Senatskanzlei und Vorsitzenden des Kuratoriums der dffb, Barbara Kisseler, die Offenlegung der Sitzungsprotokolle der Findungskommissionen. Die Studentenschaft streikt des Weiteren für den Verbleib von Sophie Maintigneux an der Berliner
Filmakademie. Die mehrfach – unter anderem zweimal mit dem Deutschen Kamerapreis – ausgezeichnete Kamerafrau ist der dffb seit vielen Jahren als Dozentin verbunden und hat das künstlerische Profil der Akademie maßgeblich geprägt. Da sie sich ebenfalls um den Direktorenposten beworben hatte, fürchten die Studenten um ihren Verbleib an der Akademie unter der neuen Leitung.

Die 1966 gegründete dffb hat eine lange Tradition als Quelle des unabhängigen deutschen und internationalen Films. Unter ihren Absolventen finden sich so unterschiedliche Filmkünstler wie Harun Farocki, Helke Sander, Detlev Buck, Wolfgang Becker, Uta Briesewitz, Christian Petzold, Angela Schanelec, Hannes Stöhr. Die in den Statuten der dffb festgeschriebene drittelparitätische Mitsprache der Studenten in allen die Akademie maßgeblich betreffenden Fragen ist einzigartig unter den deutschen Filmschulen und prägt maßgeblich den unabhängigen Geist der Filme, die an der Akademie entstehen. Die Studenten befürchten sehr, dass dieses Alleinstellungsmerkmal der dffb durch eine angekündigte Neuausrichtung der Statuten unter der neuen Direktion verloren gehen
wird.

Für Rückfragen steht Till Kleinert, Pressesprecher der Studentenschaft der dffb, unter der Mailadresse streik.presse.dffb@googlemail.com zur Verfügung.

heute Stereo 3D for Stop Motion Animation auf der INSIGHT OUT 2010

Liebe Leser,

heute müsst ihr mal einen Tag ohne mich auskommen. Denn ich absolviere einen Workshop zum Thema Stereo 3D for Stop Motion Animation auf der INSIGHT OUT 2010 an der HFF in Potsdam. Zum einen zeigt uns der Oscar- und BAFTA-Preisträger Brian Van’t Hul die Geheimnisse der S3D-Animation. Der VFX-Supervisor hat an Filmen wie Coraline, King Kong, allen drei Herr der Ringe-Filmen und The Nightmare before Christmas gearbeitet. Und von Motion Control Experte Joe Lewis, dessen Werk wir aus Filmen wie Adventures of Sharkboy and Lava Girl, Herr der Ringe oder Hollow Man kennen, wird es sicher ebenfalls einiges zu Lernen geben.

Morgen bin ich wieder wie gewohnt für euch da. 🙂

Beste Grüße,
Gerold